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Jun 12 2014

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BLM: Privatsender verlieren an Meinungsmacht

BLM: Privatsender verlieren an Meinungsmacht

München, 12.06.2014

Der Einfluss der großen privaten Fernsehsender auf die Meinungsbildung in Deutschland nimmt ab. In der zweiten Jahreshälfte 2013 erreichten die Medienangebote des RTL-Mutterkonzerns Bertelsmann zusammen nur mehr einen Anteil am Meinungsmarkt von 12,8 Prozent und verloren damit 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie aus dem aktuellen MedienVielfaltsMonitor der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für das zweite Halbjahr 2013 hervorgeht. Zudem fiel der Anteil der ProSiebenSat.1-Gruppe am deutschen Meinungsmarkt um 0,8 auf 7,9 Prozent. Beide Sendergruppen hatten Reichweitenverluste in ihrem Kerngeschäftsbereich, dem Fernsehen, zu beklagen.

Neben den Reichweiten der einzelnen Programme nahm aber vor allem auch die generelle Bedeutung des Mediums Fernsehen für die Meinungsbildung der Deutschen ab. Welche Relevanz die verschiedenen Mediengattungen Fernsehen, Radio, Internet, Tageszeitungen und Zeitschriften für die Meinungsbildung haben, lässt die BLM bislang alle zwei Jahre in einer repräsentativen Studie durch TNS Infratest empirisch ermitteln. Ergab sich dabei 2011 noch ein Meinungsbildungsgewicht der Gattung Fernsehen von 40,3 Prozent, so liegt dieses Gewicht seit 2013 bei nur mehr 36,9 Prozent. Im Gegenzug ist die Bedeutung aller anderen Mediengattungen für die Meinungsbildung gewachsen. Tageszeitungen verfügen demnach über ein Meinungsbildungsgewicht von 22,7 Prozent (+1,1 %), Radio 18,9 Prozent (+1,5 %), Internet 17,9 Prozent (+1,4 %) und Zeitschriften 3,6 Prozent (+0,4 %).

Trotz der Gewichtsverschiebungen bei den privaten TV-Konzernen zeigt sich, dass die fünf größten Mediengruppen weiterhin rund sechzig Prozent der Meinungsmacht in Deutschland auf sich vereinen. Allein die ARD verfügte im zweiten Halbjahr 2013 über einen Anteil am Meinungsmarkt von 22,4 Prozent, es folgten Bertelsmann mit 12,8, Springer mit 9,3 Prozent, ProSiebenSat.1 mit 7,9 sowie das ZDF mit einem Anteil am Meinungsmarkt von 7,3 Prozent.

Der Axel Springer Verlag erhöhte seinen Anteil am Meinungsmarkt um 0,8 Prozent. Allerdings ist dabei noch nicht der Verkauf einiger Zeitungs- und Zeitschriftentitel an die Funke Mediengruppe berücksichtigt, da die kartellrechtliche Genehmigung erst in 2014 erfolgte.

Weitere Informationen zum aktuellen MedienVielfaltsMonitor der BLM finden Sie im Internet unter: www.blm.de

Quelle: Johannes Kors, blm.de

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Jun 03 2014

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Studie: 2015 erstmals mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen

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Studie: 2015 erstmals mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen

Im kommenden Jahr wird es auf der Welt laut einer Studie erstmals mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen geben.

Im ersten Quartal 2014 gab es nach Berechnungen des Netzwerk-Ausrüsters Ericsson bereits 6,8 Milliarden Mobilfunk-Verbindungen. In den kommenden Jahren werde vor allem die Zahl mobiler Internet-Anschlüsse explosiv ansteigen, prognostizierte das schwedische Unternehmen am Dienstag. So dürften zum Jahr 2019 rund 60 Prozent der 9,2 Milliarden weltweiten Mobilfunk-Anschlüsse mit Smartphones genutzt werden. Darunter würden 2,6 Milliarden Verbindungen des schnellen Datenfunks LTE sein, hieß es.

Über ein Viertel der weltweiten LTE-Nutzer kämen dann aus China, in den USA dürften 85 Prozent der Handys mit LTE laufen, erwartet Ericsson. Dadurch werde es 2019 zehn Mal mehr Datenverkehr von mobilen Geräten geben als 2013. Rund die Hälfte werde auf Videos entfallen. Schon im ersten Quartal 2014 seien mehr Daten durch mobile Netze geflossen als im gesamten Jahr 2011. Ericsson verdient an dem Ausbau der Telekom-Netze. Der Konzern ist die Nummer eins in der Branche, aber es ist ein hartes Geschäft mit starken Rivalen wie Nokia und Alcatel-Lucent sowie Huawei und ZTE aus China. Die Industrie entwickelt derzeit noch schnellere Datennetze der nächsten Generation (5G).

Quelle: futurezone 03.06.2014

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Jul 12 2013

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Probleme bei Smart TV und 4k-tv: “Wollen nicht das gleiche Desaster wie mit 3D”

Smart TV und Ultra High Definition sollen im September zwei große Themen bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) werden. Beide Technologien kämpfen aber noch mit Problemen. Das erfuhr die futurezone auf der GFU Insights & Trends in Berlin.

Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU), ein Zusammenschluss namhafter Hersteller und von Beginn an Veranstalter der IFA, hat eine Studie mit 8.000 Teilnehmern aus neun europäischen Ländern durchgeführt, die zum Ergebnis kommt, dass nur 60 Prozent der smarten TV-Geräte tatsächlich mit dem Internet verbunden sind.

Neue Geräte werden wegen ihrer Größe gekauft, vernetzte Geräte stehen auf der Liste der Konsumentenwünsche nicht weit oben. Die Möglichkeit zur Einbindung in ein Heimnetzwerk und der Internetanschluss werden vor allem in Deutschland oft nur deshalb gekauft, weil es kaum mehr Geräte ohne gibt.

“Deutsche Konsumenten haben jede technologische Weiterentwicklung mit Käufen unterstützt – Farbfernsehen, 16:9, HD. Das gilt auch für Smart TV. Die Geräte werden aber oft nicht angeschlossen. Hier gibt es Nachholbedarf”, sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der GFU.

Smart-Kampagne
Um die Zahl der vernetzten TV-Geräte zu erhöhen, starten die Hersteller in Deutschland zusammen mit dem Handel rechtzeitig zur IFA eine gemeinsame Kampagne unter dem Titel “smarter fernsehen”. Vor allem durch Beratung und Anschlussservice der Händler soll 2013 zum Jahr der Smart TVs werden. Zudem steht die gesamte IFA heuer unter dem Motto “Smart in die Zukunft”.

Das soll nicht nur für Fernseher, sondern auch für andere Elektronik- und Haushaltsgeräte gelten. “Die Technik ist mittlerweile vorhanden und bezahlbar. Probleme gibt es noch bei den gemeinsamen Standards für die verwendeten Netzwerke, den fehlenden Komfort für Nutzer und der teilweise mangelnden Zuverlässigkeit und Stabilität der Geräte. Der Weg zur smarten Welt wird lang sein”, so Rüdiger Kays von der TU Dortmund.

Vernetzter Haushalt
Die Zahl der vernetzten Geräte bei den Herstellern steigt jedenfalls schon. “Waschmaschinen, die mit Stromanbietern kommunizieren, um billig zu waschen und Kühlschränke, die verbrauchte Produkte automatisch im Internet nachbestellen, sind in Sichtweite. Konnektivität ist ein Paradigmenwechsel für Haushaltsgeräte”, erklärt Volker Klodwig, Geschäftsführer von Bosch Hausgeräte.

Mehr Auflösung, mehr Probleme
Ein weiteres großes Thema bei der diesjährigen IFA wird Ultra High Definition (UHD), der nächste Sprung in der Auflösung von TV-Geräten. Erste erschwingliche Geräte sind bereits im Handel und auf der IFA stellen praktisch alle Hersteller neue Modelle vor. Allerdings ist UHD von Massentauglichkeit noch ein Stück entfernt. Einerseits gibt es derzeit kaum Inhalte, andrerseits fehlen noch wichtige gemeinsame Standards.

“Wir müssen einiges beachten, wenn wir nicht das selbe Desaster wie mit 3D erleben wollen. Wir müssen Content produzieren, gemeinsame Standards etablieren und die Kunden über die Vorteile aufklären”, sagt Marcel Gonska von der WLC GmbH. Vor allem bei HDMI-Schnittstellen, Farbraum, hardwareseitiger Dekodierung und Sampling-Rate gibt es derzeit keine einheitlichen Normen unter den Herstellern. “TV-Hersteller müssen auch mit den Broadcastern enger zusammenarbeiten. Dort dauert die Umstellung der Produktion auf den neuen Standard vermutlich länger als im Online-Bereich. Aber schließlich hat auch HD über 25 Jahre auf den Durchbruch gewartet. So etwas dauert seine Zeit”, so Gonska.

