Archiv für das Tag 'hdplus'

Dez 11 2011

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Kartellamt und Medienhüter haben keine Probleme mit “HD+” als Pay-TV

Der Plattformbetreiber SES Astra hatte bislang stets vermieden, “HD+” als Pay-TV zu bezeichnen – auch, wenn es faktisch nichts anderes ist; schließlich muss die Kundschaft für werbeunterbrochene, mit technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und beim Time-Shifting behaftete verschlüsselte Programme 50 Euro jährlich auf den Tisch blättern.

Doch jetzt hat der Konzern in einer Broschüre zu “HD+” die Satelliten- Plattform ganz unverhohlen als idealen Einstieg ins Pay-TV für Free-TV-Sender bezeichnet (siehe unten “Zitat des Tages:…”). Ist das schon ein Hinweis darauf, dass eines Tages die bislang kostenlosen privaten SD-Kanäle abgeschaltet werden und die Zuschauer damit gezwungen werden, für die HD-Ableger zu bezahlen?

Der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) lägen derartige Pläne derzeit nicht vor, teilte eine Sprecherin auf Anfrage der SAT+KABEL mit. Alle Sender der “HD+”-Plattform hätten eine gültige rundfunkrechtliche Zulassung. Aus rechtlicher Sicht sei es dabei unerheblich, ob ein Programm über Werbung oder über Entgelte finanziert werde, solange die Zulassungsvoraussetzungen gegeben seien.

Auch aus kartellrechtlicher Sicht sind die Pay-TV-Ankündigungen von SES Astra ohne Bedeutung. Das teilte der Pressesprecher des Bundeskartellamts gegenüber der SAT+KABEL mit. Ebenso habe die Aussage in der Broschüre keine Bedeutung für das laufende Ermittlungsverfahren gegen die Fernsehsender von ProSiebenSat.1 und RTL.

Gegenstand des Ermittlungsverfahrens sei lediglich die Frage, ob die Einführung der Grundverschlüsselung in den unterschiedlichen Übertragungswegen auf Absprachen zwischen den Sendern beruhe, so das Kartellamt. Ob sich diese Absprachen auch auf die “HD+”-Plattform erstreckten, sei derzeit nicht zu sagen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, hieß es.

Zitat des Tages zur umstrittenen “HD+”-Satellitenplatform von SES Astra

Unser Zitat des Tages stammt diesmal aus einer Broschüre zu “HD+”, das die umstrittene Satelliten-Plattform ganz unverhohlen als idealen Einstieg ins Pay-TV für Free-TV-Sender bezeichnet.

“For example, HD+ in Germany is a High Definition (HDTV) platform that offers smaller private broadcasters the possibility of encrypting their HD signal and transitioning audiences from a free-to-air Standard Definition (SD) to a low cost pay–HDTV model. We use a prepay card to reduce the worries about commitment.”

SES Astra hatte bislang zum einen stets vermieden, “HD+” als Pay-TV zu bezeichnen – auch, wenn es nichts anderes ist, schließlich muss die Kundschaft für werbeunterbrochene, mit technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und beim Time-Shifting behaftete Programme 50 Euro jährlich auf den Tisch blättern.

Zum anderen erläutert der Satz mit entwaffnender Ehrlichkeit, dass man die Zuschauer liebend gerne von der kostenfreien SD-Variante zum HD-Pendant locken würde – eine entsprechende Entwicklung ist absehbar, irgendwann werden die regulär aufgelösten Programme abgeschaltet, dann gäbe es für Zuschauer nur noch das kostenpflichtige “HD+”. Das ZItat ist einer Broschüre entnommen, die hier im PDF-Format abrufbar ist (Seite “P04″).

Quelle: sat+kabel

via Kartellamt und Medienhüter haben keine Probleme mit “HD+” als Pay-TV.

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Dez 11 2011

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“HD+”-Facebook-Seite ist für SES Astra bislang Schuss ins Knie – viel Kritik

Die “HD+”-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra, die ein Dutzend verschlüsselter Sender mit partiellen HD-Inhalten gegen 50 Euro Gebühr im Jahr samt technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und Archivierung ausstrahlt, hat sich mit ihrer neu aufgeschalteten Facebook-Präsenz bislang noch keinen Gefallen getan.

n den Nutzerkommentaren überwiegen deutlich die negativen und ablehnenden Stimmen. Surfer hinterlassen auf der Pinnwand unter anderem Anmerkungen wie: “Im Ausland kennt man keine Vorspulsperre. Wieso soll das in Deutschland nötig sein?”, “Was viele hier vergessen: ProSieben und Sat.1 haben von Oktober 2005 bis Mitte 2007 bereits mal unverschlüsselt und ohne Gängelung in HD ausgestrahlt” oder auch ” ‘Dank’ HD- hat mein Icord nur noch 90 Minuten Timeshift! Und in der älteren Firmware gab es den Bug mit dem springenden EPG. Also ‘vielen Dank’ ”

“Warum sollte ich für etwas, das auch frei zugänglich ist, Geld bezahlen? Als früher das s/w fernsehen vom farbfernsehen abgelöst wurde, musste ich ja auch nichts extra zahlen, um Daktari endlich in Farbe sehen zu können.”, heißt es an anderer Stelle, zudem werden die Hotline-Kosten gerügt: “Teure Hotline: Für HD+ muss man nicht nur 50€ im Jahr bezahlen, sondern wenn man Probleme hat, wird die Hotline erst recht teuer: knapp 50 Cent die Minute aus dem Festnetz.”

HDplus-Vertriebschef Timo Schneckenburger hatte am Montag noch die Hoffnung geäußert, mit den Surfern in einen “guten, konstruktiven Dialog im Netz” zu treten (siehe weiter unten “Umstrittene “HD+”-Plattform freut sich auf “konstruktiven Diaolog” über Facebook). Von einem echten Dialog auch mit den beteiligten TV-Sendern ist bislang kaum etwas zu spüren, die Postings werden aber durchweg mit den bekannten Hinweisen beantwortet.

Ein Facebook-Poster schrieb denn auch: “Aufarbeitung von Kritik? Hallo HD-Plus-Team! Wie ich sehe müsst Ihr ja viel Kritik einstecken. Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt viel Spaß macht! Werden die ganzen Wünsche, Anregungen und kritischen Anmerkungen auch irgendwie weiter transportiert? Damit meine ich nicht euch als Facebook-Crew (und auch nicht ausschließlich HD+) sondern viel mehr die privaten Sendeanstallten.”

Das bleibt in der Tat abzuwarten. Konkrete Ankündigungen, beispielsweise die Vorspulsperren aufzuheben oder eine Archivierung auf externe Speicher zuzulassen, fehlen bisher. Die SES-Astra-Plattform polarisiert, stößt vor allem bei langjährigen Satellitenzuschauern auf massive Ablehnung. Die Situation hat sich auch durch ein Software-Update im November nicht wirklich entschärft, seither klagen Leser der SAT+KABEL über Bildausfälle und Artefakte.

HDplus-Chef Wilfried Urner hält die negativen Äußerungen an “HD+” für eine Medienkampagne, SES Astra warf der SAT+KABEL in der Vergangenheit bereits “tendenziöse Berichterstattung” vor. Bislang haben gut 1.300 Nutzer auf den “Gefällt mir”-Button geklickt. Aktuell zahlen rund 300.000 Zuschauer 50 Euro im Jahr für den Bezug der Programme, im kommenden Jahr sollen es deutlich mehr sein, die sogenannte Conversion-Rate liegt bei rund 60 Prozent. Sechs von zehn Zuschauern haben sich also in der Vergangenheit für eine Weiterführung nach der zwölfmonatigen Gratis-Phase entschieden.


Umstrittene “HD+”-Plattform freut sich auf “konstruktiven Diaolog” über Facebook

Die umstrittene “HD+”-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra, die ein Dutzend verschlüsselter Sender mit partiellen HD-Inhalten gegen 50 Euro Gebühr im Jahr samt technischen Restriktionen bei der Aufzeichnung und Archivierung ausstrahlt, trommelt jetzt auch via YouTube und Facebook.

Zudem wurde die hauseigene Web-Site neu gestaltet, teilte die HDplus Gesellschaft am Montag mit. Die Facebook-Präsenz ist hier zu finden, bei beim Video-Portal YouTube an dieser Stelle. Gezeigt werden sollen Videos, vermeintlich “lesenswerte Artikel” und Programmtipps, außerdem sind Gewinnspiele geplant.

Ob der Wunsch des HDplus-Vertriebschef Timo Schneckenburger in Erfüllung geht, mit den Surfern in einen “guten, konstruktiven Dialog im Netz” zu treten, bleibt abzuwarten. Die SES-Astra-Plattform polarisiert, stößt vor allem bei langjährigen Satellitenzuschauern auf massive Ablehnung. Die Situation hat sich auch durch ein Software-Update im November nicht wirklich entschärft, seither klagen Leser der SAT+KABEL über Bildausfälle und Artefakte.

Quelle: sat+kabel

via “HD+”-Facebook-Seite ist für SES Astra bislang Schuss ins Knie – viel Kritik.

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