Archiv für das Tag 'twitter'

Jun 12 2014

Profile Image of holgi-w

Twitter fragt User nach Beziehung zueinander aus

Twitter fragt User nach Beziehung zueinander aus

Umfrage soll Vernetzungen aufzeigen – Zweck laut Experten ungewiss

San Francisco/Neu-Delhi/St. Andrä-Wördern (pte015/11.06.2014/13:17) – Twitter interessiert sich neuerdings dafür, woher man die User kennt, denen man folgt. Gemeinsam mit TNS Global http://tnsglobal.com erhebt die Mikroblogging-Plattform Daten von Nutzern, die sich zuvor bereit erklärt haben, an der Studie teilzunehmen. Laut Medianama werden fünf Kontakte vorgeschlagen und gefragt, ob man diese durch Verwandtschaft, Freundschaft, Arbeit oder Schule kennt oder ihnen folgt, weil man die Tweets entweder informativ oder lustig findet – oder weil man außerhalb von Twitter bereits ein Fan der Person ist.

Twitter attackiert Facebook

“Ich nehme an, dass diese Umfrage versucht, in einen Bereich vorzustoßen, in dem Facebook schon sehr präsent ist. Immerhin werden dort regelmäßig Zusatzfragen gestellt, zum Beispiel, wo man zur Schule gegangen ist”, so Social-Media-Experte Günter Exel http://guenterexel.com gegenüber pressetext. Laut Medianama scheint die Umfrage Teil einer größeren, internationalen Studie zu sein, durch die die Bedürfnisse der Twitter-Nutzer besser erfasst werden sollen.

“Bei Twitter sind Beziehungsdaten nicht in der DNA verankert und Twitter-Nutzer geben auch eher ungern Auskunft darüber, schließlich ist es als Informationsnetzwerk und nicht als Beziehungsnetzwerk konzipiert”, ist Exel der Meinung. Und fährt fort: “Außerdem ist bei Twitter – im Gegensatz zu Facebook und Google+ – der Account nicht so sehr an die persönliche Identität gebunden. Es gibt auch Accounts von Unternehmen oder Institutionen, die dann von mehreren Personen bedient werden.”

Nutzen der Erhebung unklar

Diese Umstände machen es schwierig, die Beziehungsdaten zu erheben. Und auch der Medianama-Autor bemängelt, dass er drei der vorgeschlagenen Personen gar nicht kannte. “Um die Daten wirklich für Marketingzwecke nutzen zu können, ist eine Tiefenkenntnis über die Beziehungsnetzwerke notwendig, die bei Facebook freiwillig erfolgt. Aber auch bei Twitter können die Interessen sehr genau nachgezeichnet werden, wenn man sich ansieht, welchen Usern eine Person folgt”, erklärt Exel.

Wofür Twitter die zusätzlichen Daten erhebt, bleibt also derzeit ungewiss. Von einer weiteren Anpassung an die Funktionsweise von Facebook, zum Beispiel durch den Graph Search, bis hin zu völlig neuen Features, bleiben alle Möglichkeiten offen. Social-Media-Experte Exel meint dazu: “Die ‘Facebookisierung’ des Social Web ist nicht nur auf Twitter beschränkt. Facebook hat da einen Standard definiert. Bei der Einbindung von Multimedia-Inhalten ist Twitter hingegen das universellere Portal – quasi das Schweizer Messer für Rich Content.”

Quelle: pressetext.com 11.06.2014

via Twitter fragt User nach Beziehung zueinander aus.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Mai 14 2013

Profile Image of holgi-w

USA: “Hass-Landkarte” ortet diffamierende Tweets

Projektgruppe spürt rassistische und homophobe Inhalte auf

New York/Berlin (pte023/13.05.2013/12:08) – Eine Gruppe junger Geografen und IT-Experten hat sich der weniger schönen Seite von Twitter gewidmet und ein Tool entwickelt, das Tweets mit beleidigenden Inhalten in den USA geografisch verortet. Unter dem Namen “Geography of Hate” lassen sich diffamierende Kurznachrichten nach homophoben und rassistische Inhalten, aber auch nach Beleidigungen von Behinderten filtern und geografisch einordnen.

“Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die Nutzung von Big Data und die damit verbundene Auswertung und Visualisierung großer Datenmengen”, sagt Jörg Eisfeld-Reschke vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien ikosom.de. Der Experte geht davon aus, dass in Zukunft immer öfter Projekte dieser Art realisiert werden, da einersteits immer mehr Daten zur Verfügung stehen und andererseits die Instrumente zur Visualisierung immer ausgereifter werden.

150.000 Tweets manuell geprüft

Die Gruppe nennt sich “Floating Sheep” http://floatingsheep.org und hat schon während des Präsidentschaftswahlkampfes mit einem Projekt für Aufmerksamkeit gesorgt. Dabei wurden rassistische Tweets gegen Obama aufgespürt. Die aktuelle “Hass-Landkarte” hat alle beleidigenden Tweets in den USA zwischen Juni 2012 und April 2013 eingefangen.

Dazu zählen unter anderem Kurznachrichten mit den Worten “Homo”, “Nigger”, “Dyke” (Lesbe), “Wetback” (mexikanischer Migrant) und vielen mehr. Studenten der Humboldt State University haben die dementsprechenden Tweets manuell kontrolliert, um aus dem Kontext heraus zu beurteilen, ob der jeweilige Ausdruck auch wirklich als Beleidigung angewandt wurde. Eisfeld-Reschke räumt diesem methodischen Aspekt eine große Bedeutung ein, da man sich dadurch nicht nur auf die automatisierte Auswertung von Algorithmen verlasse.

Soziografische Eigenheiten erkennbar

Die Landkarte beinhaltet insgesamt 150.000 sogenannte “geotagged tweets”. Diese hat die Gruppe in Beziehung gesetzt zu dem Gesamtbestand an abgeschickten Kurznachrichten. Dadurch ergeben sich farbliche Abstufungen und gewissermaßen Epizentren, die durch die Häufigkeit der dortigen kompromittierenden Microblogging-Aktivitäten ins Auge stechen. Die größte absolute Zahl hat Floating Sheep im kalifornischen Orange County ausgemacht. Doch aufgrund der dort sehr großen Bevölkerungsdichte fallen diese in der Relation kaum ins Gewicht.

Die Landkarte gibt einige interessante Aufschlüsse. Beispielsweise sind homophobe Kraftausdrücke insbesondere an der Westküste eine Seltenheit. Nicht zuletzt wird San Francisco immer wieder als Schwulen-Hochburg bezeichnet. Wetback – also die abfällige Bezeichnung für einen mexikanischen Einwanderer – kommt fast ausschließlich in Texas vor. Auffallend ist auch, dass generell rund um den “Bible Belt” und im mittleren Osten besonders oft Tweets mit beleidigendem Inhalt auftauchen.

Quelle: pressetext.com

via USA: “Hass-Landkarte” ortet diffamierende Tweets.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 20 2012

Profile Image of holgi-w

Twitter startet Frontalangriff auf Google

Fokus auf soziale Suchmaschine trifft Kerngeschäft des Konkurrenten

San Francisco (pte011/19.06.2012/11:45) – In den vergangenen Monaten hat Twitter schrittweise damit begonnen, seine Suchkapazitäten auszubauen, wie gigaom.com berichtet. Neben Neuerungen wie den Expandable tweets und hashtag-basierten Seiten hat Twitter eine ganze Reihe von neu engagierten Experten präsentiert. Momentan ist das soziale Netzwerk als Suchmaschine noch nicht alltagstauglich, die Fähigkeiten werden jedoch laufend ausgebaut. Mit der zunehmenden Bedeutung von sozialen Verknüpfungen im Internet werden traditionelle Suchmaschinen an Bedeutung verlieren, wenn sie sich nicht anpassen. Twitter positioniert sich als Anwärter für den freiwerdenden Platz an der Sonne.

“Ich sehe keine große Gefahr für Google. Durch die Integration von Inhalten aus sozialen Netzwerken, übrigens auch von Twitter, wird die Suche noch aktueller und interessanter. Mit Android hat Google außerdem einen Trumpf im Ärmel. Durch die Kombination von Mobiltelefon, sozialen Medien und Suche ist der Konzern bestens für die Zukunft gerüstet”, sagt SEO-Experte Pascal Schildknecht von seo-insider.net. Zudem würden die meisten Inhalte, die auf sozialen Medien verbreitet werden, ursprünglich von Google gefunden. “Wenn Google keine Fehler macht, hat es kein Problem”, so Schildknecht.

