Archiv für das Tag 'kritik'

Apr 26 2013

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ZDF-Chefredakteur Peter Frey kritisiert Stefan Raabs Teilnahme am “Kanzlerduell”

Abgelegt unter Politik & Wirtschaft

“Keine Showbühne für Mätzchen von Moderatoren”

Heidelberg, 25.04.2013 – Im Exklusiv-Interview mit dem Mediendienst kress kritisiert ZDF-Chefredakteur Peter Frey den ProSieben-Moderator Stefan Raab scharf. In dem Gespräch, das im gedruckten kressreport 9/13 (EVT: 3. Mai) erscheint, stellt Frey die “politische Kompetenz” des TV-Unterhalters in Frage. Auslöser für die Breitseite aus der Chefetage des Mainzer Senders ist die Tatsache, dass Stefan Raab nun zur Riege der Moderatoren zählt, die ARD, ZDF, RTL und die ProSiebenSat.1-Gruppe in das geplante “Kanzlerduell” zwischen Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück entsenden.

“Wir brauchen fürs Duell keinen Unterhaltungsmoderator, um junges Publikum zu erreichen”, sagt Frey und verweist auf die TV-Quoten des zurückliegenden “Kanzlerduells”. “ARD und ZDF hatten 2009 bei den unter 50-Jährigen einen Marktanteil von 23,7 Prozent, Sat. 1 hatte 3,4 Prozent. Das wird nicht anders werden, wenn jetzt ProSieben überträgt”, so der ZDF-Chefredakteur. “Im Duell, das die herausragende Informationssendung des Wahljahres ist, müssen die Kandidaten und nicht die Moderatoren im Vordergrund stehen. Als Werbeplattform für einen Nischensender eignet sich dieses Ereignis nicht.”

Anders als mit dem einstigen Sat.1-Vertreter Peter Limbourg, der die Sendergruppe verlassen hat und nun Deutsche Welle-Intendant ist, erwartet sich Frey vom “Absolute Mehrheit”-Polittalker Raab keinen echten Gewinn fürs “Kanzlerduell”. “Es muss eine solide, seriöse und von politischer Kompetenz geprägte Gesprächsführung herauskommen”, sagt Peter Frey im Gespräch mit kress. “Das Duell ist keine Showbühne für die Mätzchen von Moderatoren. Nach der Sendung soll Deutschland nicht darüber diskutieren, ob Raab auch Politik kann, sondern wer die oder der bessere im Kanzleramt ist.”

Auszüge aus dem Interview mit Peter Frey, das in der Langfassung auch die Kollegen von der ARD hart angeht, sind ab sofort unter www.kress.de zu lesen.

Quelle: Birte Bühnen, Mitglied der Chefredaktion, kress.de

 

ZDF-Chefredakteur Peter Frey kritisiert Stefan Raabs Teilnahme am “Kanzlerduell”.

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Mrz 13 2013

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Tierschutzorganisation PETA kritisiert Walfang in Assassin’s Creed 4

Abgelegt unter Konsolen & Spiele

Der neueste Teil der Videospiel-Reihe Assassin’s Creed wird von der Tierschutzorganisation PETA für Walfang-Elemente im Spiel kritisiert. Diese würden den Walfang glorifizieren. Ubisoft antwortete recht hämisch auf die Kritik.

Das Anfang März angekündigte Assassins Creed 4 muss bereits jetzt schwere Kritik einstecken. Die Tierschutzorganisation PETA äußerte sich besorgt darüber, dass das im Piraten-Szenario angesiedelte Spiel unter anderem Walfang als Spielelement beinhalten würde. Vom Schiff aus könnte laut mehreren Fachmagazinen mit Harpunen auf Wale geschossen werden.

Das sei, in Anbetracht dessen, dass diese “blutige Industrie” nach wie vor bestehe, eine Schande und würde Walfang glorifizieren. Des weiteren befürworte man Spiele, die Tiere feiern, nicht aber das Töten und Verletzen befürworten würden. Die Kritik von PETA erntete im Internet sehr viel Häme, nicht zuletzt durch die kreative Antwort von Ubisoft.

“Wir befürworten das Piraten-Leben nicht”
Ubisoft antwortete auf die Vorwürfe nicht ganz ernst auf VentureBeat. Zunächst wird betont, dass Assassin`s Creed ein fiktionales Werk sei, das nun einmal in der Goldenen Ära der Piraterie angesiedelt ist. “Wir dulden jedoch keinen illegalen Walfang, ganz genauso wie wir den Piraten-Lebensstil, der von mangelhafter Hygiene, Plündern, Schiffen entern und betrunkenen Ausschweifungen geprägt ist, nicht dulden.”

Auch auf die Kritik an Spielen, die die Jagd an Tieren thematisieren, wird eingegangen: “Selbst wenn das Spiel Walfang glorifizieren würde, würde es unserer Meinung nicht eine ganze Generation von Spielern dazu verleiten, Buckelwale in der Karibik zu jagen. Genauso wenig dürfte je ein Spieler eines Assassin`s Creed-Titels durch das Spiel einen Job als Auftragsmörder erhalten haben.”

Quelle: futurezone

via Tierschutzorganisation PETA kritisiert Walfang in Assassin’s Creed 4.

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Mrz 10 2013

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Samsung: “Windows 8 nicht besser als Vista”

Abgelegt unter PC-Ecke

Das neue Microsoft-Betriebssystem musste sich mitterlweile schon einiges an Kritik gefallen lassen. Nun bezeichnete ein hochrangiger Samsung-Manager Windows 8 gar als “um nichts besser als Windows Vista”.

“Ich denke, das Windows-8-System ist überhaupt nicht besser als die frühere Windows-Vista-Plattform”, so Dong-Soo Jun, verantwortlich für Samsungs Speichersparte, gegenüber der Korean Times. Der Start von Windows 8 habe es nicht geschafft, die Nachfrage nach PCs zu verstärken. Er erwarte nicht, dass sich die PC-Industrie in nächster Zeit erholen werde, erklärte der Samsung-Manager.

Zuvor hatte bereits Fujitsu Windows 8 für seine eigenen sinkenden PC-Verkäufe verantwortlich gemacht. Dass sich jedoch ein Microsoft-Partner derart scharf gegenüber dem Betriebssystem äußert und den Vergleich mit Vista wagt, ist neu.

Die Aussage erscheint aus einem technischem Standpunkt heraus überzogen. Gleichzeitig macht sie aus Sicht von Samsung aber wohl Sinn, wenn man den Vergleich auf das Geschäft bezieht. Tatsächlich hilft Windows den Herstellern bisher nicht, mehr Computer zu kaufen, das zeichnete sich bereits zu Beginn des Jahres ab. Samsung plane daher auch, die Produktion von Speicherchips für PCs zurückzufahren und sich mehr auf jene für Smartphones zu konzentrieren, kündigte Dong-Soo an.

Quelle: futurezone

via Samsung: “Windows 8 nicht besser als Vista”.

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Jan 03 2013

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Berichterstattung der Bild-Zeitung zum neuen Rundfunkbeitrag erneut grob falsch und irreführend

Hamburg, 03.01.2013 – Die Bild-Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 03.01.2013, die neue “TV-Zwangssteuer” solle vor allem dazu dienen, die Einnahmen von ARD und ZDF zu steigern. “Dies ist und bleibt grob falsch und irreführend”, sagt SWR-Justitiar Hermann Eicher, federführend in der ARD für den neuen Rundfunkbeitrag zuständig. Das von der Bild-Zeitung angeführte Zitat des ehemaligen GEZ-Geschäftsführers Hans Buchholz ist aus dem Zusammenhang gerissen und lässt die Gesamtrechnung unberücksichtigt.

Es trifft zu, dass in den Berechnungen, die der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) unterbreitetet worden sind, davon ausgegangen wird, dass sich durch den umstellungsbedingten, einmaligen Meldedatenabgleich die Zahl der Beitragszahler möglicherweise um ein Prozent erhöhen lässt. Diese prognostizierte Erhöhung ist aber Teil einer Gesamtrechnung, die zu berücksichtigen hat, dass der neue Rundfunkbeitrag an anderer Stelle deutliche Mindereinnahmen erbringt, z. B. durch den Wegfall von Mehrfachgebührenpflichten, die Deckelung auf einen Beitrag pro Betriebsstätte für Institutionen des Gemeinwohls (Polizei, Feuerwehr, Universitäten, gemeinnützige Vereine, etc.) und der Beitragsfreiheit für das erste Kraftfahrzeug pro Betriebsstätte für Unternehmen.

Daher wird auch der ehemalige GEZ-Geschäftsführer, Hans Buchholz, erst dann richtig zitiert, wenn dieser dazu ausführt, “dies sei in den Reformberechnungen der Ministerpräsidenten berücksichtigt”. Wenn die Zahl der Beitragszahler um ein Prozent steigen würde, geht die Gesamtrechnung aufgrund der angenommenen Mindereinnahmen von Aufkommensneutralität aus. Die von der Bild-Zeitung aufgeführten Steigerungen der Einnahmen “um mindestens zehn Prozent” sind aus Sicht von ARD, ZDF und Deutschlandradio in keinster Weise nachvollziehbar. “Eine Nachfrage bei ARD oder ZDF wäre journalistisch angebracht gewesen, um diese Fehlberichterstattung zu vermeiden”, sagt SWR-Justitiar Eicher.

Quelle: presse@rundfunkbeitrag.de

via Berichterstattung der Bild-Zeitung zum neuen Rundfunkbeitrag erneut grob falsch und irreführend.

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Aug 30 2012

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Wirbel um Halbnackt-Darstellung Michelle Obamas

Kritiker werfen spanischer Zeitschrift Verharmlosung der Sklaverei vor

Madrid/Wien (pte013/29.08.2012/10:30) – Die künstlerische Abbildung einer halbnackten Michelle Obama bringt einer spanischen Zeitschrift derzeit Rassismus-Vorwürfe. Das “Magazine de Fuera de Serie”, eine Beilage der Tageszeitung “El Mundo”, setzte für sein Titelbild den Kopf der First Lady der USA per Photoshop auf ein Gemälde aus dem Jahr 1800, das eine schwarze Frau mit offenen Brüsten darstellt. Eine Welle der Empörung schwappte durch zahlreiche Internet-Foren, wobei viele Kritiker Bezüge zur Sklaverei und deren Verharmlosung herstellen.

Weiße Vormachtstellung

“Journalisten und Grafiker haben das Gefühl, mit Menschen schwarzer Hautfarbe nach Belieben verfahren zu können. Wie seriös und kompetent diese auch auftreten mögen, es ist ihnen egal. Der aktuelle Fall zeigt ungeheure Respektlosigkeit, weiße Vormachtstellung und Rassismus”, urteilt Simon Inou, Journalist und Leiter des Vereins zur Förderung interkultureller Medienarbeit M-Media.or.at.

Das Titelbild stellt eine sitzende Michelle Obama dar, mit bloßer Brust und umgeben von einer US-Flagge. “Keine Zeitschrift würde es wagen, mit einer halbnackten Laura Bush, Hilary Clinton oder Barbara Bush zu titeln. Die erste schwarze First Lady der USA wurde jedoch mittels Photoshop wieder zur Sklavin gemacht, unterwürfig und machtlos. Das war kein Missgeschick, sondern Kalkül”, so der Wiener Medienexperte.

Konträre Botschaft

Zurück geht das Bild auf das Louvre-Gemälde “Portrait d’une négresse”, das ursprünglich die Freiheit der schwarzen Bevölkerung und die Rechte der Frau zum Ausdruck bringen sollte – es entstand sechs Jahre nach Abschaffung der Sklaverei in Frankreich. Fraglich ist, ob die nun abgebildete Michelle-Obama-Version von Marie-Guillemine Benoist darauf Bezug nehmen wollte: Auch andere berühmte Nacktbilder hat die Künstlerin zur Portraitierung von Prominenten – darunter Schwarze wie Weiße – verwendet.

Der zugehörige Artikel in der Zeitschrift handelt von der Popularität Michelle Obamas und ihrer Schlüsselrolle für die mögliche Wiederwahl ihres Gatten bei der US-Präsidentenwahl im November. “Der Journalist Pablo Scarpellini lüftet Geheimnisse der Frau, die nicht nur das Herz Barack Obamas gewonnen hat”, lautet die Ankündigung auf der Homepage des Magazins, wobei auf das Sprichwort “Hinter jedem großen Mann steht eine große Frau” Bezug genommen wird.

Vorbildwirkung ignoriert

Dem Magazine de Fuera de Serie muss klar gewesen sein, dass ein flüchtiges Betrachten des Bildes völlig andere Assoziationen als der Text hervorruft, so Inou. Das Ergebnis sei für Schwarze eine Katastrophe. “Nachdem Michelle Obama früher eine exzellente Anwältin war und sich auch jetzt als First Lady nie etwas zuschulden kommen ließ, gilt sie als ‘Role Model’ schlechthin. Wer das bewusst missachtet, verletzt viele Menschen – auf sehr ähnliche Weise wie kürzlich die Urinfleck-Darstellung von Papst Benedikt XVI.”

