Archiv für das Tag 'Holovideo'

Jun 26 2012

Profile Image of holgi-w

Holodeck könnte in 40 Jahren Realität sein

Sharp-Forscher: “Nächster Schritt ist 3D als Teil unseres Alltags”

Oxford (pte022/26.06.2012/13:10) – 3D-Displaytechnologie hat sich bislang nur in den Kinos durchgesetzt. Als Kaufargument für Fernseher stieß die plastische Bilddarstellung bislang auf wenig Gegenliebe seitens der Konsumenten. Jonathan Mather, Display-Entwickler bei Sharp, rechnet trotzdem mit dem langfristigen Durchbruch in den Alltag und hält die Verwirklichung lebensechter Bildwiedergabe auf holografischen Displays binnen vier Jahrzehnten für möglich.

Ausgangsbasis Alltag

Die Prognose ist angesichts der aktuellen Marktsituation – nach dem Scheitern als USP verfügen zunehmend immer mehr TV-Geräte standardmäßig über 3D-Features – gewagt und andererseits wenig verwunderlich. Sharp gehört zu den Pionieren im Bereich der Bildwiedergabe mit Tiefenillusion und brachte die Technologie bereits Mitte 2011 auf Smartphones.

“Ich denke, ein vernünftiges Ziel ist es, 3D-Displays zu einem natürlichen Bestandteil des modernen Lebens werden zu lassen”, sagt Mather gegenüber HumansInvent.com . Diese Etablierung sieht er als Anreiz für mehr Forschungsanstrengungen in der Industrie und somit als wichtigen Eckpfeiler für beschleunigte Innovation.

Head-Tracking ante portas

Seiner Ansicht nach müssen 3D-Bildschirme “einfach funktionieren”, ohne den User mit zusätzlichem Equipment wie entsprechenden Brillen zu konfrontieren oder die Bewegungsfreiheit seines Kopfes einzuschränken. Passives 3D bildet die Basis für weitere Entwicklungen. Diese Technologie baute ursprünglich auf eine zusätzliche Parallax-Ebene über dem Bildschirm, die dafür zuständig ist, an das linke und rechte Auge jeweils leicht verschobene Bilder zu transportieren, um Plastizität vorzugaukeln.

Mittlerweile ist diese Schicht als eigene Bildschirmebene integriert und wird nach Bedarf sichtbar oder unsichtbar. Auf diese Art und Weise funktioniert etwa der von Sharp produzierte Screen von Nintendos Handheld-Konsole 3DS, der dank dieser Innovation zwischen 3D- und 2D-Wiedergabe wechseln kann.

Der nächste Schritt ist die Verbindung der Tiefendarstellung mit Head-Tracking. Dabei verfolgt eine Kamera die Augen des Users und übermittelt seinen Betrachtungswinkel an die Software, die die Bildausgabe entsprechend perspektivisch anpasst. Mather hält die Technik bereits für einsatzreif in Smartphones und Tablets. Der Einsatz mehrerer Kameras würde auch die Verwendung in Fernsehern bereits ermöglichen. Seiner Einschätzung nach fehlen für die Etablierung lediglich gemeinsame Anstrengungen zur Schaffung von Rahmenbedingungen, etwa in Form von TV-Standardformaten.

Holo-Bildschirm muss Licht berücksichtigen

Bis Mobilgeräte eine solche Darstellung mitbringen, werden laut Prognose von Mather zumindest noch zwei bis sechs Jahre ins Land ziehen, wobei er hier mit sehr schnellen Fortschritten rechnet. Fernseher sind erst in fünf bis 15 Jahren wirklich 3D-reif. Das ultimative Ziel, holografische Displays, deren Inhalt frei im Raum steht und von der Realität nicht unterscheidbar ist, liegt zeitlich noch etwas weiter in der Ferne. In technischer Hinsicht ist hier noch eine große Hürde zu nehmen.

“Den heutigen, stereoskopischen 3D-Displays fehlt noch ein entscheidendes Merkmal. Trotz der Darstellungstiefe stehen die Objekte immer im gleichen Fokus. Ein Holo-Display korrigiert selbst den Einfallswinkel des Lichts, um ein perfektes Abbild der realen Welt zu liefern. Dies ist aber nicht ohne einer signifikanten Steigerung der technischen Komplexität möglich. Wir werden wohl weitere 40 Jahre an Fortschritt abwarten müssen, bevor wir eine solche Darstellung genießen können”, so Mather abschließend.