Google ist nervös

Google hat bereits auf die geänderten Anforderungen der Nutzer reagiert, indem es seine Suche intelligenter gemacht hat. Mit dem “Knowledge Graph” werden die wichtigsten Informationen zu einem Suchbegriff jetzt samt Bildern und Videos direkt auf der Suchseite angezeigt. Außerdem hat Google Ergebnisse aus dem hauseigenen sozialen Netzwerk in die Suche integriert. Die Verbesserung der Relevanz der Treffer ist ebenfalls ein Daueranliegen des Branchenführers. Die meisten dieser Maßnahmen richten sich gegen den großen Rivalen Facebook, der am liebsten zum Synonym für das Internet würde.

Im Schatten der Giganten hat Twitter still und heimlich seine eigenen Ambitionen gepflegt. Durch die Anstellung von Suchspezialisten John Wang, der früher bei LinkedIn beschäftigt war, und die Ernennung von Ruslan Belkin zum Director of Engineering, Search and Relevance untermauert Twitter seine Stellung als Informationsfilter. Die Suche wurde mittlerweile mehrfach überarbeitet. Jüngst wurde das Angebot um Rechtschreibvorschläge und eine automatische Anzeige ähnlicher Anfragen erweitert. Auch die Geschwindigkeit hat sich erhöht.

Neuer Ansatz

Durch die expandable Tweets kann Twitter jetzt auch Googles Aufputz der Ergebnisse durch Fotos und Videos einfacher kopieren. Neben den kopierten Versuchen, personalisiertere und relevantere Ergebnisse zu liefern, hat Twitter aber auch eigene Ideen. Mit der “discover”-Funktion versucht Twitter seinen Nutzern relevante Inhalte zu liefern, ohne dass diese überhaupt danach suchen müssen. Zwar kann ein bestimmter Begriff eingegeben werden, aber discover lernt aus dem Verhalten des Nutzers, was er mag und macht standardmäßig Vorschläge, die ständig besser werden sollen.

Zudem erlaubt discover es Twitter, über die Auswertung von Ortsdaten, den Usern in Echtzeit anzuzeigen, was in ihrer Umgebung gerade passiert. Noch ist discover bei weitem nicht ausgereift, das Konzept birgt aber viel Potenzial. Entwickelt sich das Projekt gut, hat Twitter einen großen Vorteil im Kampf um die Rolle des Tores zum Netz der Zukunft.

Quelle: pressetext.com

via Twitter startet Frontalangriff auf Google.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 16 2012

Profile Image of holgi-w

Schweden: Twitter-Experiment sorgt für Eklat

Es ist eine ungewöhnliche Idee, die sich hierzulande keiner trauen würde: Seit Dezember 2011 darf jede Woche ein anderer Schwede auf dem Twitter-Account @sweden seine Ansichten verbreiten, um Werbung für das Land zu machen. Doch dann kam es zum Eklat.

Mehr als 53.000 Menschen verfolgen via @sweden regelmäßig mit, was die Schweden über das Kaffee trinken oder die Elchjagd denken. „Prinzipiell eine sehr mutige Social Media-Democracy-Aktion, die man eigentlich unterstützten sollte”, meint Nardo Vogt von der Social Media-Agentur ambuzzador.

Doch diese Woche kam es zum Eklat. Die 27-jährige Sonja Abrahamsson, die in der Nähe von Göteborg lebt und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern ist, übernahm den Twitter-Account. In ihrer ersten Nachricht ließ die Mutter die Twitter-Gemeinschaft wissen: Wer kein Rührei mag, könne kein echter Schwede sein. Am Dienstag fragte sie sich öffentlich, was „die ganze Aufregung über Juden soll”. “Man kann nicht mal erkennen, ob Personen Juden sind, es sei denn, ihre Penisse sind zu sehen und nicht mal dann kann man sich sicher sein”, lautete eine weitere Nachricht. Am Donnerstag twitterte die junge Frau unter anderem darüber, dass ihr Sohn Drogen und Pornos in die Hände bekommen hätte.

Schweden sieht “keinen Handlungsbedarf”
„Derartige Aussagen könnte man in Österreich und Deutschland nicht bringen”, sagt Vogt. Die schwedische Tourismusbehörde, die die Kampagne zusammen mit dem Schwedischen Institut gestartet hatte, sah allerdings keinen Handlungsbedarf. Man werde den Twitter-Account nicht löschen, „nur weil ein paar Leute sich provoziert” fühlen, hieß es von den Projektverantwortlichen. Man lässt die 27-Jährige weiter das Land offiziell auf Twitter vertreten.