Quelle: pressetext.com / Bild: Magazine de Fuera de Serie

via Wirbel um Halbnackt-Darstellung Michelle Obamas.

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Mai 23 2012

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Google und Co. verweigern Zugriff auf interne Daten

Fehlende Transparenz bei wissenschaftlichen Studien in der Kritik

Palo Alto/Wien (pte027/22.05.2012/13:55) – Große Technologie-Unternehmen wie Facebook, Google oder Microsoft stellen bei ihren wissenschaftlichen Veröffentlichungen immer öfter relevante Datensätze nicht zur Verfügung. Hauptgrund dafür ist der brancheninterne Konkurrenzdruck. Genaue Zahlen über Telefongespräche, Textnachrichten oder Klicks im Internet bleiben somit unbekannt. Dieser Umstand wird von vielen Forschern als schlechte Wissenschaft, Heimlichtuerei und potenzieller Betrug bekrittelt. Die Unternehmen argumentieren, dass eine vollständige Quellenangabe den Schutz von persönlichen Daten verletzt.

Unternehmenszweig Wissenspolitik

“Wenn wichtige Quellen vorsätzlich geheim gehalten werden, besteht die Gefahr, dass eine wissenschaftliche Publikation zu einem Marketinginstrument verkommt”, schildert Maximilian Fochler vom Institut für Wissenschaftsforschung der Universität Wien. Unternehmen entdecken nun immer mehr die Wissenschaft als nützliches Feld und wollen dadurch gezielt Wissenspolitik betreiben, so Fochler weiter.

Die Entwicklung dieses Geschäftszweigs verläuft äußerst dynamisch. Andreas Weigend, ehemaliger Chef der wissenschaftlichen Abteilung von Amazon, meint dazu: “In der Internet-Ära bewegt sich Forschung weg von den Universitäten hin zu den Goggles, Amazons und Facebooks dieser Welt.”

Nachholbedarf bei Journals

Das Problem der schwierig nachvollziehbaren Studien von Unternehmen betrifft sämtliche Wissenschaftsdisziplinen. Ein aktueller Bericht hat ergeben, dass 44 von 50 führenden, wissenschaftlichen Journals ihre Autoren über die Notwendigkeit frei zugänglicher Datensätze unterrichten. Weniger als 30 Prozent der darin veröffentlichten Papers entsprechen jedoch dieser Anforderung.

Bei einer Konferenz im französischen Lyon hat sich unlängst die wissenschaftliche Community demonstrativ gegen eine solche Vorgehensweise gestellt. Ein Wissenschaftler hat dort im Auftrag von Google ein Paper zur Popularität von YouTube-Videos in verschiedenen Ländern präsentiert. Der Zugang zu den Quellen ist verwehrt geblieben. Man werde diese Art von Paper zukünftig nicht mehr akzeptieren, sagte der Vorsitzende Bernardo A. Huberman.

Quelle: pressetext.com

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Apr 18 2012

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ARD-Chefredakteur Thomas Baumann weist Kritik des WDR-Rundfunkrats an Gesprächssendungen zurück

München, 17.04.2012 – Mit Verwunderung hat ARD-Chefredakteur Thomas Baumann auf die Kritik des WDR-Rundfunkrats an den so genannten Talksendungen des Ersten Deutschen Fernsehens reagiert. Der Rundfunkrat des WDR vertritt die Ansicht, es gebe im Ersten zu viele dieser Sendungen. Die Sendungen behandelten zu häufig ähnliche Themen mit denselben Gästen. “Diese Sichtweise erscheint mir sehr wenig differenziert zu sein und sehr stark auf selektiver Wahrnehmung zu beruhen”, entgegnet Baumann. Die Auffassung des Rundfunkrats, die Gesprächssendungen des Ersten haben sich in den letzten Monaten zu intensiv mit dem Thema “Wulff” befasst, weist Baumann zurück. Diese Kritik verkenne, dass der “Fall” des Ex-Bundespräsidenten monatelang viele Medien im Lande beschäftigt habe, weil es ein in der bundesdeutschen Geschichte einmaliger Vorgang sei. “Die Dimension dieser Causa und ihre Folgewirkungen haben es eindeutig gerechtfertigt, dieses Oberthema in mehreren Sendungen aufzugreifen”, erklärt Baumann. Überdies hätten die Gesprächssendungen des Ersten während der “Affäre Wulff” auch eine Vielzahl anderer Themen behandelt – wie etwa die Verschuldungskrise europäischer Staaten, den “braunen Terror” der “NSU” und das Unglück der “Costa Concordia”.

