Musik-Streaming: Spotify-Start in den USA rückt näher

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify hat mit der Universal Music Group eine Vereinbarung für die USA abgeschlossen. Damit sind drei von vier Major-Labels an Bord und das europäische Unternehmen hat gute Chancen, noch diesen Sommer in den USA durchzustarten.

Neben Universal sind auch die Deals mit Sony und EMI unterschrieben. Lediglich mit der Warner Music Group gibt es noch keine Vereinbarungen, berichtet “All Things Digital”. Aus gut informierten Kreisen ist jedoch zu hören, dass die beiden Parteien einer Einigung immer näher kommen und man bei Spotify optimistisch sei, dass eine Vereinbarung zustande kommen wird.

Harte Verhandlungen
Der Musik-Streaming-Dienst versucht seit zwei Jahren, den US-Markt zu erobern, doch die Verhandlungen mit den Major-Labels gestalteten sich als langwierig. Diesen Sommer, frühestens im Juli, könnte es soweit sein und der Dienst würde dann in direkte Konkurrenz zu Amazons Cloud Player, Google Music und Apples iCloud treten.

„All Things Digital“ geht davon aus, dass Spotify seinen Dienst in den USA um 10 US-Dollar pro Monat anbieten wird. Dort gibt es allerdings bereits ähnliche Streaming-Angebote, die Konkurrenz ist groß. Der Unterschied zu den Services von Amazon, Google und Apple ist, dass man bei Spotify eine Abo-Gebühr zahlt, um auf Songs, die man noch nicht besitzt, zugreifen zu können. Amazon, Google und Apple stellen mit ihren Cloud-Musik-Diensten dagegen eine Art „Online-Locker“ dar, bei denen man Musik-Dateien, die man bereits erworben hat, in der Cloud speichern und via Smartphone oder PC abrufen kann.

Freemium-Modell

Spotify funktioniert in Europa als „Freemium“-Modell, das heißt, dass User eine bestimmte Anzahl von Songs pro Monat kostenlos hören können und danach gegen eine monatliche Abo-Gebühr unbeschränkten Zugang zur Musikdatenbank bekommen, die sich via PC oder Smartphone abrufen können. In Deutschland ist der Dienst noch nicht offiziell gestartet, hierzulande gibt es mit Simfy aber einen Anbieter, der ein ähnliches Modell auf den Markt gebracht hat.

Quelle: futurezone

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