Quelle: futurezone

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Aug 20 2012

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ARD/ZDF-Onlinestudie 2012: Tablets und Smartphones sorgen für stärkere Nachfrage nach TV-Inhalten

Frankfurt / Mainz, 20.08.2012 – 76 Prozent Internetnutzer in Deutschland, neue Nutzungssituationen durch mobile Endgeräte und steigende Nachfrage nach Fernsehinhalten im Netz – das sind die zentralen Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 zur aktuellen Internetentwicklung in Deutschland.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze verweist auf die hohe Attraktivität der ARD- Mediatheken im Netz: “Die neuen internetfähigen Endgeräte schaffen neue Nutzungssituationen, in denen die aus der Offline-Welt bekannten großen Informationsmarken besonders gefragt sind. Es freut mich sehr, dass die Angebote der ARD, die seit Jahrzehnten für Informationskompetenz, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit stehen, auch bei der Navigation auf den neuen Endgeräten zentrale Orientierungsmarken sind.”

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission: “Tablets und Smartphones haben für eine deutliche Zunahme bei der zeitversetzten Nutzung von Fernsehendungen gesorgt. Dies bestätigt unsere Anstrengungen bei der konsequenten Weiterentwicklung der ZDF-Mediathek, die signifikante Reichweitenzuwächse verzeichnet.”

75,9 Prozent der Deutschen (2011: 73,3 %) sind online. Dies sind 53,4 Millionen Internetnutzer. Damit hat sich die Zahl der Internetnutzer in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht hat (2000: 18,4 Mio.). Gegenüber dem Vorjahr kamen 1,7 Millionen “neue Anwender” hinzu. Die höchsten Zuwachsraten gehen weiterhin von den Über-50-Jährigen aus. 76,8 Prozent der 50- bis 59-Jährigen nutzen inzwischen das Internet (2011: 69,1 %). Unter den über 60-Jährigen sind 39,2 Prozent (2011: 34,5 %) online.

Die mobile Internetnutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (2009: 11 %; 2012: 23%). Dabei ersetzen mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen. Bereits 13 Prozent der Fernsehzuschauer nutzen gelegentlich neben dem Fernsehen den “Second Screen” des Smartphones, des Tablets oder des Laptops.

Während Smartphones besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen sind, sind Tablets, die inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden sind, die Domäne der 30- bis 49-Jährigen. Tablet-Nutzer bewegen sich anders im Netz als Smartphone-Nutzer. Bei Smartphone-Nutzern steht die Kommunikation über soziale Netzwerke, bei Tablet-Nutzern der Abruf von Websites und die E-Mail-Kommunikation im Vordergrund.

15 Prozent aller Onliner besitzen inzwischen ein internetfähiges Fernsehgerät. Durch die neuen mobilen und stationären Endgeräte steigt der Abruf von Fernsehsendungen aus dem Netz weiter an: 30 Prozent der Onlinenutzer schauen zumindest gelegentlich im Netz zeitversetzt fern und 23 Prozent live. Beim zeitversetzten Fernsehen spielt Smart-TV die dominierende Rolle, bei Live-Fernsehen der Tablet-PC.

Im Schnitt verbringt jeder Erwachsene in Deutschland 83 Minuten im Netz. Parallel zur Zunahme der Internetnutzung stieg in den letzten Jahren die Fernseh- und Radionutzung auf 242 Minuten beziehungsweise 191 Minuten pro Tag.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012, für die im Februar bis April dieses Jahres bundesweit repräsentativ 1.800 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, sind in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift “Media Perspektiven” (MP 7-8/2012) dokumentiert und die Artikel unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.


Quelle: Hessischer Rundfunk, hr-pressestelle/hr-online.de

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Jul 14 2012

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Hohe Abgaben auf externe Festplatten gefordert

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Verwertungsgesellschaften fordern 7 bzw. 9 Euro pro Stück
Studie zur Nutzung von externen Festplatten

Berlin, 13. Juli 2012 – Nun werden auch für externe Festplatten von den Verwertungsgesellschaften hohe Abgaben gefordert. Damit soll das legale Kopieren von Musik, Videos und Co. vergütet werden. Allerdings werden die Festplatten für solche Kopien fast gar nicht genutzt. Das ergab eine aktuelle und repräsentative Studie der GfK, die der Hightech-Verband BITKOM und der Informationskreis Aufnahmemedien (IM) in Auftrag gegeben hatten. Weniger als 3 Prozent einer externen Festplatte werden nach Auffassung der Hersteller für vergütungsrelevante Privatkopien verwandt. „Für diese durchschnittlich 3 Prozent des Speicherplatzes externer Festplatten sollen nun 7 bzw. 9 Euro Abgaben pro Stück erhoben werden“, kritisiert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Forderungen der Verwertungsgesellschaften für Abgaben auf externe Festplatten stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung.“

Das zeigt sich auch in den anderen Forderungen der Verwertungsgesellschaften. Bis zu 36 Euro pro verkauftes Handy fordert seit kurzem die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ). Pro verkauftem USB-Stick verlangt die ZPÜ ab dem 1. Juli bis zu 1550 Prozent, pro verkaufter Speicherkarte bis zu 1850 Prozent höhere Sonderabgaben als bisher. Dies könnte zahlreiche dieser Produkte um bis zu 2 Euro verteuern. „Die ZPÜ setzt ihre Praxis überhöhter Forderungen fort. Daher gehört, wie in anderen europäischen Ländern, das System der Pauschalabgaben insgesamt auf den Prüfstand“, sagt Rainald Ludewig, Vorsitzender des IM.

Im November 2011 hatten die Verwertungsgesellschaften ZPÜ, VG WORT und VG Bild-Kunst rückwirkend zum 01.01.2008 neue Tarife für externe Festplatten veröffentlicht. Für Festplatten mit einer Speicherkapazität von unter 1 Terabyte fordern sie 7 Euro an urheberrechtlichen Abgaben, für größere Festplatten 9 Euro.

Laut aktueller GfK-Studie besitzt jeder dritte Deutsche (32 Prozent) mindestens eine externe Festplatte. Die durchschnittliche Speicherkapazität beträgt 607 Gigabyte. 55 Prozent davon ist ungenutzter freier Speicherplatz. Durchschnittlich ein Viertel (24 Prozent) des Speicherplatzes wird durch Sicherungskopien belegt. 8 Prozent werden für berufliche Zwecke genutzt, rund 7 Prozent des Speicherplatzes entfällt auf selbst oder von Freunden erstellte Dateien wie Fotos, Heimvideos oder Briefe, für die auch keine Abgaben erhoben werden dürfen.

Damit bleiben nur etwa 6 Prozent Speicherplatz für Privatdateien wie Musikalben oder Videofilme. Etwas mehr als die Hälfte davon hält die Industrie für nicht vergütungspflichtig, da es sich z.B. um bereits lizenzierte Kopien von Musik-Downloads handelt. Die andere Hälfte, also weniger als 3 Prozent einer durchschnittlichen Festplatte, werden nach Auffassung der Industrie für vergütungsrelevante Privatkopien genutzt.

Zur Methodik: Die Angaben zur Nutzung von externen Festplatten basieren auf einer Nutzungsstudie der GfK im Auftrag von BITKOM und dem Informationskreis Aufnahmemedien (IM). Die schriftliche Befragung erfolgte im April/Mai 2012 innerhalb des GfK Konsumentenpanels und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren.

BITKOM-Presseinfo Externe Festplatten 13 07 2012 (Download PDF, 87 KB, externer Link zu BITKOM)

Quelle: BITKOM

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Jul 05 2012

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Android: “Studien über Malware nur Panikmache”

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Im Rahmen der Google I/O vergangene Woche in San Francisco hatte die futurezone Gelegenheit mit zwei der führenden Köpfe hinter Googles Smartphone-Betriebssystem zu sprechen. Dabei verteidigten Hugo Barra und John Lagerling die Fragmentierung bei Android und holten kräftig gegen Anbieter von Sicherheitssoftware aus.

Was die Sicherheit der Apps betrifft, hat Android bislang nicht unbedingt den besten Ruf. Regelmäßig erscheinen Studien und Berichte, wonach im Google Play Store jede Menge Malware und Spam in Umlauf ist. Auch diverse IT-Experten sehen in Android-Apps eine größere Gefahr als vergleichsweise in iOS-Anwendungen. Grund dafür ist nicht zuletzt Androids offene Struktur, und anders als in Apples App Store wird bei Google kaum regulierend eingegriffen.

“Wir legen sehr viel Wert auf unsere Offenheit”, sagt John Lagerling, verantwortlich für den Bereich Partnerships bei Android, im Gespräch mit der futurezone. Es sei eine große Herausforderung für Google, die richtige Balance zwischen eben dieser Offenheit und der Kontrolle der angebotenen Apps zu finden. “Bei unseren Cloud Services etwa greifen wir reglementierend ein, die Offenheit von Android wollen wir aber auf jeden Fall bewahren und nicht tot regulieren”, betont Lagerling.

“Reine Panikmache”
Sein Kollege Hugo Barra, Chef des Android-Produktmanagements, geht angesprochen auf die mangelhafte Sicherheit von Android-Apps noch einen Schritt weiter und reagiert verhältnismäßig Harsch auf diesen Vorwurf. “Diese ganzen Berichte über Malware und unsichere Apps sind reine Panikmache von Security-Firmen. Die haben ein einziges Ziel und das ist, ihre Software zu verkaufen”, sagt Barra zur futurezone. Es gebe zwar laufend Medienberichte darüber, aber “zeigen Sie mir jemanden, der wirklich schon zu Schaden gekommen ist”, blockt der Android-Produktmanager die Frage ab und ergänzt: “Kaufen Sie ja keines dieser Produkte.”

