Archiv für das Tag 'NDR'

Mai 26 2014

Profile Image of holgi-w

Etateinsparungen: NDR beklagt “paradoxe Situation”

Etateinsparungen: NDR beklagt “paradoxe Situation”

Im Zuge der Einsparungen, die den öffentlich-rechtlichen Sendern abverlangt werden, kündigt der NDR für die Jahre 2015 und 2016 eine Etatkürzung von insgesamt rund 37 Millionen Euro an. NDR-Intendant Lutz Marmor schielt sehnsüchtig auf die eingefrorenen Beitragsgelder.

“Es ist schon eine paradoxe Situation”, beklagt Marmor. “Das neue Beitragsmodell funktioniert glücklicherweise und bringt mehr Beitragsgerechtigkeit und mehr Erträge. Davon haben die Sender aber zunächst nichts, sie dürfen die Mehrerträge nicht ausgeben.”

Marmors Sichtweise ist durchaus eigenwillig, denn jene Rücklagen, die der Intendant offenbar für die Zukunft bereits eingerechnet hat und gern heute schon hätte, stehen eigentlich den Beitragszahlern zu. Das neue Beitragsmodell, demzufolge nun jeder Haushalt unabhängig vom Besitz eines TV-Geräts monatlich 17,98 Euro entrichten muss, bringt den öffentlich-rechtlichen Sendern für die Gebührenperiode von 2013 bis 2016 erwartungsgemäß einen Milliarden-Überschuss, dessen konkrete Höhe zunächst noch nicht genau beziffert werden kann.

Die für die Berechnung des Rundfunkbeitrags zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfahl den Ministerpräsidenten der Länder daraufhin im Februar, den monatlichen Beitrag für die Jahre 2015 und 2016 um 73 Cent auf 17,25 Euro zu senken. Die für 2013 und 2014 bereits zu viel gezahlten Beiträge sollten zunächst eingefroren werden, bis die tatsächliche Höhe der Mehreinnahmen feststeht.

Nachdem sich verschiedene öffentlich-rechtliche Sendergremien gegen diese Empfehlung ausgesprochen hatten und am aktuellen Beitrag festhalten wollten, haben die Politiker entgegen der Empfehlung der Kommission eine Senkung auf lediglich 17,50 Euro zum 1. Januar 2015 beschlossen. Im kommenden Jahr soll die Beitragshöhe erneut geprüft werden. Bis dahin liegen konkretere Analysen über die tatsächlichen Zusatzeinnahmen vor. Die zuviel gezahlten Beiträge, die quasi den Status einer Vorauszahlung haben, liegen bis dahin weiter auf Eis.

Somit sitzt auch der NDR auf einem Batzen Geld, den er nur angucken, aber nicht ausgeben darf. Weil das so ist, “bleibt das Geld also knapp. Aus diesem Grund müssen wir – wie schon in den vergangenen Jahren – weiter sparen und werden das so programmschonend wie möglich tun”, kündigt Marmor an. Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats, bestätigt den Kurs: “Die Finanzlage des NDR bleibt schwierig. Daher ist es wichtig, jetzt die Weichen für die kommenden zwei Jahre zu stellen. Der Verwaltungsrat unterstützt den Intendanten ausdrücklich bei seinem Kurs, solide zu wirtschaften – gemeinsames Ziel muss es bleiben, auch bei knappen Kassen den Zuschauern und Hörern attraktive und vielfältige Angebote zu machen. Langfristig wird aus meiner Sicht eine Anpassung des Rundbeitrags an die Inflationsrate unumgänglich sein.”

In ihrem 19. Bericht hatte die KEF im Februar von ARD und ZDF weitere Sparmaßnahmen gefordert. Kritisiert wurde dabei unter anderem die Zweckentfremdung von Programmmitteln zugunsten des Personalaufwands. So zeigte sich die Kommission etwa beim Budgetabgleich für die Beitragsperiode von 2009 bis 2012 unzufrieden mit der Verteilung der Beiträge auf die einzelnen Kostenfaktoren: “Auffällig ist, dass die Mittel bei ARD und ZDF für das Programm erheblich niedriger liegen als im 16. Bericht. Die Aufwendungen im Personalbereich wurden deutlich überschritten.” Für ihr Programm hatte die ARD 93,4 Millionen Euro weniger aufgewendet als von der KEF anerkannt. Die eingesparten Mittel wurden unter anderem für höhere Ausgaben im Personalbereich genutzt.