“The 3D journey: Inventing a real-life holodeck”

 

Quelle: pressetext.de

via Durchbruch bei 3D-Holografie – wird “Star Trek”-Holodeck real?.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jan 25 2011

Profile Image of holgi-w

Prinzessin Leia: Kinect ermöglicht Holo-TV

Abgelegt unter PC-Ecke

Prinzessin Leia: Kinect ermöglicht Holo-TV

MIT-Team nutzt Star-Wars-Szene als Technologiedemonstration

Cambridge (pte/25.01.2011/13:30) – Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben Prinzessin Leias holografischen Hilferuf aus Star Wars nachgestellt, um zu demonstrieren, dass holografisches Fernsehen in greifbare Nähe rückt. “Der Schwerpunkt unserer Arbeit an digitaler Holografie ist, dass wir versuchen, ein Consumer-Produkt zu schaffen”, betont Michael Bove, Leiter der Object-Based Media Group am MIT Media Lab. Daher hat das Team nur auf handelsübliche Grafikchips sowie Microsofts Kinect-Sensor als 3D-Kamera gesetzt. Damit haben sie die bislang höchste Bildfrequenz bei Holovideo-Streaming erzielt.

Echtes 3D in billig

Wie Bove betont, gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen holografischen Bildern und bei aktuellen Filmen gängigen 3D-Technologien. Letztere vermitteln zwar ein Gefühl der Tiefe, zeigen aber aus jedem Sichtwinkel das gleiche Bild. Ein Hologramm dagegen sieht jeder Betrachter abhängig von seiner Blickrichtung anders aus. Dazu wird das Bild bei der digitalen Holografie aus einer Reihe sogenannter Beugungsmuster rekonstruiert. Eine Herausforderung liegt gerade bei Echtzeitübertragung darin, die aufgenommenen Videodaten schnell genug in diese Muster umzurechnen.

Bisherige Ansätze haben eine ganze Anordnung von Kameras genutzt, um die nötigen Aufnahmen zu machen. Boves Team dagegen setzt auf einen einzelnen Kinect-Sensor als preisgünstige Alternative. Ein herkömmlicher Laptop überträgt die Daten an einen PC mit drei Grafikprozessoren, der die Beugungsmuster umrechnet. So ist es den Forschern gelungen, ohne großen Hardwareaufwand und damit verbundene Kosten ein Holovideo-Streaming zu ermöglichen. Dabei schafft ihre Lösung immerhin eine Wiedergabe mit 15 Bildern pro Sekunde (Frames per Second, fps).

Leia-Demonstration

Für eine Demonstration hat sich die MIT-Doktorandin Edwina Portocarrero als Prinzessin Leia verkleidet und deren holografischen Hilferuf an Obi-Wan Kenobi nachgespielt. Dabei zeigt sich, dass die Auflösung des Kinect-Systems noch lange nicht an das Film-Vorbild herranreicht. “Prinzessin Leia wurde dort nicht in Echtzeit übertragen, sondern war gespeichert”, betont allerdings Bove. Die Live-Übertragung von Hologrammen ist die größere Herausforderung, nicht zuletzt aufgrund der großen Datenmengen.

Auch zeigt die Demonstration, dass Streaming mit 15 fps zwar beeindruckend ist, aber für den wirklichen Massenmarkt nicht ruckelfrei genug wirkt. Damit wirklich der Eindruck fließender Bewegungen entsteht, wäre eine Bildfrequenz wie im Fernsehen nötig. Das sind 25 oder 30 fps nach europäischem PAL bzw. amerikanischem NTSC-Standard. Doch das MIT-Team ist zuversichtlich, dass es mit seinem Holovideo-System auf die Dauer mit NTSC vergleichbare Frameraten erreichen wird.

Quelle: pressetext.at

Demovideo zum Holovideo-Streaming:

Prinzessin Leia: Kinect ermöglicht Holo-TV.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare