Archiv für das Tag 'premiere'

Apr 27 2012

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Gefälschte Abonnentenzahlen: Sky zieht sich billig aus der Affäre

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Einen Teil der Affäre um getürkte Abo-Zahlen kann Sky endgültig zu den Akten legen: Der Premiere-Nachfolger hat jetzt die letzte Rate der 14,5 Millionen Euro aus einem Vergleich an institutionelle Anleger wie Fonds überwiesen.

Das Ganze ist im Herbst 2010 ausgehandelt worden. Dem W&V-Schwestertitel “Kontakter” liegt die Information der Anwaltskanzlei DRRT aus Florida schriftlich vor. Demnach hat Sky den Vergleich mit deren Mandanten aus den USA, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz “vollzogen und endgültig abgeschlossen”. Sky-Sprecherin bestätigt das.

Mit der Schadenssumme von 14,5 Millionen Euro, die eine Manager-Haftpflichtversicherung abdeckt, kommt Sky gut davon. Die Fonds haben ursprünglich 242,5 Millionen Euro aufgerufen. Von privaten Anlegern sind laut Geschäftsbericht noch zwei Verfahren anhängig. Aber hier geht es um eine niedrige sechsstellige Schadenssumme.

Noch unter dem Namen Premiere hatte die AG nach der Übernahme durch Rupert Murdoch im Herbst 2008 eingeräumt, nur 2,4 Millionen statt der genannten mehr als drei Millionen Abonnenten zu haben. CEOs waren seinerzeit Georg Kofler und Michael Börnicke; sie sind auch als handelnde Personen ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Quelle: W&V

via Gefälschte Abonnentenzahlen: Sky zieht sich billig aus der Affäre.

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Jul 14 2011

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Medienmogul Leo Kirch ist tot

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Medienmogul Leo Kirch ist tot
Der Gründer der Kirch-Gruppe starb am 14.07.2011 im Alter von 84 Jahren. Kirch galt über Jahrzehnte als mächtigster Medienunternehmer Deutschlands.


Der deutsche Medienunternehmer Leo Kirch ist tot

München. Leo Kirch hat hoch gepokert und viel verloren. Aus eigener Kraft hat der Sohn eines fränkischen Winzers einen der mächtigsten Film- und Fernsehkonzerne Europas mit fast 10 000 Beschäftigten aufgebaut. Doch im Frühjahr 2002 musste Kirch im Alter von 75 Jahren zusehen, wie sein Lebenswerk zerbrach: Die Kirch-Gruppe war pleite. Umwerfen ließ sich Kirch davon aber nicht. „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen“, sagte der gläubige Katholik lakonisch und arbeitete in den folgenden Jahren trotz gesundheitlicher Probleme infolge von Diabetes aus seinem Münchner Stadtbüro weiter und mischte im Verborgenen auch in der Medienbranche mit. „Kirch ist bis zum letzten Atemzug Unternehmer“, sagte ein langjähriger Vertrauter einmal über ihn. Am Donnerstag starb Leo Kirch im Alter von 84 Jahren im Kreise seiner Familie.

Jahrzehntelang war Kirch die graue Eminenz der deutschen Medienlandschaft. Kirch galt als unersättlich, gewieft und risikobereit – eine Kombination, die nicht nur seine Gegner fürchteten. Auch in der Öffentlichkeit mischte sich die Bewunderung für den „Herren der Filme“ mit zunehmender Größe seines Konzerns mit einer Furcht vor einem übermächtigen „Big Brother“ aus Bayern. Wie bei kaum einem anderen deutschen Unternehmen war der Name des Gründers verknüpft mit dem seines Konzerns. Lange Zeit konnte er aus seinem Büro in der Firmenzentrale in Ismaning bei München ohne Kontrollmechanismen Milliarden bewegen und die deutsche Medienkonkurrenz in Angst und Schrecken versetzen.

Durch seine Zurückhaltung in der Öffentlichkeit – lange Zeit gab es nicht einmal Fotos von dem Unternehmer – wurde der Mythos noch verstärkt. Einen seiner wenigen öffentlichen Auftritte hatte Kirch im Mai 2008 als Trauzeuge bei der zweiten Hochzeit von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, mit dem er persönlich befreundet war. Die guten Kontakte Kirchs zu einflussreichen Politikern und großzügige Kredite der Banken trugen in Kirchs besten Jahren zum Eindruck des machtbesessenen Medienmoguls bei. „Wenn Leo Kirch in Schwierigkeiten kommt, freut sich halb Deutschland“, schrieb der Medienwissenschaftler und SPD-Politiker Peter Glotz im Juni 1998 über den „ungeliebten Tycoon“. Damals war die Fusion des Digitalfernsehens DF1 mit Premiere untersagt worden – für Kirch eine schwere Niederlage.

