Archiv für das Tag 'jugendmedienschutz'

Apr 25 2013

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Nach Sex- und Alkoholszenen: RTL-Magazin “Explosiv Weekend” ist ein Fall für die Jugendschützer

München, 25.04.2013 – Das RTL-Magazin “Explosiv Weekend” ist ein Fall für die Jugendschützer. Stein des Anstoßes: Ein Bericht vom 6. April 2013, in dem es um Sex- und Alkoholexzesse auf einem Partyschiff in Mexiko ging. Wie die zuständige Landesmedienanstalt in Niedersachsen NLM dem Branchendienst “Kontakter” bestätigte, hat sie den Beitrag geprüft. Denn die Sendung über die Party-Orgien lief kurz nach 20 Uhr im Vorfeld von “DSDS” – also zu einer Zeit, in der auch Kinder vor dem Bildschirm sitzen. “Es besteht ein Anfangsverdacht gegen den letzten Beitrag in der Sendung von Explosiv Weekend”, so NLM-Direktor Andreas Fischer gegenüber dem “Kontakter”. Dies sei “ein Fall für den Jugendmedienschutz”.

Jetzt wird von der Kommission für Jugendmedienschutz KJM geprüft, ob es sich tatsächlich um einen Verstoß gegen geltende Bestimmungen handelt. Die Medienschützer haben das Format schon länger im Visier. “Wir prüfen derzeit mehrere Beiträge”, bestätigte Fischer. Offenbar wurden bereits in einigen Ausgaben von “Explosiv Weekend” in ähnlichen Beiträgen die gleichen freizügigen Bilder des Partyschiffs verwendet. RTL räumte gegenüber dem “Kontakter” ein: “Die beanstandeten Beiträge entsprechen nicht unseren eigenen Vorgaben an das Format. Als Konsequenz haben wir unsere internen Abnahmestrukturen optimiert.”

Quelle: Lisa Priller-Gebhardt, Redaktion Kontakter / W&V Werben & Verkaufen, wuv.de

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Nov 06 2012

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Erneut eine Folge von “The Walking Dead” zensiert: FSF hält an hartem Kurs fest

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) hält an ihrem harten Kurs gegen die weltweite Erfolgsserie “The Walking Dead” fest. Aus der am 26.10.2012 ausgestrahlten zweiten Folge der dritten Staffel musste FOX Channel erneut einige Szenen entfernen, um zumindest eine Freigabe ab 18 Jahren zu erhalten. Laut Senderangabe fielen 21 Sekunden aus der Originalfolge der Schere zum Opfer. Die Schnitte waren schwerlich zu übersehen. Eine Ausstrahlung im Sinne der von den Autoren und Produzenten beabsichtigten Intention hat die FSF damit hierzulande unmöglich gemacht.

Nachdem die Episoden der ersten und zweiten Staffel von der FSF noch mehrheitlich eine Freigabe ab 16 Jahren erhielten, wenngleich zum Teil unter Schnittauflagen, wurde in der vorvergangenen Woche bereits die Auftaktfolge zur dritten Staffel ordentlich zerrupft. Betroffen waren fünf Szenen, aus denen insgesamt 32 Sekunden entfernt wurden.

Nach Eingang mehrerer Beschwerden hat die FSF eine Stellungnahme zu den Schnittauflagen der ersten Folge veröffentlicht. Demnach sei der zuständige Ausschuss mehrheitlich zur Ansicht gekommen, dass jene beanstandeten Szenen, in denen Zombies ermordet werden, eine “schwere Jugendgefährdung” darstellen. Es könne nicht augeschlossen werden, “dass sich einzelne Gewaltbilder wegen ihrer spekulativen, sehr drastischen und detaillierten Darstellungsweise verselbstständigen und zu einer Verrohung und Desensibilisierung führen können.”

Es stellt sich nun natürlich die Frage, ob nicht menschenverachtende Scripted-Reality-Formate oder spekulative Gewaltszenen in herkömmlichen Krimiserien, die täglich im Tagesprogramm ausgestrahlt werden, nicht in viel stärkerem Maße zur Verrohung von Jugendlichen beitragen könnten als ein vollkommen realitätsfremdes Zombiedrama, dass sich aufgrund zahlreicher Preise zudem noch mit dem Etikett ‘Kunst’ schmücken darf. Zumindest auf den Punkt des fehlenden Realitätsbezugs geht die FSF in ihrer Stellungnahme ein. So ist die Kommission durchaus der Ansicht, dass sich die Zombies “visuell deutlich von Menschen unterscheiden, so dass die Fiktionalität der Gewalthandlungen weitgehend präsent bleibt und distanzierend wirkt. Die Darstellung der Tötungen ist allerdings sehr drastisch und detailliert. Erschwerend im Sinne des Jugendschutzgedankens kommt hinzu, dass die Protagonisten zusehends verrohen und offen Lust an der Ausübung von Gewalt, dem massenhaften blutigen Dahinmetzeln von Zombies, zeigen und dies auch artikulieren.”