Ins Leere geht der WDR-Rundfunkrat für Baumann mit seinem Vorwurf, die Gesprächssendungen des Ersten setzten immer nur auf die gerade aktuellsten Themen. “Unsere Sendungen springen keineswegs nur auf vorhandene Themen auf, sie setzen unabhängig von der Nachrichtenlage auch selbst eigene Themen”, erwidert Baumann und nennt Beispiele:

- Warum gibt es so viele “Bildungsverlierer” in Deutschland? (“Günther Jauch”, 27.11.2011)
- Gerät Auschwitz in Vergessenheit?(“Günther Jauch”, 5.2.2012)
- Wer versagt beim Kinderschutz? (“Günther Jauch”, 26.2.2012
- Öffentlichkeit um jeden Preis? (“hart aber fair”, 27.2.2012
- Beim Sterben Mensch bleiben (“hart aber fair”, 16.4.2012)
- Was hat das Prostitutionsgesetz in Deutschland gebracht? (“Menschen bei Maischberger”, 13.3.2012)
- Sind Deutschlands Beamte überversorgt und überbezahlt? (“Anne Will”, 8.2.2012)
- Albtraum Pflege (“Anne Will”, 28.3.2012)
- Hat die Kirche noch Antworten (“Anne Will”, 4.4.2012)
- Berliner Republik – ist die Realität die bessere Satire? (“Beckmann”, 26.1.2012)
- Frauen & Macht (“Beckmann”, 8.3.2012)
- “Kampfzone Politik” – vom gegenseitigen Umgang (“Beckmann”, 12.4.2012)

Für eine Reduzierung der so genannten Talksendungen im Ersten, die der WDR-Rundfunkrat anregt, sieht Baumann keine Veranlassung. “Das Publikum jedenfalls scheint von der Qualität unserer Sendungen überzeugt zu sein und beobachtet diese mit zunehmenden Interesse”, erklärt Baumann. Der ARD-Chefredakteur verweist darauf, dass seit der Einführung des neuen Programmschemas im Spätsommer 2011 vier der fünf Sendungen teils signifikante Zuwächse in der Akzeptanz verbuchen:

“hart aber fair” 2011: 3,06 Millionen Zuschauer/Marktanteil 9,6%
“hart aber fair” 2012: 3,62 Millionen Zuschauer/Marktanteil 11,1%

“Menschen bei Maischberger” 2011: 1,56 Millionen Zuschauer/Marktanteil 10,9%
“Menschen bei Maischberger” 2012: 1,95 Millionen Zuschauer/Marktanteil 12,0%

“Anne Will” 2011: 1,63 Millionen Zuschauer/Marktanteil 10,4%
“Anne Will” 2012: 1,80 Millionen Zuschauer/Marktanteil 11,6%

“Beckmann” 2011: 1,02 Millionen Zuschauer/Marktanteil 7,6%
“Beckmann” 2012 : 1,06 Millionen Zuschauer/Marktanteil 7,0%

“Günther Jauch” 2011: 4,52 Millionen Zuschauer/Marktanteil 15,6%
“Günther Jauch” 2012: 4,82 Millionen Zuschauer/Marktanteil 15,7%

Dem Vorschlag des WDR-Rundfunkrats, unterschiedliche Sendungen sollten sich künftig jeweils einen Sendeplatz teilen, begegnet Baumann mit großer Skepsis: “Bei den Gesprächssendungen prägen Köpfe das Programm. Diese Wirkung droht zu verpuffen, wenn man an der Frequenz unserer Sendungen herumschrauben würde. Im Übrigen müssten die Produzenten für die Hälfte der Sendungen ebenso viel Personal vorhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solches Modell bezahlbar wäre”, sagt Baumann.

Quelle: Dr. Bernhard Möllmann, Presse und Information Das Erste

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Jan 05 2012

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Firmenpolitik: Kritische Journalisten bei Nokia unerwünscht

Abgelegt unter Handy-Ecke

Beim ehemaligen Handy-Weltmarktführer, der in den vergangenen Jahren gehörig ins Trudeln geraten ist und von Konkurrenten wie Samsung und Apple teilweise überholt wurde, pflegt man „Journos“ gegenüber eine sehr eigenwillige Einstellung: Interview-Möglichkeiten mit Nokia-Chef Stephen Elop werden offenbar bevorzugt Journalisten gewährt, die „Fans“ des Unternehmens sind bzw. nicht kritisch oder negativ über das Unternehmen berichten.