Bis zuletzt schaffte es Kirch nicht, mit seinem Traum vom Bezahlfernsehen Geld zu machen. Am Ende wurden ihm die Milliardeninvestitionen in seinem Abo-Sender Premiere und das waghalsige Engagement in der Formel 1 zum Verhängnis. Wie ein Kartenhaus brach sein Imperium im Frühjahr 2002 zusammen. Kirch verabschiedete sich damals in einem Brief von den Mitarbeitern, dankte ihnen für die treue Zusammenarbeit und wünschte Ihnen „Gottes Segen“.

Aber Kirch hat trotz der Pleite viel bleibendes hinterlassen. Seine Firmengruppe wurde unter neuen Besitzern aufgeteilt und existiert größtenteils noch immer, die meisten Beschäftigten konnten ihre Jobs behalten. Für die Insolvenz machte Kirch den früheren Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer verantwortlich, der sich in einer kritischen Phase öffentlich über die Kreditwürdigkeit der Kirch- Gruppe geäußert hatte. Kirch überzog Breuer und die Deutsche Bank mit Klagen, in denen er milliardenschweren Schadenersatz forderte. Im März trafen die beiden in einem Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht erstmals aufeinander. Kirch saß nach jahrelanger Krankheit im Rollstuhl, machte dabei aber einen fast vergnügten Eindruck.

Seinen Geschäftssinn hatte Leo Kirch bereits im Alter von 29 Jahren bewiesen. Damals sicherte er sich mit geliehenem Geld in Italien die Rechte an dem Filmklassiker „La Strada“. In den Jahren darauf wurde er zu einem der wichtigsten Zulieferer der Filmbranche in Europa. Neben der größten Spielfilm-Sammlung mit weit über 10 000 Titeln sowie rund 40 000 Stunden Serien gehörten ihm bis zur Insolvenz die Fernsehsender ProSieben, SAT.1, N24 und DSF.

Zusätzlich sicherte sich Kirch für Milliarden die Übertragungsrechte an Fußball- Weltmeisterschaften. Auch bei der WM

2010 wollte Kirch im Alter von 83 Jahren, inzwischen schon fast blind, noch einmal mitmischen. Seinen Plan für schwimmende Luxushotels in den Häfen der südafrikanischen WM-Städte Durban und Port Elisabeth blies er kurz vor Beginn aber mangels Nachfrage ab. Leo Kirch blieb zwar bis zuletzt Unternehmer – aber nicht mehr um jeden Preis. (dpa)

Hintergrund: Die Kirch-Prozesse

Seit der Pleite seines Film- und Fernsehkonzerns im April 2002 hatte Leo Kirch die Deutsche Bank mit Schadenersatzklagen und Strafanzeigen überzogen. Der damalige Bankchef Rolf Breuer habe ihn gezielt in die Insolvenz getrieben, als er seine Kreditwürdigkeit in einem Fernsehinterview im Februar 2002 bezweifelte, lautete Kirchs These.

Der Bundesgerichtshof gab Kirch im Januar 2006 teilweise Recht: Die Deutsche Bank habe der Kirch-Printbeteiligung GmbH seinerzeit einen Kredit gegeben, und der Bankchef habe mit seiner Aussage über einen Kunden pflichtwidrig und schuldhaft gehandelt. Deshalb stehe der Kirch-Printbeteiligung grundsätzlich Schadenersatz zu. Ob und in welcher Höhe ein Schaden entstand, mussten die Instanzen klären. Das Landgericht München aber lehnte die Klage der Kirch-Printbeteiligung auf 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz im Februar 2011 ab. Kirch kündigte sofort Berufung an.

Eine zweite Klage über zwei Milliarden Euro reichte ein Pool von 17 anderen Kirch-Firmen ein, die keine Kreditbeziehung mit der Deutschen Bank hatten. Sie behaupten aber, sie hätten damals mit der Bank über eine Geschäftsbeziehung verhandelt und damit ebenfalls schon Anspruch auf Breuers Verschwiegenheit gehabt. Außerdem habe die Bank Kirch gezielt in die Pleite getrieben und damit „sittenwidrig vorsätzlich geschädigt“. Das Landgericht lehnte auch diese Klage ab, in zweiter Instanz verhandelte das Oberlandesgericht München darüber.

Eine Geschäftsbeziehung verneinten dann die Richter des Oberlandesgerichts. Ob die Bank Kirch aber sittenwidrig vorsätzlich schaden wollte, um Kasse zu machen, sollte die Vernehmung von Bankchef Josef Ackermann, der Verlegerin Friede Springer und anderen prominenten Zeugen zeigen. Den Vorschlag des Gerichts, die Bank solle Kirch 775 Millionen Euro zahlen und Kirch dafür sämtliche Klagen vom Tisch nehmen, lehnte Ackermann ab.

Ackermanns Vorgänger Breuer musste sich in einem Strafprozess wegen versuchten Prozessbetrugs durch Falschaussage verantworten. Die Staatsanwaltschaft München warf ihm vor, in einem ersten Zivilprozess 2003 die Richter des Oberlandesgerichts belogen zu haben: „Bewusst wahrheitswidrig“ habe er bestritten, vor dem Interview 2002 interne Kenntnisse über die Kirch-Kredite gehabt zu haben.

Quelle: Hamburger Abendblatt / Foto: dpa

Medienmogul Leo Kirch ist tot.

 

 

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Sep 09 2010

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Sky investiert 100 Millionen Euro in Werbung und will Bundesliga-Partner bleiben

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Sky investiert 100 Millionen Euro in Werbung und will Bundesliga-Partner bleiben

Der defizitäre Pay-TV-Sender Sky Deutschland investiert auch 2010 massiv in Werbung. Der Etat liegt erneut bei rund 100 Millionen Euro brutto. Ging es bislang vor allem darum, die im Juli 2009 gelaunchte Marke bekannt zu machen, will Sky das Geld in der 2. Jahreshälfte vor allem in die Werbung für Produkte stecken. “Wir müssen den Leuten noch viel stärker unser fantastisches Angebot erklären”, sagt CEO Brian Sullivan im HORIZONT-Interview.

Im Mittelpunkt wird dabei das Sky-Film-Paket stehen. Der Pay-TV-Sender zählt dafür ebenso viele Abonnenten wie für Sky Bundesliga. Die genaue Zahl gibt das Unternehmen zwar nicht bekannt. Marktbeobachter schätzen jedoch, dass deutlich mehr als die Hälfte der rund 2,47 Millionen Sky-Abonnenten den Bundesliga-Kanal beziehen. Spielfilme ohne Werbeunterbrechung, in ungekürzter Version und in HD zu präsentieren, sieht Sullivan als in Vergessenheit geratenen Differenzierungsfaktor. “Ich glaube, dass wir das in der Vergangenheit nicht gut genug vermarktet haben”, sagt er, der seit April 2010 an der Spitze von Sky Deutschland steht.

Die Bundesliga ist und bleibt aber Skys Achillesferse, wie das Desaster gezeigt hat, als die Rechte 2005 an Arena gingen. Bereits nächstes Jahr will die DFL mit der Ausschreibung für den Zeitraum ab 2013 beginnen. Sullivan schlägt frühzeitig Pflöcke ein: “Wir möchten sehr gerne für eine lange, lange Zeit Partner der Bundesliga sein.” Aufgrund der angekündigten Kapitalerhöhung von rund 340 Millionen Euro macht er sich auch um die Finanzierung weniger Sorgen.

Quelle: horizont.net

Nochmals 100 Mio. € für Werbung. Die geplante Kapitalerhöhung hat noch nicht einmal die gewünschten 340 Mio. € in die Kassen gespült, schon sind bereits fast 30 % davon wieder verjubelt. Wenn der Rest dann schon wieder fast ausschließlich für die Bundesliga-Rechte verplant ist…

Kursinfo 09.09.2010, 10:25 h: Xetra (Vortag 0,968 €) 1,007 € + 0,039 € (+ 4,030%)

Kaum erfährt die Aktie mal wieder einen leichten Kursanstieg setzen auch schon wieder verstärkte Verkäufe ein: Derzeit stehen im Orderbuch 89.425 Aktien zum Kauf. Demgegenüber stehen 159.012 Aktien zum Verkauf. Das ist ein Verhältnis von 1 : 1,781!

Den vollständigen Thread zum Thema

Ist Sky bald Pleite ? / Meldungen, Diskussionen etc. zum Unternehmen

lest Ihr hier: Digital-Kingdom.dk.

