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Mrz 08 2013

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Apples Musikstreaming-Dienst “iRadio” verzögert sich

Verhandlungen mit Musikkonzernen zu “iRadio” stellen sich schwieriger dar als in Cupertino erhofft. Vor allem mit Sony soll es ein zähes Ringen um Streaming-Entgelte geben. Die Vorstellungen von Apple können allerdings als gewagt bezeichnet werden.

Laut New York Times hatte Apple ursprünglich gehofft, seinen Dienst, dem öffentlich bereits der Spitzname “iRadio” verliehen wurde, rund um die Grammy Awards im Februar zu starten. Apples Modell sieht ein Streaming-Service ähnlich Pandora, inklusive einer Gratis-App, vor. Obwohl Pandora bereits einen vergleichsweise äußerst geringen Preis für das Streaming von individualisierten Musikkanälen zahlt, will Apple den Preis weiter drücken.

Wie die New York Post berichtet, will Apple 6 US-Cent pro 100 übertragenen Songs bezahlen. Pandora zahlt unterdessen das Doppelte, 12 Cent. Der auch in Österreich zugängliche Dienst Spotify muss in den USA sogar 35 Cent pro 100 Songs zahlen. Dass sich die Verhandlungen auf dieser Basis in die Länge ziehen, ist also wenig überraschend.

Mit Musikstreaming will Apple seine Werbeplattform iAds besser nutzen. Angeblich hatte Apple den Start von “iRadio” bereits rechtzeitig zur Veröffentlichung des iPhone 5 angestrebt, musste dann aber zurückrudern. Der Plan wurde aber weiterverfolgt. “iRadio” soll neben den USA auch in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zugänglich werden.

Obwohl Hauptkonkurrent Pandora vergleichsweise geringe Gewinne macht, lockt Apple die Aussicht auf ein Millionenpublikum. Pandora wird in den USA von 65 Millionen Menschen benutzt. Die Pandora-App ist nach Facebook die beliebteste Gratis-App im App Store.

Quelle: futurezone

via Apples Musikstreaming-Dienst “iRadio” verzögert sich.

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Dez 19 2011

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“Facebook hat Zeitpunkt für Börsengang verpasst”

Abgelegt unter Politik & Wirtschaft

Die Kursentwicklung jener Tech-Firmen, die 2011 an die Börse gingen, ist miserabel und nimmt im Branchen-Vergleich den letzten Platz ein. Aufgrund dieser Entwicklungen glauben Experten, dass Facebook den optimalen Zeitpunkt für den Börsestart bereits verpasst hat.

Mehr als 40 Firmen aus dem Tech-Sektor sind heuer an die Börse gegangen. Damit sind Tech-Firmen führend unter den Debütanten, kaum eine andere Branche konnte so viele „IPOs“ verzeichnen. Die Erstürmung des Aktienmarkts hatte für den Großteil der Unternehmen jedoch negative Folgen. Die Aktien der Debütanten stiegen am Ausgabetag zwar oft um die Hälfte und machten Gründer und Banken reich, seitdem ist der Kurs der meisten Titel aber im Fallen. Die Performance ist dabei nicht auf den gebeutelten Aktienmarkt zurückzuführen. Laut Analysten von Renaissance Capital schneiden neue Tech-Aktien im Vergleich zu anderen Branchen generell schlechter ab.

Die großen Verlierer

Den miserabelsten Börsengang 2011 hat FriendFinder.com verzeichnet. Seit dem Januar-Start hat die Aktie 93 Prozent verloren. Auch das chinesische Online-Netzwerk RenRen verzeichnet ein fettes Minus von 81 Prozent. Weitere Negativbeispiele: Die Suchmaschine Yandex (minus 53 Prozent), das Web-Radio Pandora (minus 40) und der YouTube Klon TuDou (minus 30).

Viel zu hohe Bewertungen
„Die Aktien kamen teilweise zu sehr hohen Bewertungsmultiplikatoren an die Börse, die extreme Wachstumsannahmen beinhalteten“, sagt Leopold Salcher, Analyst bei Raiffeisen Capital, im Gespräch mit der futurezone. Laut Salcher sind einige Firmen zum Zeitpunkt des Börsenganges auch noch nicht profitabel gewesen. Im Markt überwiege die Unsicherheit, ob die Geschäftsmodelle funktionieren und die Firmen profitabel werden können. Mit dem Börsegang geht die Pflicht einher, Geschäftsberichte zu legen und Bilanzen zu veröffentlichen – und diese sind meist schlechter als erwartet. „Geblieben ist die Enttäuschung der Investoren nach teilweise sehr hohen Kursverlusten und die Einsicht, dass die Bewertungen wohl nicht immer gerechtfertigt waren“, so der Börsenexperte.

Facebook ist zu spät
Ob die durchwachsene Performance der Tech-Firmen Auswirkungen auf den Börsegang von Facebook hat, lässt sich laut Salcher aktuell zwar schwer prognostizieren. „Meiner Meinung nach haben sie den Zeitpunkt des IPOs aber angesichts sinkender Aktivitätsniveaus vieler User, speziell in Nordamerika, und zunehmendem datenschutzrechtlichen Gegenwindes schon verpasst“, sagt der Analyst.

Software-Produkte als Retter
Die schlechte Entwicklung der Börsenneulinge steht jedoch nicht für die gesamte IT-Branche. „Der Tech-Sektor hat sich sehr solide entwickelt. Die Unternehmen haben nach der Krise 2008 ihre Geschäftsmodelle angepasst und optimiert. IT-Ausgaben sind heutzutage in vielen Sektoren nicht mehr so einfach zu kürzen, da sie immer stärker die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigen bzw. auch gefährden können“, sagt Salcher. Im Vergleich zu anderen Branchen wie Versorger oder Industrie habe die IT-Branche nur moderate 4,7 Prozent verloren.

„Auffallend gut entwickelte sich insbesondere der Softwaresektor“, so Salcher. Die Analysen beziehen sich dabei auf IT-Software, die vor allem im Geschäftssektor eingesetzt werden. Sie hat um 3,2 Prozent zulegt, während Halbleiter (minus 9,3) und Hardware (minus 11,1) jeweils stark verloren haben.

Etablierte Firmen unbeeindruckt
Vor allem tablierte Firmen konnten ihren Wert halten oder leicht steigern. Google hält aktuell bei plus 4,5 Prozent, Apple bei plus 17,9 und IBM bei plus 28 Prozent. „Große Technologieunternehmen durchschiffen Turbulenzen angesichts solider Bilanzen mit beträchtlichen Cashbeständen in der Regel, ohne größeren Schaden zu nehmen“, sagt Salcher.

Auswahl an Tech-Aktien, seit Jahresbeginn:

Google: +4,5%
Amazon: +0,5%
IBM: +28%
Apple: +18%
eBay: +6%
Intel: +11%
Dell: +11%
Electronic Arts: +28%
RackSpace: +38,2%

ActivisionBlizzard: -5%
Microsoft: -8%
HP: -37%
Akamai: -42%
Cisco: -11%
Nvidia: -12%
Netflix: -60%
TI: -12,6%

Quelle: futurezone

via Facebook plant Börsengang für April 2012.

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