Als Technologie-Portal versucht man, die Leser mit interessanten, exklusiven Artikeln zu versorgen und auch ein Interview mit dem einen oder anderen CEO zu bekommen. Im Vergleich zu „New York Times“, „Wallstreet-Journal“ oder etwa „Financial Times“ haben es Medien aus kleinen Ländern schwerer, an solche Technologie-Granden zu gelangen. Aber dieser Wettbewerbsvorteil hält uns nicht davon ab, auch bei den Weltkonzernen um Interviews mit den CEOs anzusuchen. So wie diese Woche bei Nokias CEO Stephen Elop, der anlässlich der Elektronikmesse CES in Las Vegas Interviews geben wird.

Die von Nokia angebotene Interview-Möglichkeit im Rahmen eines Roundtables mit CEO Stephen Elop hat die futurezone freilich gerne angenommen. Doch die Absage kam diese Woche. Die lapidare Begründung: Die Plätze für den Roundtable seien schon vergeben worden. In Wahrheit hat Nokia allerdings sehr spezielle interne Kriterien, welche die Teilnahme kritischer Journalisten an Gesprächsrunden in kleinem Kreis verhindern soll.

Nur Nokia-Fans erwünscht
Diesen Schluss lässt zumindest ein der futurezone zugespieltes Mail eines der höchsten Nokia-Manager in Helsinki, Niklas Savander, zu. Savander ist „Executive Vice President“ von Nokia, zählt zu den Top-3-Managern des Konzerns. Die Absage der zuvor angebotenen Interview-Möglichkeit wird intern unter anderem damit begründet, dass der betroffene Journalist laut der österreichischen Pressesprecherin „*kein* Fan und sehr negativ uns gegenüber eingestellt“ sei. Im Original-Mail liest sich das wie folgt: „Our Austria Comms head also stressed that (t)his journo (journalist, Anm.) is *not* a fan. Has been very negative towards us.“

Sie haben unsere Liebe kürzlich erfahren
Dass es mit dem Roundtable auf der CES nicht klappt, ist dem Nokia-Manager zufolge ohnehin nicht weiter schlimm. Die Publikation habe kürzlich ohnehin „Liebe von uns erfahren“, da sie zur Nokia World Konferenz in London eingeladen wurde: „The pub(lication) below was brought to Nokia World and have seen love from us recently“. Zur Info: Zur Nokia World wurden Ende Oktober 2011 etwa 1000 Journalisten weltweit nach London eingeladen, wo ihnen die neuesten Nokia-Entwicklungen präsentiert wurden.

Savander meint im Mail schließlich, man solle den Journalisten mit einer „Standführung“ ruhig stellen: “I will reach out to the journo, apologizing for the disconnect and inviting him to our booth. But I will not be offering a slot with Stephen.”

Ob ein Anruf des deutschen Bundespräsidenten bei der „Bild“, eine Intervention der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin beim ORF, die Inseratenskandal oder die Drohung von Unternehmen, Anzeigen in Zeitungen zu stornieren – die Einflussnahme ist derzeit allgegenwärtig. Es ist ein Machtspiel, bei dem die Objektivität der Medien attackiert und in Gefahr gebracht wird. Es ist schade, dass es Nokia notwendig hat, mögliche Kritik schon im Vorfeld im Keim zu ersticken und kritische Fragen zu verhindern.

Quelle: futurezone

via Firmenpolitik: Kritische Journalisten bei Nokia unerwünscht.

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Dez 11 2011

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“HD+”-Facebook-Seite ist für SES Astra bislang Schuss ins Knie – viel Kritik

Die “HD+”-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra, die ein Dutzend verschlüsselter Sender mit partiellen HD-Inhalten gegen 50 Euro Gebühr im Jahr samt technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und Archivierung ausstrahlt, hat sich mit ihrer neu aufgeschalteten Facebook-Präsenz bislang noch keinen Gefallen getan.

