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Aug 24 2012

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Galaxy Note 10.1 im Test: Mit Stift, ohne Stil

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Samsung bringt mit dem Galaxy Note 10.1 ein Android-Tablet, das per Stylus zum Grafik-Tablet werden soll. Die Leistung kann aufgrund des Quad Core-Prozessors mit 1,4GHz und 2GB RAM überzeugen, die Verarbeitung und das Display des Geräts sind einem Flaggschiff aber nicht würdig.

Ende Februar hat Samsung das Galaxy Note 10.1 erstmals vorgestellt. Grund dafür dürfte das überraschend erfolgreiche XXL-Smartphone Galaxy Note sein, das ebenfalls auf eine erweiterte Bedienung mittels Stylus setzt. Seit der Ankündigung hat Samsung beim Note 10.1 noch mal kräftig nachgerüstet. Die Kamera hat 5 statt 3 Megapixel, statt Dual-Core-CPU gibt es jetzt einen Prozessor mit vier Kernen und das RAM wurde auf 2GB verdoppelt. Dafür wurde aber bei anderen Komponenten und der Verarbeitung gespart. Die futurezone hat das Tablet getestet.

Plastik mit Hohlraum
Was für 599 Euro (3G 699 Euro) Preisempfehlung in der weißen Kartonschachtel liegt, ist enttäuschend. Das Note 10.1 hat den Charme und die Haptik eines Günstig-Android-Tablets aus China. Das Gerät knirscht und knarrt beim Angreifen. Zwischen der dünnen Plastikrückseite und den darunter liegenden Komponenten ist ein Hohlraum, weshalb die Rückseite deutlich nachgibt und einen fragilen Eindruck erweckt.

Der silberne Plastikrand an der Front ist leicht erhoben und wirkt so, als ob das Tablet in den Rahmen hineingeklebt worden wäre, damit es bloß nicht zu sehr wie ein iPad aussieht. Die links und rechts integrierten Lautsprecher lassen auch nicht gerade an das Wort „stylish” denken, sondern erinnern eher an einen missglückten Versuch eines Hobby-Tuners, der seinen 3er-Golf sportlicher aussehen lassen will.

Rutschgefahr
Der Verzicht auf Aluminium hat auch positive Effekte. Das Tablet ist 8,9mm dünn und wiegt 597 Gramm (3G 600 Gramm). Optimal in der Hand liegt es dennoch nicht, da die Plastikrückseite rutschig ist. Gerade wenn man das Note 10.1 in einer Hand hält, um mit dem Stylus in der anderen Hand Notizen zu machen oder etwas zu malen, hätte man gerne einen sichereren Halt.

Die Kanten sind ausreichend abgerundet. Nur wenn man den Stylus aus dem Tablet herausgezogen hat, gibt es an der rechts unteren Ecke Kanten, die beim Halten im Hochformat unangenehm scharf sind.

Der Stylus ist auseichend dick und der Knopf gut positioniert. Nur etwas länger hätte der Stylus ruhig sein können. Zwar kann man ihn auch noch mit großen Händen verwenden, allerdings weniger bequem als einen normalen Werbegeschenk-Kugelschreiber, was bei längerer Verwendung des Stylus zu Schmerzen in der Hand führen kann.

Chance vertan
Beim Display hat Samsung die Chance vertan, dass Note 10.1 für User interessant zu machen, die beruflich grafisch mit einem Stylus tätig sind. Das 10,1 Zoll LCD-Display hat eine Auflösung von 1280×800 Pixel. Gerade beim präzisen Zeichnen wäre ein höher auflösendes Display, wie es etwa das Asus Transformer Pad Infinity hat (1920×1200 Pixel), von Vorteil.

Die Darstellung des Displays wirkt oft leicht unscharf, Icons, Schaltflächen und Schriften fransen an den Kanten aus. Zwischen dem eigentlichen Display und dem Glas ist ein größerer Abstand als bei anderen, hochwertigen Tablets. Wirklich gut sieht die Darstellung deshalb meist nur bei maximaler Helligkeit aus. Bei reduzierter Display-Helligkeit waschen die Farben schon bei kleinen Änderungen des Betrachtungswinkels aus.

Die maximale Helligkeit macht das spiegelnde Display auch bei direkter Sonnenbestrahlung noch lesbar. Die automatische Helligkeitseinstellung stellt das Display meist zu dunkel ein. Nutzt man das Tablet bei aktivierter automatischer Helligkeit im Hochformat mit dem Stylus sollte man darauf achten, dass der Lichtsensor von der Schreibehand abgewandt ist. Ansonsten verdeckt man beim Malen oder Kritzeln den Sensor und das Display schaltet auf viel zu dunkel um.

Mehrfachbildschirm und Multitasking
Im normalen Betrieb und auch bei aufwendigen Spielen ist das 10.1 Note dank der Quad-Core-CPU und 2GB RAM immer flott unterwegs. Die gefühlte Trägheit der Android-Tablets, etwa beim Wechseln auf den Homescreen oder beim Durchscrollen der Homescreens, ist dennoch vorhanden, wofür aber die Hardware nichts kann.

Die Akkuleistung liegt unter dem des iPad. Im reinen WLAN-Modus bei automatischer Helligkeit kommt man bei normaler Nutzung drei bis vier Tage aus. Im Dauerbtrieb macht der 7000mah-Akku nach sechs bis acht Stunden schlapp.

Wie schon bei früheren Samsung-Tablets zeigt ein Tipper auf den Pfeil in der unteren Leiste Apps an, die jederzeit, auch während andere Apps laufen, im Vordergrund eingeblendet und verschoben werden können. Dazu gehört etwa ein Notizblock, Rechner oder der Task-Manager. Wie beim Galaxy SIII ist es auch möglich ein Video von der Video-Player-App zu „lösen”. Es wird dann im Vordergrund abgespielt, kann verschoben und vergrößert oder verkleinert werden. Ebenfalls vom SIII kennt man die „Smart Stay”-Funktion: Über die Frontkamera wird erkannt, ob man auf das Display schaut. Tut man das nicht, schaltet das Display in den Standby-Modus.

Die Apps Internet, Galerie, Polaris Office, S Note, Video-Player und E-Mail unterstützen „Mehrfachbildschirm”. Zwei dieser Apps können nebeneinander angezeigt werden. Der Wechsel zwischen den Apps kann bis zu einer Sekunde dauern. Die Bedienung beider gleichzeitig, also das man etwa mit der linken Hand eine Stylus-Zeichnung macht und mit der rechten auf einer Website scrollt, ist nicht möglich.

Präziser Stylus
Vorbildlich ist die Eingabe mit dem Stylus. Der Punkt und Strich erscheinen da wo sie sollten. Die Eingabe ist sehr präzise, auch wenn der Stylus leicht angewinkelt gehalten wird. Der Stylus ist druckempfindlich. Wird etwa in der App S-Note mit dem Pinsel-Malwerkzeug fester aufgedrückt, wird auch der Strich am Display dicker.

Nimmt man den Stylus aus der Haltevorrichtung des Tablets, wird am rechten Display-Rand eine Leiste mit den Icons der Apps geöffnet, die für die Stylus-Bedienung angepasst sind: S-Note, S-Planner, Crayon Physics, Photoshop Touch und Polaris Office.

S-Note ist die erweitere Version der Notizapp S-Memo, die auf dem Galaxy Note Smartphone zu finden ist. Neben verschiedenen Mal- und Zeichenwerkzeugen kann man auch Bilder oder Voice Memos in eine Notiz einfügen. Die Funktion „Formelübereinstimmung” erkennt mit dem Stylus geschriebene mathematische Formel und lässt diese online über den Dienst Wolfram Alpha ausrechnen. „Form zu passen” macht aus krakeligen Kreisen, Rechtecken und Dreiecken gleichmäßige geometrische Formen. „Handschrift-zu-Text” wandelt Stylus-Notizen in Text um. Lateinschrift wird nicht erkannt, normale Buchstaben werden gut umgewandelt.

Etwas seltsam ist, dass nicht in jeder Vorlage (eine muss gewählt werden, wenn ein neues Dokument angelegt wird) jede Funktion zur Verfügung steht. Und die Vorlagennamen wie „Beachten”, „Kostenlose” und „Memo” geben keinen Aufschluss darüber, welche Funktion für welche Vorlage zur Verfügung steht.

Photoshop Touch
In S-Note können zudem keine Seiten in Querformat angelegt werden, etwa um eine Zeichnung zu machen. Dafür gibt es die vorinstallierte App Photoshop Touch, die im Android Play Store sonst 8 Euro kostet.

Hier kann man sich malerisch austoben oder Fotos nachbearbeiten. Auf dem Display wird der Umriss des ausgewählten Werkzeuges, etwa der Malpinsel, schon angezeigt, wenn die Stylus-Spitze noch 5mm über dem Display ist. So kann man genau zielen und präziser malen. Die Druckstärke wird in Photoshop Touch noch sensibler erkannt als bei S Note. Man kann einstellen, ob sich die Stärke auf die Größe des Strichs oder die Deckkraft der Farbe auswirken soll. Die Funktion lässt sich, falls gewünscht, auch ganz deaktivieren.

Ebenfalls vorinstalliert ist die App Smart Remote, mit der über die Infrarot-Schnittstelle des Tablets der Flat-TV gesteuert werden kann. In den meisten Fällen reicht es den Hersteller des Flat-TVs zu wählen, um die App einzurichten. Im Test funktionierte das bei einem Pioneer, Loewe und Philips-Flat-TV problemlos.

Langsame Kamera
Die Hauptkamera nimmt Fotos mit 5 Megapixel auf. Durch das langsame Fokussieren dauert es selbst bei guten Lichtverhältnissen an die zwei Sekunden, bis das Foto nach dem Drücken der Auslöse-Schaltfläche auch wirklich gemacht wurde. Die Farbechtheit der Bilder ist bei guten Lichtverhältnissen in Ordnung, die Schärfe könnte aber besser sein.

Videos werden in 720p aufgenommen, auch diese können nicht wirklich überzeugen. Zur leichten Unschärfe kommt ein muffig klingender Ton hinzu.

Die Audiowiedergabe von Musik und Videos ist in Ordnung. Bis zu 3/4 der Gesamtlautstärke liefert das 10.1 eine gute Tonqualität, die auch angemessen laut ist. Alles darüber ist nur noch laut, aber nicht mehr wohlklingend.

Fazit
Das Galaxy Note 10.1 kann nicht vollständig überzeugen. Während die Stylus-Eingabe ein nettes Extra ist, müsste das Display höher auflösend sein, um das Note 10.1 sinnvoll als Grafik-Tablet-On-the-Go einsetzen zu können. Die Leistung kann wiederum überzeugen, die Verarbeitung nicht. Um 399 Euro könnte man darüber hinwegsehen, aber um die vollen 599 Euro (UVP) für ein WiFi-Android-Tablet mit 16GB und einem Display mit 1280×800 Pixel zu zahlen, muss man schon ein sehr großer Stylus-Fan sein.

Quelle: futurezone

via Galaxy Note 10.1 im Test: Mit Stift, ohne Stil.

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Jul 18 2012

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Sony Xperia Go im Test: Robustes Outdoor-Handy

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Widerstandsfähige Smartphones sind nach wie vor rar gesät. Sony bringt nun mit dem Xperia Go ein gut ausgestattetes Smartphone, das nach IP 67 zertifiziert ist und dementsprechend wasser- und staubdicht sein soll. Die futurezone hat das Go an seine Belastungsgrenzen gebracht und ist dabei zu einem eindeutigen Urteil gekommen.

Smartphones können vieles, doch als robust sind sie nicht gerade bekannt. Insbesondere Besitzer des iPhone 4 mussten das oft schmerzhaft feststellen. Doch nun hat Sony mit dem Xperia Go ein günstiges Smartphone veröffentlicht, das erstmals robust, leistungsfähig und optisch ansprechend sein könnte. Ob Sony dieses Kunststück gelungen ist, hat die futurezone getestet – und dabei mit großem Spaß die Widerstandsfähigkeit des Go auf die Probe gestellt.

Griffig mit runden Ecken
Das Xperia Go ist ungemein schlicht gehalten, macht dabei aber keineswegs einen billigen Eindruck. Das Gehäuse ähnelt sehr stark dem des Xperia Sola, das ebenfalls ohne das transparente Element der Xperia-Spitzenmodelle auskommt. Der Großteil der Vorderseite wird vom 3,5 Zoll großen TFT-Display eingenommen, die Abstände zum Rand sind relativ gering gehalten. Leider hat sich Sony im Gegensatz zum direkten Vorgänger, dem Sony Active, dazu entschieden, auf das Dragontrail-Glas zu verzichten und verbaut nun “kratzfestes Mineralglas”. Im Test erwies sich das Display dennoch als ungemein widerstandsfähig und konnte auch nach stärkeren Belastungen keinerlei Kratzer verzeichnen.

Das Gehäuse des Xperia Go besteht aus Kunststoff und ist auf der Rückseite sehr griffig. Das Material ähnelt den Gummierungen für Griffe bei Kameras und sorgt so auch bei nassen Händen für ausreichend Halt. Im Grunde genommen kann das Gehäuse wie eine zusätzliche Schutzhülle für das Go gesehen werden, denn es gewährleistet lediglich die Stoßfestigkeit. Auch wenn es abgenommen wird, ist das Go immer noch wasserdicht, da alle Anschlüsse durch weitere Gummiabdeckungen geschützt sind.

Dichtes Inneres
Entfernt man die Abdeckung, so offenbart sich recht schnell das durchaus clevere Design des Go. Im Gegensatz zu anderen Outdoor-Handys, wie dem Samsung Galaxy Xcover, muss die Abdeckung nicht mit einem Mechanismus “versiegelt” werden, sondern sämtliche Komponenten sind bereits fix verschraubt. Dazu zählt auch der 1.305 mAh-Akku, der jedoch im Test eine gute Laufzeit von knapp zwei Tagen bei normaler Nutzung vorweisen konnte. Alle Anschlüsse und Karteneinschübe werden durch Gummiabdeckungen vor Staub und Wasser geschützt.

Das Wort “unzerstörbar” ist womöglich etwas übertrieben, aber dennoch gelang es uns im Test nicht, das Gerät in irgendeiner Form zu beschädigen. In einem Werbevideo fährt sogar ein Auto auf Asphalt über das Xperia Go und es übersteht diese Tortur problemlos. Auch eine Runde “Handy-Fußball” schien dem Gerät nichts anzuhaben und hatte lediglich einige leichte Kratzer auf der Kunststoffhülle zur Folge. Dabei offenbarte sich jedoch ein anderes Problem: Dreck setzt sich recht gerne in den gut abgedichteten Rändern ab. Das lässt sich dank des wasserdichten Designs allerdings auch leicht abwaschen.

Lobenswert ist vor allem, dass Sony im Go eine kräftig leuchtende Benachrichtigungs-LED verbaut hat, von der nahezu alle vorinstallierten Apps regen Gebrauch machen. Die Art der Benachrichtigung wird außerdem farblich unterschieden und kann in den Einstellungen verändert werden. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass sich neben der LED nicht nur der Helligkeits-Sensor für das Display, sondern auch eine Aussparung für eine Frontkamera findet. Diese fehlt aber, wodurch wiederum die Vermutung naheliegt, dass hier unter anderem Materialien des Xperia Sola verwendet werden.

Leistung: Referenz im Outdoor-Bereich
Outdoor-Smartphones wurden oftmals bei der Ausstattung eher stiefmütterlich behandelt. Ganz im Gegenteil zum Xperia Go, das mit der gleichen CPU wie das Xperia U und P ausgestattet wurde. Die mit 1 GHz getaktete Dualcore-CPU sorgt für ausreichend Leistung und dürfte auch mit Reserven für das angekündigte Update auf Android 4.0 ausgestattet sein. Einziger möglicher Flaschenhals ist der RAM, der mit 512 MB etwas knapp bemessen wurde. Spiele wie GTA 3 und Max Payne laufen ruckelfrei und ohne Probleme, nicht zuletzt wegen der relativ niedrigen Auflösung von 320 mal 480 Pixeln. Das ist zwar relativ mager, dennoch sieht das TFT-Display des Go deutlich besser aus als beispielsweise das des Samsung Galaxy Xcover, das oft eher verwaschene Schrift und Bilder zeigte.

Durch die geringe Pixeldichte von knapp 160 ppi wirken Schriften allerdings relativ scharfkantig und erreichen nicht die Qualität des Xperia U, das ebenfalls mit einem 3,5 Zoll-Display ausgestattet ist, dabei aber immerhin auf eine FWVGA-Auflösung (480×854 Pixel) zurückgreifen kann. Farben und Helligkeit überzeugen, Farbstich ist keiner zu erkennen. Beim Xperia Go ist der Vorteil der BRAVIA-Engine deutlich sichtbar.

Kamera
Die mitgelieferte Kamera kann als Durchschnitt bezeichnet werden. Wie beim Xperia Sola kam eine 5-Megapixel-Kamera zum Einsatz, eine Frontkamera wurde, trotz der entsprechend sichtbaren Aussparung, nicht verbaut. Auch ein recht starker LED-Blitz findet sich auf der Rückseite, auch wenn die Ergebnisse der Kamera, trotz umfangreicher Software-Funktionen, eher mager ausfallen. Für einen schnellen Schnappschuss reicht sie allerdings aus.

Software: Fokus auf Fitness
Auch bei der Software-Ausstattung hat Sony durchaus Wert auf den Outdoor-Faktor gelegt. So findet sich neben einer Kompass- und Licht-App auch die Fitness-Apps WalkMate, Figure Running sowie der Adidas miCoach bereits vorinstalliert auf dem Smartphone. Insbesondere der WalkMate erweist sich als hilfreich im Alltag, da dieser einen einfachen Schrittzähler ersetzt und durch das Setzen von Zielen für verschiedene Zeiträume sehr motivierend wirkt.

Wie auch bei den anderen Xperia-Modellen wurde außerdem die Sicherheits-App McAfee Security sowie die MobiSystems Office Suite 6 installiert. Auf diese hätte man aber im Austausch für die aktuelle Android-Version 4.0 gerne verzichtet, dieses steht allerdings, wie auch bei den anderen Xperia-Modellen, nach wie vor in der Warteschleife. Doch gibt es nun endlich Grund zur Hoffnung, denn das Flaggschiff, das Xperia S, erhielt vor wenigen Wochen das lang erwartete Update. Daher dürfte es wohl auch bald bei den anderen Modellen soweit sein.

Fazit
Im Grunde genommen stellt das Xperia Go ein Outdoor-Update für das Xperia U dar, verrichtet dabei aber seine Arbeit wirklich hervorragend. Sony ist hier eine gute Mischung aus Leistung und Robustheit gelungen. Zu bemängeln gilt es lediglich das schwach aufgelöste Display sowie das immer noch fehlende Ice-Cream-Sandwich-Update. Dennoch ist das Xperia Go dank seiner umfangreichen Ausstattung und dem ansprechenden und robusten Design das derzeit beste Outdoor-Handy auf dem Markt.

Alternativen
Das Samsung Galaxy Xcover ist eines der beliebtesten aktuellen Outdoor-Smartphones und mit knapp 185 Euro Straßenpreis konkurrenzlos günstig. Allerdings muss man im Vergleich zum Dualcore-Prozessor des Xperia Go einige Abstriche bei der Leistung des Smartphones machen, auch ob ein Update auf Ice Cream Sandwich kommen wird, ist noch unklar. Mit dem Panasonic Eluga hat der japanische Konzern, eigentlich für seine Fernseher und Kameras bekannt, erstmals ein Smartphone auf den Markt gebracht. Das 4,3 Zoll-Modell ist nach IP 57 zertifiziert und bietet demnach Schutz vor Staub und lässt sich, wie auch das Xperia Go, für eine Stunde einen Meter tief untertauchen. Der Preis liegt allerdings mit knapp 330 Euro Straßenpreis etwas höher, dafür erhält man auch etwas mehr Leistung und einen größeren Bildschirm. Wer auf die Outdoor-Funktionen verzichten kann, erhält mit dem Xperia U eine etwas günstigere Alternative. Um knapp 210 Euro ist die Ausstattung nahezu ident zu der des Xperia Go und bietet außerdem Wechselcover sowie das leuchtende “transparente Element”.

Daten

Modell: Sony Xperia Go

Display: 3,5 Zoll TFT-Reality Display mit Mobile BRAVIA Engine – 320 x 480 Pixel (auch mit nassen Fingern bedienbar, jedoch nicht unter Wasser)

Prozessor: 1 GHz Dual Core (ARM Cortex A9)

RAM: 512 MB

Speicher: 8GB intern (2 GB für Apps, 4 GB als freier Speicher nutzbar), microSD (erweiterbar auf bis zu 32 GB)

Betriebssystem: Android 2.3.7 (Update auf ICS in Aussicht gestellt)

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 3.0, DLNA-Support, Benachrichtigungs-LED, IP67-zertifiziert

Kamera: 5MP Rückseite

Videos: Aufnahme in 720p (Rückseite)

Maße: 111 x 60,3 x 9,8 mm, 110 Gramm

Preis: 279 Euro UVP in Schwarz, Gelb oder Weiß


Quelle: futurezone

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Jul 14 2012

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Robuste Begleiter: GPS Fahrradcomputer im Test

Abgelegt unter PC-Ecke

Die Zeiten, wo Fahrradcomputer mit Magneten und Sender am Vorderreifen befestigt werden mussten, sind vorbei. Moderne Geräte bestimmen Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke direkt über integrierte GPS-Module. Gleichzeitig zeigen die Computer auch noch Höhe, Kalorienverbrauch und weitere Daten an.

Dadurch, dass moderne Fahrradcomputer ohne zusätzliche Sensoren funktionieren, sind sie vielfältig einsetzbar. Die Geräte im Vergleich dienen unter anderem auch als Begleiter beim Joggen, Wandern, oder als simpler Pedometer.

Goplanet Saturn 100 Fahrrad-GPS
Das Gerät von Goplanet ist im Vergleich der günstigste Fahrradcomuter. Im Lieferumfang ist neben der Fahrradhalterung noch ein USB-Netzteil zum Aufladen, eine Schutzhülle, sowie passende Software samt ausführlicher Anleitung beigelegt. Der Saturn 100 ist wasserdicht nach dem IPX7-Standard und bietet viele verschiedene Funktionen.

Routen können über die Micro-USB-Verbindung vom Rechner auf das tragbare Gerät geladen oder aber unterwegs aufgezeichnet werden. Falls man einer vorgegebenen Route nachfährt, zeigt der Saturn 100 verbleibende Entfernung und Wegzeit bis zum Ziel an. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit, der Kalorienverbrauch und die aktuelle Temperatur angegeben. Über den integrierten elektronischen Kompass wird außerdem die Himmelsrichtung angezeigt.

Das Display des Saturn 100 ist zwar übersichtlich, dabei aber nicht wirklich intuitiv. Ein Großteil der Anzeige basiert auf Symbolen und Abkürzungen, die man ohne Blick in die (in Papierform beiliegende) Kurzanleitung nur sehr schwer zuordnen kann. Hat man sich aber erst einmal an die Bedienung gewöhnt, weiß man die Übersichtlichkeit schnell zu schätzen.

Das Goplanet Saturn 100 Fahrrad GPS (84,95 Euro) bietet solide Funktionen für einen fairen Preis. Wer keinen Wert auf eine grafisch anspruchsvolle Benutzeroberfläche legt, sondern einfach nur eine übersichtliche Anzeige und ein verlässliches Gerät haben will, kann mit dem Saturn 100 durchaus glücklich werden.

Ciclo Navic 50 GPS-Fahrradcomputer mit Datenlogger
Das Gerät von Ciclo kostet eine Spur mehr als das von Goplanet. Dennoch muss man schon beim Lieferumfang ein paar kleine Einbußen hinnehmen. So ist der Navic 50 das einzige Gerät im Test, dem kein USB-Netzteil beiliegt. Falls man also nichts derartiges besitzt, muss man den Navic 50 an der USB-Schnittstelle des Rechners aufladen.

Neben dem entsprechenden USB-Kabel ist im Lieferumfang noch eine Fahrradhalterung, sowie eine Kurzanleitung im Scheckkartenformat beigelegt. Ohne diesen Spickzettel kommt man auch nicht sehr weit, da die Tasten in keiner Weise gekennzeichnet sind. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist die korrekte Bedienung dennoch schnell gelernt.

In Sachen Funktionsumfang ähnlet der Navic 50 den Konkurrenzprodukten. Neben grundlegenden Informationen wie Geschwindigkeit, Höhe, oder dem elektronischen Kompass können auch Routen auf den Cico Navic geladen, oder unterwegs aufgezeichnet werden. Die Strecken können darüber hinaus über die mitgelieferte Software CicloGuide verwaltet werden.

Im Vergleich zum Fahrradcomputer von Geoplanet wurde etwas mehr Wert auf die Benutzeroberfläche gelegt. So ist die Anzeige hübscher, deswegen aber nicht unübersichtlicher.

Der Ciclo Navic 50 GPS-Fahrradcomputer (89,95 Euro) von CicloSport bietet alle Grundfunktionen, die man sich von einem Fahrradcomputer erwartet. Wenn man sich an die eigenwillige Bedienung gewöhnt, hat man einen preisgünstigen Begleiter gefunden, der im Alltag seine Aufgaben gut erfüllt.

Garmin Edge 200 Fahrradcomputer
Der Fahrradcomputer vom Navigations-Spezialisten Garmin ist das zweitteuerste Gerät im Vergleich. Das wasserdichte Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und präsentiert sich gleich nach Inbetriebnahme ein gutes Stück intuitiver als die billigeren Kollegen.

So wird man durch einen kurzen Einrichtungsassistenten geführt, in dem Sprache, Maßeinheiten, Alter und Gewicht angegeben werden müssen. Der Lieferumfang entspricht dem, der Konkurrenzprodukte. Neben einem USB-Netzteil ist noch eine Fahrradhalterung beigelegt.

So intuitiv wie der Einstieg präsentiert sich auch die restliche Bedienung, die über vier Knöpfe am Displayrand erfolgt. Ein Blick ins beigelegte Handbuch ist kaum notwendig.

Der Funktionsumfang bietet alles, um auch ambitionierte Fahrradfahrer ausreichend zu fordern. So können sämtliche aufgezeichnete Daten auf Garmins Webportal Connect kostenlos hochgeladen und ausgewertet werden.

Der Garmin Edge 200 (139,95 Euro) ist ein durchdachtes Gerät, das einige sinnvolle Erweiterungen zu den günstigeren Modellen bietet. Besonders in Verbindung mit Garmin Connect macht die Bedienung des Gerätes Spaß und motiviert beim Training.

Holux GR-260 Sport GPS
Das Sport-GPS von Holux ist, wie der Name schon andeutet, nicht nur zum Radfahren gedacht. So sind standardmäßig Rad-, Wander-, Lauf- und Fahrzeugmodus vorhanden. Auch ein Pedometer ist integriert. Beigelegt ist ein USB-Netzgerät, sowie eine Fahrradhalterung.