So einfach, wie Barra die Angelegenheit abtun will, ist es naturgemäß nicht. Zweifelsohne sind Studien von Sicherheitsfirmen mit Vorsicht zu genießen und der Einwand, dass diese ihre Produkte verkaufen wollen, wohl nicht von der Hand zu weisen. Dennoch werden immer wieder auch Fälle bekannt, wo Android-Nutzer tatsächlich aufgrund von betrügerischen Apps zu Schaden kommen. Im Juni etwa gab es einen Fall, bei dem eine Porno-App mit einem Virus in Japan in Umlauf gebracht wurde. Die App wurde 10.000 mal heruntergeladen, über 200 Menschen entstand infolge auch finanzieller Schaden.

Google ist sich der Problematik in Wahrheit wohl auch selbst bewusst. So wurden Anfang des Jahres etwa bessere Kontrollmechanismen eingeführt. Im Februar startete ein neues System, das die Apps im Google Play Store auf Schädlinge prüft. Darüber hinaus bemüht sich Google mit einer nicht näher erläuterten Kontrolle neu angemeldeter Software-Entwickler zu verhindern, dass bekannte Anbieter schädlicher Software unter anderem Namen wieder zurückkehren.

Fragmentierung: “Nicht jeder braucht die neueste Version”
Ein leidiges Thema im Zusammenhang mit Android ist die starke Fragmentierung, die immer wieder für Kritik sorgt – sowohl bei Entwicklern als auch bei Endkunden. Zwar geht die Auslieferung der neuen Versionen mittlerweile etwas zügiger voran – Ice Cream Sandwich ist inzwischen auf etwa elf Prozent aller Android-Geräte in Betrieb. Dennoch sorgen die vielen unterschiedlichen Geräte und in Umlauf befindlichen Android-Versionen immer wieder für Verzögerungen und stellen Entwickler vor größere Herausforderungen als dies bei dem geschlossenen System iOS der Fall ist. Hersteller und Mobilfunker schieben sich hier auch gerne gegenseitig die Schuld zu.

Um dem Problem etwas beizukommen, versucht Google ab der neuesten Version Jelly Bean nun, die Updates zu beschleunigen. Dafür werden den Entwicklern schon drei Monate vor dem Release die Platform Development Kits (PDK) zur Verfügung gestellt. “Die Developer können jetzt schneller reagieren, weil sie schon vor dem Launch vorarbeiten können”, sagt Lagerling. Letztlich hänge viel von den Geräte-Herstellern ab, manche seien schneller, manche versuchten mehr eigene Anpassungen vorzunehmen, und seien daher entsprechend stärker in Verzug, so Lagerling weiter.

Hugo Barra stellt indes gleich ganz in Zweifel, ob überhaupt jeder Nutzer und jedes Gerät immer am aktuellen Stand sein müssten, nur weil Google eine neue Version von Android auf den Markt bringt. ” Es gibt verschiedene Leute und verschiedene Geräte, es muss nicht jeder unbedingt das aktuellste OS haben”, meint Barra. Es hänge oft vom Gerät ab, ob die aktuellste Version auch überhaupt sofort notwendig sei. “Man sollte gar nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch auf der Welt die aktuellste Softwareversion braucht, nur weil wir das in der Tech-Welt von uns glauben oder es sofort haben wollen”, sagt Barra. Die Kompatibilität nach unten bleibe trotzdem erhalten, wie er versichert.

Nexus-Marke
Mit dem Start von Googles erstem eigenen Tablet, dem Nexus 7 (Hands-on), und dem Launch der Streaming-Lösung Nexus Q geht Google mit Android jedenfalls einen großen Schritt weiter in Richtung eigener Marke. Dies hat zum Vorteil, dass auf den Nexus-Geräten grundsätzlich die Stock-Version von Android verfügbar ist und Zwischenschritte wie diverse Hersteller oder Mobilfunker wegfallen – sofern man sich das Gerät direkt und offen kauft.

Dass damit andere Hersteller-Partner verärgert werden könnten, befürchten Barra und Lagerling nicht. “Wir haben immer mit unterschiedlichen Herstellern zusammengearbeitet und geben diesen auch Wahlfreiheit bei ihrer eigenen Android-Gestaltung in die Hände. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.”

Quelle: futurezone

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Jun 27 2012

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Smartphone-User halten Apps die Treue

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Rund 31 Prozent nutzen dasselbe Programm elf Mal oder öfter

Cambridge (pte022/27.06.2012/11:20) – Wenn es um die Nutzung von Apps geht, entpuppen sich Smartphone-User zunehmend als treue Kunden, die immer öfter auf dieselben Programme zurückgreifen. Einer aktuellen Analyse von Localystics.com zufolge haben rund 31 Prozent der Mobilfunknutzer im Zeitraum der vergangenen neun Monate ihre Apps im Durchschnitt elf Mal oder öfter aufgerufen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um fünf Prozent. Knapp ein Viertel greift nach dem Download allerdings nur ein einziges Mal auf eine neu erworbene App zu.

“Apps gehören zu den beliebtesten Anwendungen auf Smartphones. Sie erlauben es jedem Nutzer, sich die Programme, die er auf seinem Handy braucht, selbst zusammen zu stellen”, erklärt Rafaela Möhl, Pressesprecherin beim Online-Tarifberater teltarif.de. Mittlerweile existieren für jede Art der Aufgabenstellung eine oder sogar mehrere Apps. “Die Nutzer haben eine bestimmte Vorstellung, was ein Programm können soll. Je besser diese Anforderungen erfüllt werden, desto öfter wird ein User eine App aufrufen”, betont Möhl. Weitere wichtige Kriterien in diesem Zusammenhang seien eine einfache Handhabung und ein einwandfreies technisches Funktionieren.

News-Apps auf Platz eins

Nach einzelnen thematischen Kategorien aufgeschlüsselt, können sich vor allem die Anbieter von Nachrichten-Applikationen über besonders treue Handykunden freuen. Laut Localystics weisen etwa News-Apps wie die der New York Times oder des Wall Street Journal mit 44 Prozent die höchste Verweil- bzw. Rückkehrrate auf, was die Nutzung aus User-Sicht betrifft. Dahinter folgen die Bereiche Games, Entertainment und Sport, die es jeweils auf entsprechende Raten zwischen 33 und 36 Prozent schaffen. Sogenannte Lifestyle-Apps, die sowohl E-Commerce-Anwendungen als auch spezielle Tools zur Lebens- und Selbsthilfe umfassen, bilden das Schlusslicht: Nur 15 Prozent der User haben derlei Anwendungen elf Mal oder öfter gestartet, 30 Prozent haben sie sogar nur ein einziges Mal aufgerufen.

Mit Apps Geld verdienen

“Die Verweil- bzw. Rückkehrrate wird als Indikator für den Erfolg einer App oft übersehen”, meint Loyalistics-Geschäftsführer Raj Aggarwal. Aus Sicht der Entwickler sei ein erfolgter Download nämlich nur die Hälfte der Miete, wenn es darum geht, Geld mit einem Programm zu verdienen. “Der richtige Erfolgsschlüssel liegt darin, die Konsumenten dazu zu bewegen, In-App-Käufe zu tätigen und sich Werbeeinschaltungen anzusehen. Je öfter man es schafft, dass die Leute zu einer App zurückkommen, desto mehr In-App-Käufe werden verzeichnet”, so Aggarwal.

Quelle: pressetext.com

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Mai 18 2012

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[Studie] Google+ ist als soziales Netzwerk tot

Kaum User-Aktivität im Vergleich zur Konkurrenz

Wien (pte003/17.05.2012/06:10) – Eine neue Studie von RJ Metrics zur Nutzung von Google+ (G+) kommt zum Ergebnis, dass das Prestigeprojekt des Suchmaschinenkonzerns als soziales Netzwerk nach wie vor überhaupt nicht funktioniert. Eine Analyse der öffentlich einsehbaren Profile von 40.000 zufällig gewählten G+Usern ergibt, dass sich Nutzeraktivität und -interaktion auf niedrigem Niveau bewegen. Google, das keine aussagekräftigen Daten zur Nutzung des Netzwerks veröffentlicht, reagiert auf die Ergebnisse mit einem trotzigen Verweis auf die privaten Aktivitäten der User, auf die Marktforscher keinen Zugriff haben.

Gescheitertes Projekt

“Aus den öffentlichen Timelines Schlüsse zu ziehen, ist legitim. Im Vergleich zu den öffentlichen Teilen bei Facebook-Profilen passiert bei G+ gar nichts, das wird im privaten Bereich nicht anders sein. User, die wirklich Wert auf Privatsphäre legen, verwenden nämlich weder G+ noch Facebook. G+ ist den Usern egal, das ist aus der Auswertung der Like-Buttons auf Internetseiten ersichtlich. Wenn der Facebook-Knopf schon dreistellige Klickraten erreicht, kommt das Google-Pendant noch nicht einmal auf zwei Stellen. G+ ist als soziales Netzwerk gescheitert”, sagt Gerald Bäck, Geschäftsführer der Social-Media-Agentur digital affairs.