n den Nutzerkommentaren überwiegen deutlich die negativen und ablehnenden Stimmen. Surfer hinterlassen auf der Pinnwand unter anderem Anmerkungen wie: “Im Ausland kennt man keine Vorspulsperre. Wieso soll das in Deutschland nötig sein?”, “Was viele hier vergessen: ProSieben und Sat.1 haben von Oktober 2005 bis Mitte 2007 bereits mal unverschlüsselt und ohne Gängelung in HD ausgestrahlt” oder auch ” ‘Dank’ HD- hat mein Icord nur noch 90 Minuten Timeshift! Und in der älteren Firmware gab es den Bug mit dem springenden EPG. Also ‘vielen Dank’ ”

“Warum sollte ich für etwas, das auch frei zugänglich ist, Geld bezahlen? Als früher das s/w fernsehen vom farbfernsehen abgelöst wurde, musste ich ja auch nichts extra zahlen, um Daktari endlich in Farbe sehen zu können.”, heißt es an anderer Stelle, zudem werden die Hotline-Kosten gerügt: “Teure Hotline: Für HD+ muss man nicht nur 50€ im Jahr bezahlen, sondern wenn man Probleme hat, wird die Hotline erst recht teuer: knapp 50 Cent die Minute aus dem Festnetz.”

HDplus-Vertriebschef Timo Schneckenburger hatte am Montag noch die Hoffnung geäußert, mit den Surfern in einen “guten, konstruktiven Dialog im Netz” zu treten (siehe weiter unten “Umstrittene “HD+”-Plattform freut sich auf “konstruktiven Diaolog” über Facebook). Von einem echten Dialog auch mit den beteiligten TV-Sendern ist bislang kaum etwas zu spüren, die Postings werden aber durchweg mit den bekannten Hinweisen beantwortet.

Ein Facebook-Poster schrieb denn auch: “Aufarbeitung von Kritik? Hallo HD-Plus-Team! Wie ich sehe müsst Ihr ja viel Kritik einstecken. Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt viel Spaß macht! Werden die ganzen Wünsche, Anregungen und kritischen Anmerkungen auch irgendwie weiter transportiert? Damit meine ich nicht euch als Facebook-Crew (und auch nicht ausschließlich HD+) sondern viel mehr die privaten Sendeanstallten.”

Das bleibt in der Tat abzuwarten. Konkrete Ankündigungen, beispielsweise die Vorspulsperren aufzuheben oder eine Archivierung auf externe Speicher zuzulassen, fehlen bisher. Die SES-Astra-Plattform polarisiert, stößt vor allem bei langjährigen Satellitenzuschauern auf massive Ablehnung. Die Situation hat sich auch durch ein Software-Update im November nicht wirklich entschärft, seither klagen Leser der SAT+KABEL über Bildausfälle und Artefakte.

HDplus-Chef Wilfried Urner hält die negativen Äußerungen an “HD+” für eine Medienkampagne, SES Astra warf der SAT+KABEL in der Vergangenheit bereits “tendenziöse Berichterstattung” vor. Bislang haben gut 1.300 Nutzer auf den “Gefällt mir”-Button geklickt. Aktuell zahlen rund 300.000 Zuschauer 50 Euro im Jahr für den Bezug der Programme, im kommenden Jahr sollen es deutlich mehr sein, die sogenannte Conversion-Rate liegt bei rund 60 Prozent. Sechs von zehn Zuschauern haben sich also in der Vergangenheit für eine Weiterführung nach der zwölfmonatigen Gratis-Phase entschieden.


Umstrittene “HD+”-Plattform freut sich auf “konstruktiven Diaolog” über Facebook

Die umstrittene “HD+”-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra, die ein Dutzend verschlüsselter Sender mit partiellen HD-Inhalten gegen 50 Euro Gebühr im Jahr samt technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und Archivierung ausstrahlt, trommelt jetzt auch via YouTube und Facebook.

Zudem wurde die hauseigene Web-Site neu gestaltet, teilte die HDplus Gesellschaft am Montag mit. Die Facebook-Präsenz ist hier zu finden, bei beim Video-Portal YouTube an dieser Stelle. Gezeigt werden sollen Videos, vermeintlich “lesenswerte Artikel” und Programmtipps, außerdem sind Gewinnspiele geplant.

Ob der Wunsch des HDplus-Vertriebschef Timo Schneckenburger in Erfüllung geht, mit den Surfern in einen “guten, konstruktiven Dialog im Netz” zu treten, bleibt abzuwarten. Die SES-Astra-Plattform polarisiert, stößt vor allem bei langjährigen Satellitenzuschauern auf massive Ablehnung. Die Situation hat sich auch durch ein Software-Update im November nicht wirklich entschärft, seither klagen Leser der SAT+KABEL über Bildausfälle und Artefakte.

