Archiv für das Tag 'datenbremse'

Jul 08 2013

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Deutschland: Klagen wegen Internet-Drosselung

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) will der Deutschen Telekom gerichtlich verbieten lassen, weitere starke Tempobremsen für Internet-Extremnutzer einzuführen.

Sie fordert von dem Konzern eine Unterlassungserklärung, wie ein Sprecher der VZ NRW dem Nachrichtenmagazin Focus sagte. Die Telekom soll sich darin verpflichten, drastische Geschwindigkeitskappungen nicht mehr vorzunehmen. Der Konzern unterzeichnete eine solche Erklärung laut Focus aber bislang nicht.

Tempobremse
In Österreich hat Marktführer Telekom Austria bereits Ende April eine Daten-Tempobremse ausgeschlossen. Derartige Pläne gäbe es nicht im geringsten, hieß es damals. Die Deutsche Telekom will hingegen bei Internet-Vielnutzern künftig nach Erreichen einer bestimmten Obergrenze die Übertragungsgeschwindigkeit drosseln. Eigene Angebote und jene von zahlenden Vertragspartnern sollen von der Drosselung aber ausgenommen werden. Diese Ankündigung hatte einen Proteststurm von Verbrauchern und in Teilen der Wirtschaft ausgelöst.

Grundsatzurteil gefordert
Der Sprecher der Verbraucherzentrale NRW sagte dem „Focus”, es bestehe „Wiederholungsgefahr”. Die Verbraucherschützer wollten daher „ein Grundsatzurteil, das dem Verbraucher Sicherheit verschafft”.

Quelle: futurezone

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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Apr 30 2013

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Telekom-Chef weist Kritik an Drosselung zurück

Der Chef der deutschen Telekom, Rene Obermann, nimmt zu der geplanten Abschaffung der Flatrates Stellung. Er verteidigt die Datenbremse und argumentiert, dass Kunden nichts von der neuen Strategie merken werden.

Telekom -Chef Rene Obermann wehrt sich gegen Kritik an der geplanten Daten-Drosselung im Internet. In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verteidigte er die Pläne, berichtet der „Spiegel”. „Begriffe wie Netzneutralität und Sicherstellung von Wettbewerb” würden in der Debatte „dahingehend missbraucht, einen Flatrate-Anspruch auf unbegrenztes Datenvolumen im Internet zu zementieren”, zitiert das Magazin aus Obermanns Brief. Von der vorgesehenen Preisänderung seien nur drei Prozent der Kunden betroffen. „Diese Kunden nutzen in unserem Netz zehn- bis 20-mal größere Datenmengen als ein durchschnittlicher Kunde, der 15 bis 20 Gigabyte pro Monat verbraucht.”

Nur ein geringer Prozentsatz betroffen
Telekom-Marketingchef Michael Hagspihl sprang Obermann im „Focus” bei. „Wenn wir die Volumenbegrenzung einführen, werden die meisten Kunden davon nichts bemerken.” Investitionen in den Breitbandausbau seien wichtiger als immer niedrigere Preise. Obermann erklärte, es stimme nicht, dass die Telekom das eigene Fernsehangebot „Entertain” bevorzuge und Rivalen diskriminiere.

Telekom-eigene Internetdienste wie Videoload oder die Telekom-Cloud würden auf die Datenmenge angerechnet. „Entertain” sei jedoch kein „typischer Internetdienst, sondern eine von den deutschen Landesmedienanstalten durchregulierte separate Fernseh- und Medienplattform, für die unsere Kunden ein entsprechendes Zusatzentgelt bezahlen”, zitiert der „Spiegel” ihn weiter.

Politik übt weiterhin Kritik
Rösler hatte die Telekom wegen ihrer Pläne kritisiert. Das Vorhaben könnte die Gleichbehandlung von Anbietern im Internet gefährden. Ihre Position als Großaktionär der Telekom will die Regierung nach seinen Worten allerdings nicht offensiv nutzen, um auf Änderungen hinzuwirken. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) schloss sich der Kritik Röslers an und forderte im „Focus”: „Das Prinzip Netzneutralität darf nicht in Frage gestellt werden. Es darf keine Datenpakete erster und zweiter Klasse geben.” SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gesteht der Telekom in dem Magazin zwar „Pioniergewinne” für den Netzausbau zu, nicht akzeptabel seien aber „Zugangsbeschränkungen nur für die Wettbewerber der Telekom”.

Konkurrenz plant nichts Vergleichbares
Die Konkurrenz grenzt sich von der Telekom ab und will ihr Modell großteils nicht übernehmen. Der in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia plant nach Aussagen einer Sprecherin keine Begrenzung der Internet-Nutzung. Ebenso hält es Vodafone. Ein Sprecher von O2 hatte gesagt, der Schritt der Telekom sei aus Branchensicht angesichts der rapide steigenden Datenmengen nachvollziehbar. „Sollten wir so etwas einführen, würden wir das rechtzeitig ankündigen.” Der DSL-Anbieter bremse seine Kunden derzeit aber nicht aus.