Das wasserdichte Gehäuse macht einen guten Eindruck und auch die Bedienung ist intuitiv gehalten. Gesteuert wird über einen kleinen Joystick in der Mitte und zwei Auswahltasten. Der wasserdichte GPS-Empfänger ist in der Lage, vorgegebene Routen zu verarbeiten, oder neue aufzuzeichnen. Die Anzeige ist grafisch aufwändiger gestaltet, als bei den anderen Geräten und bietet einen guten Überblick. Verwaltet wird das Ganze über die beigelegte Software ezTour Plus.

Das Holux GR-260 Sport GPS (149,95 Euro) ist zwar das teuerste Gerät im Test, bietet dafür aber auch das überzeugendste Konzept mit einem großen Funktionsumfang. Ein vertrauenswürdiges Gehäuse und eine intuitive Bedienung runden das Sport GPS ab.

Fazit
Die verglichenen Geräte halten jeweils das, was sie versprechen. Wer nur Grundfunktionen wie Geschwindigkeit, Kompass oder Höhenlage braucht, wird auch mit den günstigeren Varianten von Goplanet und Cido glücklich. In Sachen GPS-Qualität und Genauigkeit waren keine nennenswerteren Unterschiede zu den hochpreisigen Varianten feststellbar.

Wer viel Wert auf einen größeren Funktionsumfang oder auf die Qualität der beigelegten Software legt, sollte aber dennoch zu den teureren Geräten von Garmin oder Holux greifen.

Alternative: Smartphone
Mit entsprechenden Apps hat man auch die Möglickeit, das eigene Smartphone zu einem Fahrradcomputer umzurüsten, denn gut wie jedes aktuelle Modell hat ein GPS-Modul integriert. Notwendig ist also nur eine entsprechende Halterung.

Ambitionierten Sportlern ist dies trotzdem nicht unbedingt zu empfehlen, da die getesteten Geräte viel widerstandsfähiger (etwa bei nassem Wetter) und leichter sind, als gängige Smartphones. Nicht zuletzt sind auch die Displays der Fahrradcomputer im Freien weit besser lesbar, als man es vom Handy gewohnt ist.

Quelle: futurezone

via Robuste Begleiter: GPS Fahrradcomputer im Test.

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Jul 13 2012

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Full-HD-Tablet Asus TF700T Transformer Pad Infinity im Test

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Asus legt bei seiner Transformer-Serie nach und bringt das Tablet mit der Typenbezeichnung TF700T auf den Markt. Mit einer Auflösung von 1920 x 1200 und IPS+ ist das Infinity derzeit der Displaykönig unter den Android-Tablets.

Asus bringt mit dem Infinity eines der ersten Android-Tablets mit Full-HD-Auflösung auf den Markt. Mit 1920 x 1200 bei einer Diagonale von 10.1 Zoll (25,7 Zentimeter) ergibt sich eine Pixeldichte von 224ppi. Zum Vergleich: Das Asus Transformer Prime kommt mit seiner Auflösung von 1280 x 800 auf gerade einmal 149ppi.

Das Transformer Pad Infinity ist somit neben dem Acer Iconia Tab A700 das hochauflösendste Android-Tablet am Markt. Die beiden Geräte werden derzeit nur vom neuen iPad übertroffen, das mit einer Auflösung von 2048 x 1536 auf eine Pixeldichte von 264ppi kommt.

Der erste Eindruck
Asus setzt abermals auf einen Bildschirm mit Super IPS+ samt LED-Hintergrundbeleuchtung. In der Praxis macht das Display einen guten und hellen Eindruck. Im Unterschied zum neuen iPad und zu aktuellen High-End-Smartphones ist es beim Infinity mit freiem Auge – allerdings unter einiger Anstrengung – möglich, die einzelnen Pixel am Screen zu erkennen. Besonders deutlich wird das etwa beim sogenannten Treppeneffekt bei der Schriftdarstellung.

In Sachen Verarbeitung gibt es beim Transformer Pad Infinity nichts auszusetzen. Die Rückseite aus gebürsteten Aluminium erinnert sehr an die der Asus Zenbooks und wirkt durchwegs stabil. Im Vergleich zum Infinity Prime zieht die Oberfläche weit weniger Fingerabdrücke an und wirkt dadurch hochwertiger.

Die Maße betragen 263 x 180,8 x 8,5 mm, das Gewicht liegt bei 568 Gramm. Bei den Abmessungen hat sich im Vergleich zum Prime wenig getan, das Infinity ist lediglich 0,2 mm dünner. Die Verarbeitung bietet keinen Grund zum Klagen, das Gehäuse ist stabil, es lassen sich keine Schwachstellen ausmachen. Erstmals setzt Asus bei seinen Tablets außerdem auf das weiterentwickelte Gorilla Glass 2.

Empfangsprobleme
Beim Vorgänger Transformer Prime wurde kurz nach Veröffentlichugsdatum bekannt, dass es Probleme mit WLAN- und GPS-Empfang gibt. Asus bestätigte das und bot verärgerten Kunden an, einen kostenlosen GPS-Dongle nachzuliefern.

Als Grund für die Probleme wurde damals die Gehäuserückseite genannt, die den problemlosen Empfang verhindere. Beim Transformer Infinity hat man reagiert und an der Oberseite der Rückseite auf Kunststoff anstatt Aluminium gesetzt.

Auch Samsung hat seine Tablets ähnlich designt, um Empfangsproblemen vorzubeugen. Die Taktik scheint aufzugehen, das Infinity wies im Test einen durchwegs guten Empfang auf, sowohl bei WLAN, als auch bei GPS.

Anschlüsse
Bei den Anschlüssen gibt es wenig Neues zu berichten, so ist neben dem proprietären Ladekabel noch ein Anschluss für ein microUSB-Kabel, sowie eine 3,5mm-Klinke für Kopfhörer vorhanden. Auch einen Slot für microSD-Karten gibt es, der integrierte Speicher lässt sich damit um bis zu 32 GB aufstocken.

Darüber hinaus sind im Infinity noch zwei Kameras integriert. Die Hauptkamera an der Rückseite fotografiert mit maximal acht Megapixel, Videos können nicht nur in Full-HD abgespielt, sondern auch aufgenommen werden. Die Front-Kamera fotografiert mit 1,2 Megapixel.

Die Docking-Station
Wie bei den anderen Transformer-Geräten kann man das Prime Infinity auch in einen passenden Tastatur-Dock stecken. Dadurch, dass im Dock ein zweiter Akku eingebaut ist, wird die Betriebsdauer deutlich erhöht. Außerdem wird das Gerät um einen SD-Karten-Slot sowie um einen vollwertigen USB-Anschluss erweitert.

Das Innenleben und die Leistung
Wie schon das Transformer Prime setzt auch das Infinity auf einen Chipsatz aus Nvidias Tegra-3-Serie. Getaktet ist die Quad-Core-CPU mit 1,6 Ghz, zusätzlich sind ein GB RAM vorhanden. Funken kann das Infinity in den WLAN-Standards b/g/n, zusätzlich ist Bluetooth in der energiesparenden Version 4.0 vorhanden.

Bei der Leistung ähnelt das Infinity sehr stark dem Transformer Prime. Im Quadrant-Benchmark kommt das Tablet auf 4190 Punkte, also gut 100 Punkte mehr als der Vorgänger. Im AnTuTu-Benchmark konnten im Test 12.840 Punkte erreicht werden, der Browsermark von Rightware kam auf einen Wert von 122.219 Punkte.

Die Software
Das Transformer Pad Infinity ist mit der Android-Version 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) ausgestattet. Dazu gibt es eine Reihe Asus-eigener Apps. Darunter finden sich auch durchaus nützliche Programme wie etwa MyCloud, worüber eine Remote-Desktop-Verbindung zum eigenen Rechner hergestellt werden kann.

Darüber hinaus ist noch Nvidias Tegra Zone vorhanden, über die Spiele gefunden werden können, die speziell auf den eingebauten Chipsatz abgestimmt sind.

Der Akku
Um trotz des hochgetakteten Chips über genügend Leistung zu verfügen, kann man das Infinitiy in drei verschiedenen Leistungsmodi betreiben: “Normal”, “Ausgeglichen” und im Energiesparmodus. Dabei wird der Prozessortakt begrenzt, wodurch natürlich auch die Leistung sinkt.

Im Normalmodus und beim Abspielen eines 720p Videos in Endlosschleife schaffte das Infinity eine Laufzeit von rund 8,5 Stunden. Damit ist es eine Spur schlechter als der Bruder Transformer Pad Infinity. Die Akkuleistung steigt, wenn man die Tastatur anschließt. Im Test waren so rund 14 Stunden Akkulaufzeit möglich.

Fazit
Das Transformer Pad Infinity zählt derzeit zu den leistungsstärksten und besten Android-Tablets am Markt, wird aber in Sachen Rechenleistung von High-End-Smartphones wie dem HTC One X oder dem Samsung Galaxy S III übertroffen.

Besitzer des Vorgänger-Serie Transformer Prime sollten sich ein Upgrade zwei Mal überlegen, da die Leistung der beiden Tablets annähernd gleich ist und der wahrnehmbare Unterschied aufgrund der Auflösung nicht derart markant ausfällt. Auch der Anschaffungspreis ist mit 599 Euro (64GB, UVP) noch relativ hoch.

In Kombination mit der Tastatur kommt das Infinity auf 719 Euro. Demnächst soll auch eine Variante mit 32 GB erscheinen, ein Verkaufspreis wurde aber noch nicht genannt.

Wer derzeit überlegt, sich ein Tablet anzuschaffen anzuschaffen und viel Wert auf die Displaydarstellung legt, kann beim Infinity zugreifen, sollte dabei aber auch das neue iPad in Betracht ziehen, dessen Display noch eine Spur hochauflösender ausfällt. Jenes ist in der kleinsten Ausführung mit 16 GB Speicher auch schon ab etwa 460 Euro zu haben.

Daten

Modell: Asus Transformer Pad Infinity TF700T

Display: 10,1 Zoll LCD-Display – 1920 x 1200 Pixel

Prozessor: Quad-Core 1,6 GHz, Nvidia Tegra 3 Chipsatz

RAM: 1 GB

Speicher: 64 GB, microSD-Kartenslot (bis zu 32 GB)

Betriebssystem: Android 4.0 (Ice Cream Sandwich)

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 4.0

Kamera: 8 Megapixel Rückseite, 1,2 Megapixel Front

Videos: Aufnahme in 1080p

Maße: 263 x 180,8 x 8,3 mm, 586 Gramm

Preis: 599 Euro UVP (64 GB) **)

Quelle: futurezone / Bild: Asus

**)
Preis und Verfügbarkeit
Der Verkauf des ASUS Transformer Pad Infinity (TF700T-1I128A und TF700T-1B130A) im Bundle mit der Docking-Tastatur beginnt ab Ende Juni in Deutschland und Österreich zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 719,- Euro inkl. MwSt.. Ab Mitte Juli wird das ASUS Transformer Pad Infinity auch ohne Docking-Tastatur (TF700T-1I127A und TF700T-1B129A) im Handel erhältlich sein. Die Modelle werden standardmäßig mit einem Netzkabel, einer Garantiekarte, einer Kurzanleitung sowie einem Reinigungstuch ausgeliefert.

Quelle: Asus

via Full-HD-Tablet Asus TF700T Transformer Pad Infinity im Test.

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Jul 07 2012

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[Test] HTC Desire C im Test: Unscharfes Android 4.0

Abgelegt unter Handy-Ecke

Mit dem Desire C hat nun auch HTC ein Einsteigermodell, das unter 200 Euro kosten soll, in Stellung gebracht. Die Ähnlichkeit zu den Vorgängern, dem Explorer und der Wildfire-Serie, ist unübersehbar. Ob HTC mit dem Desire C ein flotter Smartphone-Einstieg gelungen ist, hat die futurezone im Test überprüft.

Die One-Serie hat nach langer Zeit wieder Ordnung in das Lineup von HTC gebracht. Umso verwunderlicher war es, als HTC im Mai mit dem Desire C ein weiteres Einsteigermodell ankündigte. Eigentlich war dieser Bereich bereits durch das One V abgedeckt worden, doch das Desire C soll noch ein Stücken günstiger sein und unter die magische Marke von 200 Euro fallen. Ob dem taiwanischen Konzern mit dem Desire C ein gutes Einsteigergerät gelungen ist, das auch Sonys und Huaweis Modellen Paroli bieten kann, hat die futurezone getestet.

Design
Jedem Besitzer eines HTC Wildfire dürfte das Design des Desire C bekannt vorkommen. Tatsächlich ist der Name des neuen Modells etwas irreführend. Mit der erfolgreichen Desire-Serie hat das Desire C bis auf den Namen nichts gemein, eigentlich ist es der Nachfolger des HTC Explorer und der Wildfire-Modelle. Die Abmessungen des Desire C sind nahezu ident zum Wildfire und auch in allen anderen Gesichtspunkten sucht man verzweifelt mit der Lupe nach Unterschieden zum zwei Jahre alten Vorgänger. Positiv zu bemerken ist jedoch, dass das Gewicht auf 98 Gramm reduziert wurde und das Gerät dadurch sehr angenehm in der Hand liegt.

Auch wenn das Desire C offiziell nicht zur One-Serie zählt, so weist es dennoch einige optische Merkmale der Top-Modelle auf. So sitzt auch hier die Kamera mittig auf der Rückseite wie ein Bullauge und ist farblich umrandet – wie auch beim One S. Auch beim sonstigen Design versucht HTC offenbar ein wenig Konstanz in seine Ice Cream Sandwich-Modelle zu bringen. Die klassischen drei Soft-Keys sowie die relativ knappen Abstände vom Display zum Rand verleihen dem günstigen Smartphone ein edles Aussehen.