Tweet von Sonja

Abrahamsson ist zudem nicht die einzige, die auf dem Twitter-Account @sweden bereits auffällig geworden ist und Beiträge veröffentlicht hat, die schlichtweg keinen Nutzen für das Land haben. Der erste offizielle Teilnehmer, der von der Tourismusbehörde ausgewählt worden ist, der 22-jährige Jack Werner, schrieb über seine Freude an der Masturbation und über Analsex, wie auf der Projekt-Website „Curators of Sweden” nachzulesen ist.

“Vorher ein Regelwerk aufstellen”
Judith Denkmayr von Digital Affairs meint dazu: „Eine derartige Kampagne zu starten, war naiv. Wenn man den Menschen freie Wahl bei den Themen lässt, kann so etwas jederzeit passieren.” Deshalb müsse man vorher ein Regelwerk aufstellen, was erlaubt sei und was nicht. In Österreich sei eine derartige Aktion unvorstellbar, so Denkmayr. „Bei uns fürchtet man sich zu sehr vor einem Kontrollverlust. Wir sind hier wesentlich vorsichtiger.”

Das sieht auch Vogt so. Man habe die „schlechten Erfahrungen” mit der Social Media-Präsenz vom „Teamkanzler” noch nicht vergessen und auch Werbung für ein Land habe etwas mit Politik zu tun. Schließlich werde dabei ein Land nach außen hin vertreten. Dass die Tweets von Abrahamsson und Werner dem Land Schweden geschadet haben, glauben weder Denkmayr noch Vogt. „Als Borat rauskam, war die Aufregung in Kasachstan groß. Doch dann hat der Tourismus zugenommen”, führt Vogt als Vergleich an.

“Nicht Teil unserer Strategie”
Dass das ganze eine Marketing-Strategie war, die darauf abzielt, den Account gezielt durch Aufreger-Nachrichten zu pushen, halten die beiden Social Media-Experten für eher unwahrscheinlich. Olaf Nitz, der die digitale Strategie für die Tourismus Werbung ausarbeitet, erklärt gegenüber der futurezone: „Eine derartige Aktion ist für Österreich zwar nicht gänzlich undenkbar, aber es ist momentan nicht Teil unserer Strategie.”

Der offizielle Twitter-Account z. B. von der Österreich Werbung, @austriatourism, sei derzeit als reiner B2B-Kanal konzipiert und hat derzeit rund 5000 Follower. Der Twitter-Account @austria befindet sich in privaten Händen, stünde also für ein ähnliches basisdemokratisches Projekt wie in Schweden derzeit gar nicht zur Verfügung. Mit deutschen Accounts ist es ähnlich.

Quelle: futurezone

via Schweden: Twitter-Experiment sorgt für Eklat.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Mai 18 2012

Profile Image of holgi-w

Datenschutz: Twitter tritt “Do-not-Track”-Initiative bei

Ab sofort kann über ein Opt-Out-Cookie das Datensammeln des Mikroblogging-Dienstes verhindert werden. Bislang war dazu Zusatzsoftware notwendig. Zeitgleich kündigte der Internetkonzern allerdings personalisierte Lösungen an, die auf dem Surfverhalten seiner Nutzer basieren sollen.

Der Mikroblogging-Dienst Twitter will seinen Nutzern künftig die Möglichkeit geben, die Weitergabe von Daten auch ohne das Blocken von Javascript oder Cookies zu verhindern und tritt der “Do-not-Track”-Initiative bei. Das gab Ed Felten, Cheftechniker der Federal Trade Commission, der US-amerikanischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde, nun bekannt. Das “Opt-Out”-Cookie wurde bereits in Twitter implementiert und wird in einer kürzlich veröffentlichten Supportseite ausführlich erläutert.