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang, “ob die Episode die Gewaltlust der Protagonisten lediglich zeigt, oder ob sie dem Zuschauer Gewaltlust vermittelt bzw. ihn gezielt in den Blutrausch hineinzieht.” Zwar räumt die FSF selbst ein, dass es den Autoren “vermutlich” darum gehe, die zunehmende Verrohung der überlebenden Menschen darzustellen, jedoch erscheine letzteres “nicht völlig ausgeschlossen”.

Grundlage für die Entscheidungen der FSF ist der Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV). So sind nach der FSF-Prüfordnung unter anderem Programme unzulässig, die “extreme Gewalt in ihren physischen, psychischen und sozialen Erscheinungsformen verherrlichen oder verharmlosen.” Darunter fallen beispielsweise Gewaltdarstellungen, die nach Ansicht der Prüfer “derart breit und in grausamen Details ausgespielt sind, dass sie weit über das dramaturgisch Notwendige hinausgehen.”

Zu sehen war die “Walking Dead”-Folge beim FOX Channel – wie im deutschen Pay-TV üblich – lediglich nach Eingabe eines Pin-Codes. Doch diese Jugendschutzmaßnahme spielt bei der FSF keine Rolle: “Dass hier nicht zwischen Pay-TV und Free-TV unterschieden werden kann, beruht nicht auf einem Votum der FSF, sondern ist gesetzlich vorgeschrieben”, heißt es in der Stellungnahme.

Auch die Tatsache, dass “The Walking Dead” in mittlerweile mehr als 100 Ländern (unzensiert) ausgestrahlt wird, sei mit Blick auf den hiesigen Rechtsrahmen unerheblich: “Die Jugendschutzspruchpraxis stützt sich auf Wirkungstheorien und Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, sie ist aber auch geprägt durch kulturelle und länderspezifische Sensibilitäten. Im internationalen Vergleich hat Deutschland im Hinblick auf Gewaltdarstellungen eine relativ strenge Spruchpraxis und damit auch ein hohes Schutzniveau.”

Die Gefahr, dass Serienfans aus Deutschland die “Walking Dead”-Episoden nun über illegale Kanäle beziehen, betrachtet die FSF als eher gering: “Es geht bei den jugendschützerischen Entscheidungen nicht darum, sämtliche Vertriebswege für ein Produkt zu verschließen. Klar ist auch, dass im Zeitalter des Internet die Möglichkeit besteht, ein bestimmtes Produkt zu (sehen zu) bekommen, wenn man dies möchte. Dennoch setzt die Bereitschaft, Internet-Piraterie zu begehen, vermutlich mehr voraus als nur Frustration angesichts einer FSF-Prüfentscheidung.”

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

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Okt 22 2012

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“The Walking Dead”: Fox Channel darf Originalfassung nicht zeigen

“The Walking Dead”: Fox Channel darf Originalfassung nicht zeigen

Die Auftaktepisode zur dritten Staffel von “The Walking Dead” wurde am vergangenen Freitagabend (19.10.2012) beim Fox Channel lediglich in zensierter Form gesendet. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) hatte dem deutschen Pay-TV-Sender die Ausstrahlung der US-Originalfassung kurzfristig untersagt.

“Um den Serienstart dennoch stattfinden lassen zu können, mussten wir die Episode daher um 32 Sekunden kürzen”, teilte Fox Channel via Facebook mit. Laut Recherche der Website schnittberichte.com wurden aufgrund von Gewaltdarstellungen gleich fünf Szenen mit der Schere bearbeitet. In jenen Szenen kommen jeweils Zombies auf offenbar zu brutale Weise ums Leben. Das herausgeschnitte Material hat eine Länge zwischen 2,5 und 16,5 Sekunden.

Betroffen von der Maßnahme waren sowohl die Erstausstrahlung um 22.05 Uhr als auch die nächtliche Wiederholung. Auch die Tatsache, dass die Zombieserie beim Fox Channel erst nach Eingabe eines Jugendschutz-Pincodes gesehen werden kann, konnte die Prüfbehörde nicht milde stimmen.