Quelle: sat+kabel

via “HD+”-Facebook-Seite ist für SES Astra bislang Schuss ins Knie – viel Kritik.

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Nov 07 2011

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“Braune Soße”: SWR erzürnt über “Rommel”-Kritik


“Rommel” mit Ulrich Tukur

Der SWR reagiert auf die anhaltende Kritik an seinem “Rommel”-Biopic. “Auf keinen Fall werde ich zulassen, dass ‘Rommel’ auch nur in die Nähe von revisionistischem Gedankengut gerückt wird. Den Vorwurf ‘braune Soße’ in dem Film zu verarbeiten, weise ich mit aller Entschiedenheit zurück”, kommentierte SWR-Intendant Peter Boudgoust Aussagen von Historikern und Familienmitgliedern, die am Wochenende gegen die inhaltliche Ausrichtung des Fernsehfilms vorgebracht wurden.

Die als Expertin zu Rate gezogene Cornelia Hecht kündigte ihren Vertrag mit der Produktionsfirma Teamworx. “Das Vertrauensverhältnis ist zerrüttet”, wird die Stuttgarter Historikerin im Wochenmagazin ‘Focus’ zitiert. Sie wirft den Produzenten “eine fragwürdige Darstellung” von Erwin Rommel vor, “die weit hinter das zurückfällt, was die Wissenschaft an Erkenntnissen über Rommel und den Widerstand” gegen die Nationalsozialisten gesammelt hätten. Laut ihrer Darstellung habe der Drehbuchautor viele Dialoge und Zuordnungen aus dem Buch ‘Rommel’ des Briten David Irving übernommen, der in rechtsradikalen Kreisen als “Revisionist” geschätzt werde. Kritik kommt auch von den Militärhistorikern Reinhard Stumpf und Bernhard Kroener, die von der Familie Rommel um eine Einschätzung des Drehbuchs gebeten wurden. Etliche Szenen seien aus fachlicher Sicht “unglaubwürdig”.

Die Ansicht von Cornelia Hecht teilt auch Catherine Rommel, die Enkelin des einstigen Generalfeldmarschalls: Szenen des Drehbuchs entsprängen der Darstellung des Holocaust-Leugners Irving. “Braune Soße und Ansichten eines Ewiggestrigen darf man nicht im Film verarbeiten”, sagte sie der ‘Bild am Sonntag’.

Der SWR distanzierte sich inzwischen von den Äußerungen seiner Kritiker. Autor und Regisseur Niki Stein habe sich während seiner Recherchen für das Drehbuch mit der gesamten, insbesondere aber mit der neuesten wissenschaftlichen Forschung zum Thema Erwin Rommel, Nationalsozialismus und Widerstand beschäftigt. “Alle zugänglichen historischen Quellen sind für den Film kritisch zu Rate gezogen worden”, versichert SWR-Fernsehfilmchefin Christine Strobl. “Allerdings in dem Wissen, dass jede der Quellen auf Herz und Nieren zu prüfen ist und in einem Unrechtssystem wie dem Dritten Reich keine absolute Wahrheit bieten kann.”

Die Ankündigung eines Biopics über Hitlers Generalfeldmarschall Erwin Rommel, gespielt von Ulrich Tukur, hatte bereits in den vergangenen Monaten für viel Gesprächsstoff gesorgt. Stets ging es dabei um dessen Haltung zum Nationalsozialismus. Unter anderem hatte bereits Rommels Sohn, der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel, in einen Brief an Boudgoust Kritik am Drehbuch geäußert. Die Wandlung des Generals zu einem Hitler-Kritiker sei nicht ausreichend dargestellt worden.

Nach SWR-Angaben ist beabsichtigt, in “Rommel” ein differenziertes Bild des Generalfeldmarschalls zu zeichnen, der sich 1944 im tiefsten Gewissenskonflikt und im Zwiespalt zur Loyalität des von ihm verehrten Führers Adolf Hitler befunden habe. “Wir wollen die Zuschauer ermuntern, sich kritisch mit Rommels Rolle in diesen entscheidenden Kriegsmonaten auseinander zu setzen, die in seinem von Hitler erzwungenen Selbstmord endeten”, so Strobl. Die Dreharbeiten wurden gerade beendet, die Ausstrahlung ist für Herbst 2012 geplant.

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

via “Braune Soße”: SWR erzürnt über “Rommel”-Kritik.

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