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Apr 24 2013

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Sicherheitsrisiko: Kritik an Augmented-Reality-Brillen wächst

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Hightech-Displays lenken User zu stark von Umgebung ab

Mountain View/Foothill Ranch (pte002/23.04.2013/06:05) – Der Hype um Augmented-Reality-Brillen (AR) à la “Google Glass” könnte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt deutlich ausgebremst werden. Während der Internetkonzern schon damit begonnen hat, die ersten Vorserien-Modelle an Early Adopters auszuliefern, wird die Kritik in Bezug auf die Sicherheitsproblematik derartiger “wearable devices” immer lauter. “Bei der Nutzung der Hightech-Displays werden die User zu stark von ihrer Umgebung abgelenkt”, so der Tenor der Experten. Besonders hoch wird das Gefahrenpotenzial bei schnellen Bewegungen wie etwa beim Sport oder beim Autofahren eingeschätzt.

“Die gleichzeitige Verarbeitung zweier unterschiedlicher Informationsströme ist – so verführerisch das auch klingen mag – nicht möglich”, zitiert die New York Times David Strayer, Neurowissenschaftler an der University of Utah, der sich mittlerweile seit mehr als zwei Jahren mit dem Aufmerksamkeitsthema beschäftigt. Gemeint ist damit die Vermischung von realer Umgebungssituation und virtuell eingeblendeten AR-Daten. Als Beispiel verweist der Forscher etwa auf entsprechend aufgepeppte Hightech-Gadgets für den Skisport. “Wer so etwas nutzt, fährt tatsächlich blind und wird einen Buckel übersehen oder in jemanden hineinfahren”, ist Strayer überzeugt. “Auch der kürzeste Blick auf die eingeblendeten Informationen beeinträchtigt das Sichtfeld und die Konzentration”, so der Experte.

Diskussion um Verbot

Auf Seiten der Hersteller scheint man diese Kritik bislang jedenfalls noch nicht recht ernstzunehmen. In Anbetracht des Umstandes, dass die ersten Google-Glass-Geräte bereits ausgeliefert werden und somit auch bald auf den Nasen von Autofahrern sitzen könnten, wird in den USA aber schon laut über ein Verbot der Datenbrillen nachgedacht. Auch hierzulande geben sich Experten äußerst skeptisch: “Wenn es um die Nutzung von Multimediaanwendungen im Auto geht, gilt es immer auch den Sicherheitsaspekt zu beachten”, stellt beispielsweise Max Lang, Cheftechniker beim ÖAMTC klar. Diese seien besonders problematisch, wenn sie die Konzentration des Autofahrers reduzieren.

Auch das US-amerikanische Sport- und Bekleidungsunternehmen Oakley, das an einer eigenen AR-Brille arbeitet, muss auf deren Verpackung einen auf den ersten Blick etwas wunderlichen Sicherheitshinweis abdrucken. “Verwenden Sie dieses Produkt nicht während des Skifahrens”, lautet die Warnung. Der Hersteller sieht sich dabei als Opfer von Anwälten und strengen rechtlichen Vorgaben. “Natürlich sind unsere Datenbrillen zum Skifahren und Snowboarden geeignet”, kontert Chris Petrillo, Product Manager bei Oakley.

Ungebrochener Trend

Wie auch immer das Rennen zwischen Sicherheitsadvokaten und Herstellern ausgehen wird, die Nachfrage nach AR-Brillen ist ungebrochen. Industrieanalysten schätzen die Gesamtzahl von Kunden, die aktuell derartige Geräte nutzen, auf mehrere hunderttausend Menschen. Der Entwicklungstrend zeigt dabei steil nach oben. Wie das US-Marktforschungsunternehmen Juniper Research in einem aktuellen Bericht prognostiziert, sollen bis zum Jahr 2017 bereits insgesamt an die 70 Mio. derartiger Produkte über die weltweiten Ladentische gewandert sein.

Quelle: pressetext.com

via Sicherheitsrisiko: Kritik an Augmented-Reality-Brillen wächst.

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Apr 20 2012

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Augmented Reality-Brillen: Oakley arbeitet an Google-Konkurrenz

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Head-Up-Display und Smartphone-Features auch ohne Handy nutzbar


Hightech-Brille: nach MP3s kommt Augmented Reality

Foothill Ranch (pte021/18.04.2012/13:10) – Nach Google hat nun auch das US-amerikanische Sport- und Bekleidungsunternehmen Oakley bekannt gegeben, mit Hochdruck an der Umsetzung von Augmented-Reality-Technologien (AR) in Form einer neuartigen Hightech-Brille zu arbeiten. Ganz wie bei der Konkurrenz des Internetkonzerns soll auch hier ein Head-Up-Display zum Einsatz kommen, das den Brillenträger mit allerlei nützlichen Informationen über seine aktuelle Umgebung und Smartphone-ähnlichen Features versorgt. Wichtigster Unterschied zum Google-Projekt: Die Nutzung soll auch ohne Handy möglich sein.

“Im Endeffekt funktioniert doch alles über unsere Augen. Je näher wir eine technische Plattform bei den Augen ansiedeln können, umso schneller wird sie der Konsument auch annehmen”, erklärt Oakley-CEO Colin Baden gegenüber einer US-Nachrichtenagentur. Die Entwicklung innovativer AR-Brillen sei ein Anliegen, dem man firmenintern schon seit 1997 nachgehe. “Die Anwendungsmöglichkeiten derartiger Produkte sind enorm vielfältig”, betont Baden, der als konkrete Beispiele vor allem auf verschiedene Sportarten oder den Einsatz für militärische Zwecke verweist.

Keine genauen Spezifikationen

Von den genauen technischen Spezifikationen der geplanten Hightech-Augengläser ist bislang aber noch nichts bekannt. Fest steht lediglich, dass das geplante Produkt mit ähnlichen Funktionen aufwarten können soll, wie die kürzlich in einem Kurzvideo vorgestellte Google-Brille. Diese ist mit einem Mikrodisplay ausgestattet und ermöglicht es ihrem Träger, über integrierte Smartphone-Technik unterwegs ins Netz einzusteigen, um verschiedene Informationsdienste wie etwa den Wetterbericht oder Navigationshilfen nutzen zu können. Mithilfe einer eingebauten Kamera lassen sich zudem Fotos und Videos aufzeichnen und verschicken.

“Unser Produkt soll sowohl für sich alleine als auch in Kombination mit einem per Bluetooth verbundenen Smartphone funktionieren”, erläutert Baden den aus Usersicht zentralen Vorteil gegenüber Googles “Project Glass”. Die Steuerung soll per Spracherkennung erfolgen. Über Preis und Marktstart kann Oakley derzeit keine Angaben machen. “Die ersten Versionen des Produktes werden nicht billig sein”, lässt Baden lediglich wissen.

MP3-Brillen seit 2004

Für das kalifornische Unternehmen ist die Entwicklung von AR-Brillen nicht der erste Ausflug in die hochmoderne Technikwelt. So hat Oakley etwa schon im Jahr 2004 spezielle Sonnenbrillen in den Handel gebracht, die über einen integrierten MP3-Player verfügen. Das Produkt, das mittlerweile in der neuen Version “Thump Pro” vorliegt, kostet 129 Dollar und bietet 500 Megabyte Speicherplatz.

Quelle: pressetext.com / Foto: Oakley

Siehe auch:
Google arbeitet an Augmented Reality Brille

via Augmented Reality-Brillen: Oakley arbeitet an Google-Konkurrenz.

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Apr 20 2012

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Software entlarvt unechte Kunden-Rezensionen im Internet

Algorithmus lernt von Review-Experten

Chicago/Wien (pte002/18.04.2012/06:05) – Forscher der University of Illinois http://illinois.edu und Experten des Internetriesen Google arbeiten an einem Tool, das falschen Rezensionen von Produkten und Dienstleistungen auf die Schliche kommen soll. Philipp Pfaller, Geschäftsführer der Internet-Agentur LimeSoda, hält eine solche Entwicklung für positiv und erklärt die Wichtigkeit von öffentlichem Kundenfeedback.