Diese Einschätzung bestätigen auch die Zahlen von RJ Metrics. Im Schnitt können die mehr als 70.000 untersuchten Postings weniger als ein +1, weniger als einen Kommentar und auch kein ganzes Weiterverteilen. Fast ein Drittel der Nutzer, die einen öffentlichen Eintrag schreiben, verfassen nie einen zweiten. Selbst der Suchtfaktor, der bei den meisten Netzwerken zu beobachten ist, stellt sich bei G+ nicht ein. Selbst nach dem fünften Posting liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer nicht zurückkommt noch bei 15 Prozent. Nutzer, die öffentlich posten, lassen sich zwischen den Einträgen im Schnitt zwölf Tage Zeit.

Ständige Ausflüchte

Verfasst ein G+Mitglied einen öffentlichen Post, sinkt die Anzahl der durchschnittlichen monatlichen Einträge ständig. Google sagt, dass die Nutzer des konzerneignen Netzwerks fast ausschließlich in ihren privaten Kreisen verkehren und verweist auf die 170 Mio. registrierten Nutzer. Diese Zahl hat jedoch keine große Aussagekraft, da der Suchmaschinenkonzern mit einer aggressiven Strategie den Nutzern anderer hauseigener Produkte G+Accounts praktisch aufgezwungenen hat. “Das bringt zwar Anmeldungen, aber keine Aktivität. Als soziales Netzwerk ist G+ ein Fehlschlag und wird es wahrscheinlich bleiben. Ich kenne kein Google-Produkt, dass von Anfang an erfolglos war und dann eine Trendwende geschafft hat”, so Bäck.

Die vielen Medienanfragen nach aussagekräftigen Zahlen, etwa den monatlich aktiven Usern, wie sie auch die Konkurrenz veröffentlicht, ignoriert Google bisher beharrlich. Ein Bereich, in dem es Aktivität bei G+ gibt, sind Unternehmens- und Medienseiten. “Jeder, der auf eine gute Positionierung in den Google-Suchergebnissen angewiesen ist, muss eine G+Präsenz unterhalten, seit Google die Suche mit G+ verknüpft”, erklärt Bäck. Ob durch die Präsenz der Unternehmen bei G+ mehr User angelockt werden, ist fraglich. “Das schadet auf längere Sicht eher der Reputation der Suche als G+ beliebter zu machen”, so Bäck.

Die Objektivität, die bisher immer die Stärke der Google-Suche war, ist laut dem Experten gefährdet. “Wenn mich eine Suche nach Britney Spears auf ihre seit Monaten nicht aktualisierte G+Seite bringt, statt zu ihrem Facebook-Profil, wo sich tausende Fans tummeln, ist das eine Verschlechterung der Suchgergebnisse”, so Bäck. Nur weil G+ als soziales Netzwerk nicht funktionieren will, heißt das nicht, dass Google nicht zufrieden sein kann. “Die besseren Userdaten aus den Anmeldungen zu G+ verbessern die Kapazität, zielgerichtete Werbung schalten zu können und so gegenüber Facebook nicht ins Hintertreffen zu geraten”, sagt Bäck.

Zum Originalbericht bei RJ Metrics

Quelle: pressetext.com

via [Studie] Google+ ist als soziales Netzwerk tot.

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Mai 17 2012

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[Studie] Sicherheitsmängel bei Online-Speichern

Das Fraunhofer Institut für Sicherheit Informationstechnologie (SIT) hat in einer Studie festgestellt, dass es bei Cloud-Speicherdiensten oft schwere Mängel in Punkto Sicherheit gibt. Keiner der getesteten Anbieter konnte die Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllen, teilweise fehlte eine ordentliche Verschlüsselung.

Das SIT kommt nach der Auswertung der Studienergebnisse zu folgendem Schluß: Die Sicherheit von Cloud-Speicherdiensten ist oft mangelhaft. Neben technischen Mängeln fanden die Tester auch Schwächen in der Benutzerführung. Das kann dazu führen, dass vertrauliche Daten sich mithilfe von Suchmaschinen finden lassen. „Für manche private Nutzung mag der eine oder andere Dienst ausreichen”, sagt Institutsleiter Michael Waidner. „Bei sensiblen Unternehmensdaten sollte man aber lieber genau überlegen, ob die Sicherheitsvorkehrungen wirklich ausreichen.”Getestet wurden neben dem Marktführer Dropbox auch sechs weitere Cloud-Speicherdienste, dazu gehörten CloudMe, CrashPlan, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One sowie der Schweizer Anbieter Wuala. Noch nicht getestet wurden die Cloud-Speicherdienste Sky Drive von Microsoft und Google Drive.

