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Jul 11 2012

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BlackBerry: Deutscher RIM-Chef kommt glimpflich davon

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Die große Abrechnung der Aktionäre mit dem Management des angeschlagenen BlackBerry-Herstellers Research in Motion (RIM) ist ausgeblieben. Auf der Hauptversammlung am Dienstag (10.07.2012) mussten sich der aus Deutschland stammende Firmenchef Thorsten Heins und seine Kollegen zwar Kritik anhören, doch am Ende lief das Treffen glimpflich für sie ab.

Die Aktionäre wählten alle vorgeschlagenen Kandidaten in das höchste Firmengremium, den Verwaltungsrat – allerdings nicht ohne ihnen einen Denkzettel zu verpassen. So lag die Ablehnungsquote bei der Gremiumsvorsitzenden Barbara Stymiest bei 23 Prozent und beim Firmenmitgründer und vormaligen Chef Mike Lazaridis bei 19 Prozent. Heins wurden 15 Prozent der Stimmen verweigert.

„Das ist keine überwältigende Bestätigung der Mitglieder des Verwaltungsrats”, sagte Vic Alboini von Jaguar Financial. Heins versuchte die Anteilseigner, die angesichts des am Boden liegenden Kurses viel Geld verloren haben, zu beruhigen: „Wir wissen, dass das eine schwere Zeit für Aktionäre ist, und das viele frustriert sind.” Er sei selbst nicht zufrieden mit der Leistung des Unternehmens.

Rückläufige Verkäufe

Die Verkäufe der BlackBerry-Handys sind rückläufig, weil immer mehr Kunden zu Apples iPhone oder den Smartphones mit dem Android-Betriebssystem greifen. Im vergangenen Geschäftsquartal verlor Hersteller RIM mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Der seit Jahresbeginn amtierende Firmenchef Heins hat auf die Probleme mit einem Umbau reagiert, der 1 Milliarde Dollar einsparen soll. 5000 der zuletzt rund 16 500 Jobs fallen weg.

Die Hoffnungen ruhen nun auf dem neuen Betriebssystem BlackBerry 10, das nach mehreren Verzögerungen im ersten Quartal 2013 erscheinen soll. Es müsse viel Programmcode übertragen werden, sagte Heins. Die Zeit bis dahin werde aber schwer, wiederholte er. Der Druck auf die Preise der aktuellen BlackBerry-Geräte werde anhalten. Das einstige Statussymbol der Manager hat sich auf vielen etablierten Märkten wie den USA zu einem Einsteigergerät entwickelt.

Heins verwies darauf, dass es immer noch 78 Millionen Nutzer für die BlackBerry-Dienste gebe und man auf dieser Basis aufbauen könne. Ein Aktionär bewies am Ende der Hauptversammlung Galgenhumor: „Der Veranstaltungsort ist nicht so nett wie im vergangenen Jahr und ich habe beim Reingehen keine Erfrischungen gesehen. Es ist schön zu sehen, dass sie Kosten sparen.”

Quelle: futurezone

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Jun 16 2012

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BlackBerry-Chef erhält Millionen-Abfindung

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Trotz massiver Probleme auf dem Smartphone-Markt leistet sich Blackberry-Hersteller RIM eine massive Abfindung für seinen ehemaligen CEO Jim Balsillie.

Der BlackBerry-Anbieter RIM kämpft mit massiven Problemen, doch für den ehemaligen Co-Chef Jim Balsillie gab es zum Abschied noch eine Millionen-Zahlung. Der langjährige Top-Manager bekam zusätzlich zum Grundgehalt von gut einer Million Dollar und einem Aktien-Bonus noch 4,8 Millionen Dollar bei seinem Abgang von der Firmenspitze im Januar, wie aus RIM-Unterlagen für die Aktionärsversammlung hervorgeht.
Insgesamt bezifferte das Unternehmen die Einkünfte von Balsillie in dem Ende Februar abgeschlossenen Geschäftsjahr auf knapp acht Millionen Dollar. Hinzu kamen bei seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat im März noch vorzeitig in Aktien umgewandelte Optionen, deren Wert zum damaligen Kurs auf 3,1 Millionen Dollar beziffert wurde.

Großzügige Zahlungen
Für Balsillies zeitgleich als Co-Chef zurückgetretenen Kollegen Mike Lazaridis gab es zum Abschied von der Firmenspitze eine zusätzliche Zahlung von gut 862 000 Dollar. Lazaridis blieb aber im Gegensatz zu Balsillie noch Mitglied im Verwaltungsrat. Seine Gesamteinkünfte für das Jahr bezifferte RIM auf rund vier Millionen Dollar. Zudem wird auch bei ihm ein 3,1 Millionen Dollar schweres Optionspaket in Aktien umgewandelt, sobald er den Verwaltungsrat verlässt.

Bedrohung von Apple und Google ignoriert

Die beiden Manager hätten die weltweite Mobilfunk-Industrie revolutioniert und den Umsatz bei RIM von 294 Millionen auf knapp 20 Milliarden Dollar steigen lassen, begründete das Unternehmen die Sonderzahlungen. Den beiden langjährigen Konzernlenkern wird oft die Verantwortung für die desolate Lage von RIM (Research In Motion) angelastet. Sie hatten lange die Bedrohung durch Apples iPhone und Telefone mit dem Google-Betriebssystem Android heruntergespielt und auf klassische BlackBerry-Modelle mit Tastatur gesetzt.

Neuer CEO erhielt 9,5 Millionen Dollar-Aktienpaket

Ihr Nachfolger, der deutsche Manager Thorsten Heins, will die Wende mit dem nächsten Betriebssystem BlackBerry 10 schaffen. Es soll aber nach mehrfacher Verzögerung erst zum Ende des Jahres auf den Markt kommen. RIM steht also noch eine monatelange Durststrecke bevor. Heins bekam mit der Berufung zum Konzernchef ein Aktienpaket im Wert von 9,5 Millionen Dollar, das sein bisheriges Grundgehalt von 670 000 Dollar spürbar aufbesserte.

Quelle: futurezone

via BlackBerry-Chef erhält Millionen-Abfindung.

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