Gegenwehr von Google, Facebook und Yahoo
Die “Do-not-Track”-Initiative wurde 2011 von Mozilla, dem Entwickler des Browsers Firefox, durch die Entwicklung des Protokolls begründet. Seit Firefox 4 ist das Feature implementiert, mittlerweile unterstützen auch der Internet Explorer 9 und der aktuelle Safari die Lösung. Googles Browser Chrome lässt sich per Plugin auf den kommenden W3C-Standard nachrüsten. Derzeit arbeitet das für Internet-Standards zuständige World Wide Web Consortium (kurz W3C) an der Standardisierung des Verfahrens. Dabei sprechen sich aber vor allem die Internetkonzerne Facebook, Google und Yahoo gegen eine Implementierung des Standards aus, da personalisierte Werbung einen Großteil ihres Umsatzes ausmacht.

Für und gegen Datenschutz
Absurderweise kündigte Twitter mit den “angepassten Empfehlungen” zeitgleich eine Lösung an, die auf dem gesammelten Surfverhalten des Twitter-Nutzers basiert. Derzeit würden nahezu allen Nutzern bei der Registrierung die selben Empfehlungen angezeigt. Das soll sich nun mit dem neu entwickelten Empfehlungsalgorithmus ändern, der auf “den Besuchen auf Webseiten im Twitter-Ökosystem basiert.” Damit sind Seiten gemeint, die einen Twitter-Button oder Widget implementiert haben.

Quelle: futurezone

via Datenschutz: Twitter tritt “Do-not-Track”-Initiative bei.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Nov 12 2011

Profile Image of holgi-w

Wikileaks: Twitter muss in USA Daten offenlegen

Hat die US-Justiz das Recht, bei Ermittlungen die Daten von Twitter-Nutzern in aller Welt einzuholen? Ein zweiter US-Richter hat dies jetzt bestätigt. Die betroffenen Wikileaks-Unterstützer sprechen von einer Niederlage für die Meinungsfreiheit.

Der Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter soll dem US-Justizministerium die Daten zu den Konten von drei Wikileaks-Unterstützern übergeben – diese Anweisung bestätigte jetzt ein Bezirksrichter im US-Staat Virginia. Die Betroffenen und die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) äußerten sich enttäuscht.

“US-Regierung hat Zugang zu Daten”
„Mit dieser Entscheidung sagt das Gericht allen Nutzern von Online-Diensten mit Sitz in den USA, dass die US-Regierung einen geheimen Zugang zu ihren Daten hat“, kritisierte die isländische Parlamentsabgeordnete Birgitta Jonsdottir, eine der drei Personen, deren Daten die US-Justiz beantragt hat. Die Entscheidung sei „ein großer Schritt rückwärts für das Vermächtnis der USA in der Meinungsfreiheit und beim Recht auf Privatsphäre.“

In dem Streit geht es insbesondere um die IP-Adresse, also die eindeutige Computerkennung, bei der Veröffentlichung bestimmter Tweets. Richter Liam O`Grady wies am Donnerstag (Ortszeit) in Alexandria im US-Staat Virginia die Beschwerde der Betroffenen zurück, dass mit der IP-Adresse auch private Informationen über ihren Aufenthaltsort verbunden seien. Eine IP-Adresse sei nicht anders zu bewerten als eine Telefonnummer. Damit bestätigte der Bezirksrichter eine Entscheidung von Bundesrichterin Theresa Buchanan vom März dieses Jahres. Diese befand, mit der Übergabe der Daten würden keinerlei Persönlichkeitsrechte verletzt.

“Zwingendes Interesse”
Der Richter lehnte auch die Forderung der Kläger nach Offenlegung der Anweisung an Twitter zurück. Die Vereinigten Staaten hätten ein „zwingendes Interesse zum Schutz ihrer andauernden Ermittlungen“ und dieses wiege höher als die Interessen der Betroffenen und das öffentliche Interesse, befand O`Grady. Von dieser Offenlegung erhofften sich die Kläger Hinweise darauf, ob auch andere Internet-Unternehmen angewiesen wurden, Daten preiszugeben. Twitter hatte von sich aus seine Mitglieder von der Anweisung der Justiz informiert.

Betroffen von der Anordnung sind neben Jonsdottir auch der US-Programmierer Jacob Appelbaum und der Niederländer Rop Gonggrijp. Alle drei – ebenso wie zahllose weitere Twitter-Nutzer – haben sich vor allem im Herbst vergangenen Jahres über den Wikileaks-Gründer Julian Assange und die Veröffentlichung von internen Memos aus US-Botschaften in aller Welt geäußert. Die US-Regierung versucht seit längerem, gegen Wikileaks vorzugehen, weil sie die Enthüllungen von geheim eingestuften Diplomatendepeschen sowie Militärberichten über die Kriege im Irak und in Afghanistan für illegal hält. In London fürchtet Assange, dass er nach der Anordnung der britischen Justiz zu seiner Ausweisung nach Schweden anschließend in die USA ausgewiesen werden könnte. Die schwedische Justiz ermittelt gegen ihn wegen sexueller Nötigung.