Quelle: futurezone

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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Apr 27 2013

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Telekom-Tochter Congstar: “Wir drosseln unsere DSL-Angebote nicht”

Abgelegt unter Allgemein

Die Abschaffung der DSL-Flatrate ruft sogar Widersprüche innerhalb der Deutschen Telekom hervor. Der Provider Congstar erklärt: “Wir drosseln nicht.”

Die Deutsche-Telekom-Tochter Congstar wird ihre DSL-Verträge nicht drosseln. Das gab der DSL-Provider über Twitter bekannt. “Bei uns ist eine Drosselung der DSL-Aufträge nicht geplant. Es handelt sich um echte Flatrates”, heißt es in dem Tweet. Zuerst hatte der Blogger Fefe über die Ankündigung von Congstar berichtet.

Congstar erweiterte im September 2012 sein Angebot an DSL-Festnetzverträgen. Seit dem 5. September 2012 gibt es mit “Komplett 2 VDSL” einen VDSL-Anschluss von Congstar. Dabei nutzt das Unternehmen das Netz des Mutterkonzerns. Der VDSL-Anschluss liefert eine maximale Datenübertragungsrate von 50 MBit/s im Download und bis zu 10 MBit/s im Upload.

Der Tarif “Komplett 2 VDSL” kostet monatlich 34,99 Euro. Im Preis ist eine Telefonflatrate in das deutsche Festnetz enthalten. Bei Buchung des Tarifs mit einer Laufzeit von zwei Jahren berechnet Congstar 39,99 Euro für die Bereitstellung. Zudem kann der Kunde einen Fritzbox-Router von AVM für 29,98 Euro dazubestellen.

Bei Tarifen mit Geschwindigkeiten bis zu 16 MBit/s liegt die Grenze bei der Telekom künftig bei 75 GByte im Monat, 50-MBit/s-Zugänge werden bei 200 GByte gedrosselt, bei 100 MBit/s liegt die Obergrenze bei 300 GByte und bei 200-MBit/s-Verträgen bei 400 GByte. Hartwig Tauber, Chef des FTTH Council Europe, sagte: “Wird das Transfervolumen erreicht, wird der Internetzugang praktisch abgeschaltet, denn mit 384 KBit/s ist es heute oftmals schon schwierig, herkömmliche Webseiten aufzurufen.”

Die Abschaffung der Flatrate sei nötig, weil drei Prozent der Kunden mehr als 30 Prozent des Datenvolumens verursachten. Die Alternative zum Ende der Flatrate wäre eine Preiserhöhung für alle Nutzer gewesen, erklärte die Telekom.

Quelle: golem

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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Apr 26 2013

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Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom

Die Deutsche Telekom hat mit ihrem Plänen für Daten-Obergrenzen auch im Festnetz nicht nur einfache Internet-Nutzer aufgebracht. Auch die deutsche Bundesregierung warnt vor dem geplanten Modell. Die Deutsche Telekom hingegen verteidigt ihre Pläne weiterhin.

Die Pläne der Deutschen Telekom, Obergrenzen für das Datenvolumen im Festnetz einzuführen, treffen nach Kritik von Kunden und Netzpolitikern jetzt auch auf Gegenwind der Bundesregierung. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zeigte sich in einem Brief an Telekom-Chef René Obermann besorgt. Der Minister warnte vor möglichen Einschränkungen für Flatrate-Kunden, wie „Spiegel Online” unter Berufung auf das Schreiben berichtete. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Äußerungen. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht Nachteile für Kunden.

“Nicht verbraucherfreundlich”
Aigner sagte, in den neuen Tarifen sei kein Fortschritt für die Kunden zu erkennen. „Die Telekom muss aufpassen, dass sie nicht übers Ziel hinausschießt. Flatrates derart zu begrenzen, ist sicher nicht verbraucherfreundlich”, kritisierte sie.

Bundesregierung und Wettbewerbsbehörden würden „die weitere Entwicklung in Bezug auf eine eventuell unterschiedliche Behandlung eigener und fremder Dienste unter dem Aspekt der Netzneutralität sehr sorgfältig verfolgen”, zitierte „Spiegel Online” Rösler am Mittwoch.

Bundesnetzagentur prüft
Die Bundesnetzagentur prüfe das geplante Modell bereits mit Blick auf die Netzneutralität, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Als Netzneutralität wird der Zugang zu Netzressourcen ohne Diskriminierung bezeichnet. Rösler setzt sich für die Förderung von Internet-Diensten in Deutschland ein.

Die Deutsche Telekom plant, dass ihr eigener Videodienst Entertain nicht beim Verbrauch des Daten-Kontingents berücksichtigt wird. Bei Konkurrenten wie Apple oder Amazon wäre das nach aktuellem Stand anders. Die Deutsche Telekom sprach dabei von einer „fairen Lösung”.

Verwechslung mit “Gratis-Internetkultur”
Die Deutsche Telekom betonte, sie teile die Ziele der Bundesregierung zur Netzneutralität. „Die Telekom steht für das freie und offene Internet: Netzneutralität wird in der Debatte teilweise mit einer Gratis-Internetkultur verwechselt”, sagte ein Sprecher. Er verteidigte ausdrücklich die Pläne angesichts anstehender Milliarden-Investitionen in die Netz-Infrastruktur.

„Die Alternative wäre gewesen, die Preise pauschal für alle Kunden zu erhöhen.” Nach Vorstellung der Deutschen Telekom sollten stattdessen nur Kunden, die überdurchschnittlich viel Hochgeschwindigkeits-Internet nutzen, zur Kasse geben werden. „Eine faire Lösung, finden wir.”

Kritik auch von Videodienst-Betreibern
Am Mittwoch meldete sich der Videodienst Watchever als erster Telekom-Wettbewerber kritisch zu Wort. „Die Entwicklung des Internet ging immer von langsam zu schnell und von der Beschränkung hin zur kundenfreundlichen Flatrate. Komplizierte Volumentarife mit zahlreichen Einschränkungen im Kleingedruckten haben in der Vergangenheit nicht funktioniert”, sagte Geschäftsführerin Sabine Anger der dpa.

Watchever lasse dem Kunden freie Wahl und stelle das Angebot ohne jede Einschränkung bereit – „das ist der Weg für erfolgreiche Geschäftsmodelle im Internet”. Bei der im Januar gestarteten Tochter des französischen Vivendi-Konzerns gibt es für 8,99 Euro im Monat eine Streaming-Flatrate für Filme und Serien.

“Managed Services” als Ausnahme
Die Deutsche Telekom sieht das hauseigene Angebot Entertain als Ausnahme, weil es ein „Managed Service” sei, bei dem der Konzern die Qualität garantiere. Auch andere Videodienste könnten gegen extra Bezahlung von der Deutschen Telekom einen „Managed Service” bekommen und dann würden auch ihre Daten nicht mitgerechnet.

„Entertain ist ein unterschiedlicher Datenstrom auf der gleichen Leitung und deshalb ein Managed Service und kein regulärer Internetverkehr”, ergänzte der Telekom-Sprecher. Reguläre Internetdienste würden diskriminierungsfrei behandelt.

Die Deutsche Telekom hatte am Montag (22.04.2013) angekündigt, dass für Neukunden vom 2. Mai an Obergrenzen für den monatlichen Datenverkehr bei Festnetz-Flatrates gelten werden. So kann die Telekom bei Leitungen mit einer Geschwindigkeit bis 16 Megabit pro Sekunde die Geschwindigkeit drosseln, wenn das Datenvolumen 75 Gigabyte überschreitet. Die Tempo-Bremse solle nach derzeitigen Planungen aber erst 2016 greifen.

EU will Telekom-Datenbremse nicht prüfen

Die von der Deutschen Telekom geplante Beschränkung bei Internet-Flatrates ist nach den Worten von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes kein Fall für die Europäische Kommission. Vielmehr sollten nun die Kunden „mit den Füßen abstimmen”, sagte Kroes der „Bild”-Zeitung.

Sie reagierte damit auf die jüngste Ankündigung der Deutschen Telekom, die Geschwindigkeit von Internetpauschaltarifen zu drosseln, wenn eine bestimmte Datenmenge verbraucht wurde. Dies könnte etwa Kunden betreffen, die sich im Netz viele Filme herunterladen. Wer mehr Daten übertragen will als in seinem Tarif vorgesehen, soll sich Zusatzpakete kaufen können.

„Wenn ein Unternehmen höhere Preise für höhere Datenmengen durchsetzen will, ist das normal”, sagte Kroes. „Die EU wird deswegen nicht eingreifen – aber die Kunden können es tun!”

Die Pläne des Bonner Konzerns stoßen auf Kritik in der deutschen Bundesregierung. „Anscheinend steht die Telekom auf der Leitung – sonst würde sie erkennen, dass ihr neues Geschäftsmodell ein klassischer Rohrkrepierer zu werden droht”, sagte Verbraucherministerin Ilse Aigner dem Blatt.

„Sollte sich herausstellen, dass die Telekom ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzt, muss das Kartellamt einschreiten. Falls die neuen Tarife eine Gefahr für die Netzneutralität darstellen, muss die Bundesnetzagentur tätig werden”, forderte die CSU-Politikerin.

Netzneutralitäts-Debatte im Gang
Unterdessen geht die Debatte über Netzneutralität in Deutschland weiter. Während die Deutsche Telekom von einer “fairen Lösung” sprechen, kritisieren Internet-Aktivisten die Datenbremse weiterhin massiv. Alexander Lehmann hat einen Film auf YouTube gestellt, der die Problematik rund um einen Verlust der Netzneutralität erklärt.

Quelle: futurezone

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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