Archiv für das Tag 'Windows 8'

Mrz 10 2013

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Samsung: “Windows 8 nicht besser als Vista”

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Das neue Microsoft-Betriebssystem musste sich mitterlweile schon einiges an Kritik gefallen lassen. Nun bezeichnete ein hochrangiger Samsung-Manager Windows 8 gar als “um nichts besser als Windows Vista”.

“Ich denke, das Windows-8-System ist überhaupt nicht besser als die frühere Windows-Vista-Plattform”, so Dong-Soo Jun, verantwortlich für Samsungs Speichersparte, gegenüber der Korean Times. Der Start von Windows 8 habe es nicht geschafft, die Nachfrage nach PCs zu verstärken. Er erwarte nicht, dass sich die PC-Industrie in nächster Zeit erholen werde, erklärte der Samsung-Manager.

Zuvor hatte bereits Fujitsu Windows 8 für seine eigenen sinkenden PC-Verkäufe verantwortlich gemacht. Dass sich jedoch ein Microsoft-Partner derart scharf gegenüber dem Betriebssystem äußert und den Vergleich mit Vista wagt, ist neu.

Die Aussage erscheint aus einem technischem Standpunkt heraus überzogen. Gleichzeitig macht sie aus Sicht von Samsung aber wohl Sinn, wenn man den Vergleich auf das Geschäft bezieht. Tatsächlich hilft Windows den Herstellern bisher nicht, mehr Computer zu kaufen, das zeichnete sich bereits zu Beginn des Jahres ab. Samsung plane daher auch, die Produktion von Speicherchips für PCs zurückzufahren und sich mehr auf jene für Smartphones zu konzentrieren, kündigte Dong-Soo an.

Quelle: futurezone

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Aug 30 2012

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IFA 2012: Touch-Desktops erobern Windows 8

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Große Hersteller präsentieren All-in-One-PCs

Berlin (pte022/30.08.2012/13:55) – Schon im Vorfeld der IFA war die Spannung groß, was neue Windows-8-Geräte betrifft. Neben den allseits erwarteten Hybrid-Tablets schicken die Hersteller auf der Messe noch eine zweite Geräteklasse recht massiv ins Rennen: All-in-One-PCs (AIO) mit Touchscreen. Im Gegensatz zu klassischen Varianten sind diese Desktop klar darauf ausgelegt, das Optimum aus Windows 8 und seinem New User Interface herauszuholen. Beispiele dafür sind Sonys Vaio Tap 20, Dells XPS One 27 sowie eine AIO-Troika aus dem Hause Samsung.

“Ein Anstieg der Zahl an AIO-Ankündigungen ist keine Überraschung, da Windows 8 definitiv einige interessante Touch-Möglichkeiten für Desktop- wie Portable-Formfaktoren bieten wird. Wir erwarten, dass Hersteller auch im AIO-Segment bald mehr Touchscreen-Geräte vorstellen”, meint Maciej Gornicki, Research Analyst EMEA Personal Computing bei IDC.com. Chancen haben AIOs demnach besonders im Consumer-Bereich, wo sie nach IDC-Zahlen in Westeuropa schon heute ein Fünftel der Neugeräte ausmachen – während sie in Unternehmen bei vier Prozent dahindümpeln.

Portabel bis professionell

Der Tap 20 ist mit einem 20-Zoll-Bildschirm ein vergleichsweise kompakter All-in-One-PC, bei dem der Hersteller auch die Mobilität zumindest in den eigenen vier Wänden klar unterstreicht. Zwar können Kunden das Gerät als vollwertigen Desktop aufgestellt nutzen, doch hebt Sony beispielsweise auch die Möglichkeit hervor, das akkubetriebene Gerät auf dem Couchtisch liegend als Multitouch-Spielfläche für die ganze Familie zu nutzen. Damit ist das Gerät fast ein Riesen-Hybrid.

Dells XPS One 27 dagegen wird eher als Profi-Gerät positioniert. In Asien und den USA ist er bereits als AIO mit herkömmlichem Display erhältlich, jetzt hat der Konzern aber passend für Windows 8 eine Touch-Ausführung angekündigt. Gleich bleibt die Zielgruppe: Der 27-Zöller soll insbesondere Nutzer aus der Kreativbranche ansprechen und dabei mit einer Wide-Quad-HD-Auflösung von 2.560 mal 1.600 Pixel und klarem Bild punkten. Natürlich kann das Gerät, das auf eine bequeme Multimedia-Content-Erstellung ausgelegt ist, aber auch entsprechend gut als Entertainment-PC dienen.

AIOs für jeden Bedarf

Während Sony und Dell somit jeweils unterschiedliche Zielgruppen bedienen, setzt Samsung darauf, mit gleich drei AIOs ein möglichst breites Kundenspektrum abzudecken. Das mit 21,5 Zoll Bildschirmdiagonale kompakteste Modell, das AIO Serie 5, ist mit einem Core i3-Prozessor auch das leistungsschwächste, damit aber ein vergleichsweise günstiges Einsteigergerät für den Hausgebrauch. Die AIO Serie 7 wiederum wird es in einer 23,6- und einer 27-Zoll-Ausführung geben, wobei Letztere je nach genauer Ausstattung auch hohen Ansprüchen genügen soll – inklusive Blu-ray-Laufwerk und der Option auf einen Solid State Drive.

In Zukunft könnten diese und andere Touchscreen-AIOs klassischen Desktops immer mehr den Rang ablaufen. “IDC erwartet, dass der Marktanteil 2013 steigt. Das wird aber davon abhängen, wie schnell sich Windows 8 durchsetzen kann, welche Möglichkeiten genau es bietet und welche Spiele und Apps es für AIOs geben wird”, sagt Gornicki. Allerdings werde der Preis eine große Rolle spielen, so der IDC-Analyst. “AIOs sind traditionell teurer als normale Desktops, es könnte also zu einer sehr allmählichen Annahme der Produktkategorie kommen.”

Quelle: pressetext.com

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Aug 16 2012

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Microsoft veröffentlicht Windows-8-Testversion

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Microsoft hat einen neuen Meilenstein in der Entwicklung von Windows 8 erreicht. Seit Mittwochabend (15.08.2012) steht die finale Version über MSDN und TechNet für Software-Entwickler und IT-Profis zur Verfügung. Auch eine Testversion für alle Anwender ist online.

Windows 8 kann heruntergeladen und bis zu 90 Tage lang kostenlos getestet werden. Bei der Testversion handelt es sich um die Enterprise-Variante, die neben den grundlegenden Features noch einige Zusatzfunktionen mit Fokus auf Business-Anwendungen legt. So ist etwa zusätzlich Windows To Go verfügbar, das ermöglicht, Windows-8-Installationen von USB-Sticks laufen zu lassen. Wer sich für den Test entscheidet, sollte bedenken, dass das System beim Kauf neu installieren muss.

MSDN- und TechNet-Abonnenten können darüber hinaus die finalen Versionen ohne Ablaufdatum herunterladen. “Windows 8″ und “Windows 8 Pro” werden über das gleiche Image installiert, hier entscheidet der Installationsschlüssel, welche Version aufgespielt wird. Für “Windows 8 Enterprise” muss eine eigene Datei heruntergeladen werden. Auch Sprachpakete stehen zur Verfügung.

Keine gravierenden Veränderungen
Im Vergleich zu den zuletzt veröffentlichten Beta-Versionen sind nur wenig offensichtliche Änderungen enthalten. So hat Microsoft einige optische Zusatzfeatures eingebaut, wie etwa neue Startanimationen und mehrere verschiedene Wallpapers für den Start- und Lock-Screen. Außerdem sind eine Reihe neuer Apps verfügbar.

PCs mit vorinstalliertem Windows 8 wird es ab 26. Oktober 2012 geben.

Quelle: futurezone

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Jun 20 2012

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In-App-Werbung: Microsofts Konzept für Werbung in Windows 8

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Microsoft hat in einem Blogeintrag einen ersten Entwurf für Werbeeinblendungen in Apps für Windows 8 veröffentlicht. Zusammen mit sechs renommierten Werbeagenturen soll ein Standard für die In-App-Werbungen geschaffen werden. Im Hintergrund der Apps könnte etwa ein Werbespot in Dauerschleife laufen.

Microsoft hat in einem Blogeintrag Konzeptbilder für In-App-Werbungen für Windows 8 gezeigt. Als Beispiel wird eine App des Fußballteams Seattle Sounders (gesponsert von Microsoft) gezeigt, an deren rechten Seite Werbung für einen Adidas-Fußballschuh eingeblendet wird. Klickt der User darauf, werden ganzseitig Werbungen im Metro-Stil eingeblendet, um die Schuhe oder anderes Merchandising online zu kaufen.

Die Werbung befindet sich im Konzept am rechten Rand der App und wird erst sichtbar, wenn nach rechts gescrollt wird. Allerdings merkt Microsoft auch an, dass der Hintergrund der App Videos, Bilder oder Texte einer Marke sein könnten. Um Standard-Layouts für die In-App-Werbungen zu kreieren, arbeitet Microsoft mit den Agenturen AKQA, Big Spaceship, Razorfish, Team Detroit, UM und Y&R zusammen.

Quelle: futurezone

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Jun 08 2012

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HTC kein Startpartner für Windows 8

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Die schlechten Nachrichten für den Smartphone-Entwickler HTC reißen nicht ab. Bereits zum zweiten Mal innerhalb drei Quartale musste der taiwanesische seine Umsatzerwartungen senken. Neben dem schwächelnden Europa-Geschäft soll nun auch Microsoft dem Unternehmen die kalte Schulter zeigen.

Microsoft traue HTC nicht zu, genügend Geräte zu verkaufen und das notwendige Know-how für Spitzen-Tablets zu haben und habe das Unternehmen deshalb vom Kreis der Startpartner für das neue Betriebssystem Windows 8 ausgeschlossen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Minus 13 Prozent
Am Mittwoch (06.06.2012) hatte HTC mitgeteilt, dass die Erlöse im zweiten Geschäftsquartal lediglich bei 91 Milliarden Taiwan-Dollar (2,4 Mrd Euro) liegen dürften. Dies wären 13 Prozent weniger, als Ende April noch prognostiziert. Auch die Erwartungen für die operative Marge kürzte HTC von elf auf neun Prozent. Hauptgrund für den düsteren Ausblick sei ein enttäuschend verlaufenes Geschäft in Europa, sagte HTC-Finanzchef Chang Chialin. Ein Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple führte zudem zu Lieferverzögerungen in den USA.

Für HTC ist es bereits die zweite Prognosesenkung innerhalb von drei Quartalen. Das Unternehmen hat zunehmend Probleme, mit der Konkurrenz Schritt zuhalten. Sobald Apple das iPhone 5 auf den Markt bringt, dürfte sich der Druck noch erhöhen, schätzt Roxy Wong, Analyst der Mirae Asset Securities. Andere Hersteller wie Samsung würden dann die Preise senken. HTC könne entweder mitmachen und weiter an Profitabilität einbüßen oder die Preise stabil halten und dann aber Umsatz verlieren.

Quelle: futurezone

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Jun 07 2012

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Acer: Windows-8-Geräte keine Schnäppchen

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Firmenchef Wang glaubt, dass sich der Erfolg von Windows 8 in Nordamerika entscheiden wird.

Ob sich Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 schnell am Markt behauptet, wird sich nach Einschätzung von JT Wang, Chef des PC-Herstellers Acer, wesentlich in Nordamerika entscheiden. Dort müssten sich neue Tablets und PCs mit Windows 8 vor allem gegen Apple beweisen und zeigen, dass sie im höherpreisigen Marktsegment genauso erfolgreich sein können wie die Produkte des iPad-Herstellers, sagte Wang der „Digitimes” aus Taiwan am Mittwoch. Die Elektronikhersteller gehen derzeit davon aus, dass Computer und Tablets mit Windows 8 kaum im unteren Preissegment angeboten werden könnten.