Quelle: futurezone.at

 

via Wikileaks: Twitter muss in USA Daten offenlegen.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Nov 07 2011

Profile Image of holgi-w

Ex-Google-Chef Eric Schmidt: Siri wird eine große Bedrohung für Googles Suche

Abgelegt unter Handy-Ecke

Eric Schmidt: Siri setzt Googles Suche zu

Der frühere Google-Chef und nunmehrige Verwaltungsratsvorsitzendes des US-Internet-Unternehmens, Eric Schmidt, sieht in Apples Spracherkennungssoftware Siri eine Bedrohung für das Suchgeschäft des Unternehmens.

Apple Spracherkennungssoftware Siri sei eine ernstzunehmende Konkurrenz für Googles Suchgeschäft, beantwortete Schmidt Fragen von US-Gesetzgebern, die nach einer Anhörung zur Dominanz Googles in der Internet-Suche Ende September an ihn gestellt wurden. Apple sei mit Siri ins Suchgeschäft eingestiegen und verfolge mit der Software einen gänzlich neuen Ansatz in der Suchtechnologie, so Schmidt. In einem vor kurzem veröffentlichten Dokument des US-Senats zitiert Schmidt in diesem Zusammenhang auch einen Medienbericht, indem Siri als “Google-Killer” bezeichnet wird.

“Dynamisches Umfeld”

Schmidt bezeichnet in der Beantwortung von Fragen von US-Senatoren auch auf das Online-Netzwerk Facebook als Konkurrenten für Google im Suchgeschäft. Google konkurriere nicht nur mit Suchmaschinen, sondern mit allen Methoden, die Zugang zu Informationen im Netz bereitstellen, wird Schmidt zitiert. Social-Networking-Sites wie Facebook oder Twitter würden es ihren Nutzern ebenso ermöglichen, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Google sei starker Konkurrenz ausgesetzt, so Schmidt weiter. Das Internet sei ein dynamisches Umfeld, das innovative Technologien hervorbringe. Der Markt müsse deshalb ständig neu bewertet werden.

Untersuchungen

Schmidt wurde Ende des September vor den US-Senat geladen, weil es wiederholt Vorwürfe gab, Google würde seine Dominanz im Suchgeschäft gezielt ausnutzen, um Rivalen auszubremsen. Die US-Kartellbehörde FTC leitete wegen des Vorwurfs der Manipulierung von Sucherergebnissen ebenso Untersuchungen ein, wie die EU-Kommission.

Quelle: futurezone.at

Mehr zum Thema:
Spracherkennung: Apple nimmt es mit Google auf

via Ex-Google-Chef Eric Schmidt: Siri wird eine große Bedrohung für Googles Suche.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Sep 27 2011

Profile Image of holgi-w

ViewRL: Webdienst sortiert Twitter-Links

Suchfunktion und Bookmarking sorgen für mehr Übersicht

Manchester (pte016/27.09.2011/10:45) – Das Entdecken wichtiger Informationen auf Twitter kann mitunter mühsam sein. Spätestens wenn der eigene Following-Count in deutlich dreistellige Bereiche wächst, leidet selbst bei akribischer Listenführung schnell die Übersicht. ViewRL http://viewrl.com , ein Dienst der britischen Kreativagentur Young http://weareyoung.co.uk , bringt etwas Ordnung zurück ins Kurznachrichten-Chaos, indem es Links aus dem Twitter-Stream fischt und durchsuchbar macht.

Fangnetz für Links

“Ich esse einen Keks”, “Warum ist das Wetter so mies?” und “Guten Morgen”. Auch besonders geschätzte Mituser des Kurznachrichtendienstes Twitter geben keine Liefergarantie für besonders wichtige Informationen. Selbst das beste Mikromanagement kann kaum verhindern, dass potenziell interessante Neuigkeiten und Entdeckungen im Schwall semi-interessanter Einzeiler untergehen. Besonders schade ist es, wenn es sich dabei um Verweise auf besonders lesenswerte Artikel oder sehenswürdige Videos handelt.