Leider hat HTC beim Desire C spürbar am Gehäuse gespart. Der Gehäusedeckel aus Plastik knarzt unangenehm bei der Bedienung und hinterlässt einen billigen Eindruck. Auch die Lautstärkewippe wackelt etwas, allerdings kann das angesichts der ansonsten gelungenen Bedienung verschmerzt werden. Designtechnisch gelungen ist überraschenderweise das Innenleben des Desire C, das, wie auch der Akku, in Rot gehalten ist.

Display
Verwöhnt HTC Käufer der One-Serie mit einem Super AMOLED oder Super LCD 2-Bildschirm, so muss man hier mit einem schwach aufgelösten TFT-Display Vorlieb nehmen. Beim ersten Blick auf das Display reibt man sich zunächst verwundert die Augen oder wird die Brille überprüfen, denn das verwaschene Bild sorgt für Zweifel an der eigenen Sehkraft. Mittlerweile hat HTC per Update nachgebessert und dem Display ein wenig mehr Schärfe verliehen. Allerdings bleiben Objekte aufgrund der geringen Pixeldichte von 165 ppi (pixel per inch) nach wie vor sehr verwaschen, auch durch größeren Abstand zum Bildschirm verbessert sich das Bild nicht wirklich.

Die Entscheidung für den 3,5 Zoll-Bildschirm ist ohnehin fragwürdig, denn die Auflösung hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert und ist bei 320 mal 480 Pixeln geblieben. Hier hätte man sich ein Vorbild an Sony nehmen können, das im Konkurrenzmodell Xperia U auf ein TFT-Display mit 266 ppi setzt. Die Farben sind gut gelungen, wirken aber im Vergleich zu Super-AMOLED-Bildschirmen etwas blass. Auch dem Schwarz fehlt es ein wenig an Kontrast. Dem steht eine durchschnittliche Helligkeit gegenüber, die zwar für Lesen im Freien ausreicht, aber dennoch nicht an andere Modelle aus dieser Preisklasse heranreichen.

Benchmarks
Im Desire C werkelt mit dem MSM7225A (Qualcomm Snapdragon S1) die selbe CPU wie auch im Vorgänger, dem HTC Explorer. Mit 600 MHz befindet man sich aber bereits am unteren Ende der Leistungsspanne. Umso erstaunlicher ist, dass Ice Cream Sandwich und Sense 4.0 flüssig laufen und kaum Verzögerungen verursachen. Anspruchsvolle Anwendungen wie Spiele lässt die CPU allerdings nicht zu, die beiden Rockstar-Titel Max Payne und GTA 3 konnten gar nicht erst gestartet werden.

In den Benchmarks konnte das Desire C auch trotz 512 MB RAM sowie schnellem internen Speicher den Flaschenhals CPU nicht überwinden und ist das derzeit mit Abstand langsamste Ice-Cream-Sandwich-Smartphone. Die Ergebnisse befinden sich in etwa auf dem Niveau des bereits zwei Jahre alten Samsung Galaxy S. Bei 3D-Anwendungen stößt die verbaute Adreno 200 GPU allerdings schnell an ihre Grenzen und drückt die Ergebnisse daher etwas.

Das ist auch der Grund für die optisch etwas reduzierte Sense-Oberfläche. Wie beim One V hat HTC die 3D-Effekte gestrichen, das Wetter-Widget ist nicht mehr animiert und der schicke 3D-Taskmanager wurde durch den Google-eigenen ersetzt. Dennoch ist die Oberfläche nach wie vor sehr hübsch und funktional und ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorgängerversionen von Sense. Wer jedoch glaubt, dass die niedrige Taktfrequenz dem Smartphone eine längere Akkulaufzeit beschert, der irrt. Der tauschbare 1.230 mAh Lithium-Ionen-Akku ist bereits nach etwas mehr als einem Tag durchschnittlicher Nutzung erschöpft.

Kamera
Im Desire C kommt eine 5-Megapixel-Kamera zum Einsatz, die auch zum Aufnehmen von Videos in VGA-Qualität eingesetzt werden kann. Die Qualität der Bilder ist durchschnittlich und reicht für gelegentliche Schnappschüsse. Ein LED-Blitz ist allerdings nicht vorhanden. Die Aufnahmen können, wie bereits von HTC bekannt, mit verschiedensten vorgefertigten Filtern versehen werden. Die Geschwindigkeit des Autofokus ist aufgrund der schwachen CPU ebenfalls zu gering für schnelle Aufnahmen, von Serienaufnahmen ganz zu schweigen.

Fazit
Magere Performance, schwaches Display – einzig Ice Cream Sandwich rettet das HTC Desire C und bewahrt es vor einem vernichtenden Urteil. HTC wollte offenbar mit dem Desire C eine günstige Alternative für den Smartphone-Einstieg liefern, doch das ist dem taiwanischen Konzern nur bedingt gelungen. Die kompakte Bauweise sowie das hübsche Design werden viele Kunden zu schätzen wissen, doch müssen diese auch über verwaschene Bilder auf dem Display hinwegsehen sowie auf ressourcenhungrige Apps und Spiele verzichten. Für das Desire C spricht aber nach wie vor Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich sowie die sehr übersichtliche und trotz begrenzter Ressourcen gut funktionierende Oberfläche Sense 4.0.

Alternativen
Die derzeit beste Alternative in dieser Preisklasse stellt das Sony Xperia U dar, das bereits um knapp 210 Euro erhältlich ist. Das günstige Smartphone bietet umfangreiche Multimediafunktionen, ein gutes Display mit hoher Pixeldichte sowie einen starken Dualcore-Prozessor. Einzig auf Ice Cream Sandwich muss man derzeit noch verzichten, Sony hat allerdings bereits ein Update auf die neue Version angekündigt. Aber auch HTC bietet mit dem One V eine gute Alternative für den Einstieg in den Smartphone-Markt, das sich durch das letzte Softwareupdate deutlich verbessert hat. Für 260 Euro erhält man ein Smartphone mit Unibody-Gehäuse, gutem Super LCD2 Display sowie der aktuellen Android-Version Ice Cream Sandwich.

Daten

Modell: HTV Desire C

Display: 3,5 Zoll TFT-Display – 320 x 480 Pixel

Prozessor: 600 MHz ARM Cortex A5

RAM: 512 MB

Speicher: 4GB intern, microSD-Kartenslot (bis zu 32 GB)

Betriebssystem: Android 4.0 mit Sense 4.0

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 2.1

Kamera: 5MP Rückseite

Videos: Aufnahme in VGA-Qualität (Rückseite)

Maße: 107.2 x 60.6 x 11.95 mm, 98 Gramm

Preis: 219 Euro UVP

Quelle: futurezone

via [Test] HTC stellt Einsteigermodell Desire C vor.

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Jun 27 2012

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Sony Xperia U im Test: Flottes Lego-Smartphone

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Nach dem Flaggschiff Xperia S trudeln nun auch die kleinen Geschwister der Xperia-Serie ein. Mit dem Xperia U macht der kleinste Vertreter den Anfang, der aber trotz seines günstigen Preises im futurezone-Test einen sehr guten Eindruck macht.

Nach Nokias Lumia 610 bringt nun auch Sony mit dem Xperia U ein farbenfrohes Einsteigermodell auf den Markt. Austauschbare Plastikkappen für das Endstück sowie die in vielen verschiedenen Farben leuchtende transparente Leiste sollen wohl jüngere Zielgruppen anlocken, werden aber ob der guten Ausstattung des kleinsten Modells der Xperia-Serie zur Nebensache. Die futurezone hat das 3,5-Zoll-Einsteigergerät getestet.

Design
Das Xperia U setzt das ansprechende Design der Xperia-Serie fort, sorgt ob seiner Größe allerdings für Probleme bei der Bedienung. Mit nur knapp 11,2 cm Länge sowie 5,4 cm in der Breite ist es eines der kleinsten Modelle mit 3,5 Zoll-Display auf dem Markt. Und das Xperia U könnte noch kleiner sein, wäre da nicht die Zierkappe mitsamt transparenter Leiste am unteren Ende, die eines der offensichtlichsten Merkmale des Einsteigersmartphones darstellt. Doch gerade hier erweist sich die “Verlängerung” als nützlich: denn das Xperia U ist durch seine geringe Breite dermaßen zierlich, dass es sich als schwierig erweist, es in der Hand zu halten, geschweige denn darauf zu tippen. Hier hätte man durchaus das Display ein wenig in die Breite ziehen dürfen, denn Tippen im Hochformat verkommt durch die geringen Abstände zum Geduldsspiel.

Das getestete weiße Modell kommt mit einem abnehmbaren Endstück in knalligem Gelb daher, das aber einige Testpersonen – farblich und in der Form – eher an einen Legostein erinnerte. Als Alternative liefert Sony eine weiße Kappe mit, die deutlich besser zum Gesamtbild passt. Denn das BRAVIA-Display sowie die transparente Leiste mit LEDs sorgen bereits so für ausreichend Farbenvielfalt.

Die Leiste, von Sony als “transparentes, leuchtendes Element” bezeichnet, ist eine nette farbliche Untermalung, die offenbar von Philips Ambilight inspiriert wurde. Dort hat es allerdings auch tatsächlich einen Nutzen, da es das Fernsehen im Dunkeln deutlich angenehmer gestaltet. Doch im Falle der Xperia-Serie fungiert das transparente Element nur als nettes Gimmick, das in der jeweils dominantesten Farbe leuchtet und dabei lediglich kostbare Akkuleistung verschwendet. Daher ist das Feature auch nur bei Bildern und beim Aktivieren des Smartphones kurz aktiv.

Ansonsten ist das Smartphone recht schlicht gehalten und gut verarbeitet. Lediglich der Gehäusedeckel ist etwas mühsam abzunehmen – und besteht im Gegensatz zum Xperia P, das einen Aluminium-Unibody besitzt, aus Kunststoff. Auffällig: Während das Xperia U sowohl in der Länge als auch der Breite relativ schmale Maße hat, ist es mit 12 Millimetern ein recht “dickes” Smartphone. Das stört zwar nicht weiter, wirft jedoch wieder die Frage auf, ob die Maße nicht unglücklich gewählt wurden. Das Gewicht des Xperia U ist mit 110 Gramm relativ niedrig und wurde gut verteilt.

Display
Beim Display spielt Sony seine Stärken aus. Die Farben des TFT-Displays reichen zwar nicht an AMOLED-Bildschirme heran, sind aber im direkten Vergleich mit dem Super LCD 2-Display des HTC One V wesentlich dunkler und wirken nicht derart überzeichnet. Auch das Weiß lässt keinen wirklichen Farbstich erkennen und ist überzeugend. Einziger wirklicher Nachteil: Die Helligkeit des Bildschirms ist trotz Mobile BRAVIA Engine relativ schwach, das Display bleibt aber auch bei leichter Sonneneinstrahlung noch gut erkennbar.

Der Kontrast des Bildschirms ist hervorragend, insbesondere die Schwarztöne sind kräftig und überzeugen sogar im direkten Vergleich mit dem HTC-Flaggschiff One X. Dank der relativ hohen Pixeldichte von 266 ppi gibt es kaum Stufenbildung. Das Xperia U profitiert auch von der veränderten Schriftart, die bei allen Sony-Smartphones zum Einsatz kommt. Diese lässt sich im direkten Vergleich mit der standardmäßigen Android-Schriftart sogar stark verkleinert deutlich besser lesen – auch auf dem nur 3,5 Zoll großen Display.

Ausstattung
Insgesamt wurden acht Gigabyte Speicher verbaut, von denen jedoch nur sechs Gigabyte vom Nutzer verwendbar sind. Sony hat den Speicher genau verteilt: je zwei Gigabyte werden für Android sowie seine Apps verwendet, die verbleibenden vier Gigabyte können vom Nutzer frei mit Musik, Bildern oder anderen Daten bespielt werden. Eine Möglichkeit auf Erweiterung gibt es nicht, auf einen microSD-Kartenslot wurde verzichtet. Dropbox-Speicher als Ausgleich, wie bei HTC bereits üblich, spendiert Sony leider nicht.

Als Ausgleichsversuch installiert man immerhin drei Vollpreis-Apps, die durchaus sinnvolle Funktionen erfüllen. So findet sich die Navigationssoftware Wisepilot, der Virenscanner von McAffee sowie die MobiSoft OfficeSuite auf dem Xperia U.

Kamera
Die 5-Megapixel-Kamera des Xperia U verrichtet ihre Arbeit ordentlich, hochwertiges Bildmaterial darf man sich allerdings nicht erwarten. So konnte Sony im direkten Vergleich zu Nokias Lumia 610 das Bildrauschen deutlich reduzieren, doch auch so wird man mit hochauflösenden Aufnahmen keine wirkliche Freude haben. Trotz Dual-Core-Prozesor hat Sony dem Xperia U keinen Serienbildmodus spendiert, obwohl die Auslösezeit sehr gering wäre. Selbst HTC hat dem One V mit dem Update mittlerweile einen Serienbildmodus verpasst – obwohl dieses nur über einen Singlecore-Prozessor verfügt.