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

via Etateinsparungen: NDR beklagt “paradoxe Situation”.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Feb 27 2013

Profile Image of holgi-w

NDR: Kein Rundfunkbeitrag für Freiwillige Feuerwehren

Hamburg – Für Freiwillige Feuerwehren wird kein Rundfunkbeitrag erhoben – weder für Gerätehäuser noch für Feuerwehrfahrzeuge. Das hat der Norddeutsche Rundfunk vor dem Hintergrund von gegenteiligen Presseberichten klargestellt. Darin ging es u. a. um Bockenem im Harz. Die Stadt sah nicht ein, für die Einsatzfahrzeuge ihrer 17 Ortsfeuerwehren Rundfunkbeitrag zahlen zu sollen. “Das muss die Stadt Bockenem auch nicht”, so Wolfgang Hecker, Leiter der Abteilung Beitragsservice beim NDR. “Der Gesetzgeber sieht für Freiwillige Feuerwehren keine Beitragspflicht vor, und zwar weder für Feuerwehrhäuser noch für Feuerwehrautos. Letztere sind auch dann beitragsfrei, wenn sie auf eine Stadt oder eine Gemeinde angemeldet sind. Es kommt lediglich darauf an, dass die Fahrzeuge der Feuerwehr zugerechnet werden können – was insbesondere bei Einsatzfahrzeugen eindeutig der Fall ist.”

Die Stadt Bockenem hat mittlerweile alle 21 zunächst beim Beitragsservice angemeldeten Fahrzeuge ihrer Freiwilligen Feuerwehren rückwirkend zum 1. Januar 2013 wieder abgemeldet.

Etwas anders als bei Freiwilligen Wehren sieht es bei Berufsfeuerwehren aus, bei denen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig sind. Hier sind die jeweiligen Betriebsstätten grundsätzlich beitragspflichtig. Allerdings zählen sie zu den Einrichtungen des Gemeinwohls, für die laut Gesetz Sonderregelungen vorgesehen sind: Pro Feuerwache sind monatlich maximal 17,98 Euro Rundfunkbeitrag zu zahlen. Für Feuerwehrautos wird auch hier kein Beitrag erhoben.

“Bei Unklarheiten können sich norddeutsche Städte und Gemeinden gern an den Beitragsservice des NDR in Hamburg wenden”, so Wolfgang Hecker. “Viele Fragen, die sich aus dem neuen Beitragsrecht ergeben, lassen sich gemeinsam schnell klären.”

26. Februar 2013

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk, NDR Presse und Information

via NDR: Kein Rundfunkbeitrag für Freiwillige Feuerwehren.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 22 2012

Profile Image of holgi-w

Andreas Gerling kehrt als Leiter “Show, Musik und Quiz” zum NDR zurück

Hamburg, 22.06.2012 – Andreas Gerling kehrt zum NDR zurück und wird ab 1. September 2012 Leiter der Abteilung “Show, Musik und Quiz”. Diese Position hatte er bereits bis zu seinem Wechsel zum ZDF im Juli 2011 inne. In Mainz ist Gerling derzeit Leiter des Programmbereichs “Quiz und Showentwicklung”. Dem Personalvorschlag von NDR Intendant Lutz Marmor stimmte der Verwaltungsrat des Senders am Freitag (22. Juni) in Hamburg zu. Seit dem Fortgang Gerlings war seine Stelle beim NDR vakant. Die Aufgaben hatte Thomas Schreiber, Leiter des Programmbereichs Fiktion und Unterhaltung im NDR, zusätzlich kommissarisch übernommen.

Lutz Marmor: “Von Andreas Gerling versprechen wir uns wichtige Impulse für die Entwicklung der Showformate im Ersten und im NDR Fernsehen. In den zehn Jahren, in denen er für den NDR tätig war, hat er seine besondere Begabung für das Unterhaltsame eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sei es bei der Entwicklung von ‘Klein gegen Groß’ oder bei der Neuauflage von ‘Dalli Dalli’. Ich bin froh, dass sich die Möglichkeit seiner Rückkehr ergeben hat!”