Die verantwortliche FSF entscheidet seit 2003 als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags darüber, ob und zu welchem Zeitpunkt TV-Programme gesendet werden dürfen. Die Ausstrahlung hängt nach FSF-Angaben “insbesondere von einem vertretbaren Maß an Gewalt- und Sexualdarstellungen” ab. In den Prüfausschüssen sitzen unabhängige Fachleute aus den Bereichen der (Medien-)Pädagogik, der Psychologie oder der Jugendhilfe, die ehrenamtlich tätig sind.

In den USA ist “The Walking Dead” zur Zeit die erfolgreichste TV-Serie im Kabelfernsehen. Das Zombiedrama gilt darüberhinaus als qualitativ hochwertiges TV-Programm mit künstlerischem Anspruch. Es gewann bereits zahlreiche Kritikerpreise und war mehrfach für die ‘Emmys’ und die ”Golden Globes’ nominiert. In der ‘Uncut’-Fassung wohlgemerkt.

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

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Okt 15 2012

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Rundfunk- und Telemedien-Prüffälle der KJM im dritten Quartal 2012

München, 10.10.2012 – Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im dritten Quartal 2012 insgesamt 16 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. Zwei davon kommen aus dem Rundfunk-, vierzehn aus dem Telemedienbereich. Bei der Aufsicht über den Rundfunk arbeitet die KJM Hand in Hand mit den Landesmedienanstalten: Sie beobachten, prüfen und bewerten potenziell problematische Rundfunkangebote und leiten – bei Feststellen eines Anfangsverdachts auf einen Verstoß gegen den JMStV – der KJM die entsprechenden Prüffälle zur Entscheidung zu. Im Internetbereich unterstützen jugendschutz.net und die Landesmedienanstalten die KJM bei ihren Aufgaben: So treten jugendschutz.net oder auch die Landesmedienanstalten bei der Annahme von Verstößen vorab an die Anbieter heran und fordern, entsprechende Inhalte freiwillig herauszunehmen. Auf diese Weise können viele Internet-Fälle ohne aufwändiges Verfahren geklärt werden. Erst bei Nichtabhilfe oder in besonders schweren Fällen schreitet die KJM ein. Sowohl im Rundfunk- als auch im Telemedienbereich kann die KJM nur gegen Anbieter mit Sitz in Deutschland vorgehen. Indizierungen fallen in das Aufgabengebiet der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Die KJM ist in dem Zusammenhang einerseits für die Abgabe von Stellungnahmen zu Indizierungsanträgen im Bereich der Telemedien zuständig und kann andererseits selbst Indizierungsanträge stellen.

Rundfunk

Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 18-Jährige (Sendezeitgrenze 23 bis 6 Uhr) stellte die KJM in folgendem Fall fest:

Der Sender Kabel 1 zeigte vor 23 Uhr den Horrorfilm „Resident Evil: Apokalypse“ in einer ungekürzten Fassung, die mit der FSK-Freigabe „keine Jugendfreigabe“ gekennzeichnet ist. Das stellt einen Verstoß gegen die Jugendschutz-Bestimmungen dar, der Film hätte erst ab 23 Uhr ausgestrahlt werden dürfen.

Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 16-Jährige (Sendezeitgrenze 22 bis 6 Uhr) stellte die KJM in folgendem Fall fest:

Die Spiegel TV-Dokumentation „Tempel der Lust – Das Geschäft mit der käuflichen Liebe“ lief bereits ab 20.15 Uhr auf Vox. In der Sendung geht es um verschiedene Bordelle und Swinger-Clubs – darunter auch um ein SM- und Fetisch-Studio. Dabei werden ungewöhnliche Sexualpraktiken wie Atemreduktion, Vollgummierung oder Fesselung aus der Erwachsenenperspektive als normal dargestellt. Diese Sexualpraktiken entsprechen nicht dem Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren und können von ihnen nicht eingeordnet werden.

Telemedien

Die Jugendschutzrelevanz von Internet-Inhalten ist in der Regel ungleich höher als die von Fernseh-Sendungen. Weil Angebote im Netz außerdem nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern meist über einen längeren Zeitraum online sind, berichtet die KJM über die Verstöße in Telemedien anonymisiert:

Ein Angebot ist nach dem JMStV absolut unzulässig, da es zum Hass gegen Frauen aufstachelt.

Sechs Verstöße beziehen sich auf Angebote, die einfache Pornografie beinhalten. In Telemedien darf einfache Pornografie nur ausnahmsweise innerhalb geschlossener Benutzergruppen zugänglich gemacht werden. Ist das nicht der Fall, liegt ein Verstoß gegen den JMStV vor.

Sieben Angebote stellen aufgrund entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte einen Verstoß gegen die Bestimmungen des JMStV dar. Sie zeigten zum Zeitpunkt der Beobachtung erotische Bilder und explizite Schilderungen sexueller Vorgänge – auch bizarrer Sexualpraktiken – unterhalb der Pornografieschwelle.

