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Mrz 15 2013

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Hands-On Samsungs Flaggschiff Galaxy S4 im Kurztest

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Es ist eines der Geräte, das von Smartphone- und vor allem Android-Fans sehnsüchtig erwartet wurde. Die futurezone hatte die Chance, das Galaxy S4 einem Kurztest zu unterziehen.

Der Unterschied zwischen dem Vorgänger und dem Nachfolger ist nur aus der Nähe auszumachen; zu klein sind die Erneuerungen bei Samsungs neuem Galaxy S4. Es greift sich ein wenig besser an, weil die Rundungen des S3 ein wenig begradigt wurden und es dadurch kompakter ist. Der Aluminiumrahmen lässt das S4 hochwertig wirken. Da es nur ein “Streifen” und kein komplettes Aluminium-Gehäuse ist, ist das S4 nicht übermäßig rutschig, sondern durchaus griffig.

Dass der Bildschirm jetzt um 8 mm in der Diagonale größer geworden ist, sieht man eigentlich erst dann, wenn man S3 und S4 nebeneinander legt, da der weiße bzw. schwarze Rahmen um einen Hauch schmäler geworden ist. Beim Halten in der Hand merkt man wenig Unterschiede. Wer mit dem S3 zu recht gekommen ist, wird sich auch beim S4 nicht verkrampfen müssen. Die Home-Taste an der Vorderseite ist etwas runder geworden, die Ein- und Ausschalt- sowie die Lautstärken-Taste an der Seite etwas größer und die Front-Kamera ist zum Außenrand gerutscht.

Kunstoffgehäuse
Das Gehäuse ist aus Kunststoff, genau genommen Kohlefaser. Es greift sich gut an, auch die Rückseite mit der etwas strukturierten Abdeckplatte. An der Vorderseite hinterlässt das Gerät aber diese typischen Fingertapser, beim Fotografieren des S4 musste man ständig die Fingerabdrücke wegwischen.

Gestochen scharf
Das FullHD-Display ist gestochen scharf, die Kontraste kräftig und die Farben leuchtend. Wenn man ein S3 zum Vergleich daneben legt, sieht man, dass der Super-AMOLED-FullHD-Screen noch intensiver ist, obwohl Samsung mit dem Display beim S3 schon gut unterwegs war. Die drei Kurzvideos und die im Gerät abgespeicherten Test-Fotos wirken punkto Farbe kräftig und natürlich.

Technisch top
Der Wechsel von einer Anwendung zur nächsten war flüssig möglich – das Kurztest-S4 lief mit Android „Jelly Bean” 4.2.2. und hatte einen Qualcomm Snapdragon 1,9 GHz Quad-Core (für den US-Markt) an Bord. In die Geräte für Europa kommt der Samsung Exynos 5 1,6 GHz Octa-Core.

Technisch scheint das S4 völlig ausgereift und „ready for the market” zu sein. Wie sich das Gerät in den diversen LTE-Netzen verhält, konnte nicht angetestet werden. Die 13-Megapixel-Kamera machte – zumindest in der Radio Music Hall – gute Bilder; auch ohne Blitz. Die 2-MP-Front-Kamera lieferte ebenfalls gute Bilder ab. Um aber die Kameras wirklich fundiert beurteilen zu können, hätte man sie auch im Freien und bei verschiedenen Lichtsituationen testen müssen – was mit den an einem Sicherheitsband angehängten S4-Modellen nicht möglich war.

Viele neue Features
Doch die großen Änderungen spielen sich bei den Funktionen ab. Beim S3 hatte Samsung im Mai 2012 S-Voice, seine Konkurrenz zu Apples Siri, vorgestellt und diese Funktion in den vergangenen Monaten verbessert. Der S-Translator, der Text in Sprache bzw. auch Sprache in Text übersetzen kann, funktionierte einwandfrei – was ob des Umgebungslärms in der Halle keine Selbstverständlichkeit ist. Mehrere Sätze wie etwa „wie komme ich zum Flughafen JFK” oder auch „wo kommen Sie her” bzw. „können Sie mir sagen wo die nächste U-Bahn ist” wurden verstanden und übersetzt.

Mit S-Voice verspricht Samsung auch, nicht nur das Navi steuern, sondern während einer Autofahrt auch auf E-Mails antworten zu können. Diesen Test wird die futurezone sobald es möglich ist und ein Serienmodell zur Verfügung steht, nachholen.

Foto-Spielereien
Auch die Kamerafunktionen wurden erweitert – einiges haben bereits Smartphones von Konkurrenten an Bord, dennoch sind die neuen Features zum Teil witzig und – ganz wichtig – sie funktionieren auch. So die „Bild-in-Bild“-Funktion („Dual-Camera“), bei der der Fotograf im selbst aufgenommenen Foto eingeblendet ist – wie der Rahmen aussieht, kann man selbst auswählen. Witzig ist auch, dass man Fotos mit einem Soundfile ergänzen kann. Anwendungsbeispiele für die Funktion „Sound & Shot“ könnten etwa ein Babyfoto sein, mit dem man den ersten Schrei des Kindes mitschickt. Auch die Zeitraffer-Funktion („Drama-Shot“) ist eine nette Spielerei.

Biometrisches System
Eine „Hat-funktioniert-Rate“ von 50:50 hatte die Funktion „Smart Pause“ – schaut man sich ein Video an und blickt weg, stoppt der Film. Er soll erst dann wieder weiterlaufen, wenn man wieder auf den Bildschirm schaut. Bei einem S4 hat Smart-Pause funktioniert, bei einem anderen nicht (ja, die Einstellung war aktiviert). Vielleicht lag es daran, dass die Lichtsituation mit den vielen Lichtkegeln das System in einem Galaxy S4 irritierte.

Von der Idee her gut, aber noch unausgereift ist die Funktion „Smart Scroll“. Blickt man auf das Display und kippt das Handy leicht nach oben oder unten, soll in die entsprechende Richtung gescrollt werden. Im Test scrollte das S4 zwar, allerdings passierte das nicht immer zuverlässig – hier sollte Samsung nachbessern.

Auch die Funktionen „Air View“ bzw. „Air Gesture“ liefen nicht problemlos. Das Scrollen durch die Fotobibliothek, ohne den Bildschirm mit dem Finger zu berühren, hat funktioniert. Mit den Wischgesten der Hand hatte das S4 allerdings so seine Probleme.

Eindruck
Technisch gesehen ist das S4 top. Wer Spielereien sucht und das Smartphone auch gerne zum Fotografieren verwendet, wird Freude am S4 haben. Und für jene, die Fans von Sprachsteuerung, Spracherkennung und Biometrie sind, ist das S4 ebenfalls eine Option.

Wem das S3 aufgrund seines Kunststoff-Gehäuses nicht hochwertig genug vorkam, wird auch mit dem S4 nicht gänzlich glücklich werden. Zwar handelt es sich hier um ein Kohlefaser-Gehäuse, aber Samsung würde sich einen Gefallen tun, vielleicht beim nächsten Modell andere Materialien zu probieren.

Quelle: futurezone

via Hands-On Samsungs Flaggschiff Galaxy S4 im Kurztest.

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Jul 10 2012

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Google Nexus 7: Billigtablet mit Highend-Charme

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uf der Entwicklerkonferenz Google I/O stellte der Internetkonzern sein erstes eigenes Tablet vor. Die futurezone konnte das von Asus produzierte Gerät bereits ausgiebig testen und kommt zu dem Schluss: Das Nexus 7 ist in seiner Größen- und Preisklasse derzeit kaum zu schlagen. Display und Leistung überzeugen, Abstriche muss man außerhalb der USA vor allem beim verfügbaren Content machen.

Es wurde im Vorfeld schon lange erwartet und die Präsentation des Nexus 7 im Rahmen der Google I/O war dann eigentlich nur noch Formsache und keine Überraschung mehr. Was jedoch mehr überrascht als die Tatsache, dass Google jetzt auch ein eigenvermarktetes Tablet in petto hat, ist der Umstand, wie viel dieses im Billigsegment angesiedelte Gerät letztlich bietet.

Schon die ersten internationalen Reaktionen fielen überwiegend positiv aus und auch ein erster schneller Blick der futurezone auf das 200-Dollar-Google-Tablet konnte weitgehend überzeugen. Im ausführlichen Test zeigt sich nun: Das Nexus 7 ist ein heißer Anwärter auf den Titel “Bestes Gerät in dieser Preisklasse” und kann in manchen Punkten durchaus auch mit dem Highend-Tablet-König, Apples iPad, mithalten.

Leichtgewichtig und transportabel
Aufgrund seiner Größe und des geringen Gewichts (340 Gramm) kommt das Nexus 7 besonders handlich und leicht daher. Im Vergleich: Amazons Kindle Fire hat ebenfalls 7 Zoll, wiegt aber 414 Gramm. Das Tablet lässt sich einfach in einer Hand halten und passt in eine größere Hosen- oder Jackentasche. Typische E-Ink-Reader sind allerdings leichter und daher bei längerem Einsatz bequemer in der Hand zu halten als das Tablet.

Generell erweist sich das Nexus 7 als angenehm transportabel und so ist es gut vorstellbar, es regelmäßig bei sich zu tragen, was bei größeren Tablets schon wieder komplizierter wird. Mit 10,5 Millimeter ist das Nexus 7 zwar einen Hauch dicker als das iPad (9 Millimeter), im Vergleich zum Kindle Fire aber wiederum ein kleines bisschen dünner. Hinzu kommt, dass das Nexus 7 wartungsfreundlich gebaut ist. Die Rückseite ist leichter abnehmbar als bei anderen Tablets. Die Webseite iFixit hat dies anschaulich demonstriert. Beim iPad hingegen haben selbst Bastler kaum eine Chance das Unibody-Gehäuse zu knacken, um einzelne Teile selbst zu tauschen.

Das Tablet ist in zwei Varianten verfügbar, 8 GB (199 Dollar) oder 16 GB Speicher (50 Dollar Aufpreis) – wobei der tatsächliche zur freien Verfügung stehende Speicher 2 GB kleiner ist und sich daher eher gleich das 16-GB-Modell empfiehlt. Weiters steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. NFC, GPS und Bluetooth sind ebenfalls vorhanden.

Display und Leistung
Ausgestattet ist das Google-Tablet mit einem Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel und einer Pixeldichte von 216 ppi. Die meisten anderen 7-Zoll-Tablets verfügen meist nur über Displays um die 170 ppi. Das Display besteht aus kratzfestem Corning Glass, das eine Stufe unter dem noch widerstandsfähigeren Gorilla Glass liegt. Wie sich auch in der Benutzung zeigte, macht das Display wirklich einiges her, vor allem, wenn man bedenkt, dass man es hier mit einem Billig-Tablet zu tun hat. Schriften sind sowohl bei Büchern und Magazinen als auch beim Surfen im Web – im Zuge des Tests mit Chrome – scharf und angenehm zu lesen. Auch Bilder und Videos sehen gut aus, die Farbdarstellung ist in Ordnung, wobei die Farben weniger gesättigt als bei Tablets mit AMOLED-Display sind. Bei Websites mit weißen Hintergrund ist ein leichter Rotstich zu bemerken. Bei maximaler Helligkeit ist das Display des Nexus 7 auch noch in der Sonne zum Lesen von Texten nutzbar.

Die wahrscheinlich größte Stärke des Nexus 7 ist die starke Performance, die deutlich über dem Erwartbaren dieser Tablet-Klasse liegt. Ein Nvidia Tegra3 Quadcore-Prozessor – die Kerne takten mit jeweils 1,3 GHz – sorgt für ordentlich Power, die sich bei der Nutzung bemerkbar macht und das Tablet deutlich aufwertet. Die Touch-Eingabe funktioniert reibungslos und flott, Ruckler sind eine seltene Ausnahme.

Hitzig
Allerdings fällt auch auf, dass das Tablet beim Surfen (via Apps und Browser) an der linken Seite relativ schnell, relativ warm wird. Dies ist wohl dem Tegra3 Prozessor zuzuschreiben, der für seine Hitzeentwicklung bekannt ist. Ein ähnliches Bild zeigte sich etwa im Test mit LGs Smartphone Optimus 4X HD (futurezone-Bericht hier).

Im Benchmark-Test (Quadrant Standard) erzielte das Nexus 7 einen Wert von 3648 und reiht sich damit hinter dem Asus Transformer Prime TF201 (1,4 GHz) ein, das auf 4081 Punkte kommt. Beim Grafik-Benchmark NenaMark2 erzielt das Nexus 7 56 fps (Bilder pro Sekunde). Zum Vergleich: Das Asus Transformer Pad Infinity (ebenfalls Tegra3 Quadcore, 1,6 GHz) schafft nur 32,6 fps.

Design und Verarbeitung
Für seine Preisklasse bietet das Nexus 7 eine auffallend gute Verarbeitung. Das Tablet macht trotz seines geringen Preises einiges her und wirkt keineswegs billig oder schlecht zusammengebaut. Die Rückseite ist gummiert und macht in der weißen Variante einen schicken Eindruck. Der Lautsprecher befindet sich unten an der Rückseite. Die Tonqualität ist ok, aber nicht überragend, zudem erscheint die Lautstärke ein wenig leise. Es empfiehlt sich daher, Kopfhörer zu benutzen. Der Anschluss dafür findet sich rechts am unteren Rand, ebenso wie bei den Nexus-Handys. Am rechten oberen Rand sind Einschaltknopf, und darunter die Lautstärkeregelung angebracht. Weiters findet man am unteren Rand einen Micro-USB-Anschluss, über den auch das Ladekabel angesteckt wird.

Ein wenig Kritik könnte man daran üben, dass sowohl der obere als auch der untere Rand relativ breit ausgefallen sind, obwohl es keine physischen oder Softtouch-Tasten, sondern nur Display-Buttons gibt und dadurch eigentlich Platz verschwendet wird.

Kamera und Akku
Oben an der Vorderseite befindet sich die 1,2-Megapixel Frontkamera. Diese ist aber nur für Videotelefonie und ähnliches, nicht zum Fotos machen gedacht. Eine Rückkamera gibt es nicht, Google hat standardmäßig keine Kamera-App auf dem Tablet vorinstalliert.

Für die Energieversorgung ist ein 4325 mAh Akku zuständig, der mit einer langen Laufzeit punkten kann. Auch bei voller Helligkeit hält dieser bis zu zehn Stunden durch, spielt man oder surft im WLAN, sind bis zu acht Stunden Dauernutzung realistisch. Damit kann zwar das iPad noch mithalten, vergleichbare 7-Zoll-Geräte allerdings nicht.

Jelly Bean
Dass das Nexus 7 flott und flüssig läuft, ist nicht nur dem starken Prozessor, sondern auch der äußerst gelungenen neuen Android-Version Jelly Bean (4.1) geschuldet. Google brachte mit dem eigentlich kleinen Update deutlich mehr und größere Verbesserungen gegenüber Ice Cream Sandwich als zuvor erwartet wurde. Die gesamte Bedienung läuft “butterweich” wie Google es auch bereits bei der Präsentation von “Project Butter” beschrieb. Touch-Eingaben laufen flüssig und schnell, ebenso kann man ohne Aussetzer oder Verzögerungen zwischen Homescreen und anderen Anwendungen wechseln.

Auf dem Tablet ähnelt die Oberfläche sehr stark jener am Handy und wirkt für geübte Android-Nutzer daher auch sofort vertraut. Benachrichtigungen werden nun auch wie bei den Smartphones oben angezeigt und können von dort nach unten ausgeklappt werden. Erstmals unter Jelly Bean ist auch Googles eigener Browser Chrome auf dem Nexus 7 standardmäßig vorinstalliert.

Die Präsentation der Inhalte und Anwendungen geht ein wenig weg von der typischen App-an-App-Reihung. Auf dem Nexus-Tablet wird viel über Widgets dargestellt bzw. darunter zusammengefasst. Man kann sich Widgets zu diversen thematischen Schwerpunkten auf den Screen legen und darunter Apps zusammenfassen, außerdem gibt es Felder mit potenziellen Empfehlungen.

Das neue Feature “Google Now”, das sein Potenzial bei weitem noch nicht ausnutzt, wird auf neuartige Weise mit längerem Halten des Homebuttons aktiviert und öffnet sich dann in einem kleinen Bogen mit dem Google-Logo über den gesamten Screen. Darunter kann man Karten mit aktuellen Infos zu Wetter, Verkehr, Reisen oder Lokalen erstellen und sich immer genau das anzeigen lassen, was man an Ort und Stelle gerade braucht. Dazu gibt es auch Googles neue Spracheingabe, die erstaunlich gut funktioniert – das alles gilt bislang jedoch vor allem für die US-Variante.

Unterhaltungsgerät
Google positioniert das Nexus 7 zweifelsohne als Unterhaltungs-Tablet. Der Fokus liegt stark auf dem Konsum von Büchern, Magazinen, Musik und Videos. Sämtliche Inhalte – so wünscht es sich zumindest Google – können aus dem Play Store heruntergeladen werden. Zur Organisation dieser Inhalte sind auf dem Gerät standardmäßig auch gleich zahlreiche Widgets auf den Screens verteilt. “MyLibrary” zeigt Inhalte gesammelt an, dazu zählen Musik und Bücher ebenso wie Videos. Was zuletzt geöffnet wurde, wird vorne im Widget prominent gereiht (am größten und als erstes angezeigt).

Aufgrund des guten Displays und der handlichen Größe des Nexus 7 könnte das Tablet durchaus zum Entertainment-Begleiter im Alltag werden. Magazine etwa lassen sich sehr schön durchblättern, auch zum Lesen ist das Gerät angenehm. Bei den Büchern kann man zwischen einem Tages- (weißer Hintergrund) und einem Nachtmodus (schwarzer Hintergrund) wählen. Die Schriften lassen sich nicht – wie etwa bei Magazinen oder im Browser – durch Fingerbewegung zoomen, sondern man muss die Schriftgröße in den Einstellungen wählen.

Während die Videowiedergabe im großen und ganzen auch gut funktioniert, gab es im Zuge des Tests jedoch auch immer wieder kleinere Ladeprobleme und Ruckler. Dies kann beim Streaming am jeweiligen WLAN-Netzwerk liegen, geschah jedoch mehrmals und in unterschiedlichen Netzwerken. Hinzu kommt, dass der Konsum von Videos auf einem 7-Zoll-Bildschirm wohl Geschmacksache ist und manchen sicherlich zu klein sein wird.

Frustpotenzial für Nicht-US-Nutzer
Der Content, auf den das Nexus 7 so stark setzt, ist leider auch einer seiner größten Schwachpunkte – jedenfalls für alle User außerhalb der USA. Denn für Nicht-US-Bürger ist derzeit kaum etwas an Inhalten verfügbar. Services wie Google Books oder Google Music sind aufgrund fehlender Lizenzvereinbarungen nicht nutzbar. Während die User in den USA mittlerweile neben TV-Serien-Streams, Filme sogar zum Download erwerben können, ist davon hierzulande auf weiter Flur noch nichts zu erwarten.

Was außerdem fehlt
Verzichten muss man beim Nexus 7 auf einen Micro-SD-Kartenslot. Wieso Google hier darauf keinen Wert gelegt hat, könnte sich dadurch erklären lassen, dass man versucht, die eigenen Streaming-Services und Cloud-Angebote zu pushen. Auch eine USB- oder Videoschnittstelle gibt es nicht. Beide Modelle (8 sowie 16 GB) sind nur mit WLAN verfügbar, 3G-Versionen sind vorerst keine vorgesehen.

Eine konkrete Ankündigung für den Verkaufsstart in Österreich ist noch immer ausständig. Man kann aber eventuell für Herbst mit dem Gerät rechnen. Immerhin hat Asus zuletzt bereits einen Release-Termin für Italien im September angekündigt und auch schon einen Preis für die 16-GB-Variante genannt, der sich auf 249 Euro belaufen wird.

Fazit
Trotz kleiner Abstriche bei der Hardware ist das Nexus 7 mehr als seinen Preis wert und könnte theoretisch auch teurer verkauft werden. Das Preis-Leistungsverhältnis darf entsprechend als außerordentlich gut bezeichnet werden. Einem iPad kann das Google-Tablet in bestimmten Punkten zwar noch nicht ganz das Wasser reichen, ein direkter Vergleich ist aber auch nur begrenzt sinnvoll, und in der Kategorie der 7-Zoll-Tablets ist es derzeit wohl an erster Stelle zu reihen. In vielen Punkten überrascht das Gerät durchaus mit Highend-Qualitäten und könnte so letztlich nicht nur – was auf der Hand liegt – dem Kindle Fire Konkurrenz machen. Dem Amazon-Tablet ist das Nexus 7 jedenfalls in so gut wie jeder Hinsicht überlegen. Aufgrund eines fehlenden Kartenslots ist zur größeren 16 GB-Version zu raten.

Die größte Enttäuschung siedelt sich im Content-Bereich an, weil sich viele der Angebote noch ausschließlich auf die USA beschränken. Wer sich darum weniger kümmert und das Tablet einfach zum Surfen oder für eigene Musik- und Videosammlungen nutzen will, wird trotzdem seine Freude mit dem Gerät haben. Ob ein Nutzer nun eher zur Größenordnung eines 10-Zoll- oder eines 7-Zoll-Tablets tendiert, bleibt ohnehin Geschmacksache. Beides kann seine Vorteile und Nachteile mit sich bringen und hängt vom jeweiligen Use-Case ab. Alles in allem ist Google ein überraschend guter Wurf für einen überraschend niedrigen Preis gelungen.

Spezifikationen

OS: Android 4.1 Jelly Bean

Prozessor: 1.3GHz Nvidia Tegra 3 Quad-Core-Prozessor

Arbeitsspeicher: 1GB RAM

Interner Speicher: 8 oder 16 GB

Display: 7 Zoll IPS-Display (1280 x 800 Pixel)

Akku: 4325 mAh Akku

Maße: 198,5 x 120 x 10,45mm

Gewicht: 340g

Quelle: futurezone

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Jun 29 2012

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Hands-on: Google-Tablet Nexus 7 zeigt sich flüssig und leicht

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Am Mittwoch (27.06.2012) hat Google im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz sein erstes eigenvermarktetes Tablet präsentiert. Die futurezone konnte bereits einen ersten Blick auf das Gerät mit Android Jelly Bean (4.1) werfen.

Ein 7-Zoll-Display, eine Bildschirmauflösung von 1280 x 800 Pixel, ein Tegra 3 Quadcore-Prozessor und versprochene neun Stunden Akkulaufzeit – mit derlei Spezifikationen will das neue Google-Tablet Nexus 7 (hergestellt von Asus), bei den Nutzern punkten. Darüber hinaus werden WLAN, HD-Video-Wiedergabe und ein NFC-Chip geboten. Die futurezone hat sich von dem Gerät, das potenziell sowohl dem iPad als auch insbesondere dem Kindle Fire Konkurrenz machen könnte, bereits einen Ersteindruck geholt.

Leichtgewicht mit guter Verarbeitung
Was sofort auffällt, ist das geringe Gewicht des 7-Zoll-Tablets. Die nur 340 Gramm machen es zu einem angenehm leichten Begleiter im Alltag. So lässt sich das Gerät auch gut mit einer Hand halten und geht aufgrund seiner Größe fast schon als überdimensionales Smartphone durch. Der Gedanke verflüchtigt sich allerdings angesichts einer fehlende 3G-Variante auch schnell wieder. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein SD-Kartenslot, den sucht man aber auch bei anderen Tablets (iPad) vergeblich.

Obwohl sich das Gerät eher im günstigen Preissegment ansiedelt, wirkt die Verarbeitung – an die Konferenzbesucher wurde eine Version mit weißer Rückseite ausgeteilt – auf den ersten Blick recht hochwertig. Der Lautsprecher befindet sich als schmaler Schlitz unten an der gummierten Rückseite. Kopfhörer-Anschluss und Ladekabel-Anschluss sind an der Unterseite, Einschaltknopf sowie Lautstärkeregelung an der rechten oberen Seite.

Jelly Bean läuft flüssig
Die neue Android-Version Jelly Bean (4.1) macht sich beim ersten Ausprobieren auf dem Tablet jedenfalls gut. Die schon zuvor von Google propagierte Flüssigkeit von Jelly Bean ist durchaus spürbar. Das Gerät reagiert schnell und man kann ohne Probleme zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln, was auch der starken Ausstattung mit einem Quadcore-Prozessor, 1 GB RAM und der Nvidia GPU zu danken ist. Das Nexus 7 ist das erste Gerät, auf dem nun auch der Chrome-Browser standardmäßig vorinstalliert ist.

Fokus auf Unterhaltung
Nicht ganz so schnell wie die Bedienung selbs, erfolgte der Start eines Videos. Bei den ersten Versuchen, brauchte es einige Sekunden, bis das Video nach dem Play-Drücken tatsächlich losging – inwiefern dabei auch die WLAN-Verbindung eine Rolle spielte, ist schwer zu beurteilen. Zum Konsum eines Videos empfiehlt es sich jedenfalls, Kopfhörer zu benutzen. Die Audioausgabe über den Lautsprecher ist zwar sauber und in Ordnung, aber die Lautstärke doch begrenzt. Die Qualität der Videos ist gut, der Screen macht auch ansonsten einiges her und eignet sich zum Lesen eines Artikels ebenso wie zum Anschauen von Videos.

Klar ist, dass das Nexus 7 stark auf Unterhaltung, also den Konsum von Büchern, Magazinen, Musik und Videos ausgelegt ist. Auf dem Homescreen ist etwa mit “My Library” eine Auswahl von Unterhaltungsinhalten vorinstalliert. Weiters gibt es ein Magazin-, ein Buch- und ein Film-Widget.

Ob sich die breite Nutzerschaft beim Videoschauen und Magazin-Lesen mit der Größe von 7 Zoll zufrieden geben wird, ist eine andere Frage. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt jedenfalls und bereits nach dem Kurztest deutet eigentlich alles darauf hin, dass Google im 7-Zoll-Bereich mit dem Nexus 7 ganz vorne mitspielen kann.

Quelle: futurezone

via Nexus 7: Googles erster Tablet-PC.

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