Etwas Erleichterung bringt ViewRL. Einmal mit dem eigenen Twitter-Konto verknüpft, fischt das Webtool sämtliche Links aus den ein- und ausgehenden Nachrichten. Diese ordnet es, versehen mit einem Thumbnail, in übersichtlicher Form an. Scrollt man in der Liste weiter, so werden ältere Verknüpfungen nachgeladen.

Klickt man auf einen der Verweise, so sieht der User den dazugehörigen Tweet als auch den vollständigen Link, der bei Nutzung eines ShortURL-Services entschlüsselt wird. Dieser kann direkt über den Service geteilt oder in die Favoritenliste aufgenommen werden, womit ViewRL auch die Grundfunktionalität eines Online-Bookmarkingdienstes bietet.

Sinnvoll, aber speziell

Die Anzeige lässt sich zudem sortieren, derzeit kann der komplette Stream durchsucht oder auch nur Links aus sogenannten Mentions, dies sind Twitter-Nachrichten, die den jeweiligen User erwähnen, angezeigt werden. Eine Suchfunktion ermöglicht außerdem das Aufspüren bestimmter Inhalte.

Im Kurztest präsentierte sich ViewRL, das noch in der Betaphase steckt, als interessante und handlich gestaltete Ordnungshilfe. Jedoch fiel im Testlauf zeitweise der Server aus, was auf einen größeren Ansturm an neuen Benutzern hindeuten dürfte. Es stellt sich die Frage, ob sich die gebotenen Features nicht auch einfach in populäre Twitter-Clients wie Seesmic oder TweetDeck integrieren lassen, wodurch die Nutzung eines spezialisierten Zusatzdienstes hinfällig wird.

Video zu ViewRL

http://vimeo.com/26113297

Quelle: pressetext.com

via ViewRL: Webdienst sortiert Twitter-Links.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 09 2011

Profile Image of holgi-w

Twitter kürzt Links jetzt automatisch

Twitter kürzt Links jetzt automatisch
Mehr Sicherheit dank Anzeige der Original-Seite

San Francisco/Bochum (pte029/08.06.2011/13:30) – Der Kurznachrichten-Dienst Twitter hat einen automatischen URL-Kürzer gestartet, sodass nun jeder Link nur noch 19 Zeichen verbraucht. Dazu weist Twitter im Hintergrund eine Kurz-URL auf t.co http://t.co zu, während in der Anzeige von Tweets die Original-Seite für User erkennbar bleibt. Somit ist leichter abschätzbar, ob das Link-Ziel vertrauenswürdig ist. Generell will Twitter mit den hauseigenen Kurz-URLs Nutzer besser schützen.

“Wir begrüßen, dass sich Twitter in dieser Form stärker um Sicherheit bemüht”, meint G Data-Sprecher Thorsten Urbanski. Denn bislang waren Kurz-URLs oft eine gefährliche Falle für User. Fraglich ist allerdings, wie gut Twitters Ansatz für mehr Sicherheit greift – nicht zuletzt, da Twitter weiterhin auch Kurz-URLs von Diensten wie bit.ly und TinyURL erlaubt.

Klare Link-Ziele

Bei Kurz-URLs ist im Normalfall nicht klar wohin ein Link tatsächlich führt, was sich Cyberkriminelle auf Seiten wie Facebook und Twitter zunutze machen, um User auf schädliche Seiten zu locken. Beim Kurznachrichtendienst ist das entstehende Risiko besonders groß, weil User dort gewohnheitsmäßig Kurz-URLs folgen. Twitters hauseingener URL-Kürzer bietet nun den Vorteil, dass grundsätzlich erkennbar bleibt, zu welcher Seite ein Link führt.

Wenn ein User einen Link in die Tweet-Box eingibt, weist Twitter jetzt automatisch einen t.co-Link zu. Dieser bleibt aber im Hintergrund. In der Darstellung von Tweets löst das System die Kürzel so auf, dass der User aus den 19 Zeichen die eigentliche Zieldomain sieht – beispielsweise youtube.com bei einem dort veröffentlichten Video. Theoretisch kann ein Nutzer also erkennen, ob ein Link zu einer vertrauenswürdigen Seite führt oder nicht – ein guter Ansatz. Doch betont Urbanski, dass das noch nicht vor leichtsinnigen Klicks auf dubiose Links schützt.

