Archiv für das Tag 'google'

Jul 08 2013

Profile Image of holgi-w

Suchmaschine Altavista verschwindet aus dem Netz

Am Montag (08.07.2013) wird die Suchmaschine Altavista abgeschaltet. Lange Zeit war Altavista die bekannteste Suchmaschine, verpasste jedoch nach dem Platzen der „Internet-Blase” zur Jahrtausendwende den Anschluss an Google. Nun stampft Altavista-Besitzer Yahoo die einst bekannte Suchmaschine ein.

Die Entscheidung zeigt auch, wie sehr sich das Web seit dem Start von Altavista 1995 verändert hat. Damals war der Suchanbieter ein Pionier. Während andere Suchmaschinen die bestehenden Webseiten in einem redaktionell gepflegten Katalogen und Verzeichnisdiensten sammelten, baute Altavista eine Software. Der „Super-Spider” von Altavista, der sich wie eine Spinne durchs Web bewegte, las Informationen über die Seiten im Web aus und erfasste sie in einem Index.

Die Firma hinter Altavista, die Digital Equipment Corporation (DEC), sah den Suchdienst als Schaufenster für die Rechenleistung der eigenen Computer. Dank der Server von DEC sei Altavista schneller als die Konkurrenz, erklärte die Firma zum Start. Die Such-Algorithmen erfassten blitzschnell Inhalte und erlaubten so zielgerichtete Ergebnisse.

Abstieg begann 1998
Doch dann kaufte der damals führende PC-Hersteller Compaq 1998 den Hersteller von Altavista, um sich stärker im Business-Markt zu positionieren. Für die Suchmaschine begann damit ein quälend langer Abstieg. Über eine Serie von Verkäufen landete Altavista 2003 schließlich bei Yahoo. Um Anschluss zu Google und anderen Anbietern zu behalten, versuchte die Seite einen Richtungswechsel: Altavista sollte ein Portal werden, dass neben der Suche auch Einkaufsangebote oder Nachrichten im Programm haben sollte. Doch Altavista fiel weiter zurück, überrundet von den Angeboten von AOL, Yahoo oder Microsoft. Bereits Anfang 2000 bezeichnete ein Analyst Altavista als „vertane Chance”. Kurze Zeit später platzte die Dotcom-Blase, ein geplanter Börsengang von Altavista wurde abgesagt.

Ironischerweise trat Google seinen Siegeszug bei der Websuche mit eben jener Strategie an, von der Altavista sich abgewendet hatte. Anstelle einer bunten Portal-Seite voller Informationen stellte Google die Suchfunktion ins Zentrum. Inzwischen dominiert es den Markt für Websuche, in Deutschland liegt Googles Marktanteil bei mehr als 90 Prozent. Zudem schaffte es Google, mit der Internetsuche Geld zu verdienen. Das funktioniert über Werbeanzeigen, die passgenau zu den Suchanfragen verkauft werden. Mit dieser Suchmachinenwerbung macht Google immer noch einen Großteil seines Umsatzes, auch wenn der Konzern inzwischen ein Imperium aus Kartendienst, Office-Angeboten und dem Handy-Betriebssystem Android aufgebaut hat.

Änderungen von Mayer durchgesetzt
Von Google kommt auch Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Seit ihrem Start bei Yahoo vor einem Jahr bemüht sie sich um einen Richtungswechsel. Sie kaufte mehrere Unternehmen dazu, schloss aber andere Yahoo-Produkte. In der jüngsten Kehrrunde werden neben Altavista noch 11 weitere Dienste gekappt.

Das Ende von Altavista werden die meisten Internetnutzer kaum bemerken. Denn das einst erfolgreiche Suchangebot spielt inzwischen keine Rolle mehr am Markt – ein Schicksal, das Yahoo selbst unbedingt umgehen will.

Quelle: futurezone

via Suchmaschine Altavista verschwindet aus dem Netz.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jul 08 2013

Profile Image of holgi-w

Privatsphäre: Google europaweit unter Druck

Herbe Kritik in Großbritannien – Verfahren in Deutschland eingeleitet

Wilmslow/Hamburg/Paris (pte012/05.07.2013/12:30) – Google gerät aufgrund seiner mit März 2012 eingeführten Datenschutzbestimmungen europaweit immer stärker unter Druck. Das britische Information Commissioner’s Office (ICO) http://ico.org.uk übt scharfe Kritik unter anderem in Sachen Transparenz und droht mit rechtlichen Schritten, wenn der Konzern nicht nachbessert. Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) http://www.datenschutz-hamburg.de , wiederum hat bereits ein Verwaltungsverfahren eröffnet, da die Google-Richtlinien für nicht datenschutzkonform erachtet werden.

Damit sieht sich Google in Sachen Privatsphäre und Datenschutz in Europa mit einem Flächenbrand konfrontiert. Bereits im Juni gab es scharfe Kritik aus Spanien sowie Frankreich, wo staatliche Datenschutzbehörden bereits mit hohen Bußgeldern gedroht haben. Die französische Commission Nationale de l`Informatique et des Libertés (CNIL) http://cnil.fr/english hatte dabei gewarnt, dass unter anderem auch Großbritannien und Deutschland ähnlich vorgehen dürften.

Fehlende Transparenz

Kern der Kritik an Googles Datenschutzerklärung ist mangelnde Transparenz bezüglich des Umgangs mit Nutzerdaten. “Insbesondere glauben wir, dass die aktualisierte Richtlinie nicht ausreichend Information bietet, damit britische Nutzer von Googles Diensten verstehen, wie ihre Daten quer über alle Produkte des Unternehmens genutzt werden”, so das ICO. Die Erstellung umfassender diensteübergreifender Nutzerprofile erachtet man auch in Hamburg als Problem, ebenso wie die fehlende Festlegung einer Speicherdauer.

“Der Nutzer muss klar darüber informiert werden, welche Daten zu welchen Zwecken Google verarbeitet”, betont Johannes Caspar. Er vertritt die Ansicht, dass die aktuelle Datenschutzerklärung durch zahlreiche vagen Formulierungen Google eine praktisch beliebige Datenverwendung erlaubt. Der Konzern hat bis Mitte August Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren, ehe das deutsche Verfahren weiter vorangetrieben wird. Das britische ICO wiederum gibt Google bis 20. September zum Nachbessern, dann könnten weitere rechtliche Schritte folgen.

Europaweite Strafandrohungen

Die scharfe Kritik auf Großbritannien und in Deutschland darf Google freilich nicht überraschen, kommt sie doch nach ähnlichen Vorwürfen aus Spanien und Frankreich nicht unerwartet. Die französische CNIL hatte Google bereits am 20. Juni aufgefordert, seine Datenschutzrichtlinien klarer zu gestalten und beispielsweise vom unbegrenzten Verknüpfen von Nutzerdaten abzusehen, um so französischen Datenschutzbestimmungen zu genügen. Drei Monate hat Google dazu Zeit, sonst droht ein Bußgeld von bis zu 150.000 Euro.

Auch seitens der spanische Agencia Española de Protección de Datos http://agpd.es kam es im Juni zur Strafandrohung, sollte Google bei der Datenschutzrichtlinie nicht nachbessern. Zudem hat die CNIL betont, dass ähnliche Schritte in weiteren europäischen Ländern zu erwarten sind. Neben britischen und deutschen Datenschützen stellen demnach auch entsprechende Stellen in Italien und den Niederlanden bereits Untersuchungen an und könnten ebenfalls ein formalrechtliches Vorgehen beschließen.

Quelle: pressetext.com

via Privatsphäre: Google europaweit unter Druck.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Aug 30 2012

Profile Image of holgi-w

Google prescht mit YouTube-Objekterkennung vor

Nach Patentierung steht Werbelink-Tagging von Videos bevor

Mountain View/Graz (pte002/30.08.2012/06:05) – YouTube-Videos werden Betrachter schon bald mit Werbelinks zu den gesehenen Inhalten versorgen. Darauf deutet das soeben erteilte Patent “Automatic large scale video object recognition” von Google: Lebende und nicht-lebende Objekte in Videos werden anhand typischer Merkmale identifiziert und mit Daten einer Vektor-Datenbank abgeglichen, ehe ihnen ein Name zugeordnet wird. Die Beschlagwortung (Tagging) der Inhalte durch den Autor könnte somit überflüssig werden.

Videos als Werbeflächen

Bislang konzentrierte sich Objekterkennung auf statische Bilder – wie etwa Facebook Gesichter auf Fotos erkennt oder Googles “Goggles” Gegenstände, wobei im Bild Links auf dazu passende Webseiten geliefert werden. Die Absicht des aktuellen Patents sei dieselbe, urteilt Horst Bischof, Leiter des Instituts für maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz: “Alles, was kommerziell interessant ist, kann somit in Videos künftig automatisch getaggt werden – Weinflaschen oder Autos etwa.”

Neu sei am Patent die hohe Geschwindigkeit des Objekt-Scans, der somit in großem Maßstab oder bei umfangreichem Videomaterial angewendet werden kann. Die Technik wird hingegen bereits seit über zehn Jahren erforscht. “Technisch wäre längst alles da, einzig die Verfügbarkeit der Infrastruktur entscheidet über die Umsetzung in die Praxis. Google hat hier dank seiner Cloud-Server de facto einen großen Vorsprung”, so Bischof. Trotz des Patents dürften auch andere Videoanbieter bald nachziehen, denn: “Es gibt mindestens fünf, sechs weitere Methoden der Objekterkennung.”

Manuelle Beschlagwortung vor dem Aus

Das Branchenportal engadget.com http://engt.co/Q0I6Zj sieht die Erstellung von YouTube-Schlagwörtern ohne Zutun des Nutzers als “logische Verwendungsart der Technik” – dies spare beim Hochladen eines Videos Zeit. “Somit löst man das Problem, dass schlecht beschriftete Videos nie wieder gefunden werden können”, so auch der Grazer Informatikexperte. Auf anderen Portalen wird ein denkbarer Einsatz in der Augmented-Reality-Brille Google Glasses diskutiert.

Quelle: pressetext.com

via Google prescht mit YouTube-Objekterkennung vor.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Aug 15 2012

Profile Image of holgi-w

Android 4.1: Das lange Warten auf Jelly Bean

Abgelegt unter Handy-Ecke

Die neueste Version von Android bringt eine Reihe von nützlichen Verbesserungen wie Offline-Spracheingabe und den Assistenten “Google Now”. In den Genuss der neuen Funktionen sind bislang nur Besitzer von Google-Nexus-Smartphones gekommen. Die futurezone zeigt, welche anderen Smartphones mit dem Update ausgestattet werden sollen.

Mit jedem größeren Update des Android wird auch eine der größten Schwächen des mobilen Betriebssystems sichtbar: Durch die enorm große Zahl an verschiedenen Android-Geräten ist es nicht möglich, die neueste Version zeitnah auf alle Geräte zu bringen. Eine große Zahl aktueller Smartphones und Tablets muss auf das Update (zumindest über den offiziellen Weg) gar komplett verzichten, da die Hersteller es für nicht möglich oder notwendig erachten.

Google
Der Suchmaschinenriese und Schöpfer von Android hat mit dem G1 und dem Nexus One (beide HTC), sowie mit dem Nexus S und Galaxy Nexus (beide Samsung) bereits vier Flagship-Geräte für sein Betriebssystem veröffentlicht. Da diese Smartphones auf einer unangepassten (“Stock”-)Variante von Android basieren, sind sie traditionell die ersten Geräte, die offizielle Updates bekommen. Für das Nexus S und das Galaxy Nexus wird das Update auf Jelly Bean bereits seit 26. Juli 2012 ausgeliefert.

Das G1 und das Nexus One sind bereits zu alt und erhalten seit längerem keine offiziellen Updates mehr.

Samsung
Die Koreaner gelten derzeit als der erfolgreichster Hersteller von Android-Smartphones, gerieten aufgrund undurchsichtiger Update-Politik in Vergangenheit aber immer wieder in die Kritik der User. Aufsehen erregte unter anderem die Tatsache, dass das populäre Smartphone Galaxy S kein Update auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) erhielt, das fast baugleiche Nexus S hingegen schon.

Um seinen Ruf zu verbessern, setzt Samsung bei den aktuellen Modellen offenbar auf schnelle Updates. Laut Berichten von Sammobile.com ist Jelly Bean für das aktuelle Flaggschiff Galaxy S III bereits fertig, es werde nur noch auf das letzte “OK” von Google gewartet. Ein genaues Datum, wann die Version ausgeliefert wird, gibt es noch nicht, aber es dürfte im dritten oder spätestens vierten Quartal 2012 soweit sein. Es wäre auch möglich, dass Samsung das Update zur Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) Ende August ankündigt, gleichzeitig mit einer schwarzen Version des Smartphones.

Nicht ganz fix ist ein Update für den Vorgänger Galaxy S II. Erste Tests seien zwar positiv verlaufen, dennoch stehe noch nichts fest. Sollte sich Samsung gegen ein Update auf Android 4.1 entscheiden, sollen die Kunden laut sammobile.com jedoch ein “Value Pack”-Update erhalten, wie es schon beim Galaxy S der Fall war. Dabei werden die wichtigsten neuen Funktionen von Samsung einfach auf die ältere Android-Version portiert. Beim Galaxy Note stellt sich die Situation ähnlich wie beim Galaxy S II dar. Zwar deutet alles auf ein Update hin, es gibt aber noch keine offizielle Stellungnahme von Samsung.

Mit welchem Betriebssystem das neue Galaxy Note II, das ebenfalls bei der IFA vorgestellt werden soll, ausgeliefert wird, ist noch unklar. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Jelly Bean früher oder später auch für dieses Gerät verfügbar sein wird.

HTC
HTC hat bereits Updates auf Jelly Bean für seine Smartphones One X und One S bestätigt. Ob auch das Einsteigermodell One V die neueste Version bekommen wird, ist derzeit noch unklar. Beim geplanten Veröffentlichungsdatum hält sich der taiwanesische Konzern noch zurück, man kann aber davon ausgehen, dass es spätestens im vierten Quartal soweit sein wird.

Sony
Der Hersteller ließ sich bislang keine konkreten Angaben zu seinen Update-Plänen entlocken. Laut einem offiziellen Statement werde derzeit evaluiert, “für welche Smartphones sich Jelly Bean am Besten eignet”. Es lässt sich vermuten, dass das Flaggschiff Xperia S eines der ersten Geräte sein wird, für das Jelly Bean verfügbar ist.

LG
LG will ebenfalls kein offizielles Statement zu seinen Update-Plänen abgeben. Derzeit heißt es nur, es werde untersucht, für welche Geräte die Aktualisierung sinnvoll sei. Dabei kommen Gerüchten zufolge nur Geräte in Frage, die 2012 erschienen sind. Dazu zählen die Modelle Optimus L5, sowie das L7 und das Quad-Core-Smartphone 4X HD.

Huawei
Auch der chinesische Hersteller Huawei will kein offizielles Statement zu seinen Update-Plänen abgeben. Man kann nur vermuten, dass zumindest die neuen Modelle Ascend P1, sowie Ascend D quad aktualisiert werden. Fraglich ist, ob auch das Budget-Modell Ascend G300 aktualisiert wird.

Inoffizielle Updates
Wer nicht auf die offiziellen Aktualisierung warten will, hat die Möglichkeit, auf inoffizielle Updates zurückzugreifen. Jene sind in der Regel wesentlich schneller verfügbar und auch für Geräte erhältlich, für die keine offizielle Aktualisierung geplant ist. Die populärste Reihe inoffizieller Betriebssysteme ist CyanogenMod, das für über 60 verschiedene Endgeräte erhältlich ist. Vor kurzem wurde die finale Version 9 veröffentlich, das auf Android 4.0 basiert. Version 10, dessen Basis Jelly Bean ist, befindet sich derzeit in der Beta-Phase.

Auf Basis von Cyanogen gibt es eine nahezu unüberschaubare Anzahl an weiteren Modifikationen für verschiedene Geräte. Ein guter Anlaufpunkt, um sich in die Custom Roms einzulesen, ist das Forum XDA-Developers.

Wer sich entscheidet, ein inoffizielles ROM auf sein Smartphone aufzuspielen, sollte immer bedenken, dass dabei auch immer das Risiko besteht, sein Telefon unbenutzbar zu machen (Brick). Auch die Garantie verfällt in der Regel beim Installieren fremder Firmwares.

Quelle: futurezone

via Android 4.1: Das lange Warten auf Jelly Bean.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jul 10 2012

Profile Image of holgi-w

Google Nexus 7: Billigtablet mit Highend-Charme

Abgelegt unter PC-Ecke

uf der Entwicklerkonferenz Google I/O stellte der Internetkonzern sein erstes eigenes Tablet vor. Die futurezone konnte das von Asus produzierte Gerät bereits ausgiebig testen und kommt zu dem Schluss: Das Nexus 7 ist in seiner Größen- und Preisklasse derzeit kaum zu schlagen. Display und Leistung überzeugen, Abstriche muss man außerhalb der USA vor allem beim verfügbaren Content machen.

Es wurde im Vorfeld schon lange erwartet und die Präsentation des Nexus 7 im Rahmen der Google I/O war dann eigentlich nur noch Formsache und keine Überraschung mehr. Was jedoch mehr überrascht als die Tatsache, dass Google jetzt auch ein eigenvermarktetes Tablet in petto hat, ist der Umstand, wie viel dieses im Billigsegment angesiedelte Gerät letztlich bietet.

Schon die ersten internationalen Reaktionen fielen überwiegend positiv aus und auch ein erster schneller Blick der futurezone auf das 200-Dollar-Google-Tablet konnte weitgehend überzeugen. Im ausführlichen Test zeigt sich nun: Das Nexus 7 ist ein heißer Anwärter auf den Titel “Bestes Gerät in dieser Preisklasse” und kann in manchen Punkten durchaus auch mit dem Highend-Tablet-König, Apples iPad, mithalten.

Leichtgewichtig und transportabel
Aufgrund seiner Größe und des geringen Gewichts (340 Gramm) kommt das Nexus 7 besonders handlich und leicht daher. Im Vergleich: Amazons Kindle Fire hat ebenfalls 7 Zoll, wiegt aber 414 Gramm. Das Tablet lässt sich einfach in einer Hand halten und passt in eine größere Hosen- oder Jackentasche. Typische E-Ink-Reader sind allerdings leichter und daher bei längerem Einsatz bequemer in der Hand zu halten als das Tablet.

Generell erweist sich das Nexus 7 als angenehm transportabel und so ist es gut vorstellbar, es regelmäßig bei sich zu tragen, was bei größeren Tablets schon wieder komplizierter wird. Mit 10,5 Millimeter ist das Nexus 7 zwar einen Hauch dicker als das iPad (9 Millimeter), im Vergleich zum Kindle Fire aber wiederum ein kleines bisschen dünner. Hinzu kommt, dass das Nexus 7 wartungsfreundlich gebaut ist. Die Rückseite ist leichter abnehmbar als bei anderen Tablets. Die Webseite iFixit hat dies anschaulich demonstriert. Beim iPad hingegen haben selbst Bastler kaum eine Chance das Unibody-Gehäuse zu knacken, um einzelne Teile selbst zu tauschen.

Das Tablet ist in zwei Varianten verfügbar, 8 GB (199 Dollar) oder 16 GB Speicher (50 Dollar Aufpreis) – wobei der tatsächliche zur freien Verfügung stehende Speicher 2 GB kleiner ist und sich daher eher gleich das 16-GB-Modell empfiehlt. Weiters steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. NFC, GPS und Bluetooth sind ebenfalls vorhanden.

Display und Leistung
Ausgestattet ist das Google-Tablet mit einem Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel und einer Pixeldichte von 216 ppi. Die meisten anderen 7-Zoll-Tablets verfügen meist nur über Displays um die 170 ppi. Das Display besteht aus kratzfestem Corning Glass, das eine Stufe unter dem noch widerstandsfähigeren Gorilla Glass liegt. Wie sich auch in der Benutzung zeigte, macht das Display wirklich einiges her, vor allem, wenn man bedenkt, dass man es hier mit einem Billig-Tablet zu tun hat. Schriften sind sowohl bei Büchern und Magazinen als auch beim Surfen im Web – im Zuge des Tests mit Chrome – scharf und angenehm zu lesen. Auch Bilder und Videos sehen gut aus, die Farbdarstellung ist in Ordnung, wobei die Farben weniger gesättigt als bei Tablets mit AMOLED-Display sind. Bei Websites mit weißen Hintergrund ist ein leichter Rotstich zu bemerken. Bei maximaler Helligkeit ist das Display des Nexus 7 auch noch in der Sonne zum Lesen von Texten nutzbar.

Die wahrscheinlich größte Stärke des Nexus 7 ist die starke Performance, die deutlich über dem Erwartbaren dieser Tablet-Klasse liegt. Ein Nvidia Tegra3 Quadcore-Prozessor – die Kerne takten mit jeweils 1,3 GHz – sorgt für ordentlich Power, die sich bei der Nutzung bemerkbar macht und das Tablet deutlich aufwertet. Die Touch-Eingabe funktioniert reibungslos und flott, Ruckler sind eine seltene Ausnahme.

Hitzig
Allerdings fällt auch auf, dass das Tablet beim Surfen (via Apps und Browser) an der linken Seite relativ schnell, relativ warm wird. Dies ist wohl dem Tegra3 Prozessor zuzuschreiben, der für seine Hitzeentwicklung bekannt ist. Ein ähnliches Bild zeigte sich etwa im Test mit LGs Smartphone Optimus 4X HD (futurezone-Bericht hier).

Im Benchmark-Test (Quadrant Standard) erzielte das Nexus 7 einen Wert von 3648 und reiht sich damit hinter dem Asus Transformer Prime TF201 (1,4 GHz) ein, das auf 4081 Punkte kommt. Beim Grafik-Benchmark NenaMark2 erzielt das Nexus 7 56 fps (Bilder pro Sekunde). Zum Vergleich: Das Asus Transformer Pad Infinity (ebenfalls Tegra3 Quadcore, 1,6 GHz) schafft nur 32,6 fps.

Design und Verarbeitung
Für seine Preisklasse bietet das Nexus 7 eine auffallend gute Verarbeitung. Das Tablet macht trotz seines geringen Preises einiges her und wirkt keineswegs billig oder schlecht zusammengebaut. Die Rückseite ist gummiert und macht in der weißen Variante einen schicken Eindruck. Der Lautsprecher befindet sich unten an der Rückseite. Die Tonqualität ist ok, aber nicht überragend, zudem erscheint die Lautstärke ein wenig leise. Es empfiehlt sich daher, Kopfhörer zu benutzen. Der Anschluss dafür findet sich rechts am unteren Rand, ebenso wie bei den Nexus-Handys. Am rechten oberen Rand sind Einschaltknopf, und darunter die Lautstärkeregelung angebracht. Weiters findet man am unteren Rand einen Micro-USB-Anschluss, über den auch das Ladekabel angesteckt wird.

Ein wenig Kritik könnte man daran üben, dass sowohl der obere als auch der untere Rand relativ breit ausgefallen sind, obwohl es keine physischen oder Softtouch-Tasten, sondern nur Display-Buttons gibt und dadurch eigentlich Platz verschwendet wird.

Kamera und Akku
Oben an der Vorderseite befindet sich die 1,2-Megapixel Frontkamera. Diese ist aber nur für Videotelefonie und ähnliches, nicht zum Fotos machen gedacht. Eine Rückkamera gibt es nicht, Google hat standardmäßig keine Kamera-App auf dem Tablet vorinstalliert.

Für die Energieversorgung ist ein 4325 mAh Akku zuständig, der mit einer langen Laufzeit punkten kann. Auch bei voller Helligkeit hält dieser bis zu zehn Stunden durch, spielt man oder surft im WLAN, sind bis zu acht Stunden Dauernutzung realistisch. Damit kann zwar das iPad noch mithalten, vergleichbare 7-Zoll-Geräte allerdings nicht.

Jelly Bean
Dass das Nexus 7 flott und flüssig läuft, ist nicht nur dem starken Prozessor, sondern auch der äußerst gelungenen neuen Android-Version Jelly Bean (4.1) geschuldet. Google brachte mit dem eigentlich kleinen Update deutlich mehr und größere Verbesserungen gegenüber Ice Cream Sandwich als zuvor erwartet wurde. Die gesamte Bedienung läuft “butterweich” wie Google es auch bereits bei der Präsentation von “Project Butter” beschrieb. Touch-Eingaben laufen flüssig und schnell, ebenso kann man ohne Aussetzer oder Verzögerungen zwischen Homescreen und anderen Anwendungen wechseln.

Auf dem Tablet ähnelt die Oberfläche sehr stark jener am Handy und wirkt für geübte Android-Nutzer daher auch sofort vertraut. Benachrichtigungen werden nun auch wie bei den Smartphones oben angezeigt und können von dort nach unten ausgeklappt werden. Erstmals unter Jelly Bean ist auch Googles eigener Browser Chrome auf dem Nexus 7 standardmäßig vorinstalliert.

Die Präsentation der Inhalte und Anwendungen geht ein wenig weg von der typischen App-an-App-Reihung. Auf dem Nexus-Tablet wird viel über Widgets dargestellt bzw. darunter zusammengefasst. Man kann sich Widgets zu diversen thematischen Schwerpunkten auf den Screen legen und darunter Apps zusammenfassen, außerdem gibt es Felder mit potenziellen Empfehlungen.

Das neue Feature “Google Now”, das sein Potenzial bei weitem noch nicht ausnutzt, wird auf neuartige Weise mit längerem Halten des Homebuttons aktiviert und öffnet sich dann in einem kleinen Bogen mit dem Google-Logo über den gesamten Screen. Darunter kann man Karten mit aktuellen Infos zu Wetter, Verkehr, Reisen oder Lokalen erstellen und sich immer genau das anzeigen lassen, was man an Ort und Stelle gerade braucht. Dazu gibt es auch Googles neue Spracheingabe, die erstaunlich gut funktioniert – das alles gilt bislang jedoch vor allem für die US-Variante.

Unterhaltungsgerät
Google positioniert das Nexus 7 zweifelsohne als Unterhaltungs-Tablet. Der Fokus liegt stark auf dem Konsum von Büchern, Magazinen, Musik und Videos. Sämtliche Inhalte – so wünscht es sich zumindest Google – können aus dem Play Store heruntergeladen werden. Zur Organisation dieser Inhalte sind auf dem Gerät standardmäßig auch gleich zahlreiche Widgets auf den Screens verteilt. “MyLibrary” zeigt Inhalte gesammelt an, dazu zählen Musik und Bücher ebenso wie Videos. Was zuletzt geöffnet wurde, wird vorne im Widget prominent gereiht (am größten und als erstes angezeigt).

Aufgrund des guten Displays und der handlichen Größe des Nexus 7 könnte das Tablet durchaus zum Entertainment-Begleiter im Alltag werden. Magazine etwa lassen sich sehr schön durchblättern, auch zum Lesen ist das Gerät angenehm. Bei den Büchern kann man zwischen einem Tages- (weißer Hintergrund) und einem Nachtmodus (schwarzer Hintergrund) wählen. Die Schriften lassen sich nicht – wie etwa bei Magazinen oder im Browser – durch Fingerbewegung zoomen, sondern man muss die Schriftgröße in den Einstellungen wählen.

Während die Videowiedergabe im großen und ganzen auch gut funktioniert, gab es im Zuge des Tests jedoch auch immer wieder kleinere Ladeprobleme und Ruckler. Dies kann beim Streaming am jeweiligen WLAN-Netzwerk liegen, geschah jedoch mehrmals und in unterschiedlichen Netzwerken. Hinzu kommt, dass der Konsum von Videos auf einem 7-Zoll-Bildschirm wohl Geschmacksache ist und manchen sicherlich zu klein sein wird.

Frustpotenzial für Nicht-US-Nutzer
Der Content, auf den das Nexus 7 so stark setzt, ist leider auch einer seiner größten Schwachpunkte – jedenfalls für alle User außerhalb der USA. Denn für Nicht-US-Bürger ist derzeit kaum etwas an Inhalten verfügbar. Services wie Google Books oder Google Music sind aufgrund fehlender Lizenzvereinbarungen nicht nutzbar. Während die User in den USA mittlerweile neben TV-Serien-Streams, Filme sogar zum Download erwerben können, ist davon hierzulande auf weiter Flur noch nichts zu erwarten.

Was außerdem fehlt
Verzichten muss man beim Nexus 7 auf einen Micro-SD-Kartenslot. Wieso Google hier darauf keinen Wert gelegt hat, könnte sich dadurch erklären lassen, dass man versucht, die eigenen Streaming-Services und Cloud-Angebote zu pushen. Auch eine USB- oder Videoschnittstelle gibt es nicht. Beide Modelle (8 sowie 16 GB) sind nur mit WLAN verfügbar, 3G-Versionen sind vorerst keine vorgesehen.

Eine konkrete Ankündigung für den Verkaufsstart in Österreich ist noch immer ausständig. Man kann aber eventuell für Herbst mit dem Gerät rechnen. Immerhin hat Asus zuletzt bereits einen Release-Termin für Italien im September angekündigt und auch schon einen Preis für die 16-GB-Variante genannt, der sich auf 249 Euro belaufen wird.

Fazit
Trotz kleiner Abstriche bei der Hardware ist das Nexus 7 mehr als seinen Preis wert und könnte theoretisch auch teurer verkauft werden. Das Preis-Leistungsverhältnis darf entsprechend als außerordentlich gut bezeichnet werden. Einem iPad kann das Google-Tablet in bestimmten Punkten zwar noch nicht ganz das Wasser reichen, ein direkter Vergleich ist aber auch nur begrenzt sinnvoll, und in der Kategorie der 7-Zoll-Tablets ist es derzeit wohl an erster Stelle zu reihen. In vielen Punkten überrascht das Gerät durchaus mit Highend-Qualitäten und könnte so letztlich nicht nur – was auf der Hand liegt – dem Kindle Fire Konkurrenz machen. Dem Amazon-Tablet ist das Nexus 7 jedenfalls in so gut wie jeder Hinsicht überlegen. Aufgrund eines fehlenden Kartenslots ist zur größeren 16 GB-Version zu raten.

Die größte Enttäuschung siedelt sich im Content-Bereich an, weil sich viele der Angebote noch ausschließlich auf die USA beschränken. Wer sich darum weniger kümmert und das Tablet einfach zum Surfen oder für eigene Musik- und Videosammlungen nutzen will, wird trotzdem seine Freude mit dem Gerät haben. Ob ein Nutzer nun eher zur Größenordnung eines 10-Zoll- oder eines 7-Zoll-Tablets tendiert, bleibt ohnehin Geschmacksache. Beides kann seine Vorteile und Nachteile mit sich bringen und hängt vom jeweiligen Use-Case ab. Alles in allem ist Google ein überraschend guter Wurf für einen überraschend niedrigen Preis gelungen.

Spezifikationen

OS: Android 4.1 Jelly Bean

Prozessor: 1.3GHz Nvidia Tegra 3 Quad-Core-Prozessor

Arbeitsspeicher: 1GB RAM

Interner Speicher: 8 oder 16 GB

Display: 7 Zoll IPS-Display (1280 x 800 Pixel)

Akku: 4325 mAh Akku

Maße: 198,5 x 120 x 10,45mm

Gewicht: 340g

Quelle: futurezone

via Nexus 7: Googles erster Tablet-PC.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 29 2012

Profile Image of holgi-w

Hands-on: Google-Tablet Nexus 7 zeigt sich flüssig und leicht

Abgelegt unter PC-Ecke

Am Mittwoch (27.06.2012) hat Google im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz sein erstes eigenvermarktetes Tablet präsentiert. Die futurezone konnte bereits einen ersten Blick auf das Gerät mit Android Jelly Bean (4.1) werfen.

Ein 7-Zoll-Display, eine Bildschirmauflösung von 1280 x 800 Pixel, ein Tegra 3 Quadcore-Prozessor und versprochene neun Stunden Akkulaufzeit – mit derlei Spezifikationen will das neue Google-Tablet Nexus 7 (hergestellt von Asus), bei den Nutzern punkten. Darüber hinaus werden WLAN, HD-Video-Wiedergabe und ein NFC-Chip geboten. Die futurezone hat sich von dem Gerät, das potenziell sowohl dem iPad als auch insbesondere dem Kindle Fire Konkurrenz machen könnte, bereits einen Ersteindruck geholt.

Leichtgewicht mit guter Verarbeitung
Was sofort auffällt, ist das geringe Gewicht des 7-Zoll-Tablets. Die nur 340 Gramm machen es zu einem angenehm leichten Begleiter im Alltag. So lässt sich das Gerät auch gut mit einer Hand halten und geht aufgrund seiner Größe fast schon als überdimensionales Smartphone durch. Der Gedanke verflüchtigt sich allerdings angesichts einer fehlende 3G-Variante auch schnell wieder. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein SD-Kartenslot, den sucht man aber auch bei anderen Tablets (iPad) vergeblich.

Obwohl sich das Gerät eher im günstigen Preissegment ansiedelt, wirkt die Verarbeitung – an die Konferenzbesucher wurde eine Version mit weißer Rückseite ausgeteilt – auf den ersten Blick recht hochwertig. Der Lautsprecher befindet sich als schmaler Schlitz unten an der gummierten Rückseite. Kopfhörer-Anschluss und Ladekabel-Anschluss sind an der Unterseite, Einschaltknopf sowie Lautstärkeregelung an der rechten oberen Seite.

Jelly Bean läuft flüssig
Die neue Android-Version Jelly Bean (4.1) macht sich beim ersten Ausprobieren auf dem Tablet jedenfalls gut. Die schon zuvor von Google propagierte Flüssigkeit von Jelly Bean ist durchaus spürbar. Das Gerät reagiert schnell und man kann ohne Probleme zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln, was auch der starken Ausstattung mit einem Quadcore-Prozessor, 1 GB RAM und der Nvidia GPU zu danken ist. Das Nexus 7 ist das erste Gerät, auf dem nun auch der Chrome-Browser standardmäßig vorinstalliert ist.

Fokus auf Unterhaltung
Nicht ganz so schnell wie die Bedienung selbs, erfolgte der Start eines Videos. Bei den ersten Versuchen, brauchte es einige Sekunden, bis das Video nach dem Play-Drücken tatsächlich losging – inwiefern dabei auch die WLAN-Verbindung eine Rolle spielte, ist schwer zu beurteilen. Zum Konsum eines Videos empfiehlt es sich jedenfalls, Kopfhörer zu benutzen. Die Audioausgabe über den Lautsprecher ist zwar sauber und in Ordnung, aber die Lautstärke doch begrenzt. Die Qualität der Videos ist gut, der Screen macht auch ansonsten einiges her und eignet sich zum Lesen eines Artikels ebenso wie zum Anschauen von Videos.

Klar ist, dass das Nexus 7 stark auf Unterhaltung, also den Konsum von Büchern, Magazinen, Musik und Videos ausgelegt ist. Auf dem Homescreen ist etwa mit “My Library” eine Auswahl von Unterhaltungsinhalten vorinstalliert. Weiters gibt es ein Magazin-, ein Buch- und ein Film-Widget.

Ob sich die breite Nutzerschaft beim Videoschauen und Magazin-Lesen mit der Größe von 7 Zoll zufrieden geben wird, ist eine andere Frage. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt jedenfalls und bereits nach dem Kurztest deutet eigentlich alles darauf hin, dass Google im 7-Zoll-Bereich mit dem Nexus 7 ganz vorne mitspielen kann.

Quelle: futurezone

via Nexus 7: Googles erster Tablet-PC.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 27 2012

Profile Image of holgi-w

Asus bestätigt Google Nexus-Tablet

Abgelegt unter PC-Ecke

Die Gerüchte um das günstige Nexus-Tablet von Google wurden von einem Asus-Manager bereits vor der für heute (27.06.2012) geplanten offiziellen Vorstellung bestätigt. Demnach werde das Gerät nach wie vor den Markennamen von Asus tragen und zu einem Preis von 199 Euro verkauft.

Nach dem Start eigener Mobiltelefone bläst der US-Internetriese Google auch auf dem Wachstumsmarkt der Tablet-Computer zum Angriff. Google werde schon in Kürze einen eigenen Flach-PC präsentieren, sagte ein Manager des Technologiekonzerns Asustek aus Taiwan am Mittwoch. Die für die Asus-Marke bekannte Firma produziert zusammen mit den Amerikanern den ersten Google-Tablet-Computer, der demnach vor allem mit dem Amazon -Gerät Kindle Fire konkurrieren soll. Das Amazon-Produkt läuft bereits mit dem Google-Betriebssystem Android.

Angriff auf Apple
Medien zufolge nimmt Google mit seinem Tablet-PC auch den Platzhirsch Apple ins Visier. Zuletzt hatte sich Microsoft in den vom iPad dominierten Markt vorgewagt. Auf den einschlägigen Technologie-Seiten im Internet wird seit Wochen darüber spekuliert, dass Google auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz seinen ersten eigenen Flach-Computer vorstellen könnte. Am Mittwoch berichtete zunächst die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der auch für seine Nexus-Handys bekannte Konzern noch in dieser Woche auf eben diesem Treffen ein solches Gerät präsentieren werde. Der Google-Tablet-PC dürfte demnach 199 Dollar kosten und auch den Asus-Markennamen tragen. Das Gerät werde eine Bildschirmdiagonale von sieben Zoll haben und neue Anwendungen der Android-Software in den Vordergrund stellen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen weiter. Auf dem Android-Betriebssystem laufen viele iPad-Konkurrenzprodukte, darunter auch die Galaxy-Serie von Samsung.

Amazon als wahres Ziel
Apple beherrscht mit seinem iPad das Boom-Segment der Tablet-Computer. Der Konzern kontrolliert einen Marktanteil von 68 Prozent, gefolgt von Samsung und Lenovo. Erst dann folgt Amazon mit einem Anteil von etwas mehr als vier Prozent. Der Tablet-PC Kindle Fire, auf den es Google nun abgesehen hat, wird von der Google-Software Android betrieben und ermöglicht Nutzern den Zugriff auf digitale Bücher, Filme und Musik aus dem Repertoire des Online-Kaufhauses. Der Suchmaschinenbetreiber hat zwar mit Google Play einen eigenen App-Store, über den Programme für diverse Anwendungen verkauft werden. Einen Dienst wie Amazon hat Google aber nicht.

„Das zielt auf Amazon”, sagte der Asustek-Manager zum geplanten Tablet-PC. Google müsse sich mit einem eigenen auf Android zugeschnittenen Angebot profilieren. Der Manager äußerte sich nicht zum Starttermin, Ausführungen und dem Preisniveau für das neue Gerät. Google lehnte eine Stellungnahme ab. Für die Produktion seiner Nexus-Handys hat der Internet-Konzern bereits mit anderen Technologieunternehmen wie Samsung aus Südkorea und dem wie Asus in Taiwan ansässigen HTC zusammengearbeitet.

Kampf vor Gericht
Ihren erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf den Smartphone- und Tablet-Märkten tragen die Industriegrößen auch vor Gericht aus. Dabei errang Apple in seinem Patentstreit mit Samsung zuletzt einen wichtigen Etappensieg. Eine US-Richterin gab am Dienstag Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung statt, die dem südkoreanischen Rivalen den Verkauf des Tablet-Computers Galaxy Tab 10.1 in den USA untersagt. Samsung dürfe den Markt nicht mit Nachahmer-Produkten überschwemmen, begründete Richterin Lucy Koh ihre Entscheidung. Die Südkoreaner können in Berufung gehen.

Quelle: futurezone

via Google will Tablet-PC´s unter eigenem Namen verkaufen.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 20 2012

Profile Image of holgi-w

Google verbietet MP3-Rips von YouTube-Videos

In einem Schreiben von Google ist das Portal YouTube-MP3.org aufgefordert worden, seine Dienste unverzüglich einzustellen.

Wie das Portal Torrentfreak berichtet, sollen die Google-Anwälte den Portalbetreibern mit einer Klage gedroht haben, wenn diese nicht innerhalb von sieben Tagen ihren Konvertierungs-Dienst einstellen. Auf YouTube-MP3.org können User auf einfache Weise die in YouTube-Videos eingebettete Audiospur extrahieren und als MP3 abspeichern lassen. Bis zu 1,3 Millionen Besucher soll die Seite täglich zählen.

“Isolieren von Audio-Komponenten verboten”
Wenn es nach Google geht, sollte das beliebte Service aber bald eingestellt werden. Laut dem Schreiben beruft sich Google auf die „Terms of Service“ seiner YouTube-Schnittstelle, die das Herunterladen von Content explizit verbieten. Zudem sei es verboten, Audio- oder Video-Komponenten von YouTube-Videos zu isolieren oder zu modifizieren. Das Portal soll zudem nicht das einzige sein, gegen das Google vorgehen will. Der Internetkonzern steht unter starkem Druck vonseiten der Musik- und Filmindustrie, denen die fehlende Kontrolle über ihren Content auf YouTube ein Dorn im Auge ist.

Quelle: futurezone

via Google verbietet MP3-Rips von YouTube-Videos.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 20 2012

Profile Image of holgi-w

Twitter startet Frontalangriff auf Google

Fokus auf soziale Suchmaschine trifft Kerngeschäft des Konkurrenten

San Francisco (pte011/19.06.2012/11:45) – In den vergangenen Monaten hat Twitter schrittweise damit begonnen, seine Suchkapazitäten auszubauen, wie gigaom.com berichtet. Neben Neuerungen wie den Expandable tweets und hashtag-basierten Seiten hat Twitter eine ganze Reihe von neu engagierten Experten präsentiert. Momentan ist das soziale Netzwerk als Suchmaschine noch nicht alltagstauglich, die Fähigkeiten werden jedoch laufend ausgebaut. Mit der zunehmenden Bedeutung von sozialen Verknüpfungen im Internet werden traditionelle Suchmaschinen an Bedeutung verlieren, wenn sie sich nicht anpassen. Twitter positioniert sich als Anwärter für den freiwerdenden Platz an der Sonne.

“Ich sehe keine große Gefahr für Google. Durch die Integration von Inhalten aus sozialen Netzwerken, übrigens auch von Twitter, wird die Suche noch aktueller und interessanter. Mit Android hat Google außerdem einen Trumpf im Ärmel. Durch die Kombination von Mobiltelefon, sozialen Medien und Suche ist der Konzern bestens für die Zukunft gerüstet”, sagt SEO-Experte Pascal Schildknecht von seo-insider.net. Zudem würden die meisten Inhalte, die auf sozialen Medien verbreitet werden, ursprünglich von Google gefunden. “Wenn Google keine Fehler macht, hat es kein Problem”, so Schildknecht.

Google ist nervös

Google hat bereits auf die geänderten Anforderungen der Nutzer reagiert, indem es seine Suche intelligenter gemacht hat. Mit dem “Knowledge Graph” werden die wichtigsten Informationen zu einem Suchbegriff jetzt samt Bildern und Videos direkt auf der Suchseite angezeigt. Außerdem hat Google Ergebnisse aus dem hauseigenen sozialen Netzwerk in die Suche integriert. Die Verbesserung der Relevanz der Treffer ist ebenfalls ein Daueranliegen des Branchenführers. Die meisten dieser Maßnahmen richten sich gegen den großen Rivalen Facebook, der am liebsten zum Synonym für das Internet würde.

Im Schatten der Giganten hat Twitter still und heimlich seine eigenen Ambitionen gepflegt. Durch die Anstellung von Suchspezialisten John Wang, der früher bei LinkedIn beschäftigt war, und die Ernennung von Ruslan Belkin zum Director of Engineering, Search and Relevance untermauert Twitter seine Stellung als Informationsfilter. Die Suche wurde mittlerweile mehrfach überarbeitet. Jüngst wurde das Angebot um Rechtschreibvorschläge und eine automatische Anzeige ähnlicher Anfragen erweitert. Auch die Geschwindigkeit hat sich erhöht.

Neuer Ansatz

Durch die expandable Tweets kann Twitter jetzt auch Googles Aufputz der Ergebnisse durch Fotos und Videos einfacher kopieren. Neben den kopierten Versuchen, personalisiertere und relevantere Ergebnisse zu liefern, hat Twitter aber auch eigene Ideen. Mit der “discover”-Funktion versucht Twitter seinen Nutzern relevante Inhalte zu liefern, ohne dass diese überhaupt danach suchen müssen. Zwar kann ein bestimmter Begriff eingegeben werden, aber discover lernt aus dem Verhalten des Nutzers, was er mag und macht standardmäßig Vorschläge, die ständig besser werden sollen.

Zudem erlaubt discover es Twitter, über die Auswertung von Ortsdaten, den Usern in Echtzeit anzuzeigen, was in ihrer Umgebung gerade passiert. Noch ist discover bei weitem nicht ausgereift, das Konzept birgt aber viel Potenzial. Entwickelt sich das Projekt gut, hat Twitter einen großen Vorteil im Kampf um die Rolle des Tores zum Netz der Zukunft.

Quelle: pressetext.com

via Twitter startet Frontalangriff auf Google.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Jun 16 2012

Profile Image of holgi-w

Spiele-Anbieter wenden sich von Google+ ab

Wooga und Popcap ziehen sich von Googles sozialem Netzwerk zurück, da ihre Spiele zu wenig genutzt werden. Damit verliert Google zwei der größten Spielestudios auf einen Schlag. Die ersten Spiele für Google+ waren erst vor zehn Monaten an den Start gegangen.

Das soziale Netzwerk des Internetkonzerns Google hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Spieleentwickler Wooga und Popcap, das im vergangenen Jahr von Electronic Arts übernommen wurde, ziehen ihre Spiele von der Plattform zurück. Wooga begründete dies gegenüber dem Blog All Things Digital recht deutlich: “Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, da wir deutlich mehr Kunden auf Facebook haben und diese auch tatsächlich aktive Nutzer sind.” Popcap gab sich zurückhaltender und sprach lediglich davon, dass “Ressourcen umgeschichtet” werden sollen und künftig für andere Umsetzungen von Bejeweled zum Einsatz kommen sollen.

Mageres Spieleangebot auf Google+
Wooga verlor keine Zeit: der deutsche Spieleentwickler hat Monster World bereits offline genommen, weitere Titel sollen am 1. Juli folgen. Damit verliert Google einen großen Partner, denn Wooga ist die derzeitige Nummer Drei auf Facebook, hinter Zynga und Electronic Arts. Derzeit finden sich insgesamt 40 Spiele auf Google+, darunter einige bekannte Titel wie Angry Birds und Mafia Wars.

Kaum aktive Nutzer
Die Ankündigung von Spielen auf dem neuen sozialen Netzwerk wurde von den Entwicklern ursprünglich sehr positiv aufgenommen, da Google lediglich fünf Prozent der Umsätze für sich einbehält. Facebook nimmt sich mit 30 Prozent einen deutlich größeren Anteil, doch das 900 Millionen Mitglieder fassende Netzwerk scheint auch so immer noch die rentablere Variante zu sein. Denn auch wenn Google+ laut eigenen Angaben derzeit knapp 90 Millionen Mitglieder zählt, dürften sehr viele dieser Registrierungen nicht mehr aktiv sein. Google gab zwar selbst an, dass mehr als 60 Prozent der registrierten Nutzer zumindest einmal ein Tag ein Google-Produkt nutzen, doch das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass dies auch Google+ ist. Insbesondere durch die Integration von Google+ Daten in das Suchergebnis könnten diese Zahlen ohnehin nur schwer zu ermitteln sein.

Quelle: futurezone

via Spiele-Anbieter wenden sich von Google+ ab.

Use a Highlighter on this page

Keine Kommentare

Ältere Einträge »