Verschlüsselung und Kommunikation
Beim dem Test konzentrierte sich das SIT-Team vor allem auf die Verschlüsselung der Daten sowie auf die Absicherung der Kommunikation. Jeder Anbieter wies Sicherheitsmängel auf, und selbst die grundsätzlichen Sicherheitsanforderungen konnte kein Dienst vollständig erfüllen: So verwenden manche Anbieter bei der Absicherung der Datenübertragung in die Cloud keines der sicheren Standard-Protokolle. Abwertungen gab es auch, wenn Daten unverschlüsselt in die Cloud gewandert sind. Das geschieht beispielsweise bei Dropbox. „Dropbox verschlüsselt die Daten erst, wenn sie in der Cloud sind”, sagt Waidner. „Der Anbieter bekommt die Daten also im Klartext, und der Nutzer muss dann darauf vertrauen, dass vertrauliche Daten auch vertraulich bleiben.”

Bei einigen Diensten glaubten die Nutzer fälschlicherweise, dass ihre sensiblen Informationen nur wenigen Personen zugänglich sind, während sie in Wahrheit unbemerkt von jedermann eingesehen werden können. „Für gruppentaugliche Verschlüsselung fehlt es noch an überzeugenden Konzepten, um das Ideal einer sicheren Speicherung von Daten in einer Umgebung, die man als unsicher betrachtet, auch tatsächlich zu erreichen”, so Waidner. Fraunhofer SIT hat die Anbieter vor Veröffentlichung der Studie über die Ergebnisse informiert.

Quelle: futurezone

Siehe auch:
Sicheres Cloud-Computing (1) – Datenberge bei Google und Co.: Gefangen in der Wolke
Sicheres Cloud-Computing (2) – Verschlüsselte Cloud: So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke
TrueCrypt: Laufwerke, Partitionen und Wechselmedien verschlüsseln

via [Studie] Sicherheitsmängel bei Online-Speichern.

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Mai 16 2012

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Umfrage in USA: Nutzer trauen Facebook nicht

Ein Großteil der Facebook-Nutzer klickt laut aktueller Umfrage nie Werbung an und traut dem Sozialen Netzwerk nicht im Umgang mit sensiblen Daten, wie zum Beispiel Zahlungsinformationen. Dennoch ist das Interesse an der Plattform und den Aktien ungebrochen.

Das Soziale Netzwerk zählt derzeit mehr als 900 Millionen Mitglieder. Trotz dieser gewaltigen Nutzerbasis hat der Internetkonzern aber dennoch ein Vertrauensproblem. Denn wie eine Umfrage des US-amerikanischen Fernsehsenders CNBC zeigt, würden mehr als 57 Prozent der Facebook-Nutzer niemals Werbung auf Facebook anklicken, weitere 26 Prozent sagen, dass sie ohnehin nie auf Werbung im Internet klicken. Lediglich vier Prozent gaben an, des öfteren auf Werbung im Internet zu klicken. Das ist insbesondere für Facebook, deren Geschäftsmodell zu großen Teilen auf Werbung basiert, ein Problem. Im ersten Quartal 2012 erwirtschaftete Facebook mehr als 82 Prozent seines Umsatzes (1,06 Milliarden US-Dollar) mit Werbung.

Kein Vertrauen in Credits
Wie die Studie zeigt, haben nur wenige Facebook-Nutzer Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten. 59 Prozent der Nutzer haben nach eigenen Angaben wenig bis gar kein Vertrauen in Facebook. Daher fällt es vielen Nutzern schwer, ihre Zahlungsdaten an den Internetriesen weiterzugeben. Versuche mit sogenannten Facebook Credits waren bereits in der Vergangenheit gescheitert, nun wird nach einem adäquaten Zahlungsmodell gesucht. Das Interesse an der Facebook-Aktie ist dennoch ungebrochen und wird vor allem durch junge, private Anleger gestützt. Die Umfrage wurde zwischen 3. und 7. Mai 2012 mit insgesamt 1004 Personen ab 18 Jahren durchgeführt. Die Schwankungsbreite wurde mit 3,9 Prozent angegeben.

Ungünstiger Zeitpunkt
Die Ergebnisse dieser Studie könnten zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt für Facebook kommen. Viele Großanleger zweifeln bereits seit einiger Zeit daran, ob Facebook sein Wachstum, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, aufrecht erhalten könne. Dennoch ist die Aktie bereits überzeichnet und soll zu einem deutlich höheren Ausgabepreis verkauft werden, als ursprünglich geplant. Mit einem Gesamtvolumen von 16 Milliarden US-Dollar könnte der für Freitag geplante Börsengang einer der größten der Finanzgeschichte werden.

Quelle: futurezone

Siehe auch:
General Motors will Facebook-Werbung stoppen

via Umfrage in USA: Nutzer trauen Facebook nicht.

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