In 13 Fällen wurde das Verfahren eingestellt, da die jugendschutzrelevanten Inhalte nach der Anhörung des Anbieters entfernt worden und auch die weiteren Voraussetzungen für eine Einstellung (kein absolut unzulässiges Angebot, kein Wiederholungstäter) gegeben waren.

Die KJM beschloss – je nach Art und Schwere der Verstöße – Beanstandungen, Untersagungen und/oder Bußgelder. Die entsprechenden Verwaltungs- und Ordnungswidrigkeitenverfahren führen die jeweils zuständigen Landesmedienanstalten durch. Strafrechtlich relevante Inhalte gibt die KJM an die zuständigen Staatsanwaltschaften ab.

In 100 Fällen beantragte die KJM im zweiten Quartal 2012 die Indizierung eines Telemedienangebots bei der BPjM. Die Anträge bezogen sich zum Großteil auf Internetangebote mit pornografischen Darstellungen. In weiteren 27 Fällen gab die KJM eine Stellungnahme zu Indizierungsanträgen anderer antragsberechtigter Stellen bei der BPjM ab, die von der BPjM bei ihrer Entscheidung maßgeblich zu berücksichtigen sind.

Damit befasste sich die KJM seit ihrer Gründung im April 2003 mit rund 4.940 Fällen.

Quelle: KJM-Stabsstelle, Verena Weigand, kjm-online.de

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Jun 30 2012

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Keine Verstöße gegen Jugendschutz in WDR-Angeboten

Intendantin Piel: Anforderungen an den Jugendschutz durch frei zugängliches Internet enorm gestiegen

Köln, 30.06.2012 – Intendantin Monika Piel hält die Bestimmungen des Jugendmedienschutzes für Hörfunk und Fernsehen für ausreichend wirksam, sieht aber zugleich “enorm gewachsene Herausforderungen” für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz durch das frei zugängliche Internet. Kinder und Jugendliche hätten mittlerweile im Internet nicht nur zu relevanten, sondern auch zu gefährlichen und beeinträchtigenden Inhalten freien Zugang. Anders als im Netz seien die vorhandenen Regulierungen und Instrumente des Jugendmedienschutzes im Bereich Hörfunk und Fernsehen nach wie vor effizient und wirksam, sagte Piel anlässlich der Präsentation des Jugendmedienschutzberichtes im Rundfunkrat des Senders. Neben der Beachtung des Jugendmedienschutzes sei der WDR mit seinen Beiträgen, Sendungen und Programmen “wichtiger Begleiter, Wegweiser und Aufklärer in der nicht so leicht zu durchschauenden Medienwelt”.

Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats, hob die Bedeutung der Themen Jugendmedienschutz und Förderung von Medienkompetenz hervor, die beim letzten Treffen des Programmausschusses des Rundfunkrats mit dem Programmausschuss der Medienkommission der Landesanstalt für Medien im Mittelpunkt gestanden haben: “Es kommt jetzt sehr darauf an, Lösungen für eine Verbesserung des Jugendmedienschutzes vor allem im Internet zu finden. Dies ist eine dringliche medienpolitische Aufgabe, die die Gremien in ihren Diskussionen verstärkt angehen. Gerade auf diese Herausforderung freue ich mich, wenn die Berichte des Jugendschutzbeauftragten immer wieder dokumentieren können, dass der Jugendmedienschutz zum publizistischen Selbstverständnis des WDR gehört.”

Nach den Worten des Jugendschutzbeauftragten Rainer Assion gab es auch im WDR-Programmangebot 2011 keine Verstöße gegen die Vorschriften des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages oder die ARD-Richtlinien zur Sicherung des Jugendschutzes im Programm. “Wenngleich im Redaktionsalltag der Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht selten mit der journalistischen Informationspflicht bzw. der künstlerischen Freiheit konkurriert, werden die notwendigen Entscheidungen in den Redaktionen kompetent und souverän getroffen”, sagte Assion. Die Zusammenarbeit mit ihm, dem Jugendschutzbeauftragten, und dem Justiziariat des WDR werde von allen Redaktionen im WDR gesucht und geschätzt. Ein wichtiger Aspekt des Jugendmedienschutzes sei auch die Medienbildung und Förderung von Medienkompetenz, betonte Assion. Der WDR biete in seinen Programmen und im Internet eine Fülle von Beiträgen, Sendungen und Seiten, die sich mit allen Facetten der digitalen Medienwelt befassten. Darüber hinaus biete er eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten an, in denen Kindern und Jugendlichen Produktionsabläufe in den Medien und der Umgang mit Inhalten vermittelt werde. Beispiele hierfür sind die “WDR-Kinder-welt” und das geplante “WDR-Jugendstudio” für 12- bis 18-Jährige. Diese Angebote nutzen mittlerweile Jahr für Jahr mehr als 10.000 Kinder.

