Archiv für das Tag 'hardware'

Feb 10 2012

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Hitze macht Festplatten größer und schneller

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Geschwindigkeit von mehreren Terabyte pro Sekunde möglich

Umpolung: Festplatten lassen sich mit Hitze beschreiben

York (pte013/10.02.2012/11:00) – Herkömmliche Festplatten arbeiten mit der Polarisierung von metallischen Körnern über magnetische Felder, um Inhalte zu speichern. Forscher der britischen University of York arbeiten nun an einem neuen Verfahren, das auf Wärme setzt. Dies könnte die Kapazität der Datenträger in Zukunft beträchtlich erhöhen und ermöglicht theoretisch Schreibgeschwindigkeiten von mehreren Terabyte pro Sekunde.

Geringerer Energieverbrauch

Die Geschwindigkeit einer Festplatte hängt unter anderem von der Stärke des verwendeten Magnetfeldes ab. Je intensiver dieses ist, desto schneller funktioniert die Umkehrung der Pole. Die Wissenschaftler beschreiten nun neue Wege und versuchen, die gleichen Veränderungen über die Verwendung kurzer Hitzestöße zu erzielen.

Mit Erfolg, wie Projektleiter Thomas Ostler erklärt. “Statt auf ein Magnetfeld, haben wir auf wesentlich stärkere, interne Kräfte gesetzt und Information mit Hitze gespeichert. Diese Methode erlaubt das Aufzeichnen mehrerer Terabyte pro Sekunde, hundert Mal schneller als heutige Festplattentechnologie”, erklärt er. “Und ohne dem magnetischen Feld ist auch der Energieverbrauch geringer.”

Die theoretisch mögliche Schreibgeschwindigkeit konnten die Forscher längst noch nicht erreichen, jedoch erreichten sie immerhin einen Wert von 200 Gigabyte pro Sekunde. Die Methode erlaubt es zudem, die magnetischen Körner enger anzuordnen, was eine Vergrößerung der Datenträger-Speicherkapazität bei gleicher Oberfläche erlaubt. Das Forscherteam hat dazu auch ein Paper im Journal “Nature Communications” veröffentlicht.

“SATA Express” ist auf dem Weg

Über den derzeit aktuellen “Serial ATA Revision 3.0″-Standard erreichen die schnellsten Festplatten in der Praxis Übertragungsraten von rund 600 Megabyte pro Sekunde, wobei hier die NAND-basierten Solid-State-Disks im Spitzenfeld liegen. Diesen wird auch der kommende SATA-Express-Standard zugute kommen. Dieser soll den sekündlichen Transfer von bis zu 1,6 Gigabyte an Daten erlauben. Dieser könnte noch dieses Jahr bereits in ersten Produkten implementiert werden.

Quelle: pressetext.com / Foto: york.ac.uk

via Hitze macht Festplatten größer und schneller.

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Feb 07 2012

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Google arbeitet an Augmented Reality Brille

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Der Suchmaschinenkonzern soll Gerüchten zufolge an einem Prototypen einer Brille mit Heads Up Display arbeiten, das auf einem Auge nützliche Informationen einblenden soll. Google ist sich allerdings über die Tauglichkeit für den Massenmarkt unsicher.

Während Googles App Goggles Smartphone-Benutzer bereits jetzt direkt per Bilder Texte übersetzen und Sudokus lösen lässt, geht Google dieses Maß an Augmented Reality wohl noch nicht weit genug. Denn einem Bericht des Blogs 9to5Google zufolge arbeitet der Suchmaschinenkonzern an einer Brille, die, ganz wie im Actionfilm Terminator (siehe Video), ein Heads Up Display (HUD) für den Alltag bieten könnte. Der Quelle des Blogs zufolge soll die Google Brille stark den Modellen des amerikanischen Unternehmens Oakley ähneln und verfügt über eine nach vorne gerichtete Kamera, die neben der Funktion Bilder aufzunehmen auch in Augmented Reality Apps zum Einsatz kommen könnte.

Veröffentlichung unsicher
Zusätzlich zur Kamera verfügt die Brille auch über ein Licht, das vermutlich neben der besseren Ausleuchtung von Aufnahmen auch einfach nur als Taschenlampe verwendet werden kann. Das HUD selbst ist nur auf einem Auge und auf der Seite zu sehen – vermutlich soll so die Sicht nicht zu stark beeinträchtigt werden. Die Bedienung erfolgt über Kopfbewegungen und Spracheingabe. Das Gerät soll dabei auch sehr lernfähig sein und passt sich mit der Zeit den Bewegungen des Benutzers an. Die Technik hinter der Brille soll der eines älteren Smartphones entsprechen. Zur Zeit ist noch unklar wie und ob das Projekt überhaupt veröffentlicht wird. Laut 9to5Google ist sich Google unsicher, ob das Gerät für den Massenmarkt tauglich wäre.

Quelle: futurezone

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=9MeaaCwBW28

Siehe auch:
Augmented-Reality-Brille erzeugt HD-Display

via Google arbeitet an Augmented Reality Brille.

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Feb 07 2012

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Raumfeld M: Toller Klang, lahmes Streaming

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Die Streamingboxen Raumfeld M von Teufel versprechen schon dem Namen nach hochwertigen Musikgenuss. Doch die Berliner Firma hat unerwarteterweise bei der wichtigsten Funktion gepatzt: dem Streaming. Im futurezone-Test konnten sie dennoch überzeugen.

Kabelsalat. Das dürfte wohl jedem, der bereits mit einem Audiosystem hantiert hat, als erstes bei Multiroomsystemen durch den Kopf gehen. Elendslange Audiokabel, die auch schon mal durch Wände verlegt müssen, um vernünftigen Musikgenuss im Nebenzimmer zu ermöglichen, sollen aber schon bald vergessen sein. Zumindest wenn es nach Raumfeld geht. Das 2008 gegründete deutsche Unternehmen will mit seinen Software-Lösungen den Zugriff auf die eigene Musikbibliothek im ganzen Haus ermöglichen – und zwar drahtlos.

Diese Idee gefiel auch dem Berliner Lautsprecherhersteller Teufel, der das Unternehmen 2010 kurzerhand übernahm. Das Resultat ist ein umfangreiches und beliebig kombinierbares Streamingangebot. Die futurezone hat das Lautsprechersystem Raumfeld Speaker M einem Test unterzogen – und ist dabei zu einem zwiespältigen Urteil gelangt.

Optik
Das 120W-Soundsystem kommt mit zwei Aktivlautsprechern, allerdings ohne Subwoofer. Die Verarbeitung der Boxen ist hochwertig, auch wenn der Großteil des Gehäuses aus Kunststoff besteht. Die Frontleiste wird von gebürstetem Aluminium verziert, auf der die Lautstärkeregelung und ein Knopf zum Ein- und Ausschalten des Systems angebracht sind. Ob das Gerät eingeschaltet ist, erkennt man an den beiden grünen LED-Leuchten, die auch Auskunft über den Status des WLANs geben.

Wie der Name des Systems vermuten lässt, ist das Testsystem die “mittlere” Größe – das Modell S soll auch Einsteigern die Möglichkeit geben, in die Streamingwelt zu schnuppern. Das Modell L ist der Beschreibung von Teufel zufolge der “erste WLAN-Aktivlautsprecher der High End-Klasse”.

Konfiguration
Das System muss vor seiner Verwendung im Heimnetzwerk konfiguriert werden. Das geht relativ einfach von statten – wahlweise mit der App (iOS und Android) oder dem (optional erhältlichen) Controller verbindet man die Boxen zunächst mit dem WLAN. Dann wird die Master-Box, die mit einem WLAN-Empfänger ausgestattet ist, per Ethernet-Kabel mit dem Router verbunden. Einmal angeschlossen, wird das Gerät im Netzwerk sofort erkannt und die Eingabe der erforderliche Zugangsdaten ist innerhalb von fünf Minuten erledigt.

Klang
Einer der Gründe, wieso Teufel so beliebt ist, ist der einwandfreie Klang seiner Audiosysteme. Das ist den Berlinern auch hier wieder gelungen. Der Klang ist hervorragend, man glaubt kaum, dass nur zwei Boxen dermaßen wuchtige Ergebnisse liefern können. Besonders der Bass beeindruckt und kann auch mit einem 2.1-System in der gleichen Preisklasse mithalten.

Auch bei hohen Lautstärken übersteuern die Lautsprecher nicht, der Ton bleibt klar. Vor allem bei Musikdateien mit hohen Bitraten fällt der Unterschied besonders deutlich aus (z.B. FLAC). Damit sollte man eigentlich für den problemlosen Musikgenuss gerüstet sein. Allerdings gibt es dabei ein kleines Problem.

Multimediafunktionen
So einfach die Einrichtung zu Anfang ist, umso umständlicher ist das Abspielen von Musik. Das Hauptproblem – Musikstreaming mit der eigenen Bibliothek ist nur per Universal Plug and Play (UPnP) möglich. Das ist äußerst träge und besonders beim Durchstöbern größerer Musiksammlung sehr mühsam. Einträge werden nur langsam nachgeladen, ein schnelles Entscheiden für ein Musikstück oder einen Interpreten ist nicht möglich – zumindest gibt einem die Wartezeit die Möglichkeit, sich Gedanken darüber zu machen. Auch das Weiterschalten von Titeln geht nur zäh von statten. Drei bis vier Sekunden Verzögerung waren keine Seltenheit. Dafür werden die Informationen wie Cover, Interpret und dergleichen prompt geladen.

Absurderweise können Titel, die auf dem Smartphone oder iPod gespeichert sind, nicht abgespielt werden. Beim iPhone und iPod ist das auf Beschränkungen von Apple zurückzuführen, die eine derartige Funktion nicht erlauben. Auf Android ist laut Teufel allerdings eine derartige Funktion geplant und wird in den nächsten Versionen der App umgesetzt. Als Zwischenlösung kann man allerdings einen UPnP-Server direkt auf dem Android-Smartphone installieren – ansonsten bleibt nur die per UPnP freigegebene Musiksammlung.

Auch die Streaminganbieter, die die App unterstützt; konnten nicht getestet werden. Napster ist bislang noch nicht in Österreich verfügbar. Was verwundert: Simfy verweigert den Dienst und ist laut der App noch nicht in Österreich verfügbar – obwohl es bereits vergangenen März offiziell startete. Auf Anfrage der futurezone bestätigte uns ein Entwickler, dass ihnen das Problem bekannt sei und eine entsprechende Lösung in der neuesten Version der App implementiert werde. Last.fm ist zwar in Österreich verfügbar, aber nur gegen eine Monatsgebühr. Spotify wird nicht unterstützt.

Der einzige Dienst, der funktioniert und dabei auch überzeugt, ist TuneIn. Tausende Web-Radiostationen, nach Genres und Herkunft sortiert, stehen über den Dienst zur Verfügung. Da es sich um Radiosender handelt, muss zumindest nicht manuell weitergeschaltet werden und kann so die Verzögerung umgehen.

Fazit
Das Teufel Raumfeld M ist hochwertig und liefert großartige Soundqualität. Die Multimediafunktionen lassen allerdings doch zu wünschen übrig und rechtfertigen den Preis von knapp 600 Euro im Online-Shop von Teufel nicht. Erst wenn die Entwickler von Raumfeld ihr Versprechen einlösen die Kinderkrankheiten auszumerzen, ist das System auch sein Geld wert.

Die Fakten:

- 120W WLAN-Aktivlautsprecher
- Unterstützt Simfy, TuneIn Radio, Last.fm, Napster
- UPnP-fähig
- Für Räume bis 30qm geeignet

Preis: 600 Euro

Quelle: futurezone / Foto: Teufel

via Raumfeld M: Toller Klang, lahmes Streaming.

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