Mit dem Schwenkpanorama und dem Schwenk-Multi-Angle-Modus versucht Sony ein Alleinstellungsmerkmal für seine Kamerafunktion zu finden. Das gelingt nur bedingt. Das Schwenkpanorama erzeugt ein automatisch zusammengefügtes Panoramabild, das auch ohne Stativ recht gute Ergebnisse liefert. Beim Schwenk-Multi-Angle-Modus werden, wie auch beim Schwenkpanorama mehrere Aufnahmen zusammengefügt. Die Perspektive des Bildes kann anschließend beim Betrachten durch Kippen verändert werden. Leider sind die Ergebnisse hier nicht sonderlich berauschend und erreichen nicht einmal die Qualität eines billigen Wackelbildes. Die Aufnahmen sollen einen Tiefeneffekt enthalten, der auf 3D-fähigen Geräten zu sehen ist.

Die Videoaufnahme ist mit 720p möglich und bietet gute Ergebnisse. Der Autofokus reagiert rasch und ermöglicht so auch schnellere Aufnahmen, allerdings sollte man hier eine relativ ruhige Hand haben, da der Bildstabilisator – wie auf einem Smartphone zu erwarten – kaum Wirkung zeigt und die Videos relativ schnell verwackeln. Der 16-fache Digital-Zoom ist auch für Videoaufnahmen verfügbar, allerdings sollte man diese Funktion mit Vorsicht genießen, da hier nur ein Bildschirmausschnitt vergrößert wird und somit Bildwackler noch deutlicher zu sehen sind.

Walkman mini
Sony hat beim kleinsten Xperia-Modell besonderen Wert auf die Multimediafähigkeiten gelegt. Hier kommt auch das transparente Element wieder stärker zum Einsatz. So wird es nicht nur bei Bildern, sondern auch bei der Musikwiedergabe farblich beleuchtet. Hier werden die Farben des Album-Covers zur Hilfe genommen. Ein netter Effekt, der beim Musikhören durchaus praktisch sein kann und bei kürzeren Playlists eine Gedankenstütze bietet, ohne das Display zu aktivieren.

Die mitgelieferte Musikplayer-App ist recht umfangreich ausgestattet und soll die einst so bekannte Walkman-Marke fortführen. Das gelingt ihr durchaus, selten hat man so eine gelungene App gesehen, die bereits vom Hersteller mitgeliefert wurde. Einzig die fehlende Integration von Spotify und Last.fm schmerzt etwas, hier muss man auf Zusatz-Apps zurückgreifen, um seine Scrobbels zu übertragen.

Ansonsten lässt die App keine Wünsche offen: Fehlende Informationen und Cover-Bilder werden auf Wunsch über die Gracenote-Datenbank geladen und lassen sich auch auf dem Smartphone jederzeit editieren. Über Plugins können Zusatzinformationen wie Songtexte, Informationen zum Künstler und Musikvideos gesucht werden. Die xLoud-Engine verspricht eine deutliche Verbesserung der Lautsprecherlautstärke, ein Unterschied war jedoch nicht zu hören. Deutlich praktischer ist die Surround-Sound-Einstellung, die verschiedene Umgebungen, wie ein Studio, Club oder einen Konzertsaal simuliert.

Performance
Dank des mit 1 GHz getakteten ARM-Dualcore-Prozessors und der 512 MB RAM laufen Apps sehr flüssig, auch Spiele wie Max Payne oder GTA 3 lassen sich ohne schwere Ruckler spielen. In den Benchmarks landet das Xperia U im Mittelfeld.

Fazit
Das Sony Xperia U ist eine gute und günstige Alternative für Musikfans, die Wert auf eine ordentliche Ausstattung legen. Hier muss man Sony wirklich ein Lob aussprechen – im Gegensatz zu anderen Herstellern wurde nicht am falschen Ende gespart und so findet man hier bereits für knapp 200 Euro Straßenpreis ein flottes Einsteigersmartphone mit Reserven für die Zukunft. Kritik muss man sich allerdings beim Design gefallen lassen. Auch wenn die Verarbeitung makellos ist, greift sich das Kunststoffgehäuse billig an und wirkt auf den ersten Blick wie ein Kinderspielzeug. Wer davon absehen kann und einen kleinen Bildschirm schätzt, sollte zugreifen, da das Xperia S in diesem Segment nahezu konkurrenzlos ist.

Alternativen
Das HTC One V hat durch das kürzlich veröffentlichte Update einen ordentlichen Leistungsschub erfahren und ist trotz Singlecore-Prozessor wieder zu einer ernstzunehmenden Alternative im Einsteigerbereich geworden. Mit 260 Euro Straßenpreis ist es etwas teurer als das Xperia U, bietet allerdings bereits jetzt Android 4.0 sowie einen Aluminium-Unibody. Etwas günstiger und mit einem größeren Bildschirm ist das Huawei Ascend G300 ausgestattet.

Daten

Modell: Sony Xperia U

Display: 3,5 Zoll TFT-Reality Display mit Mobile BRAVIA Engine – 480 x 854 Pixel

Prozessor: 1 GHz Dual Core (ARM Cortex A9)

RAM: 512 MB

Speicher: 8GB intern (2 GB für Apps, 4 GB als freier Speicher nutzbar), kein microSD-Kartenslot

Betriebssystem: Android 2.3.7 (Update auf ICS in Aussicht gestellt)

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 2.1

Kamera: 5MP Rückseite, VGA Frontkamera

Videos: Aufnahme in 720p (Rückseite)

Maße: 112 x 54 x 12 mm, 110 Gramm

Preis: 259 Euro UVP in Schwarz (mit Austauschmodul in Pink) und Weiß (mit Austauschmodul in Gelb)

Quelle: futurezone

via Sony Xperia U im Test: Flottes Lego-Smartphone.

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Jun 11 2012

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[Test] Nokia Lumia 610 im Test: Windows Phone light

Abgelegt unter Handy-Ecke

Nach dem neuen Flaggschiff folgt nun ein neues Einsteigermodell von Nokia. Mit dem Lumia 610 will man einen günstigen Anreiz für den Einstieg in die Welt der Windows-Smartphones bieten. Doch Nokia entschied sich leider dazu, an den falschen Enden zu sparen.

Eigentlich hat Nokia bereits mit dem Lumia 710 ein Einsteiger-Smartphone in seiner Windows Phone-Reihe, doch mit dem Lumia 610 möchte man eine noch günstigere Alternative anbieten. Diese wird nun zeitgleich mit dem neuen Flaggschiff, dem Lumia 900, auf den Markt gebracht. Doch bereits im Vorfeld wurden einige Probleme mit dem Lumia 610 bekannt. So soll es durch seinen geringen Arbeitsspeicher für viele Apps des Windows Phone Marketplace nicht kompatibel sein. Und auch die offizielle Preisempfehlung von Nokia verwundert: mit 269 Euro liegt es weit über den ursprünglich erwarteten 189 Euro, die das Gerät im Einsteigersegment platziert hätten. Die futurezone hat das Lumia 610 getestet und dabei auch einen ausführlichen Blick auf die umstrittenen Punkte geworfen.

Design
In Designfragen liegt Nokia durch seine langjährige Erfahrung immer noch um eine Nasenspitze vorn. Das beweist man auch wieder beim Lumia 610. Obwohl das Gehäuse aus gewöhnlichen Plastik besteht, wirkt es nie billig, auch nicht wenn man es in die Hand nimmt. Der leicht abnehmbare Gehäusedeckel knarzt nicht und lässt sich, im Gegensatz zu anderen Modellen aus dieser Preisklasse, nicht eindrücken. Die knapp 132 Gramm sind relativ schwer für ein Smartphone, allerdings gut verteilt, sodass das zusätzliche Gewicht kaum auffällt. Auch das Handling des Smartphones ist hervorragend. Die Unterseite ist leicht angeschrägt und an den Ecken abgerundet. So lässt es sich angenehm mit einer Hand halten und bedienen.

Die Vorderseite zeichnet sich vor allem durch den Kunststoffrahmen im Metallic-Look aus, der dem Gerät ein edles Aussehen verleiht. Bis auf das Nokia-Logo und die drei für die Bedienung erforderlichen Soft-Keys ist nichts auf der Vorderseite zu sehen. Leider hat sich Nokia dafür entschieden, kein Gorilla-Glas zu verbauen, sodass das Glas auf der Vorderseite nicht vor Kratzern geschützt ist. Im Test erwies es sich allerdings nicht als anfällig für Kratzer, Schlüssel oder Kleingeld sollte man ohne Schutzhülle dennoch nicht in der selben Tasche aufbewahren.

Auf der Rückseite ist neben dem obligatorischen Nokia-Logo lediglich die 5-Megapixel-Kamera und der LED-Blitz zu sehen. Alle Anschlussmöglichkeiten befinden sich an der Oberseite des Lumia 610. Ein simpler microUSB- und ein 3,5mm-Klinkenanschluss müssen ausreichen, zur drahtlosen Datenübertragung befinden sich Bluetooth 2.1 und WLAN (802.11 b/g/n) mit an Bord. An der rechten Seite befinden sich neben dem Power-Knopf, der mittig platziert ist, die Lautstärkewippe sowie ein Auslöseknopf für die Kamera, mit der die Kamera-App schnell gestartet und Schnappschüsse im Querformat gemacht werden können.

Display
Das Lumia 610 hat mit einem 3,7 Zoll LCD-Display einen vergleichsweise kleinen Bildschirm. Doch diese Wahl bringt auch einen großen Vorteil mit sich. Da Windows Phone 7 nur eine einzige Auflösung unterstützt – 480 x 800 Pixel – hat man eine deutlich höhere Pixeldichte als selbst das aktuelle Topmodell Lumia 900. Mit 220 ppi erreicht man zwar nur einen eher durchschnittlichen Wert, doch der reicht aus, um eine Stufenbildung zu vermeiden.

Im direkten Vergleich mit dem AMOLED-Display des Lumia 900 wird jedoch ein großer Unterschied deutlich. Während das farbenfrohe Windows Phone 7.5 auf dem Lumia 900 wundervoll zur Geltung kommt, wirken die Farben auf dem Lumia 610 relativ blass. Besonders das Schwarz ist sehr matt und erreicht nie das Niveau des Flaggschiffs, das auf die “ClearBlack”-Technologie zurückgreifen kann. Dennoch ist das Display dank seiner ordentlichen Helligkeit auch bei starker Sonneneinstrahlung gut lesbar und hat einen annehmbaren Betrachtungswinkel.

Batterielaufzeit
Blickt man auf die Spezifikationen des Lumia 610, so wird man zunächst mit Kopfschütteln reagieren. Wie auch in vielen anderen Modellen kommt hier nämlich ein Qualcomm Snapdragon S1 (MSM 7227A) zum Einsatz, der allerdings hier lediglich mit 800 MHz getaktet ist – viele andere Modelle, wie das Huawei Ascend G300 oder das LG Optimus L7 nutzen die volle Leistung von 1 GHz aus. Doch im Hinblick auf die Akkulaufzeit macht die niedrig getaktete CPU durchaus Sinn.

Denn obwohl lediglich ein 1.300 mAh-Akku (tauschbar) zum Einsatz kommt, hielt der Akku bei normaler Nutzung knapp zwei Tage – ein guter Wert für ein Windows Phone. Nokia selbst gibt an, dass mit dem Lumia 610 bis zu 10,5 Stunden im GSM-Netz telefoniert werden könne.

Kamera

Die 5 Megapixel-Kamera des Lumia 610 ist ident mit der des Lumia 710. Somit bleiben auch die Kritikpunkte bestehen: die Bilder sind unterbelichtet und bei schwachen Lichtverhältnissen entsteht ein starkes Bildrauschen. Auch die Bedienung ist nicht gerade gelungen – trotz eigens verbautem “Auslöser”. Dieser ermöglicht das schnelle Starten der Kamera-App, kann allerdings auch nicht über den langsamen Autofokus hinwegtäuschen. Das dürfte vermutlich auf die langsame CPU zurückzuführen sein.

Videos können in VGA-Qualität bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Das schafft das Lumia 610 recht ordentlich und ohne Ruckeln. Bei der Videoaufnahme funktioniert der Autofokus deutlich besser und stellt sich schnell auf rasch wechselnde Gegebenheiten ein.

Performance
Die Leistung des Lumia 610 ist wirklich herausragend. Während bei günstigen Android-Smartphones Ruckler und lange App-Ladezeiten keine Seltenheit sind, geht beim Lumia 610 nahezu alles ebenso schnell von statten wie beim großen Bruder Lumia 710, das immerhin mit einem deutlich potenteren 1,4 GHz Prozessor ausgestattet ist. Apps starten rasch, beim Wechsel zwischen verschiedenen Bildschirmen gibt es keinerlei Ruckler und auch die Animationen der Live-Widgets sind ebenso schnell und hübsch wie beim Flaggschiff.

Doch beim Lumia 610 gibt es überall dort, wo Licht ist, auch Schatten. Denn leider entschied sich Nokia dafür, lediglich 256 MB RAM zu verbauen. Dadurch funktionieren einige Apps, wie Angry Birds oder Skype, auf dem Lumia 610 nicht. Für Angry Birds wurde allerdings bereits eine “optimierte” Version angekündigt, die auch mit dem halbierten Speicher funktionieren soll. Doch da 512 MB RAM mittlerweile auch im Einsteiger-Bereich Standard sind, ist es unverständlich, dass Nokia gerade hier knausert.

Damit wird auch die Arbeit für App-Entwickler nicht gerade erleichtert, die Microsoft derzeit zu locken versucht. Mittlerweile zählt der Windows Phone Marketplace 100.000 Apps. Damit liegt man zwar immer noch weit hinter Googles Play Store und Apples App Store, doch Microsofts Pendant ist stetig im Wachsen begriffen, allein in den letzten sechs Monaten kamen 50.000 neue Apps hinzu. Eine stärkere Fragmentierung der Hardware-Spezifikationen könnten dieses Wachstum hemmen.

Ausstattung
Insgesamt stehen auf dem Lumia 610 acht Gigabyte Speicher zur Verfügung, Erweiterungsmöglichkeit per microSD gibt es keine. Nokia kündigte vier verschiedene Farbvarianten an – Schwarz, Weiß, Cyan und Fuchsia – allerdings kann man sich jederzeit mit farbigen Soft Covers, die für jeweils knapp 10 Euro verfügbar sind, umentscheiden. Diese wirken allerdings relativ billig und geben dem Smartphone nur wenig Schutz. Sonstige Ausstattung ist, abgesehen von A-GPS und verschiedenster Nokia-Software, rar gesät. Neben dem Ladegerät findet sich lediglich noch In-Ear-Kopfhörer in der Verpackung des Lumia 610.

Fazit
Das Lumia 610 macht nichts wirklich falsch, hat aber derzeit noch keine wirklichen Argumente, die für es sprechen würden. Denn die schärfste Konkurrenz kommt derzeit aus dem eigenen Haus: das Lumia 710, der “große Bruder”, ist bereits jetzt für knapp 200 Euro erhältlich und bietet die deutlich bessere Ausstattung – und vollen Zugriff auf den Windows Marketplace. Sollte der Straßenpreis für das Lumia 610 nicht auf knapp 150 Euro fallen, wird ihm ein jähes Ende drohen.

Alternativen
Die derzeit beste Alternative zum Lumia 610 ist, wie bereits erwähnt, das Lumia 710, das derzeit um knapp 200 Euro verfügbar und somit sogar um knapp 20 Euro günstiger erhältlich ist als das eigentliche “Einsteiger-Modell”. Fans von kleinen Displays erhalten mit dem Sony Xperia U um knapp 220 Euro einen ansprechenden Einstieg in die Smartphone-Welt, allerdings mit Android 2.3. Ein Update auf die neueste Version Ice Cream Sandwich soll bald folgen.

Daten

Modell: Nokia Lumia 610

Display: 3,7 Zoll LCD-Display mit 480 x 800 Pixel (WVGA)

Prozessor: 800 MHz Single Core (Snapdragon S1 – 7227A)

RAM: 256 MB

Speicher: 8GB intern, kein microSD-Kartenslot

Betriebssystem: Windows Phone 7.5

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 2.1

Kamera: 5MP Rückseite

Videos: Aufnahme in VGA-Qualität bei 30 fps

Maße: 119.24 x 62.18 x 11.95 mm, 131.5 Gramm

Preis: 269 Euro UVP in Schwarz, Weiß, Cyan oder Fuchsia

Quelle: futurezone

via [Test] Nokia Lumia 610 im Test: Windows Phone light.

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Jun 11 2012

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[Test] Nokia 808 PureView: Tolle 41 Megapixel im Symbian-Käfig

Abgelegt unter Handy-Ecke

Das Nokia 808 PureView ist eines der ungewöhnlichsten Handys des Jahres 2012. Das Smartphone ist mit einer Kamera mit 41 Megapixel ausgestattet. Während die Möglichkeiten, die diese Pixelpower bietet, zukunftsträchtig sind, wirken das Betriebssystem und das Design des Geräts fast schon altmodisch.

Es war die Ankündigung auf der Handy-Messe Mobile World Congress im Februar, die alle anderen dort vorgestellten Smartphones und Tablets in den Schatten stellte. Es ist auch mit Sicherheit eines der interessantesten Gadgets des Jahres, aber kein Kandidat für das Smartphone des Jahres. Denn während das Nokia 808 PureView eine revolutionäre Kamera-Technik mit 41 Megapixel nutzt, ist das Handy-Drumherum nicht konkurrenzfähig mit aktuellen Smartphones wie dem HTC One X oder dem Samsung Galaxy SIII. Die futurezone hat das Nokia 808 getestet und die Kamera gegen jene von aktuellen Smartphones und gegen eine Spiegelreflexkamera antreten lassen.

Klassischer Nokia-Look
Die Front ist ein generisches Nokia-Design: unspektakulär, aber auch ohne Mängel. Das Gorilla-Glas bedeckt die gesamte Front, der Rand zwischen Glas und Gehäuse ist dezent und flach und fällt so weder optisch nach in der Handhabung negativ auf. Über dem Nokia-Logo ist ein Schlitz im Glas für den Lautsprecher. Darin sammelt sich aber leicht Schmutz an.

An der Unterseite ist eine Tastenleiste. Im Standby-Modus sind die Tasten nicht beleuchtet, wodurch die Front einen harmonisch, schwarzen Look erhält. Die mittlere Taste öffnet im Homescreen das App-Menü und befördert einem aus den Apps zurück auf den Homescreen.

Der Megapixel-Buckel
Die Rückseite offenbart das Highlight des 808: die 41 Megapixel-Kamera. Der chrome-farbene Buckel mit Kameralinse, Xenon-Blitz und Mikrofon, steht demonstrativ über das dunkelgraue Plastik-Gehäuse hinaus. Dadurch ist das Handy 13,9mm dick. Das Gerät ist trotz des Buckels gut ausbalanciert, was aber nicht über das recht hohe Gewicht von 169 Gramm hinwegtäuschen kann. Die Kameralinse ist durch ein Glas geschützt. Unter dem Glas ist auch noch ein automatischer Schutz direkt vor der Linse, der aufgeht, wenn die Kamera App aktiv ist. Entweder ist Nokia jetzt ein Vertreter des Sprichworts „doppelt hält besser”, oder der 41MP-Sensor muss vor beständigem Lichteinfall geschützt werden.

Das Handling ist dementsprechend gewöhnungsbedürftig. Für ein Gerät mit 4-Zoll-Display wiegt es einfach zu viel. Beim Halten ist man auch oft in Versuchung, den Zeigefinger auf den Kamera-Buckel zu legen. Da dieser aber eher rutschig ist, während die restliche Rückseite angeraut und damit angenehm griffig ist, fühlt sich das nicht besonders gut an.

Ansonsten macht das 808 einen stabilen Eindruck. Die Lautsprechertasten an der rechten Seite sind angenehm groß und gut zu erreichen. Weniger überzeugen kann der Schieberegler für die Display-Sperre. Im Testzeitraum entsperrte sich das 808 mehrmals in der Hosentasche, und vom Schieberegler ging bald ein Teil der Farbe ab.

Die Symbian-Bremse
Das 808 nutzt als Betriebssystem “Symbian Belle”. Obwohl das Smartphone einen 1,3GHz-Prozessor und 512MB RAM hat, wirkt die Bedienung träge und umständlich – alles benötigt einen Klick mehr als bei anderen Handy-Betriebssystemen. Besonders deutlich fällt dies im Browser auf. Die Seiten werden langsam geladen, das Scrollen ruckelt und auch Pinch-to-Zoom ist nur mit Verzögerungen möglich.

Die Darstellung von textlastigen Webseiten ist durch die Auflösung von 640×360 Pixel nicht besonders hübsch. Zudem scheint der Touchscreen gelegentlich nicht so empfindlich zu reagieren, wie er eigentlich sollte.

Der Vorteil von Symbian ist nach wie vor der langanhaltende Akku. Auch beim 808 muss man schon sehr viel fotografieren und filmen, um den 1400mah Akku in weniger als zwei Tagen zu leeren. Die Sprachqualität des 808 beim Telefonieren ist gut. Der Gesprächspartner ist angenehm laut zu hören.

Die Kamera App
Die Kamera App kann über das Icon oder das Durchdrücken der Zwei-Wege-Auslösetaste an der rechten Seite aufgerufen werden. Es stehen drei Modi zur Auswahl: Automatisch, Szenen und Kreativ. Bei “Automatisch” kann nur der Blitz ein- oder ausgeschaltet werden, die Fotos werden mit 5 Megapixel aufgenommen. Bei Szenen stehen die üblichen Modi, wie Makro, Porträt, Sport und Nachtaufnahmen zur Verfügung. Ein HDR- und ein Panorama-Modus fehlen.

Der Kreativ-Modus ist der interessanteste, mit dem auch das Potenzial der 41-Megapixel-Kamera ausgespielt werden kann. Im Kreativ-Modus können drei Voreinstellungen gespeichert werden. In jeder Voreinstellung ist es möglich, Sensormodus (PureView oder maximale Auflösung), die Auflösung (nur bei PureView, 3, 5 oder 8MP), das Seitenverhältnis (4:3 oder 16:9), die Bildqualität (normal oder Superfein), Farbtöne (normal, lebhaft, Sepia, Schwarzweiß) und den Aufnahmemodus (normal, Belichtungsserie, Intervall, Selbstauslöser) zu wählen, sowie mit Reglern Sättigung, Schärfe und Kontrast vorzuwählen. Ein Vorteil des großen Sensors ist, dass die 5MP und 8MP sowohl im 4:3 als auch im 16:9-Format zur Verfügung stehen. Bei aktuellen Smartphones wird die Auflösung der Fotos oft reduziert, wenn vom 4:3 zum 16:9-Format gewechselt wird.

Sind die Einstellungen getroffen, stehen auf der linken Seite die Icons für Blitz, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO und de Graufilter zur Verfügung. Das Icon für den Fokusmodus hatte anscheinend keinen Platz mehr – bei einem höher auflösenden Display wäre es sich wohl ausgegangen. Um die Fokusauswahl aufzurufen, muss man mit dem Finger für etwa eine Sekunde auf das Display drücken. Zur Auswahl stehen Unendlich, Hyperfokal, Makros und Automatisch.

Makro-Modus und der PureView Zoom
Technisch bedingt ist die Mindestdistanz zum Objekt im Makro-Modus 17cm – im normalen Fokus-Modus sind es 23cm. Das erscheint zwar im Vergleich zu anderen Smartphone weit weg, aber die PureView-Technologie erlaubt es, bis zu 3x hineinzuzoomen, wenn mit 3, 5 oder 8 Megapixel fotografiert wird. Im Grunde ist es ein Digitalzoom. Da der Sensor 41 Megapixel groß ist und nur ein 3-, 5- oder 8-Megapixel-Ausschnitt gewählt wird, ist der Zoom frei von Qualitätsverlusten – das schafft derzeit kein anderes Smartphone auf dem Markt.

Auch bei der Aufnahme von FullHD-Videos kann verlustfrei gezoomt werden – sogar bis zu vierfach. Gezoomt wird entweder mit Pinch-to-Zoom, über die Lautstärkenlasten oder durch das Streichen mit einem Finger an der linken Display-Seite.

Lücken in der Kamera-App
Die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera-App sind vorbildlich, dennoch hat sie Mängel. Neben dem Fehlen eines Fokus-Icons drehen sich die Icons bzw. die Menüs nicht mit, wenn mit der Kamera im Hochformat fotografiert wird.

Auch mit dem Fokus gibt es Probleme. Drückt man die Kamerataste am rechten Rand leicht, wird in einem Bereich in der Bildmitte fokussiert. Ist korrekt scharf gestellt, sollte das in der Mitte eingeblendete Kästchen grün aufleuchten. Ist nicht fokussiert, rot. Es wird öfters ein grünes Kästchen eingeblendet, obwohl das Bild am Display mehr als deutlich unscharf ist. Dieses Problem tritt hauptsächlich bei einfärbigen Flächen auf. Bei beweglichen Motiven, auch wenn sie sich nur langsam bewegen, braucht der Fokus zu lange, weshalb Aufnahmen (auch bei gutem Licht) häufig eine Unschärfe haben. Diese wird aber erst am Computer oder Flat-TV sichtbar, am kleineren Handy-Display ist sie nicht auszumachen.

Ein weiteres Problem ist die automatische Gesichtserkennung, die nicht ausgeschaltet werden kann. Im Test erkannte etwa das 808 ein Gesicht in einer roten Fassade, einer Computer-Tastatur, einer PET-Colaflasche und einem Knoten in einer dicken Schnur. Will man den Fokuspunkt aber auf einem anderen Motiv haben, z.B. dem, was hinter der Colaflasche ist, muss man per Fingerdruck den Fokuspunkt manuell setzen.

Für die wenigsten ein Manko aber trotzdem verwunderlich ist, dass man in der Kamera-App nicht auf die Frontkamera schalten kann, um Selbstporträts zu machen.

Bildqualität Testszenario
Um die Bildqualität des Nokia 808 zu testen, wurde es mit mehreren Geräten verglichen. Sowohl Samsung als auch HTC wollen besonders gute Kameras in ihren Geräten verbaut haben. Im 5-Megapixel-Modus tritt das 808 gegen das HTC One V (5MP) an, bei 8-Megapixel gegen Samsungs Flaggschiff Galaxy SIII (8MP). Da keine Mittelformat-Kamera mit 40 Megapixel beim Testen zur Verfügung steht, muss in diesem Bereich die Vollformat-DSLR Canon 5D Mark II (21MP) zum Vergleich herhalten. Bei allen Geräten wurde im Automatik-Modus fotografiert – Einstellungen wie ISO, Weißabgleich und Belichtung wurden den Smartphones und der Kamera überlassen. Die Bilder wurden in der höchsten Qualitätsstufe im JPG-Format aufgenommen.

Es wurden verschiedenen Fotografie-Szenarien getestet: Außenaufnahmen bei gutem Licht und wenig Licht, Innenaufnahmen, Makro-Aufnahmen, Videomodus und Zoom. Mit dem 808 wurden die Bilder mit 5MP, 8MP und 38MP im 4:3-Format gemacht. Der Sensor hat zwar 41MP, effektiv davon sind die Bilder aber aufgrund der Form und der Linse in voller Auflösung 38 Megapixel groß.

Außenaufnahmen bei gutem Licht
Nokia verspricht bei den Aufnahmen im PureView-Modus besonders gute Bilder, da mehrere Pixel des 41MP-Sensors zu einem „perfekten Pixel” (Zitat Nokia) zusammengesetzt werden. Im 5MP-Modus werden je sieben Pixel zu so einem „perfekten Pixel” kombiniert. In der Praxis wird dieses Versprechen großteils eingehalten.

Vergrößert man die Fotos am Computer auf 100 Prozent, liegen Welten zwischen den Aufnahmen des One V, SIII und 808. Sowohl beim One V als auch SIII fällt eine starke Komprimierung auf. Bei den 5MP-und 8MP-Aufnahmen gibt es kein Komprimierungs-Grieseln, die Bilder sind scharf und sehr detailreich. Eine derartig gute Bildqualität gab es nicht einmal bei Digicams mit 5 oder 8 Megapixel und gibt es schon gar nicht bei jetzigen Smartphones. Bei Aufnahmen mit 38MP ist das Handy-typische Komprimierungsrauschen sichtbar. Bei der DSLR gibt es dieses Grieseln nicht.

Bei den Außenaufnahmen bei gutem Licht tendiert das 808 zum Unterbelichten. Dadurch sehen die Bilder im Vergleich zum One V und Galaxy SIII oft trist aus. Hier muss man manuell nachhelfen, indem man die Helligkeit erhöht und je nach Bedarf das Farbschema von normal auf lebhaft umstellt. Schwierigkeiten hat das 808 auch bei Gegenlicht. Auf dieses reagiert es empfindlicher als die anderen Geräte im Test. Dadurch sehen manche Bilder blass aus und so, als würde ein leichter Schleier darüber liegen.

Aufnahmen bei wenig Licht
Nokia verspricht eine „überlegene Lowlight-Performance, die es möglich macht mit dem 808 selbst unter den am meisten herausfordernden Lichtsituationen Bilder zu machen”. Bilder machen kann man natürlich immer, wie sie aussehen, ist eine andere Frage.

Das 808 profitiert wieder vom Wegfall des Komprimierungsgrieseln im 5MP- und 8MP-Modus. Aber das ISO-Rauschen ist dennoch vorhanden. Um es gering zu halten, erhöht das 808 im Automatik-Modus lieber die Belichtungszeit, anstatt den ISO-Modus. Durch den eher strengen Kamera-Auslöseknopf ist dadurch die Chance sehr hoch, eine Aufnahme bei wenig Licht zu verwackeln. Kriegt man ein scharfes Bild, sehen die Aufnahmen auf dem Computer in 5 und 8MP meist noch immer gut aus – den 38MP-Modus sollte man bei wenig Licht nicht verwenden.

Im Vergleich zum One V und SIII verfälscht das 808 die Farben bei Aufnahmen mit wenig Licht. Das One V und SIII sind näher an den Bildern der DSLR dran, die die Fotos am farbneutralsten und (wenig überraschend) mit dem wenigsten Bildrauschen aufgenommen hat. Sollen die Fotos mit dem 808 bei wenig Licht besser werden, sollte man also auch den Weißabgleich selbst einstellen.

Wenn die Bilder scharf sind, weist das 808 weniger Bildstörungen und mehr Schärfe als das One V auf. Dafür sind beim One V die Chancen geringer zu verwackeln. Das SIII ist bei Nahaufnahmen sehr aggressiv mit dem ISO-Wert, weshalb die Fotos ein sehr starkes Rauschen haben. Für das Handy-Display reicht das, am Computer sehen die Bilder nicht mehr gut aus. Dafür ist beim SIII aber auch fast jedes Bild scharf, während beim 808 fast jedes unscharf ist bei Aufnahmen mit wenig Licht.

Blitz
Der versteckte Trumpf bei Aufnahmen mit wenig Licht ist der Xenon-Blitz des 808. Laut Nokia hat er eine Reichweite von bis zu 3,5 Meter. Die Optimalbedienungen für die 3,5 Meter konnten im Test nicht erreicht werden (es waren eher 2,5 Meter) aber der Xenon-Blitz sticht die LED-Blitze anderer Smartphones locker aus.

Sowohl bei Makro-Aufnahmen als auch Porträts leuchtete der Blitz das Motiv gut aus. Ein wenig störend ist, dass der Blitz, obwohl die Gesichtserkennung ein Gesicht erkennt, nicht automatisch in den Modus zum Vermeiden von roten Augen wechselt. Bei Porträt-Aufnahmen mit Blitz neigt das 808 dazu, die Helligkeit rein auf das Motiv anzupassen. Hier wäre noch eine Aufhell-Funktion als Blitz-Modus wünschenswert gewesen, damit man auch noch etwas vom Hintergrund sieht. Bei Porträts mit Blitz sieht es häufig so aus, als wären sie in finsterer Nacht entstanden.

Zoom
Verlustfrei Zoomen mit dem Handy, obwohl es keinen optischen Zoom gibt – auch das ist ein gewagtes Versprechen, und auch das kann das Nokia 808 erfüllen. Bei 5 und 8MP steht ein dreifacher Zoom zur Verfügung. Die Zoombilder des 808 übertrumpfen die Zoombilder des One V und SIII natürlich bei weitem.

Es macht keinen Unterschied, ob man die Bilder mit 5 oder 8MP macht und heranzoomt oder später von einem 38MP-Bild am Computer den gewünschten Ausschnitt herausholt. Bei 100-Prozent-Vergrößerung sieht man das Komprimierungsgrieseln bei den 5MP und 8MP-Aufnahmen, da eben nicht mehr aus mehreren Pixeln eines zusammengesetzt, sondern eben der entsprechende Ausschnitt vom 38MP-Bild aufgenommen wird.

Nokia verspricht auch eine Tiefenunschärfe bei Porträts und Makro-Aufnahmen in Spiegelreflexkamera-Qualität. Wenn das beim 808 der Fall ist, ist das auch bei den meisten anderen, aktuellen Smartphones so. Im Porträt- bzw. Makro-Modus war der Tiefenschärfe-Effekt beim One V und SIII vergleichbar mit dem 808.

Video
Das Nokia 808 nimmt in FullHD auf, genauso wie das SIII. Das One V muss hier passen, da es nur 720p schafft. Bei den Videos gibt es nicht viel Unterschied. Bei beiden sind bewegliche Motive nicht flüssig, sondern scheinen zu ruckeln. Die Bildstabilisierung des 808 ist nicht so gut, wie man es gerne hätte, und auch hier ist wieder die Tendenz zur Unterbelichtung.

Allerdings kann man auch hier verlustfrei zoomen – sogar bis zu 4-fach. Der Autofokus braucht zu lange, um nach den Zoomen scharf zu stellen. Eine Berührung aufs Display hilft, sorgt aber für zusätzlicher Wackler im Video. Neben dem Zoom punktet das 808 gegenüber dem SIII auch mit dem rückseitigen Mikrofon. Die Tonaufnahmen in den Videos klingen um ein vielfaches besser als beim SIII.

Fazit
Mann muss schon sehr in Gadgets verliebt sein, um für das Nokia 808 den empfohlenen Verkaufspreis von 639 Euro zu zahlen. Die PureView-Technologie ist toll, aber das Handy rundherum ist es nicht. Ein Display mit 640×360 Pixel in dieser Preisklasse ein No-go und Symbian… ist nun mal Symbian.

Bleibt zu hoffen, dass Nokia sein Versprechen einhält und die PureView-Technologie in Windows Phones implementiert. Denn die ist wirklich viel versprechend. Zwar nicht wegen den 38-Megapixel-Riesenfotos, aber der wirklich guten 5MP und 8MP-Fotos, den verlustfreien Zoom und der guten Tonaufnahme bei Videos.

Als Zweithandy, nur um die Kamerafunktionen zu nutzen, macht das 808 auch eher weniger Sinn. Denn in Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram sind oft sogar 5MP zuviel, um ein Foto schnell zu posten. Und eine sehr gute Digicam kriegt man für weniger als 639 Euro, die man als zusätzliches Gerät statt dem Handy mitnehmen kann.

Daten

Modell: Nokia 808 PureView

Display: 4 Zoll AMOLED-Display 360 x 640 Pixel

Prozessor: 1,3 GHz Singlecore ARM 11

RAM: 512MB

Speicher: 16GB intern, MicroSD-Kartenslot

Betriebssystem: Symbian Belle

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN, Bluetooth 3.0, NFC, HDMI

Kamera: 41MP Rückseite, VGA Front

Video: 1080p mit 30 Bilder/s

Maße: 123,9 x 60,2 x 13,9 mm, 169 Gramm

Preis: 639 Euro UVP, in Schwarz, Weiß

Quelle: futurezone

via [Test] Nokia 808 PureView: Tolle 41 Megapixel im Symbian-Käfig.

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Jun 07 2012

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[Test] Nokia Lumia 900 im Test: Größer, nicht besser

Abgelegt unter Handy-Ecke

Mit dem Lumia 900 ist der große Bruder des Lumia 800, Nokias erstem Windows Phone-Smartphone, verfügbar. Das Display ist von 3,7 Zoll auf 4,3 Zoll angewachsen, die restlichen Spezifikationen sind gleich. Bei der Verarbeitung kann das 900 nicht mit der des Lumia 800 mithalten.

Das Nokia Lumia 900 ist das vierte Smartphone der Finnen, das als Betriebssystem Microsofts Windows Phone nutzt. Gleichzeitig ist es auch das größte Windows-Phone-Modell im Nokia-Sortiment und das am besten ausgestattete. Zumindest in den USA, denn die dort verfügbare Version des 900 unterstützt LTE, während Europäer mit HSDPA+ Vorlieb nehmen müssen. Die futurezone hat das Lumia 900 getestet.

Design
„Wuchtig” ist eines der ersten Worte, die einem in den Sinn kommen, wenn man das Lumia 900 aus der Packung nimmt. Mit 160 Gramm ist es ein echter Brocken und wiegt so viel wie das Windows-Phone HTC Titan, das ein 4,7 Zoll großes Display hat. Auch die Dicke ist mit 11,5mm ausgeprägter als beim Titan (9,9mm) oder dem Android-Handy Samsung Galaxy SIII (4,8 Zoll Display, 133 Gramm, 8,6mm dick).

Mitgrund für das Gewicht ist das massive Polycarbonat-Gehäuse, das auch schon beim N9 und Lumia 800 verwendet wurde. Da es ein Unibody ist, kann nichts wackeln oder knacksen. Dafür ist aber auch der Akku nicht austauschbar. Einen MicroSD-Kartenslot gibt es nicht. Das einzige, was man beim Lumia 900 öffnen kann, ist der Micro-SIM-Slot – und dazu muss man das mitgelieferte Tool verwenden. Man muss schon ziemlich fest mit der Spitze des Metallstücks in das Loch drücken, damit das Fach aufspringt. Die SIM-Kartenhalterung, die dann zum Vorschein kommt, wirkt fragil und sollte vorsichtig behandelt werden.

Es gibt noch weitere Änderungen im Vergleich zum Lumia 800, die nicht zum Besseren ausgefallen sind. Eines der schönsten Design-Features beim 800 ist das leicht gewölbte Glas, das nahezu nahtlos in das Polycarbonat-Gehäuse übergeht. Beim 900 ist die Wölbung verschwunden und ein zusätzlicher, erhobener Rand zwischen Display-Glas und Gehäuse aufgetaucht. Das ist nicht nur unschön, sondern ein zusätzlicher Schmutzmagnet. Auch der große Lautsprecherschlitz an der Oberseite ist ein Flankerl-Sammler, wenn das Handy in der Hosen- oder Handtasche verstaut wird.

Handling
Die Textur des Polycarbonat-Gehäuses des Lumia 900 ist rauer als beim 800. Dadurch fühlt es sich nicht so geschmeidig wie das 800 an und vermittelt einen weniger edlen Eindruck. Billig fühlt es sich deshalb aber nicht an, das hohe Gewicht und das massive Gehäuse vermitteln einen robusten Eindruck.

Das massive Gehäuse ist aber auch gleichzeitig nicht dem Handling förderlich. Die angewachsene Display-Größe in Kombination mit dem dicken Gehäuse macht das Gerät nicht für kleine Hände geeignet. Aber auch User mit großen Händen können etwas Probleme bekommen. Hält man das Handy in der linken Hand, sind die Lautstärkenregler an der rechten Seite nur schwer zu bedienen, da die Tasten flach und schwerer zu drücken als beim Lumia 800 sind.

Display
Das Display hat eine Diagonale von 4,3 Zoll. Es ist ein AMOLED-Bildschirm mit Nokias „ClearBlack”-Technologie. Es hat kräftige, fast schon übersättigte Farben, gute Kontraste und ist bei voller Helligkeit auch im direkten Sonnenlicht noch ablesbar. Im direkten Vergleich mit dem Lumia 800 ist das Display eine Spur dunkler. Das iPhone 4S-Display ist deutlich heller und farbneutraler, während das Lumia 900 einen leichten Farbstich hat, der weiße Flächen im Browser gräulich scheinen lässt.

Die Windows-Phone-Standard-Auflösung von 800×480 Pixel ist für die Kachel-Ansicht und die meisten Apps völlig ausreichend. Nur beim Betrachten von textlastigen Websites würde man sich eine höhere Pixeldichte wünschen. Durch den Wegfall des gewölbten Glases, fällt leider auch der „wie gedruckt” Effekt des N9 und Lumia 800 weg.