Der PC-Markt leide derzeit unter der Finanzkrise in Europa, könne aber mit Windows 8 später im Jahr durchaus wieder anziehen, schätzt Wang. Nach Prognosen von Analysten könnte Windows 8 aber vor allem im Markt der Tablets vor Problemen stehen. Geräte mit Microsofts speziellem Tablet-System Windows RT dürften bis zu 600 Dollar kosten und lägen damit noch über den Preisen einiger iPad-Modelle, sagte IDC-Analyst Tom Mainelli der „Computerworld”.

Keine Schleuderpreise
Wegen der speziell für die Touch-Funktionen erforderlichen Spezifikationen der Geräte könnten die Geräte aber kaum günstiger angeboten werden. Bei einem Preis von 600 Dollar dürfte kaum ein Kunde sich für ein Windows 8 RT-Tablet und gegen ein iPad von Apple entscheiden, sagt Mainelli. Nicht alle Analysten würden aber Mainellis Einschätzung teilen, schreibt die „Computerword”. So würden manche Marktbeobachter von Preisen zwischen 300 und 500 Dollar ausgehen.

Doch selbst mit einem aggressiven Preis könnte es Microsoft schwer haben, sich in dem Markt zu behaupten. „Das Windows RT-Betriebssystem ist prima, aber der Tablet-Krieg ist derzeit so sehr auf Apple ausgerichtet, dass Microsoft mit etwas substanziell Besserem auf den Markt kommen müsste”, sagt Zeus Kerravala, Analyst der Beratungsgesellschaft ZK Research dem Magazin. „Und das kann ich kaum sehen.”

Mit Windows 8, das voraussichtlich ab Herbst fertiggestellt ist, liefert Microsoft erstmals auch eine spezielle Version aus, die auf Tablet-Computer mit ARM-Prozessoren zugeschnitten ist. Traditionell läuft das Windows-Betriebssystem auf x86er Prozessoren von Intel, die aber bislang kaum in den Tablets verbaut werden.

Quelle: futurezone

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Mai 07 2012

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Windows 8 spielt keine DVDs mehr ab

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Im neuesten Microsoft-Betriebssystem wird “aus Kostengründen” auf einen DVD-Decoder verzichtet. Über ein kostenpflichtiges Erweiterungspack kann die Funktion allerdings in Form des Windows Media Centers nachgerüstet werden.

Auch Microsoft muss offenbar sparen: Windows 8, das neueste Betriebssystem von Microsoft, wird künftig keinen DVD-Decoder mehr mitliefern. Damit werden DVDs und BluRays künftig nur mehr mit zusätzlicher Software, wie zum Beispiel dem kostenlosen VLC Media Player, auf Windows 8 abspielbar sein. Microsoft begründet diesen Schritt damit, dass ein Großteil der Nutzer ohnehin bereits nur mehr Videos über Onlineplattformen wie YouTube, Hulu oder Netflix ansehen würde und die Lizensierung eines DVD-Decoders im Verhältnis zum möglichen Nutzen zu kostspielig wäre.

“Günstiges” Nachrüsten möglich

Windows 8-Nutzer können den DVD-Decoder allerdings auch über die kostenpflichtige Erweiterung Windows Media Center nachrüsten. Dieses wird laut Microsoft zum Start zu einem “minimalen Preis” angeboten. Die Kosten dürften allerdings je nach Version variieren, denn Käufer der Standardversion von Windows 8 müssen im Store das Windows 8 Pro Pack erwerben, Pro-Besitzer hingegen lediglich das Media Center Pack nachrüsten. DVDs werden dann allerdings lediglich über das Media Center abspielbar sein, der DVD-Decoder ist nicht für andere Software, wie zum Beispiel dem mitgelieferten Windows Media Player nutzbar.

Quelle: futurezone

via Windows 8 spielt keine DVDs mehr ab.

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Mrz 09 2012

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Hohes Frustpotenzial: Windows 8 Customer Preview im Test

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Das Interesse an Microsofts kommendem Betriebssystem Windows 8 ist gigantisch. Innerhalb nur eines Tages nach Freigabe der Consumer Preview vergangenen Mittwoch (29.02.2012) wurde diese über eine Million mal heruntergeladen. Die futurezone hat die Veränderungen seit der Developer Version im September 2011 unter die Lupe genommen. Das Fazit bleibt leider weiterhin zwiespältig.