Quelle: Gudrun Hindersin, Unternehmenssprecherin WDR

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Mai 21 2012

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Rundfunk- und Telemedien-Prüffälle der KJM im ersten Quartal 2012

München, 21.05.2012 – Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im ersten Quartal 2012 insgesamt zehn Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. Fünf davon kommen aus dem Rundfunk-, fünf aus dem Telemedienbereich. Bei der Aufsicht über den Rundfunk arbeitet die KJM Hand in Hand mit den Landesmedienanstalten: Sie beobachten, prüfen und bewerten potenziell problematische Rundfunkangebote und leiten – bei Feststellen eines Anfangsverdachts auf einen Verstoß gegen den JMStV – der KJM die entsprechenden Prüffälle zur Entscheidung zu. Im Internetbereich unterstützen jugendschutz.net und die Landesmedienanstalten die KJM bei ihren Aufgaben: So treten jugendschutz.net oder auch die Landesmedienanstalten bei der Annahme von Verstößen vorab an die Anbieter heran und fordern, entsprechende Inhalte freiwillig herauszunehmen. Auf diese Weise können viele Internet-Fälle ohne aufwändiges Verfahren geklärt werden. Erst bei Nichtabhilfe oder in besonders schweren Fällen schreitet die KJM ein. Sowohl im Rundfunk- als auch im Telemedienbereich kann die KJM nur gegen Anbieter mit Sitz in Deutschland vorgehen. Indizierungen fallen in das Aufgabengebiet der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Die KJM ist in dem Zusammenhang einerseits für die Abgabe von Stellungnahmen zu Indizierungsanträgen im Bereich der Telemedien zuständig und kann andererseits selbst Indizierungsanträge stellen.

Rundfunk

Eine unzulässige Ausstrahlung stellte die KJM in folgendem Fall fest: RTL strahlte nach 23 Uhr den amerikanischen Vampirfilm “Blade” aus – in einer Version, die ganz oder im Wesentlichen inhaltsgleich zur indizierten Originalfassung des Films aus dem Jahr 1998 war. Der Spielfilm, in dem der Protagonist Blade seine von Vampiren getötete Mutter rächen will, war mehrmals von der BPjM geprüft und aufgrund verrohender Szenen wiederholt – zuletzt im Juli 2010 – als jugendgefährdend eingestuft worden. Indizierte Filme dürfen im Fernsehen grundsätzlich nicht gezeigt werden.

Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 18-Jährige (Sendezeitgrenze 23 bis 6 Uhr) stellte die KJM in folgendem Fall fest: Bei dem Erotikthriller “Heiße Täuschung”, der ab 22.15 Uhr auf Tele 5 lief. Der Film enthält zahlreiche, lang ausgespielte Sexszenen und stellt es als alltäglich dar, mit wechselnden flüchtigen Bekanntschaften unvermittelt Geschlechtsverkehr zu haben. Frauen werden in dem Film als sexuell verfügbar und als stets erotisch aufgeschlossen gezeigt. Dadurch können Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren problematische Werte in Bezug auf Liebe, Sexualität und Partnerschaft vermittelt werden, da sie nicht ihrem Entwicklungsstand gemäß dargestellt sind.

Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 16-Jährige (Sendezeitgrenze 22 bis 6 Uhr) stellte die KJM in folgendem Fall fest: Trotz einer FSK-Freigabe erst ab 16 Jahren platzierte ANIXE SD einen Trailer zum dem Actionfilm “Wer ist Hanna?” dreimal vor 22 Uhr. Die einzelnen bedrohlichen Szenen, primär Tötungs-, Kampf- und Verfolgungsszenen, hatten durch die hohe Schnittfrequenz und die Kürze weitgehend keinen Kontext und boten weder Entspannungsmomente noch Einordnungshilfen.

Auch ein weiterer Trailer stellte einen Verstoß dar: Der Sender Nickelodeon zeigte zwischen 20 und 22 Uhr mehrfach einen Trailer, der für Sendungen der Reihe “New Kids” warb, von denen die meisten aus Jugendschutzgründen nicht vor 22 Uhr gesendet werden dürfen. Auch wenn die inhaltliche Gestaltung des Trailers in dem Fall nicht geeignet war, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zu beeinträchtigen, stellte seine Ausstrahlung doch einen Verstoß gegen die Jugendschutz-Bestimmungen dar: Trailer mit Bewegtbildern für Sendungen, die aus Jugendschutzgründen erst ab 22 oder 23 Uhr ausgestrahlt werden dürfen, unterliegen derselben Sendezeitbeschränkung wie die angekündigte Sendung selbst.

Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 12-Jährige (Sendezeitgrenze 20 bis 6 Uhr) stellte die KJM in folgendem Fall fest: Bei der Sendung “X-Faktor: Das Unfassbare”, die auf RTL 2 im Tagesprogramm lief. Sie erzählte zehn Mystery-Geschichten rund um die Themen Tod, Mord und unheimliche Erscheinungen. Dabei spielte sie bewusst mit der Vermischung von Wahrheit und Phantasie: Einige der dargestellten Fälle waren Fiktion, andere gab es tatsächlich – was erst am Ende aufgelöst wurde. Auf Heranwachsende belastend wirken kann vor allem die Auflösung vieler der Geschichten als wahr. Die Inszenierung verstärkte durch unruhige Kameraführung und entsprechende Musik die ängstigende Wirkung. Die Sendung war deshalb geeignet, Kinder unter 12 Jahren in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen.

Telemedien

Die Jugendschutzrelevanz von Internet-Inhalten ist in der Regel ungleich höher als die von Fernseh-Sendungen. Weil Angebote im Netz außerdem nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern meist über einen längeren Zeitraum online sind, berichtet die KJM über die Verstöße in Telemedien anonymisiert: Drei Verstöße beziehen sich auf Angebote, die einfache Pornografie beinhalten. In Telemedien darf einfache Pornografie nur ausnahmsweise innerhalb geschlossener Benutzergruppen zugänglich gemacht werden. Ist das nicht der Fall, liegt ein Verstoß gegen den JMStV vor.

Zwei Angebote sind nach dem JMStV absolut unzulässig. Sie kommen aus dem rechtsextremen Bereich und zeigen verfassungswidrige Kennzeichen.

In neun Fällen wurde das Verfahren eingestellt, da die jugendschutzrelevanten Inhalte nach der Anhörung des Anbieters entfernt worden und auch die weiteren Voraussetzungen für eine Einstellung (kein absolut unzulässiges Angebot, kein Wiederholungstäter) gegeben waren. Die KJM beschloss – je nach Art und Schwere der Verstöße – Beanstandungen, Untersagungen und/oder Bußgelder. Die entsprechenden Verwaltungs- und Ordnungswidrigkeitenverfahren führen die jeweils zuständigen Landesmedienanstalten durch. Strafrechtlich relevante Inhalte gibt die KJM an die zuständigen Staatsanwaltschaften ab.

In 51 Fällen beantragte die KJM im ersten Quartal 2012 die Indizierung eines Telemedienangebots bei der BPjM. Die Anträge bezogen sich zum Großteil auf Internetangebote mit pornografischen Darstellungen. In weiteren 24 Fällen gab die KJM eine Stellungnahme zu Indizierungsanträgen anderer antragsberechtigter Stellen bei der BPjM ab, die von der BPjM bei ihrer Entscheidung maßgeblich zu berücksichtigen sind.

Damit befasste sich die KJM seit ihrer Gründung im April 2003 mit rund 4.670 Fällen – mit fast 900 im Rundfunk und 3770 in den Telemedien.

Quelle: KJM-Stabsstelle, Verena Weigand, kjm-online.de

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Mai 21 2012

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Jugendschutzprogramme: KJM-Vorsitzender wünscht sich herstellerseitige Vorinstallation

Anerkannte Jugendschutzprogramme sind ein erster Schritt zu mehr Jugendschutz im Internet – das war das Fazit einer Veranstaltung der Kommission für Jugendschutz (KJM) am 30.03.2012. Zwei Monate nach der Anerkennung unter Auflagen der Jugendschutzprogramme des Vereins JusProg und der Deutschen Telekom hatte die KJM im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fragen am Freitag“ unter dem Motto „Jugendschutzprogramme – Land in Sicht?“ Verantwortliche zur Diskussion gebeten.

Die Herausforderungen in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit, die Beseitigung von Defiziten und die größtmögliche Verbreitung stellte Verena Weigand, die Leiterin der KJM-Stabsstelle und Moderatorin der Veranstaltung, in den Mittelpunkt der Diskussion. Der KJM-Vorsitzende Siegfried Schneider setzte in Bezug auf eine schnellstmögliche Verbreitung der Schutzoption auch auf die Verantwortung der Hersteller: „Ich halte es für notwendig, dass die Software bereits von den Herstellern vorinstalliert wird. Eltern müssen sie dann bewusst deaktivieren, statt sie wie derzeit bewusst zu aktivieren. Für mich ist die herstellerseitige Installation von Jugendschutzprogrammen der entscheidende Schritt für einen Erfolg der Schutzoption.“ Eine Werbekampagne allein reiche nicht aus.

Diesen Wunsch unterstützte Katharina Geiger, die Geschäftsführerin des deutschen Evangelischen Frauenbundes, Landesverband Bayern. Zwar sei durch die Anerkennung der beiden Jugendschutzprogramme ein erster Schritt getan. Doch ihr Erfolg hänge davon ab, ob und wie sie sich verbreiten: „Verbreiten sie sich nicht genügend, sind Jugendschutzprogramme so etwas wie ein gefälschtes Alibi und mehr oder weniger wirkungslos. Eine herstellerseitige Vorinstallation würde auch Eltern, die sich nicht von allein mit dem Thema beschäftigen, zur Auseinandersetzung mit der Schutzoption zwingen.“

Die positive Grundhaltung von Eltern gegenüber Jugendschutzprogrammen ist laut Felix Barckhausen, Referatsleiter „Jugend und Medien“ am Bundesministerium für Familie, Senio-ren, Frauen und Umwelt, bereits vorhanden. Dazu müsse nun die praktische Erfahrung kommen. In dem Zusammenhang berichtete er über eine Kampagne, die auf Initiative der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Bund, den Ländern, Jugendschutz-Institutionen und Unternehmen für technischen Jugendschutz im Internet werben soll. Das Ziel, so Barckhausen: „Die Auseinandersetzung mit der Jugendschutz-Software muss so selbstverständlich werden wie sie es mit dem Virenschutz heute schon ist.“

Das wünschen sich auch die Anbieter von Jugendschutzprogrammen. Thomas Schiemann, Referent der Politischen Interessenvertretung der Deutschen Telekom: „Jetzt geht es darum, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und in die Usability zu investieren.“ Er kündigte an: „Die Telekom beschäftigt sich mit einer mobilen Lösung. Dazu müssen wir auch mit Endgeräte-Herstellern ins Gespräch kommen.“ Stefan Schellenberg, Gründer des Vereins JusProg, betonte, dass sich bereits in der kurzen Zeit seit Februar bei JusProg einiges in Sachen Weiterentwicklung getan habe. „Die Anerkennung der Software durch die KJM war ein wichtiger Impuls.“ Seine Überzeugung: „Der Hauptansatz einer Verbreitungskampagne muss die Elterninformation, nicht die Vorinstallation sein.“

„Es ist Land in Sicht, aber es gibt noch jede Menge Klippen zu umschiffen“, so fasste der Leiter von jugendschutz.net, Friedemann Schindler, den Stand der Dinge in Sachen Jugendschutzprogramme zusammen. Er forderte: „Die Anbieter müssen intensiv in die Verfügbarkeit auf allen Plattformen einsteigen.“ Außerdem ginge es darum, die „Blacklists intelligent weiterzuentwickeln“. Möglichst viele Jugendschutzprogramme anzuerkennen, sei dagegen weniger zielführend. Denn verschiedene Jugendschutzprogramme hätten zwar unterschiedliche Verpackungen, aber – nicht zuletzt durch die Kriterien der KJM – weitgehend ähnliche Inhalte.

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich am 2. April 2003 konstituiert. Sie nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über Rundfunk und Telemedien (Internet) wahr. Mitglieder sind sechs Direktoren der Landesmedienanstalten, vier von den Ländern und zwei vom Bund benannte Sachverständige.

Mitglieder der KJM:

Vorsitz: Siegfried Schneider,
stellv. Vorsitzende: Andreas Fischer, Thomas Krüger
Prof. Dr. Ben Bachmair, Jochen Fasco, Martin Heine, Folker Hönge, Cornelia Holsten, Elke Monssen-Engberding, Sigmar Roll, Frauke Wiegmann, N.N.

Stellvertretende Mitglieder:

Dr. Gerd Bauer, Dr. Jürgen Brautmeier, Thomas Fuchs, Dr. Uwe Grüning, Michael Hange, Dr. Uwe Hornauer, Sebastian Gutknecht, Bettina Keil, Petra Meier, Petra Müller, Prof. Dr. Horst Niesyto, Prof. Wolfgang Thaenert

Quelle: KJM-Stabsstelle, Verena Weigand kjm-online.de

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Jan 23 2012

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ProSieben”Galileo” und andere erneut im Visier der Jugendschützer

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat ihren Prüfbericht für das 4. Quartal 2011 vorgelegt. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2001 wurden insgesamt 19 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. Neun davon kommen aus dem Rundfunkbereich.

