Ab Oktober 2014: Satiremagazin “extra-3″ darf ins Erste

Vor ziemlich genau einem Jahr entschied sich Reinhold Beckmann, der drohenden Absetzung seiner Talkshow zuvorzukommen und kündigte seinen freiwilligen Abschied für 2014 an. Bekannt ist außerdem, dass die ARD den späten Donnerstagabend künftig wieder mit verschiedenen Comedy- und Satire-Formate bestücken möchte, nachdem dieses Genre zuletzt stark vernachlässigt wurde. Nun steht die erste Sendung fest, die “Beckmann” beerben wird: Das Satire-Magazin “extra-3″, das bereits seit 1976 ein Aushängeschild des NDR ist, erhält den ARD-Ritterschlag und darf ab Oktober 2014 auch ins Erste. Dies berichtet die Medienfachzeitschrift Funkkorrespondenz.

Das wöchentliche NDR-Format soll künftig einmal monatlich auch im ARD-Hauptprogramm zu sehen sein, am Donnerstag um 22.45 Uhr im Anschluss an die “Tagesthemen”. Laut Informationen von Funkkorrespondenz soll es sich dabei nicht um eine Wiederholung einer NDR-Ausgabe handeln, sondern um eine eigene Version, die extra für Das Erste konzipiert wird. Unklar ist derzeit, ob Kabarettist Christian Ehring, der aktuell die NDR-Variante moderiert, auch die Ausgabe im Ersten präsentieren wird. Welche weiteren Comedysendungen künftig außerdem am Donnerstagabend zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt.

“extra-3″ ging erstmals am 21. September 1976 im NDR auf Sendung. In dem halbstündigen Magazin wird wöchentlich das politische Geschehen in Form von Kurzbeiträgen satirisch aufbereitet. Die Moderatoren der ersten Stunde waren Dieter Kronzucker, Peter Merseburger und Wolf von Lojewski, ein Jahr später kam Lea Rosh hinzu. Während der langjährigen Laufzeit kamen und gingen zahlreiche weitere Moderatoren, darunter Hans-Jürgen Börner, Michael Gantenberg, Jörg Thadeusz, Thomas Pommer und Tobias Schlegl. Seit 2011 präsentiert Christian Ehring die Sendung. In Beiträgen wirken regelmäßig Caro Korneli, Janin Reinhardt und Emmanuel Peterfalvi in seiner Kunstfigur Alfons mit. Derzeit wird “extra-3″ immer mittwochs um 22.50 Uhr im NDR ausgestrahlt.

Quelle: Glenn Riedmeier/wunschliste 06.06.2014