Warnmeldungen

Als zusätzlichen Schutz verspricht Twitter bei seinem automatischen URL-Kürzer geeignete Warnungen bei “als schädlich gemeldeten Links”. “Die Frage dabei ist, wie genau Twitter bewertet, ob eine Seite schädlich ist”, sagt Urbanski. Leider macht das Unternehmen dazu bisher keine genauen Angaben. Unregelmäßig aktualisierte Blacklists beispielsweise würden wenig echten Schutz bringen, während schnelle Updates etwaige Attacken relativ früh unterbinden könnten. Jedenfalls sollten User nicht auf die zusätzliche Sicherheit eines Echtzeitscanner verzichten, mahnt der G Data-Sprecher.

Zumindest vorerst bietet t.co keine Zugriffsstatistiken oder anderen Analysewerkzeuge. Es steht also zu befürchten, dass gerade größere Content-Publisher auf Twitter weiterhin URL-Kürzel von Drittanbietern nutzen werden. Das bedeutet, dass Links ohne erkennbare Zielseite für User weiterhin selbstverständlich bleiben dürften – was Cyberkriminellen in die Hände spielt. “Die Verantwortung für seine Sicherheit liegt letztlich weiterhin beim Twitter-User”, meint daher Urbanski.

Quelle: pressetext.de

 

Twitter kürzt Links jetzt automatisch.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Mai 10 2011

Profile Image of holgi-w

Twitter: Frauen netzwerken, Männer wetteifern

Abgelegt unter PC-Ecke

Twitter: Frauen netzwerken, Männer wetteifern

Offline-Kommunikationsverhalten spiegelt sich online wider

Hatfield (pte002/07.05.2011/06:15) – Die Microblogging-Plattform Twitter hat sich bei ihren Usern als offenes und unzensiertes Sprachrohr zur Welt etabliert. Eine virtuelle Maske streifen sich hier aber offenbar die wenigsten Blogger und Verfasser von Kurznachrichten über. Zwar verwenden viele Autoren und Re-Tweeter ein Online-Pseudonym. Ihre Persönlichkeit, individuelle Gewohnheiten und das eigene alltägliche Kommunikationsverhalten legen die Twitter-Nutzer bei der öffentlichen Verbreitung ihrer Botschaften in der Regel aber nicht ab. Der “realen Welt” entsprechend hohe Unterschiede offenbaren sich bei der Anwendung durch Männer und Frauen.

“Die Art der Twitter-Nutzung ist eine Frage der Persönlichkeit”, meint Klaus Eck, Social-Media-Experte und Inhaber von Eck Kommunikation. Hier stillen die User individuelle Bedürfnisse und vertreten die eigenen Interessen. Wollen sie mit den 140-Zeichen-Nachrichten erfolgreich sein und mehr Leser bzw. Follower erreichen, müssen sie darauf fokussieren, was auf Interesse stößt, und schreiben, was gelesen wird, verdeutlicht der Experte.

Aggressiv vs. sozial

Aus den Tweets von Männern und Frauen lassen sich die unterschiedlichen Kommunikationsgewohnheiten der beiden Geschlechter ablesen, die sie auch offline pflegen. Wie die Universität Hertfordshire http://www.herts.ac.uk aufzeigt, konkurrieren und wetteifern männliche User bei Twitter beispielsweise deutlich stärker als weibliche. Erstere kommunizieren etwa zu einem Anteil von 46 Prozent häufiger über das Geschäft. Beruf und Karriere sind oft Thema selbst privater Konversationen von Männern. Ihr Ton ist dabei meist wesentlich aggressiver als bei Microbloggerinnen.

Allerdings sind Frauen in der Regel “die besseren Kommunikatoren”, sagt Eck. Sie nutzen Twitter primär zum Aufbau von Netzwerken. Den Experten der Universität Hertfordshire zufolge machen sie von dem Portal in viel sozialerer Art und Weise Gebrauch. Sie pflegen Kontakte, wie auch in der “realen Welt” der Fall. Männer nutzen Social Media hingegen gern als Erweiterung jenes Umfelds, in dem sie offline Dominanz zeigen müssen. In ihren Tweets rücken sie sich selbst zu 61 Prozent mehr in den Mittelpunkt als Frauen.


Quelle: pressetext.de

 

Twitter: Frauen netzwerken, Männer wetteifern.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Ältere Einträge »