Beanstandet wurden unter anderem zwei “Galileo”-Beiträge, die aufgrund einer möglichen Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 12-Jährige nicht vor 20.00 Uhr hätten ausgestrahlt werden dürfen. Betroffen war eine pseudowissenschaftliche Reportage mit dem Titel “Galileo Spezial – Vampire unter uns?”, in der der Mythos der möglichen Existenz von Vampiren mit Hilfe von an das Horrorgenre angelehnten Bildern aufrecht erhalten wurde. Beanstandet wurde außerdem die Sendung “Galileo Big Pictures”, die ProSieben anlässlich der Oscar-Verleihung 2011 im Tagesprogramm ausstrahlte. Gezeigt wurden “die 50 spektakulärsten” Bilder aus berühmten Filmen, darunter Ausschnitte aus dem Horrorklassiker “Der Exorzist”, der mit einer FSK-Altersfreigabe ab 16 Jahren versehen ist.

Schon im 3. Quartal 2011 sammelte ProSiebens “Galileo” zwei Beanstandungen. Ein 15-minütiger Beitrag mit dem Titel “Die härtesten Gefängnisse der Welt” zeigte eine Vielzahl von massiven, drastischen Gewaltszenen. In einem anderen Beitrag wollte das sogenannte Wissensmagazin demonstrieren, ob die im Schwarzenegger-Film “True Lies” gezeigten Tötungsarten (Genickbruch, Sägeblatt-Wurf…) auch in der Realität funktionieren. Diese Beiträge hätten sogar erst nach 22.00 Uhr ausgestrahlt werden dürfen.

Beanstandet wurde im aktuellen KJM-Prüfbericht außerdem die Folge “Der Wurm” aus der Mystery-Serie “Primeval”, die ProSieben insbesondere aufgrund eines für unter 12-Jährige hohen Bedrohungsszenarios erst nach 20.00 Uhr hätte zeigen dürfen. In der betreffenden Folge wurden beispielsweise der bedrohliche Angriff eines Urzeitmonsters auf zwei spielende Kinder gezeigt.

Mit der Programmierung eines Werbespots für “Die Krake”, eine Achterbahn im Heidepark Soltau, verstießen vier Sender gegen die Bestimmungen des JMStV. RTL, Sat.1, Pro Sieben und kabel eins zeigten den Spot, der die Jugendschutzkommission sowohl in Bezug auf die düstere Ästhetik und als auch auf der Tonebene an Horror- oder Splatterfilme erinnerte, im Tagesprogramm.

Zwei mögliche Entwicklungsbeeinträchtigen für unter 16-Jährige stellte die KJM im Programm von Sky und Tele 5 fest. Sky strahlte eine Folge der Wrestling-Sendung “TNA Impact” im Tagesprogramm von Sport2 ohne Vorsperre aus. Tele 5 zeigte den Historienfilm “Wächter des Hades” trotz FSK-Freigabe ab 16 Jahren bereits um 20.15 Uhr statt nach 22.00 Uhr.

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

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Sep 19 2010

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Gutachten zum Jugendschutz im Internet bleibt geheim

Abgelegt unter Allgemein

Digital-Kingdom.dk.

Gutachten zum Jugendschutz im Internet bleibt geheim

Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat mit Urteil vom 13.08.2010 (10 A 10076/10.OVG) entschieden, dass die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz ein von ihr eingeholtes Gutachten über die Verfolgbarkeit von Internetanbietern bei Verstößen gegen das Jugendschutzrecht nicht herausgeben muss.


Ein Rechtsanwalt hatte auf Grundlage des Landesinformationsfreiheitsgesetzes die Herausgabe eines Gutachtens verlangt, das sich mit der Frage beschäftigt, wie man Internetanbieter, die ihren Sitz nur zum Schein ins Ausland verlegt haben, verfolgen kann.

Das Gericht meint, die Landeszentrale hätte die Herausgabe des Gutachtens zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit verweigern dürfen. Hierzu heißt es im Urteil wörtlich:

Zitat:
Würde nämlich das Gutachten – und damit der Wissensstand der Behörde – den betroffenen Content-Providern über den Kläger (der ausweislich seines Internet-Auftritts viele Mandanten aus der Erotikbranche berät und gegen staatliche Stellen insbesondere in medien- und jugendschutzrechtlichen Fragen vertritt, vgl. www.d.com) bekannt, hätten die Anbieter Anhaltspunkte zur Entwicklung neuer Verschleierungstaktiken. Es besteht daher die Gefahr, dass sie sich weiterhin dem Zugriff der deutschen Behörden entziehen, obwohl sie materiell-rechtlich den Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags unterliegen und für Verstöße zur Verantwortung gezogen werden können.


Quelle: internet-law.de

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