Wie beim ausführlichen Test der Entwickler-Vorabversion (siehe: Zwiespältige Bilanz: Windows 8 im Test) kam auch dieses Mal ein Samsung Slate PC der 7er-Serie zum Einsatz. Dieser eignet sich gut zum Testen von Windows 8, da er sowohl als touchbasiertes Windows-Tablet als auch per Maus und Keyboard wie ein kleines Notebook verwendet werden kann. Das Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 funktionierte in wenigen Minuten. Aufgrund der nur 64 Gigabyte SSD-Platte wurde auf das Übernehmen von Einstellungen und personalisierten Windows-7-Komponenten verzichtet.

Laut Microsoft soll Windows 8 sehr ressourcenschonend arbeiten. Auf dem Samsung Slate, der über einen Intel Core i5 Prozessor (1,6 Ghz, 3MB L3 Cache, Sandy Bridge) und vier Gigabyte RAM (DDR3) verfügt, lief das System jedenfalls flüssig. Die neue Metro-Oberfläche zeigte sich auch bei vielen im Hintergrund geöffneten Apps geschmeidig und ohne Ruckeln, an der Touch-Bedienung auf dem Tablet ist von der System Performance her wie bei Windows Phone 7 kaum etwas auszusetzen.

Oberfläche nahezu unverändert – Desktop als Problem

Seit Freigabe der Entwicklerversion im September 2011 sind laut Microsoft über 100.000 Code-Änderungen in Windows 8 eingeflossen. An der Oberfläche hat sich seit September aber nicht allzu Gravierendes verändert. Der neue Haupt-Screen mit den bunten Kacheln ist geblieben, lediglich das mehrfarbige Windows-Logo im Seitenmenü wurde mit dem schlichten neuen Logo ersetzt.

Auch der alte Desktop-Modus, der praktisch identisch mit der Windows 7-Oberfläche ist, blieb unverändert. Viele hatten bei der Entwicklerversion noch gedacht, Microsoft füge das klassische Desktop-Start-Menü in der Consumer-Beta wieder hinzu. Dass der traditionelle Windows-Start-Button nun aber komplett aus der unteren Programmleiste gestrichen wurde, lässt jedoch das Gegenteil vermuten. Ein tatsächlicher Verzicht auf das Desktop-Startmenü in Windows 8 ist ein radikaler Schritt, der sich in der vorliegenden Version zudem als äußert problematisch erweist.

Denn das Hauptproblem bleibt weiterhin, dass Microsoft mit Windows 8 einen Spagat versucht, der innerhalb eines Versionssprung wohl einfach nicht hinzubekommen ist: Ein Betriebssystem für PCs, Notebooks, Tablets und in leicht abgewandelter Form auch für Smartphones und die Xbox zu schaffen, die auf allen Plattformen gleich funktioniert.

Interessante iOS- und Android-Alternative

Die gute Nachricht zuerst: Mit Windows 8 bekommt die Microsoft-Anhängerschaft erstmals ein Betriebssystem, das auf Tablets nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch Spaß und Lust auf mehr macht. Darüber hinaus kann es wie Windows Phone 7 mit einigen Ideen aufwarten, die eine willkommene Abwechslung zu Apples iOS und Googles Android bedeuten und deren etablierte Konzepte einen Schritt weiterführen. Positiv hervorzuheben ist hierbei die widget-ähnliche Anreicherung der Programm-Kacheln mit Live-Informationen und der Ansatz, dass die verschiedenen Apps durch das Betriebssystem besser und enger zusammenarbeiten sollen.

Mutiges Design – Spartanisch zum Quadrat

In puncto Design, ist Microsoft gerade, was ein Desktop-Betriebssystem betrifft, mutig. Den Metro-Kacheln-Look mag man mögen oder nicht. Anzuerkennen ist, dass Microsoft im Vergleich zu früheren Windows-Versionen tatsächlich einen neuen, eigenen Weg geht und alles daran setzt ein durchkomponiertes und aufgeräumtes User Interface anzubieten. Durch die strengen Vorgaben sind auch die nun im App Store verfügbaren Metro-Programme wie aus einem Guss. Hier bleibt abzuwarten, ob auch Entwickler komplexer Programme einen Weg finden werden, diese für die neue Metro-Umgebung anzupassen.

Gleichzeitig beschleicht einen bei manchen der neuen Microsoft-Apps wie dem Kalender, Mail-Programm, Internet Explorer, aber auch der neuen Social-Media-App das Gefühl, dass es Microsoft mit dem Spartanischen etwas übertreibt. Um den Screen von jeglichem Ballast zu befreien, müssen Menüs erst durch Rechtsklick bzw. Ansteuern der oberen oder unteren Ecke (Maus) eingeblendet werden. Das bremst den Arbeitsfluss, zumal unterschiedliche Programmfunktionen auf die beiden skizzierten Optionen aufgeteilt sind. Zusätzlich verwirrend für Windows-8-Neulinge ist, dass die Touch-Bedienung nicht dem gleichen Muster folgt. Hier werden die Menüs mit einer Touchbewegung vom unteren oder seitlichen Bildschirmrand aufgerufen.

Touch und Maus harmonieren nicht

Dass Microsoft sich für die Bedienung für Touch und Maus unterschiedliche Konzepte überlegt hat, ist im Grunde ein lobenswerter wie logischer Ansatz. Die Lernkurve für Windows-8-User wird dadurch allerdings frustrierend hoch. Im Falle des Slate, der als Tablet wie auch mit Maus und Tastatur verwendet werden kann, klickt und streicht man von einer Ecke zum nächsten Bildschirmrand. Hat man sich an die Steuerung per Maus halbwegs gewöhnt, muss man per Touch im Grunde wieder von vorne anfangen. Hier würde es helfen, wenn Microsoft die Maus- und Touch-Steuerung näher zusammenführen würde.

Darüber hinaus hat das Bedienkonzept sowohl im Maus-Modus als auch per Touch seine Schwächen. Bei der Bedienung per Touchscreen überschneidet sich das Aufrufen des Hauptmenüs vom rechten Bildschirmrand mit dem normalen Weiterblättern. Nicht selten blendet man unabsichtlich das Menü ein, wenn man eigentlich nur von rechts nach links blättern will. Mit der Maus muss man hingegen zum Aufrufen des Hauptmenüs ganz in die Bildschirmecken fahren und einen Moment warten, bis das Menü eingeblendet wird. Im Dauerbetrieb ist das Ansteuern der Ecken und das Warten auf das eingeblendete Menü ermüdend und bremst ebenfalls den Arbeitsfluss.

An praktische Grenzen stößt das spartanische Fullscreen-Konzept der Metro-Oberfläche auch, wenn man zu anderen Programmen wechseln will. Um zu sehen, welche Apps im Hintergrund offen sind, muss man erst wieder mit der Maus in eine der linken Ecken fahren und dann am Rand entlang. Erst dann wird eine Leiste mit den offenen Programmen eingeblendet. Bei der Touch-Bedienung helfen die Ecken nichts, hier streift man vom linken Rand ins Bild und wieder zurück, um denselben Effekt zu bekommen. Das Frustrationspotenzial ist groß, am PC werden Maus-User dadurch abgebremst.

Sorgenkind Desktop

Als Hauptproblem von Windows 8 erweist sich aber wie schon bei der Vorabversion der traditionelle Windows-Desktop. Dass Microsoft seine User zur neuen Metro-Umgebung locken will, liegt auf der Hand. Den klassischen Desktop künstlich zu beschneiden, ohne eine entsprechende Alternative anbieten zu können, erweist sich im Betrieb aber als Bumerang. Denn so schnell, wie Microsoft es User in der Vorabversion weismachen will, kann man sich des alten Desktops nun einmal nicht entledigen. Hunderttausenden, wenn nicht Millionen von Windows-Programmen stehen derzeit 70 verfügbare Metro-Apps gegenüber. Auch wenn sich die Zahl rapide ändern wird – auch in den kommenden Jahren werden User bei der überwiegenden Mehrzahl ihrer Programme auf den alten Desktop-Modus zurückgreifen müssen.

Da das Start-Menü mit den Programm-Ordnern geopfert wurde, muss man zum Aufrufen und Suchen von Desktop-Programmen immer den Umweg über die Metro-Oberfläche gehen. Verknüpfungen können zwar am Desktop abgelegt werden, beim Aufrufen der Dateienstruktur findet sich jedoch kein Ordner, in dem die Programm-Icons übersichtlich aufgelistet sind. Computer-Enthusiasten können sich natürlich durch Unterordner quälen, um an die entsprechende Anwendungsdatei zu gelangen. Massentauglich ist dieser Weg aber keinesfalls. Aus heutiger Sicht ist es daher nur schwer vorstellbar, dass Microsoft dies für die Finalversion so belässt.

Microsofts Umgang mit dem alten Desktop ist in zweierlei Hinsicht unbefriedigend. Zum einen behindert es PC- und Desktop-User, die auf traditionelle Programme angewiesen sind. Zum anderen erweist sich die gegenüber Windows 7 unveränderte Desktop-Oberfläche für Touchscreens weiterhin als wenig brauchbar. Hier hat Microsoft verabsäumt, die alten Menüs touchfreundlicher zu gestalten oder etwa Zoom-Funktionen einzubauen. Völlig unverständlich ist, dass der neu gestaltete Task-Manager im alten Windows-Stil gebaut wurde und somit für Tablets praktisch unbrauchbar ist.

Fazit: Charmantes Scheitern

Völlig Microsoft-untypisch wählt der sonst recht konservativ agierende Konzern bei Windows 8 eine verblüffend radikale und lobenswert frische Strategie. Die Metro-Oberfläche ist ein stark visuell geprägter Zugang, der selbst Apples Mac-Betriebssystem alt aussehen lässt und enormes Potenzial bietet. Denn gerade auf großen Bildschirmen bietet die neue Kachel-Oberfläche mehr als genügend Platz, um auch zig Programme mit Live-Informationen übersichtlich darzustellen. Auch die neue Suchfunktion in der Metro-Umgebung ist intuitiv und leistungsstark zugleich.

Bei all der Aufbruchsstimmung läuft Microsoft mit Windows 8 jedoch Gefahr, dass der neue Mut in Übermut ausartet. Die Grenzen zwischen Smartphones, Tablets und PCs lassen sich nun einmal nicht von heute auf morgen einreißen – und schon gar nicht in der Business-geprägten Windows-Welt. Es bleibt daher abzuwarten, ob Microsoft vor der Einführung noch einmal kalte Füße bekommt und gerade in puncto Desktop-Einbindung zurückrudert.

Da Microsoft den Zug auf dem Tablet-Markt fast schon verpasst hat, muss Windows 8 eher früher als später erscheinen. Für eine geplante Veröffentlichung im Herbst 2012 wirkt die nun frei gegebene Consumer Preview und die angebotenen Programme in vielerlei Hinsicht aber verblüffend unausgegoren und experimentell. Doch auch das mag bewusste Strategie sein. Durch das Zuspitzen der Vorabversion und das bewusste Weglassen bereits fertiger Features kann Microsoft das Feedback der Millionen Test-User bündeln. Vorstellbar ist auch, dass Microsoft das Scheitern von Windows 8 gewissermaßen in Kauf nimmt, um mit Windows 9 und 10 zum ultimativen Befreiungsschlag gegen Apple und Co anzusetzen. Es bleibt spannend.

Download-Link zur Windows 8 Consumer Preview Version: http://windows.microsoft.com/de-DE/w…nsumer-preview

Installation

Bevor man die „Consumer Preview“ von Windows 8 installiert, sollte man überprüfen, ob der Computer die Anforderungen erfüllt: CPU mit 1 GHz, 1 GB RAM und eine Display-Auflösung von mindestens 1024×768 Pixel. Der Installationsprozess wird, je nach Einstellungen und Downloadgeschwindigkeit, zwischen wenigen Minuten und ein, zwei Stunden dauern.