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Aug 26 2010

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Sky-Pressesprecher Jachan verlässt Bezahlsender

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Sky-Pressesprecher Jachan verlässt Bezahlsender



Der Pressesprecher des finanziell angeschlagenen Bezahlsenders Sky Deutschland, Michael Jachan, nimmt nach neuneinhalb Jahren seinen Hut.

In einer Mitteilung am Donnerstagnachmittag nannte Jachan keine Gründe für seinen Abschied. Sein letzter Tag in Unterföhring wird der morgige Freitag sein. Welchen Weg der Sprecher einschlägt, ist offen. Er wolle sich “in den nächsten Wochen auf neue Herausforderungen vorbereiten”, hieß es nur.

Medienzar Rupert Murdoch hatte seinen Einfluss bei Sky vor kurzem erhöht: Sein Vertrauter Chase Carey übernahm den Vorsitz im Kontrollgremium des Senders und ersetzte Amtsinhaber Markus Tellenbach. Murdochs Medienkonzern News Corp. hält 45 Prozent an dem Pay-Konzern. Auch der Vorstandsvorsitzende Mark Williams war gegangen und durch Brian Sullivan im Frühjahr ersetzt worden.

Quelle: sat+kabel Donnerstag, den 26. August 2010 um 15:21 Uhr

Es muss ja auch deprimierend sein, über neun Jahre lang fast ausschließlich von der Schieflage seines Arbeitgebers berichten zu müssen. Irgendwann lässt sich das eben nicht mehr schönreden

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Aug 26 2010

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Kabelkonzern lässt Sky zappeln

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Kabelkonzern lässt Sky zappeln

Der kriselnde Bezahlsender Sky muss sich in Geduld üben: Kabel Deutschland (KDG) lässt den Pay-TV-Konzern bei der angestrebten Vertriebspartnerschaft zappeln. Warum die Vetriebsallianz mit dem in einer Krise steckenden Bezahlsender für Deutschlands größten Kabelkonzern KDG nicht höchste Priorität hat.



DÜSSELDORF. “Wir haben einen Ansturm auf Internet und Telefonie. Unsere Vertriebskapazitäten sind gut ausgelastet”, sagte Vorstandschef Adrian von Hammerstein gestern dem Handelsblatt.

KDG hat ein eher geringes Interesse an einer schnellen Einigung, weil der Verkauf von Telefon- und Internetabos für den Konzern höchst rentabel ist. Nach Angaben von Unternehmensinsidern liegen die Renditen im hohen zweistelligen Prozentbereich.

Bis wann die angestrebte Allianz zwischen dem größten deutschen Kabelkonzern und Sky unterzeichnet wird, ließ von Hammerstein gestern offen. Der frühere Siemens-Manager sagte nur diplomatisch: “Wir arbeiten seit Jahren mit Sky zusammen. Nun verhandeln wir über eine mögliche Zusammenarbeit im Vertrieb. Es gibt gute Ansätze.” Der verlustreiche Bezahlsender Sky (früher Premiere) ist dringend auf die Kooperation mit der KDG angewiesen, um mehr Abonnenten zu gewinnen. Sky-Chef Brian Sullivan sagte zuletzt: “Wir sind in guten Gesprächen mit einer Reihe von Kabelkonzernen, darunter Kabel Deutschland und Unitymedia, aber auch andere potenzielle Distributionspartner. Wir sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen in den nächsten Monaten positiv abgeschlossen werden.”

Offenbar ist die Sehnsucht von Sky nach einer Vertriebsallianz deutlich größer als die der KDG. Die vom Konzernvize Manuel Cubero geführten Gespräche mit Sky verlaufen zäh. Bereits seit Monaten sprechen beide Partner miteinander.

Die Aussicht auf eine Partnerschaft mit der KDG beflügelte zuletzt die gebeutelte Aktie des Bezahlsenders. Nachdem das Papier bereits am Montag um elf Prozent gestiegen war, sank die Aktie von Sky gestern Nachmittag um fast vier Prozent auf 98 Cent.

Eine Zusammenarbeit zwischen Sky mit KDG wäre für den Fernsehkonzern attraktiv. Die Tochter des US-Medienriesen News Corp. käme auf einen Schlag in Kontakt mit vielen potenziellen Abonnenten. KDG zählt knapp neun Mio. Kunden in 13 Bundesländern. Der Branchenprimus könnte seine Kunden neue Inhalte anbieten. Zwar hat auch die KDG ein eigenes Pay-TV. Doch ihr fehlen Exklusiv-Rechte wie die Fußball-Bundesliga. Mit einer Vertriebsallianz könnten KDG und Sky der Deutschen Telekom Paroli bieten. Der Ex-Monopolist vermarktet die Live-Übertragungen der deutschen Eliteklasse übers Internet.

KDG verhandelt mit Sky derzeit aus einer Position der Stärke. Der Branchenprimus legte gestern Quartalszahlen vor. “Internet und Telefonie sind unsere Wachstumstreiber”, sagte von Hammerstein. Allein in den vergangenen drei Monaten kletterte die Zahl der Internet- und Telefonkunden um über 29 Prozent auf 1,16 Millionen. Die Zahl der Kunden, die das Bezahlfernsehen sowie den digitalen Videorekorder der KDG nutzen, nahm um 13 Prozent auf 1,10 Millionen zu. So stiegen die Erlöse um über sechs Prozent auf knapp 390 Mio. Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte sogar um elf Prozent auf 176 Mio. Euro. Die Netto-Verbindlichkeiten sanken um fast 200 Mio. Euro. Unterm Strich blieb allerdings ein Fehlbetrag von 2,1 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 10,6 Mio. Euro.

Konzernchef von Hammerstein korrigierte gestern die Gewinnprognose nach oben. Das bereinigte Ebitda soll im laufenden Geschäftsjahr bei 715 bis 725 Mio. Euro liegen.

Sky mit anderen Kabelfirmen einig

Neben KDG spricht Sky auch mit dem Kölner Kabelkonzern Unitymedia, der in Nordrhein-Westfalen und Hessen agiert. Offenbar laufen die Gespräche am Rhein weniger zäh als mit KDG in München. “Es gibt einen starken Willen zur Einigung”, hieß es gestern in Verhandlungskreisen. Beteiligte erwarten eine Vertragsunterzeichnung bis zum vierten Quartal. Unitymedia gehört dem US-Medientycoon John Malone. Der Milliardär, der die Konzerne Liberty Media (QVC) und Liberty Global (Kabel) kontrolliert, kennt Rupert Murdoch, Chef der News Corp., seit vielen Jahren. Malone will in Deutschland schnelles Wachstum sehen. Er hatte Ende 2009 Unitymedia, die Nummer zwei, für 3,5 Mrd. Euro gekauft.

Mit vier Kabelfirmen ist Sky bereits ins Geschäft gekommen. Kabel Baden-Württemberg (Kabel BW) verkauft seit rund vier Wochen Abos des Bezahlkanals. Zudem gibt es eine Kooperation mit dem kleineren Netzbetreiber NetCologne (Köln) und KMS (München). Eine Partnerschaft mit Tele Columbus wird im Herbst starten.

Quelle: Handelsblatt

Kursinfo 26.08.2010, 13:42 h: Xetra (Vortag 0,965 €) 0,942 € – 0,023 € (- 2,38%)
Nicht sonderlich verwunderlich

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Aug 26 2010

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Sky-Vermarkter PMS holt Arte

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Sky-Vermarkter PMS holt Arte

Der deutsch-französische Kulturkanal Arte hat einen neuen Vermarkter gefunden. Ab 1. September übernimmt Premium Media Solutions (PMS) das Mandat des öffentlich-rechtlichen Senders. Bislang lag die Vermarktung bei IQ Media Marketing. Im Februar hatten beide Seiten die Trennung bekannt gegeben.



Arte hatte anschließend in einer europaweiten Ausschreibung nach einem neuen Vermarkter für das “Arte Magazin” in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie für das Sponsoring auf dem Kultursender und die Gewinnnspiele auf Arte.tv gesucht.

PMS ist eine Tochter des Pay-TV-Anbieters Sky und hat aktuell 15 Sender im Portfolio, darunter TNT Film, History und Spiegel Geschichte. Erst Ende Juli hat Sky PMS-Anteile zurückgekauft und hält nun über 75 Prozent. Die übrigen Anteile gehören der Beteiligungsgesellschaft Cuneo. Cuneo-Gesellschafter Andrea Malgara hat nun gemeinsam mit Sky-Vorstand Carsten Schmidt auch die Geschäftsführung von PMS übernommen. Für Malgara ist der Arte-Gewinn ein großer Erfolg, will er doch die Werbeeinnahmen von PMS in diesem Jahr möglichst verdoppeln. 2009 sollen sie bei 10 bis 20 Millionen Euro gelegen haben.

Quelle: horizont.net

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