Archiv für das Tag 'kabelnetzer'

Jun 30 2012

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Kabel Deutschland zahlt an RTL

Abgelegt unter Allgemein

RTL erhält von Kabel Deutschland eine Beteiligung an den Zusatzentgelten, die der Kabelnetzbetreiber von seinen Kunden für den Empfang der HD-Versionen der Privatsender verlangt. Das bestätigte Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen gegenüber Rapid TV News.

“Die gestern getroffene Vereinbarung mit RTL ist unter Beachtung der Geschäftsmodelle beider Parteien geschlossen worden, das heißt RTL zahlt weiterhin Einspeiseentgelte an Kabel Deutschland und wird im Gegenzug an den zusätzlichen Erlösen beteiligt”, erklärte Gassen.

“Dieses Modell ist nicht neu, sondern findet bereits bei der Vereinbarung mit ProSiebenSat.1 vom Juli 2011 Anwendung”, sagte Gassen. Außerdem gebe es im Pay-TV-Bereich bereits seit vielen Jahren ebenfalls ein Revenue-Sharing-Modell der Kabelnetzbetreiber mit den Sendern.

Kabel Deutschland hatte gestern nach langwierigen Verhandlungen eine Einigung mit der RTL-Gruppe bekannt gegeben, die neben der Verbreitung der HD-Kanäle auch die langfristige analoge und digitale Einspeisung der RTL-Sender in herkömmlicher Bildauflösung sowie der Pay-TV- und Video-on-Demand-Angebote von RTL umfasst.

Mit dem nach Kabel Deutschland zweitgrößten Kabelnetzbetreiber Unitymedia konnte RTL ebenfalls eine Vereinbarung durchsetzen, wonach die Kabelgesellschaft den TV-Veranstalter an den Zusatzeinnahmen durch die HD-Sender beteiligt.

Dass RTL Einspeiseentgelte für die Nutzung der Kabelkapazitäten zahlt, dürfte von Kabel Deutschland zudem in der Auseinandersetzung mit ARD und ZDF um die Zahlung von Einspeisegebühren von strategischer Bedeutung sein.

Quelle: rapidtvnews

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Jun 29 2012

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ARD bestätigt: Zahlungen an Kabelnetzer werden 2013 eingestellt

Abgelegt unter TV (nur Kabel)

Hamburg, 29.06.2012 – Der NDR Rundfunkrat begrüßt die Kündigung der Einspeiseverträge mit den Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unity Media und Kabel BW durch die ARD. “Die Zahlungen an diese drei Kabelgesellschaften sind ein Relikt aus den Anfangsjahren der Verkabelung. Dadurch, dass die Sender ihre Inhalte für eine Weiterverbreitung zur Verfügung stellen, machen sie das Geschäftsmodell der Netzbetreiber überhaupt erst attraktiv”, so der Vorsitzende des Rundfunkrates, Uwe Grund, im Anschluss an die Sitzung des Gremiums am Freitag, 29. Juni in Hamburg. “Die kleineren regionalen Kabelnetzbetreiber haben noch nie Kabeleinspeiseentgelte erhalten und bieten trotzdem konkurrenzfähige Produkte an. Die seit langem angekündigte Kündigung der Verträge durch die ARD war deshalb aus Sicht der Gebührenzahler überfällig. Der NDR Rundfunkrat unterstützt diesen Schritt einmütig und ausdrücklich”, so Grund weiter.

Gegenüber dem Rundfunkrat hatte NDR Intendant Lutz Marmor zuvor darauf hingewiesen, dass öffentlich-rechtliche Programme aufgrund gesetzlicher Vorgaben in die Kabelnetze eingespeist werden müssen. “Die Rechtslage ist eindeutig: Niemand muss fürchten, dass sein Bildschirm schwarz bleibt”, so Marmor. “Nach den gesetzlichen Vorschriften müssen in alle norddeutschen Kabelnetze u. a. Das Erste und das ZDF sowie das NDR Fernsehen mit dem jeweiligen Landesprogramm eingespeist werden!”

Diese so genannte “Must-carry-Regel” gilt für alle digitalen Hörfunk- und Fernsehprogramme von ARD und ZDF einschließlich ARTE und Deutschlandradio. Eine Ausnahme gibt es lediglich bei den Landesprogrammen für Hörfunk und Fernsehen: Eine Verbreitungsverpflichtung gibt es hier jeweils nur für das gesetzlich vorgesehene Sendegebiet. Für das analoge Kabel gewährleisten die Landesmediengesetze grundsätzlich die Verfügbarkeit der Fernsehprogramme Das Erste, ZDF, KiKa, Phoenix, 3Sat, ARTE sowie der regionalen Dritten (z. B. NDR Fernsehen in den NDR Ländern), der regionalen Hörfunk-Programme sowie die Programme von Deutschlandradio.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk, NDR Presse und Information

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Jun 25 2012

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ARD kündigt Verträge mit Kabelnetzbetreibern

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MDR-Intendantin Wille: Rahmenbedingungen haben sich verändert

Köln, 25.06.2012 – Die ARD-Anstalten haben die Einspeiseverträge mit den Kabelnetzbetreibern KDG, Unitymedia und KabelBW fristgerecht zum 31. Dezember 2012 gekündigt. Das teilte die Intendantin des für die ARD in dieser Frage federführenden MDR, Karola Wille, am Montag mit. Zur Begründung erläuterte Wille, die Zahlung so genannter Einspeiseentgelte an die Kabelnetzbetreiber sei historisch begründet gewesen und stamme aus der Zeit, als die ehemalige Bundespost die Kabelinfrastruktur mit Unterstützung der Programmveranstalter aufgebaut habe. Spätestens mit der Übernahme der Kabelnetze durch Finanzinvestoren und der Beendigung der analogen Rundfunkverbreitung in Deutschland hätten sich die Rahmenbedingungen entscheidend geändert. Wille: “Die Kabelnetzbetreiber erhalten von uns werthaltige Programme und können ihren Kabelanschluss erst dadurch sehr erfolgreich vermarkten. Eine Alimentierung aus den Gebührentöpfen der Rundfunkanstalten ist nicht mehr marktgerecht”.

Inzwischen haben immer mehr kleinere Kabelnetzbetreiber und auch Unternehmen der Wohnungswirtschaft eigene Empfangstechnik aufgebaut. Daneben hat die Internet-Technologie weitere Alternativen für den Rundfunkempfang hervorgebracht. Allen diesen neuen Anbietern ist gemein, dass sie die Programme verbreiten, ohne dafür ein Einspeiseentgelt zu verlangen. Diese neuen Geschäftsmodelle der Programmvermarktung unterscheiden sich grundsätzlich vom Signalvertrieb über Satellit oder Terrestrik. Für die dort lediglich technisch verbreiteten Programme werden vom Endkunden keine zusätzlichen Entgelte verlangt. Die Geschäftsmodelle sind nicht miteinander vergleichbar.

Die ARD-Anstalten stellen ihre Programme allen Unternehmen, die diese weitersenden wollen und dafür von den Rechteinhabern eine Lizenz erworben haben, in einer hervorragenden Bild- und Tonqualität inklusive aller Zusatzdienste (zum Beispiel EPG-Daten, Dolby-Ton, Audiodeskribtion, HbbTV) über Satellit zur Verfügung. Zusätzlich hat die ARD auf eigene Kosten einen zentralen Übergabepunkt für eine witterungsunabhängige leitungsgebundene Übernahme aller Programmsignale in Frankfurt/Main eingerichtet, der allen Unternehmen zugänglich ist. Wenn einzelne Unternehmen von ihren erworbenen Weitersenderechten außerhalb der gesetzlichen Bestimmungen keinen Gebrauch machen und einzelne Programme nicht verbreiten, ist dies ihre eigene unternehmerische Entscheidung.

Die ARD wird sich in Gesprächen mit den betroffenen Kabelnetzbetreibern im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Programm-Interessen ihrer Zuschauerinnen und Zuschauer einsetzen.

Quelle: Brigitte Busch, Kommunikation und Marketing ARD Digital

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Jun 25 2012

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ZDF kündigt Verträge mit Kabelnetzbetreibern

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Intendant Bellut: “Einspeisegebühr ist historisch überholt”

Mainz, 25.06.2012 – Das ZDF hat die Einspeiseverträge mit den drei großen Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW fristgerecht gekündigt. Sie laufen damit zum 31. Dezember 2012 aus. ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut begründet die Kündigung mit den neuen und erfolgreichen Geschäftsmodellen der Kabelindustrie im Zuge der Digitalisierung. Bellut: “Die Einspeisegebühr ist historisch überholt. Es ist nicht mehr zu rechtfertigen, dass Gebühren an Unternehmen gezahlt werden, die mit der Vermarktung unserer Programme gutes Geld verdienen. Das ZDF geht sparsam mit Gebührengeldern um und trägt dazu bei, dass der Rundfunkbeitrag stabil bleiben kann.”

Die Einspeisegebühr stammt aus der Frühzeit der Verkabelung Deutschlands und sollte den teuren Aufbau der Kabelnetze unterstützen. Soweit erkennbar, kassieren die Kabelanlagenbetreiber in keinem anderen vergleichbaren europäischen Land sowohl bei den TV-Sendern, als auch bei ihren Kabelkunden.

Bereits beim Abschluss der jetzt gekündigten Verträge im Jahr 2008 hatte das ZDF erklärt, dass es nach Ablauf nicht mehr weiter für die Kabelverbreitung seiner Programme zahlen werde. Die KEF hat dementsprechend für die Gebührenperiode ab 2013 auch keine Finanzmittel für die Kabelverbreitung der ZDF-Angebote für die Gebührenbemessung kalkuliert.

Das ZDF investiert in hoch attraktive Programminhalte, insbesondere in den Bereichen Information, Bildung, Unterhaltung und Sport. Es schafft gemeinsam mit anderen Sendern damit erst die Voraussetzung für das Geschäftsmodell der Kabelunternehmen, die auch ohne die Zahlung von Einspeiseentgelten ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Verbreitung unserer Programme haben.

Die Kabeleinspeisung ist nicht mit der Verbreitung über Satellit und Antenne (DVB-T) vergleichbar. Satelliten- beziehungsweise Sendernetzbetreiber haben im Gegensatz zu den Kabelunternehmen keine Endkundenbeziehungen. Sie vermieten vielmehr Übertragungskapazität für die originäre Sendung von Rundfunkprogrammen. Die Geschäftsmodelle werden dabei auch rechtlich unterschiedlich behandelt und sind wirtschaftlich nicht vergleichbar.

Quelle: ZDF-Pressestelle

via ARD bestätigt: Zahlungen an Kabelnetzer werden 2013 eingestellt.

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