Profis sortieren vor

Statt über Dienstleister wie Amazon eine breite Masse an Usern für Datengewinnung zu nutzen, besteht das Hilfsteam aus acht Personen. Dabei handelt es sich um Review-Experten der Auktionsplattform eBay und des indischen Portals Rediff (shopping.rediff.com).

Diese mussten insgesamt 2.400 Bewertungstexte in englischer Sprache in drei Kategorien einteilen. Solche, die für sie klar als nicht authentisch identifizierbar waren, wurden als “Spam” eingeordnet, eindeutig echte Erfahrungsberichte hingegen als “kein Spam”. Jene Kommentare, die keine sichere Klassifizierung zuließen, wurden mit dem Stempel “grenzwertig” versehen.

Im nächsten Schritt analysierte der Algorithmus die Texte in den einzelnen Bereichen auf gemeinsame Merkmale, und das nicht nur in linguistischer Hinsicht. Über den Vergleich erlernt das Programm nun die Unterscheidung zwischen “gut” und “böse”.

Spammer-Horden leicht erkennbar

Im Rahmen der Auswertung lernte das Forschungsteam die signifikanten Unterschiede zwischen echten und falschen Bewertungen kennen. So werden Fake-Rezensionen oft von Personengruppen verfasst und daher oft in kurzer Abfolge gepostet. Dazu sind ihre Verfasser nicht selten von der Agentur eines Konkurrenten oder dem Anbieter selbst gebrieft, was unweigerlich zu erkennbaren Ähnlichkeiten verschiedener Textmerkmale führt.

“Während es schwer ist, individuelle Fake-Rezensionen zu erkennen, war es zu unserem Erstaunen sehr leicht, große Spammergruppen zu identifizieren”, schreiben die Forscher in ihrem Paper, welches sie diese Woche auf der World Wide Web Conference 2012 im französischen Lyon http://www2012.wwwconference.org präsentieren werden.

Rezensionen: Mächtige Verlockung

“Bewertungen von anderen Kunden sind extrem kaufentscheidend”, sagt Pfaller. “Nicht umsonst bieten viele Händler und Anbieter ein Bewertungssystem an.” Er stuft die Meinungen anderer Käufer im Web sogar wichtiger ein als Kritiken aus der Fachpresse, da sie zahlreich sind und in der Regel direkt auf der Shopseite des jeweiligen Angebots aufscheinen.

Dementsprechend groß ist die Verlockung für Unternehmen, auf diesem Wege Einfluss auf die Kunden zu nehmen, so der Experte. “Eine Rezensions-Kampagne, sofern sie in breitem Umfang und unentdeckt durchgeführt wird, kann daher ein sehr mächtiges Werkzeug sein.” Laut Pfaller dürften besonders der Online-Buchhandel und der Reisebereich auch auf diese Weise umkämpft werden.

Konsumenten werden mündiger

Allerdings setzen sich etwa Buchungsplattformen zunehmend zur Wehr und versuchen sicherzustellen, dass Kunden nur Bewertungen zu Reisen abgeben können, die sie tatsächlich getätigt haben, schildert der Fachmann. Er beobachtet auch, dass die Konsumenten selbst immer mündiger werden und zunehmend gut in der Lage sind, unechte Rezensionen von ehrlichen Texten zu unterscheiden.

Auch ein Erkennungsprogramm kann zum Zwecke der Aufwertung eines Bewertungssystems durchaus hilfreich sein, attestiert Pfaller. “Wenn es ausgeklügelt umgesetzt wird, kann es vieles verhindern. Je höher der Aufwand ist, der von den Spammern betrieben werden muss, desto weniger lohnt sich das Unterfangen.”

Quelle: pressetext.com

via Software entlarvt unechte Kunden-Rezensionen im Internet.

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