Andreas Gerling (40) stammt aus Ludwigslust. Er studierte Theater-, Kultur- und Politikwissenschaft in Berlin. 1999 kam er als Volontär zum NDR. Bevor er 2010 die Leitung der Abteilung “Show, Musik und Quiz” übernahm, arbeitete er u. a. als Redakteur im Programmbereich Fernsehspiel, Unterhaltung und Serien des NDR.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk, NDR Presse und Information

via Andreas Gerling kehrt als Leiter “Show, Musik und Quiz” zum NDR zurück.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Feb 05 2011

Profile Image of holgi-w

NDR-Rundfunkrat segnet ESC-Finanzierungskonzept ab

Abgelegt unter Politik & Wirtschaft

NDR-Rundfunkrat segnet ESC-Finanzierungskonzept ab

Der NDR-Rundfunkrat hat heute dem vom Intendanten Lutz Marmor vorgelegten Finanzierungskonzept für den “Eurovision Song Contest” zugestimmt. Ebenfalls abgesegnet sind damit auch die Pläne zur inhaltlichen und kreativen Umsetzung.

Finanzieren will der NDR den Singwettstreit nicht nur aus der ARD-Kasse. Eingeplant sind auch die Einnahmen aus Kartenverkäufen, Lizenzierung und Sponsoring sowie ein Sockelbetrag, der von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) kommt. Welche Summe sich die ARD den Grand Prix kosten lässt, wurde nicht preisgegeben. Laut Medienberichten sollen sich die Ausgaben im Bereich von zwölf Millionen Euro bewegen.

Um den Grand Prix ausrichten zu dürfen, hat auch die Stadt Düsseldorf finanzielle Ausgaben übernommen. So entsteht derzeit beispielsweise das erste “Wegwerf-Stadions” Deutschlands. Weil Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf drei Spiele lang auf seine Arena verzichten muss, wird auf dem Vorplatz eine “temporäre” Heimstätte errichtet, die später wieder abgerissen wird. Derzeit sucht die Stadt einen Namenssponsor, der einen Teil der Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro übernimmt.

Die Vorsitzende des NDR-Rundfunkrats, Dagmar Gräfin Kerssenbrock, unterstreicht die Bedeutung des “Eurovision Song Contest” für die ARD: “Mit dieser großen internationalen Show, deren Gastgeber Deutschland in diesem Jahr ist, erreicht Das Erste auch sehr junge Zuschauer. Ihre Idee und ihre Form heben sich wohltuend von manchen Unterhaltungsformaten anderer Sender ab, die auf Skandale, Krawall und Sensationsgier setzen. Der ‘Eurovision Song Contest’ ist im besten Sinne ein Familien-Event für alle Altersgruppen.” Mit der Veranstaltung und speziell auch mit dem deutschen Beitrag wolle man “eine sympathische Visitenkarte für Deutschland” abgeben.

Deutliche Worte gab es von der Vorsitzenden in Richtung des ARD-Programmbeirats. Dessen Vertreter hatten Kritik an der Konzeption des deutschen Vorentscheids geübt und dabei auch Lena miteinbezogen: Es sei “deutlich geworden, dass die Sängerin mittlerweile ihre Unbefangenheit verloren” habe. Sie spiele “nun nur noch eine Rolle”, heißt es in einem Sitzungsprotokoll vom Oktober, aus dem der “Spiegel” in dieser Woche zitierte.

“Der ARD-Programmbeirat ist ein internes Beratungsgremium für die Fernseh-Programmdirektoren”, so Gräfin Kerssenbrock. Er sei in dieser Angelegenheit weder zuständig noch habe er Beschlusskompetenz. “Ohne sich zuvor eingehend zu informieren, hat sich der Programmbeirat Pressemeldungen zufolge eine Meinung gebildet, die dann pünktlich zum Start des deutschen Vorentscheids zum ESC publik wird. Das ist alles andere als hilfreich.”

Quelle: NDR 05.02.2011

NDR-Rundfunkrat segnet ESC-Finanzierungskonzept ab.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare