Windows XP Registry-Trick für Updates: Microsoft warnt

Microsoft will nicht, dass man Updates für ein anderes Betriebssystem installiert.

Für Windows XP ist mittlerweile Schluss mit Sicherheits-Updates, da der Support im April 2014 nach 13 Jahren schließlich eingestellt wurde. Mittlerweile ist aber ein Trick bekannt geworden, mit dem sich weiterhin Patches installieren lassen. Microsoft findet das natürlich nicht so gut.

Bei dem Trick wird die Registry von Windows XP verändert, wodurch Microsofts Update-Servern vorgetäuscht wird, dass es sich bei dem Betriebssystem um Windows Embedded POSReady 2009 handelt.
Diese Software ist eine XP-Variante, die in Geldautomaten, Kassen und ähnliche Geräten zum Einsatz kommt. Für Windows Embedded POSReady 2009 bietet Microsoft weiterhin Sicherheits-Updates an, da der Support wie üblich zehn Jahre, also bis zum Jahr 2019 läuft.

Microsoft hat das mittlerweile zur Kenntnis genommen und warnt natürlich vor dem Trick. Die Updates seien schließlich für ein anderes Betriebssystem entwickelt worden und würden daher nicht ordnungsgemäß mit Windows XP funktionieren, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit. Daher sei kein vollständiger Schutz gewährleistet und es könne auch zu Fehlern wegen Inkompatibilitäten kommen.

Wer den Registry-Trick verwendet, darf also bei Problemen keinen Support von Microsoft erwarten, da man wohl gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Das Unternehmen wird das ganze wahrscheinlich sowieso bald unterbinden. Nutzern von Windows XP bleibt also letztendlich nichts anderes übrig als auf ein moderneres Betriebssystem zu wechseln. Mit Windows 7 beispielsweise wird man von Microsoft bis 2020 mit Sicherheits-Updates versorgt.

Quelle: BigScreen/zdnet