Auf der Microsoft-Webseite wird zunächst die Installationsdatei heruntergeladen, die nur wenige Megabyte groß ist. Nach dem Start kann zwischen 32-Bit- oder 64-Bit-Version (empfohlen bei 4 GB RAM oder mehr) gewählt werden. Es gibt die Möglichkeit, das bestehende Windows-System aufzurüsten oder Windows 8 neu zu installieren. Da es sich um eine unfertige Version handelt, sollte Windows 8 auf einer eigenen Partition oder einem Testgerät installiert werden, da viele Funktionen noch stark eingeschränkt sind. Auch eine virtuelle Installation ist möglich.

Quelle: futurezone

via Hohes Frustpotenzial: Windows 8 Customer Preview im Test.

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Feb 14 2012

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Bericht: Logo von Windows 8 wird einfarbig

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Gerüchten zufolge verabschiedet Microsoft das klassische, vierfarbige Windows-Logo

Seit Windows 3.0 gehören die vier Kacheln in den Farben Rot, Gelb, Grün und Blau zu Windows wie der gefürchtete Bluescreen of Death. Laut einem Bericht von The Verge soll das bunte Windows-Logo nun der Vergangenheit angehören und durch eine moderne, einfarbige Version ersetzt werden.

Das Bild des angeblich neuen Logos wurde bereits Anfang der Woche auf der chinesischen Website cnBeta veröffentlicht. Jetzt will The Verge die Authentizität des Logos bestätigt bekommen haben. Microsoft äußerte sich bisher noch nicht zur Echtheit des neuen Logos. Dieses sollte wohl erst am 29. Februar, dem Tag an dem die “Consumer Preview” von Windows 8 vorgestellt wird, publik werden.

Der Abgang vom klassischen Vier-Farben-Design könnte damit zu tun haben, dass die Elemente in Rot, Gelb, Grün und Blau mittlerweile mehr mit Google und Google Chrome identifiziert werden, als mit dem Microsoft-Betriebssystem.

Quelle: futurezone / Bild: cnbeta.com

via Bericht: Logo von Windows 8 wird einfarbig.

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Jan 12 2012

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Windows 8 integriert Android Apps

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Microsoft plant die Integration von BlueStacks, einer Software, die die nahtlose Verwendung von Android-Apps unter Windows ermöglicht. Damit wären auf einen Schlag plötzlich 400.000 Apps für das neue Betriebssystem verfügbar.

Der Erfolg eines mobilen Betriebssytems steht und fällt mit dem App-Angebot – das musste Microsoft bereits zu Beginn mit seinen Windows Phones erleben. Doch diesen Fehler möchte man nicht noch einmal mit dem neuen Windows 8 machen, das offensichtlich mit seiner neuen Metro-Oberfläche für mobile Plattformen wie Tablets konzipiert ist. Daher hat sich Microsoft nun BlueStacks als Partner ins Boot geholt und plant das neue Betriebssystem mit der BlueStacks-Software auszuliefern. Mit BlueStacks können auch Android-Apps auf Windows-PCs verwendet werden – somit hätte Microsoft zusätzlich zum Windows Store auf einen Schlag 400.000 Apps zusätzlich für seine Plattform verfügbar.

Die Apps sollen sich nahtlos in die neue Metro-Oberfläche integrieren lassen und erwecken dabei nicht den Eindruck, dass es sich eigentlich um Android-Apps handelt. BlueStacks lehnt sich bereits in seiner Presseaussendung sehr weit aus dem Fenster und meint mit ihrer App wäre “das Erstellen von nativen Windows 8 Apps sinnlos.” Neben der Partnerschaft mit Microsoft hat BlueStacks auch einige Hardwarekooperationen mit Firmen wie AMD und HP geschlossen, die die Entwicklung des Programms vorantreiben sollen. Problematisch ist derzeit, zumindest aus europäischer Sicht, nur eines – BlueStacks nutzt statt des Android Markets von Google den Amazon Marketplace, der bislang nur in den USA verfügbar ist.

Quelle: futurezone

Siehe auch:
BlueStacks bringt Android-Apps auf Windows

Und der Marketplace sollte auch nutzbar sein
Nicht ist unmööööglich – ….

 

via Windows 8 integriert Android Apps.

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