Leistung
Das 800 und 900 nutzen beide eine 1,4GHz Single-Core-CPU und 512MB RAM. Bei den Laden von Apps gibt es keine Unterschiede, auch das Wechseln von Apps ist in gewohnter Windows-Phone-Geschwindigkeit. Im direkten Vergleich mit dem 800 reagiert der Touchscreen des 900 eine Spur träger. Ohne den Vergleich fällt die Mini-Verzögerung im Alltagsgebrauch nicht auf. Die Sprachqualität beim Telefonieren ist in Ordnung, hier gibt es weder viel zu bemängeln, noch zu loben.

Der Akku ist mit 1830mah größer als der des HTC Titan (1600mah) und damit Windows-Phone-Spitzenreiter. Das AMOLED-Display des Lumia 900 ist zwar ein Stromfresser, bei automatischer Helligkeit sorgt der große Akku aber dennoch für eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen. Wer öfters mal Spiele spielt und Videos schaut, muss nach einem bis eineinhalb Tage aufladen.

Die Kamera entspricht der des Lumia 800. Sie hat 8 Megapixel und nimmt Videos in 720p auf. Auch das deutliche Grieseln bei Indoor-Aufnahmen, die Tendenz zu weicheren Aufnahmen statt Schärfe und die oft zu blassen Farben bei Aufnahmen gab es schon beim Lumia 800. Dafür gibt es aber auch wieder den recht guten Zwei-Wege-Kameraauslöse-Knopf auf der rechten Seite des Gehäuses.

Fazit
Das Lumia 900 ist eine gute Idee, mit einer mäßigen Umsetzung. Das fehlende, gewölbte Glas nimmt den Glamour-Effekt, den das Lumia 800 hatte. Das „Upscaling” hat dem 900 nicht gut getan, ähnlich, wie das HTC Sensation XL nicht mit dem normalen HTC Sensation mithalten konnte.

Wenn man ein Windows Phone sucht und kein großes Display braucht, greift man besser zum Lumia 800. Ist das große Display Pflicht, ist das HTC Titan die bessere Wahl, das mit einem Straßenpreis von 400 Euro den des Lumia 900 um 100 Euro unterbietet. Wenn es nicht Windows Phone sein muss, gibt es mit dem HTC One S (Straßenpreis 450 Euro) eine günstigere und gute Android-Alternative, die ebenfalls ein 4,3-Zoll-AMOLED-Display hat.

Daten

Modell: Nokia Limia 900

Display: 4,3 Zoll AMOLED-Display, 480 x 800 Pixel

Prozessor: 1,4 GHz Singlecore Snapdragon APQ8055

RAM: 512MB

Speicher: 16GB intern

Betriebssystem: Windows Phone 7.5

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 2.1

Kamera: 8 MP Rückseite, 1 MP Front

Video: 720p mit 30 Bilder/s

Maße: 127,8 x 68,5 x 11,5 mm, 160 Gramm

Preis: 579 Euro UVP, in Schwarz, Weiß, Cyan

Quelle: futurezone

Siehe auch:
Nokia-Flaggschiff Lumia 900 hat schweren Softwarefehler

via [Test] Nokia Lumia 900 im Test: Größer, nicht besser.

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Mai 25 2012

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Ein würdiger Nachfolger: Samsung Galaxy S3 im Test

Abgelegt unter Handy-Ecke

Samsung will mit seinem neuen Android-Flaggschiff ein neues Referenzmodell etablieren. Dazu vereint das Smartphone nahezu alle High-End-Komponenten, die es derzeit am Markt gibt. Die futurezone konnte kurz vor dem geplanten D-A-CH-Start das S III ausgiebig testen.

Der koreanische Konzern hat sich für das aktuelle Smartphone-Flaggschiff selbst einiges vorgelegt. Die beiden direkten Vorgängermodelle Galaxy S und S II haben sich weltweit über 40 Millionen Mal verkauft. Auch in D-A-CH erfreuten sich die Androiden großer Beliebtheit, das S II war 2011 das meistverkaufte Smartphone hierzulande, nahezu ex-aequo mit dem Budget-Modell Galaxy Ace. Das neue S III soll an diese Erfolge anschließen und will mit High-End-Spezifikationen punkten: Als Hauptrecheneinheit kommt Samsungs hauseigener Exynos 4 Quad mit 1,4 GHz zum Einsatz, Arbeitsspeicher ist ein GB vorhanden.

Formfaktor und Verarbeitung
Das S III misst 136.6 x 70.6 x 8.6 mm und wiegt dabei 133 Gramm. Damit ist es eine Spur schwerer als der Vorgänger S II (116) Gramm, was in der Praxis aber nicht unbedingt von Nachteil ist. Durch das geringfügig gesteigerte Gewicht wirkt das Smartphone subjektiv hochwertiger und liegt besser in der Hand. In Sachen Formfaktor hat sich Samsung offenbar weniger an den früheren Galaxy S Modelle orientiert und stattdessen eher das aktuelle Google-Phone Galaxy Nexus zum Vorbild genommen. So sind die Kanten ähnlich abgerundet, auch die Größe des Gehäuses ist annähernd gleich. Ein deutlicher Unterschied fällt jedoch sofort auf: Im Gegensatz zum Galaxy Nexus ist beim S III ein physischer Homebutton enthalten.

Das Gehäuse des S III ist vollständig aus Kunststoff, die Rückseite ist glatt gehalten. Diese Oberfläche erwies sich im Test als Magnet für Fingerabdrücke. Die Verarbeitung bietet aber ansonsten keinen offensichtlichen Grund zu Beanstandungen, auch, wenn man durchaus spürt, dass das Gehäuse eben aus Kunststoff ist.

Display
Das Display hat eine Diagonale von 4,8 Zoll (12,2 Zentimeter) und ist somit geringfügig größer als beim Galaxy S II (4,3 Zoll) und beim Galaxy Nexus (4,65 Zoll). Die Auflösung beträgt 1280 x 720 Pixel, wodurch sich eine Pixeldichte von 306 PPI ergibt. Dieser Wert ist zwar geringfügig kleiner als beim Galaxy Nexus, in der Praxis fällt der Unterschied jedoch nicht auf.

Insgesamt wirkt der Bildschirm des Galaxy S III scharf, kontrastreich und auch in keiner Weise farbstichig. Auch die Lesbarkeit im Freien konnte im Praxistest positiv überraschen, in strahlendem Sonnenlicht tut man sich aber auch mit dem S III schwer.

Die Kamera
Die Hauptkamera macht Fotos mit einer maximalen Auflösung von acht Megapixel und bietet so ziemlich jede Funktion, die eine aktuelle Handy-Kamera können sollte: Touch-Fokus, Gesichts- und Lacherkennung, sowie Geotagging. Auch ein Bildstabilisator ist integriert. Durch die starke Rechenleistung der CPU ist es außerdem möglich, Full-HD-Videos aufzuzeichnen, während man Fotos (in der vollen Auflösung) schießt.

Die Farbdarstellung ist ausgeglichen, Schärfe und Kontrast der Bilder stimmen ebenfalls. Auch das Rauschverhalten hält sich in Grenzen. Bilder in Profi-Qualität darf man sich natürlich dennoch nicht erwarten, für eine Smartphone-Kamera sind die Ergebnisse jedoch gut. Gleiches gilt für die Videos.

Geschwindigkeit
In Sachen Geschwindigkeit gibt sich das S III keine Blöße. Selbst mit Multitasking und dem neuen Video-Overlay “Pop Up Play” kann das Gerät nicht ins Stocken gebracht werden. Mit letzterem ist es möglich, Videos in einem kleinen verschiebbaren Fenster abzuspielen, während man gleichzeitig den Browser oder andere Apps normal bedienen kann.

Dafür ist eine entsprechend schnelle CPU notwendig, die auch in verschiedenen Benchmarks durchwegs gute Ergebnisse abliefert. Im Browser-Benchmark Browsermark von Rightware etwa kommt das S III auf stolze 154.000 Punkte und überholt somit auch Tegra-3-Tablets, wie das aktuelle EEE Pad Transformer TF201 von Asus, das nur auf rund 108.000 Punkte kommt. Auch im AnTuTu Benchmark setzt das S III einen neuen Spitzenwert und kommt im Test auf 11.957 Punkte. Damit verdrängt das S III wieder das Transformer-Tab vom ersten Platz, das knapp über 10.000 Punkte erreicht.

Der Akku hat 2.1000 mAh und macht im Test einen durchwegs langatmigen Eindruck. Ein Tag Betrieb ist mit einer Akkuladung locker möglich, auch, wenn vermeintlich stromhungrige Features wie Smart Stay aktiviert sind. Für viel mehr reicht es bei moderater Nutzung dennoch nicht aus, auch, wenn man den integrierten “Power Saving Mode” aktiviert hat.

Betriebssystem
Standard-Betriebssystem des Galaxy S III ist Android 4.0.4, das durch Samsungs Touchwiz-Oberfläche ergänzt wurde. Samsungs Software bietet nicht immer Vorteile, so ist der angepasste Launcher der Android-Stock-Variante in einigen Punkten unterlegen. Das Erstellen von Ordnern auf dem Homescreen ist etwa unnötig umständlich. Auch die Tatsache, dass man das Menü-Icon nicht verschieben kann, fiel im Test negativ auf.

S Voice
Das Design des S III ist laut Samsung “von der Natur inspiriert” und soll die “Kommunikation zwischen Mensch und Technologie optimieren”. Dazu hat Samsung die Siri-ähnliche Funktion “S Voice” integriert. So soll das Smartphone natürlich gesprochene Befehle erkennen und verarbeiten können.

Ist man einmal im S-Voice-Menü, kann man das Handy mit “Hallo Galaxy” zum Zuhören bewegen. Danach können allerlei Befehle gegeben werden, wie etwa das Stellen eines Alarms oder das Eintragen von Terminen. Komplett freihändig kann man die Sprachsteuerung jedoch nicht aktivieren, da das Smartphone eben nur im S-Voice-Menü auf das “Hallo Galaxy” reagiert.

Im Test kann S Voice nicht völlig überzeugen. So wird Sprache zwar sehr gut und zuverlässig erkannt, intuitiv gestellte Fragen kann S Voice trotzdem nur sehr selten beantworten. Mit Fragen wie “Wie heißt du?”, “Wo ist das Hauptquartier von Samsung?” oder “Welches ist das beste Smartphone?” kann S Voice nichts anfangen. Es bleibt der Eindruck, dass Samsung nach Siri Sprachsteuerung offenbar als Must-have gesehen und darum integriert hat. Das Ergebnis ist nicht durchwegs schlecht, aber auch nicht so revolutionär, dass es die Alltagsbedienung deutlich verändern kann.

Smart Stay
Mit der Funktion Smart Stay lässt das S III automatisch den Bildschirm an, wenn man den Blick darauf richtet. Möglich wird dies durch die Frontkamera, die das Gesicht registriert. In der Praxis funktioniert es so: Hat man ein Display-Timeout von einer Minute eingestellt, aktiviert sich kurz vor Ablauf dieser Zeit die Front-Kamera. Erkennt jene, dass der Blick auf das Display gerichtet ist, beginnt die Minute wieder von vorne zu laufen.

Man erspart sich also den minütlichen Tip auf den Touchscreen, damit das Smartphone wach bleibt. Im Test hat diese Funktion – zumindest unter Tageslicht – gut funktioniert. Wird es dämmrig, tut sich die Frontkamera schwer, das Gesicht zu erkennen. Insgesamt ist die Funktion eine nette Idee, die jedoch zu stark von den äußeren Faktoren wie Lichtbedingungen und dem korrekten Blickwinkel auf das Smartphone abhängig ist.

Fazit
Das Galaxy S III kann zwar nicht überraschen, dafür überzeugen und zählt ohne Zweifel zu den besten und vor allem schnellsten Android-Geräten, die derzeit am Markt sind. Die Leistung in der Praxis hält das, was die Spezifikationen versprechen. So gibt es derzeit wohl kein Smartphone, das flüssiger oder schneller läuft. Diese Tatsache fällt auch in der Alltagsbedienung auf, wenn man nur etwa Apps installiert oder im Internet surft.

Kritik wird bei vielen Nutzern wieder dadurch hervorgerufen werden, dass Samsung beim Gehäuse merklich auf Kunststoff setzt. Wer damit bei den früheren Modellen ein Problem hatte, kann wohl auch nicht mit dem S III völlig glücklich werden. Innovative “Killer-Feature” sucht man ebenfalls vergebens. Die neuen Funktionen, wie die Sprachsteuerung oder Smart Stay sind nette Spielereien, stellen aber keine revolutionären Veränderungen in der Bedienung des Gerätes dar.

Wirklich trüben kann das den Gesamteindruck dennoch nicht, dazu sind die Kernfunktionen des Androiden einfach zu souverän umgesetzt. Das Samsung Galaxy S III ist ab 29. Mai in Basaltblau und Marmorweiß erhältlich. Vertragsfrei kostet das Smartphone zum Marktstart 599 Euro.

Daten

Modell: Samsung Galaxy SIII

Display: 4,8 Zoll Super-AMOLED-HD-Display 720 x 1280 Pixel

Prozessor: Samsung Exynos 4 Quad, 1,4 GHz

RAM: 1024 MB

Speicher: 16 / 32 GB (Variante mit 64 soll nachfolgen), MicroSD-Slot (bis zu 64 GB)

Betriebssystem: Android 4.0.4

Anschlüsse/Extras: Micro-USB, 3,5mm Klinke, WLAN (b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC

Kamera: 8 MP Rückseite, 1,9 MP Front

Videos: 1080p Rückk- und Frontkamera

Maße: 136,6 x 70,6 x 8,6 mm, 133 Gramm

Preis: ab 599 Euro (16GB)

Verfügbarkeit ab 29. Mai (Europa)

Quelle: futurezone

via Galaxy S3 im Kurztest: Lob und Kritik für Samsung-Flaggschiff.

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