Archiv für das Tag 'cloud-dienst'

Mai 17 2012

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[Studie] Sicherheitsmängel bei Online-Speichern

Das Fraunhofer Institut für Sicherheit Informationstechnologie (SIT) hat in einer Studie festgestellt, dass es bei Cloud-Speicherdiensten oft schwere Mängel in Punkto Sicherheit gibt. Keiner der getesteten Anbieter konnte die Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllen, teilweise fehlte eine ordentliche Verschlüsselung.

Das SIT kommt nach der Auswertung der Studienergebnisse zu folgendem Schluß: Die Sicherheit von Cloud-Speicherdiensten ist oft mangelhaft. Neben technischen Mängeln fanden die Tester auch Schwächen in der Benutzerführung. Das kann dazu führen, dass vertrauliche Daten sich mithilfe von Suchmaschinen finden lassen. „Für manche private Nutzung mag der eine oder andere Dienst ausreichen”, sagt Institutsleiter Michael Waidner. „Bei sensiblen Unternehmensdaten sollte man aber lieber genau überlegen, ob die Sicherheitsvorkehrungen wirklich ausreichen.”Getestet wurden neben dem Marktführer Dropbox auch sechs weitere Cloud-Speicherdienste, dazu gehörten CloudMe, CrashPlan, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One sowie der Schweizer Anbieter Wuala. Noch nicht getestet wurden die Cloud-Speicherdienste Sky Drive von Microsoft und Google Drive.

Verschlüsselung und Kommunikation
Beim dem Test konzentrierte sich das SIT-Team vor allem auf die Verschlüsselung der Daten sowie auf die Absicherung der Kommunikation. Jeder Anbieter wies Sicherheitsmängel auf, und selbst die grundsätzlichen Sicherheitsanforderungen konnte kein Dienst vollständig erfüllen: So verwenden manche Anbieter bei der Absicherung der Datenübertragung in die Cloud keines der sicheren Standard-Protokolle. Abwertungen gab es auch, wenn Daten unverschlüsselt in die Cloud gewandert sind. Das geschieht beispielsweise bei Dropbox. „Dropbox verschlüsselt die Daten erst, wenn sie in der Cloud sind”, sagt Waidner. „Der Anbieter bekommt die Daten also im Klartext, und der Nutzer muss dann darauf vertrauen, dass vertrauliche Daten auch vertraulich bleiben.”

Bei einigen Diensten glaubten die Nutzer fälschlicherweise, dass ihre sensiblen Informationen nur wenigen Personen zugänglich sind, während sie in Wahrheit unbemerkt von jedermann eingesehen werden können. „Für gruppentaugliche Verschlüsselung fehlt es noch an überzeugenden Konzepten, um das Ideal einer sicheren Speicherung von Daten in einer Umgebung, die man als unsicher betrachtet, auch tatsächlich zu erreichen”, so Waidner. Fraunhofer SIT hat die Anbieter vor Veröffentlichung der Studie über die Ergebnisse informiert.

Quelle: futurezone

Siehe auch:
Sicheres Cloud-Computing (1) – Datenberge bei Google und Co.: Gefangen in der Wolke
Sicheres Cloud-Computing (2) – Verschlüsselte Cloud: So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke
TrueCrypt: Laufwerke, Partitionen und Wechselmedien verschlüsseln

via [Studie] Sicherheitsmängel bei Online-Speichern.

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Mai 07 2012

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Microsoft gibt Marke “Windows Live” auf

Microsoft will nach dem jüngsten Update seines Cloud-Angebots mit SkyDrive für private Nutzer durchstarten. Mit der Einführung von Windows 8 wird das Unternehmen zudem die Marke “Windows Live” einstellen.

Microsoft stellt mit der Einführung von Windows 8 “Windows Live” ein, kündigte das Unternehmen in einem Blogeintrag an. SkyDrive, Mail, Kalender, Kontakte, Fotos und der Messenger werden einfach “Apps” heißen. “Windows Live” wurde erstmals am 1. November 2005 vorgestellt und wird laut Microsoft von rund 500 Millionen Menschen pro Monat genutzt.

Der Account wird künftig einfach “Microsoft Account” heißen wird im Blogeintrag erklärt. Bei früheren Windows-Versionen wird die “Windows Live ID” beibehalten.

Von der Nische zum Massenmarkt
Für den Online-Speicher setzt Microsoft ganz auf Skydrive. „Wir haben in der vergangenen Woche wichtige Fortschritte gemacht”, sagte Dharmesh Mehta, Microsoft Manager für Windows und Windows Live. Mit den wachsenden Möglichkeiten würden sich Clouddienste nun sehr schnell von der Nische zum Massenmarkt bewegen, sagte Mehta.

Microsoft hatte Ende April seine Online-Festplatte Skydrive mit etlichen neuen Funktionen ausgestattet. Als Anwendung unter Microsofts “Windows Live”-Plattform bot Microsoft bereits seit 2008 einen Online-Speicher an. Nach Apples iCloud startete Ende April zuletzt Google mit seinem Dienst Google Drive.

“Wollen besser als Konkurrenz sein”
Von der Konkurrenz sieht Mehta jeweils nur bestimmte Cloud-Dienste abgedeckt. Während Dropbox von den Anwendern in erster Linie für den Dateienaustausch verwendet werde, habe sich Apples iCloud als klassischer Ort für die Synchronisation verschiedener Geräte etabliert. Google wiederum biete mit seinen Google Docs eine Plattform für den Austausch von Anwendungen. „Wir wollen mit Skydrive besser alle drei zusammen sein.”

In der Regel bieten die Online-Speicher rund 5 Gigabyte freien Speicher, wer mehr Platz benötigt, kann zukaufen. Microsoft hatte zuletzt sein kostenloses Angebot von 25 Gigabyte freiem Speicher auf 7 Gigabyte heruntergeschraubt. „Damit kommen aber 99,9 Prozent der Kunden völlig aus”, sagte Mehta. Jene Nutzer, die deutlich mehr Speicher benötigten, bildeten als Enthusiasten eine derzeit nur sehr kleine Gruppe.

Quelle: futurezone

via Microsoft gibt Marke “Windows Live” auf.

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Apr 25 2012

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Sicheres Cloud-Computing (1) – Datenberge bei Google und Co.: Gefangen in der Wolke

Apple, Facebook, jetzt auch Google mit seinem Speicherdienst Drive: Unsere Daten wandern in die Wolke, liegen auf Servern im Internet. Solche Clouds sind praktisch. Aber bei Web-Diensten, sozialen Netzwerken, Film- und Musikanbietern entstehen Datenberge, die sich unserer Kontrolle entziehen.

Jetzt auch noch Google. Am Dienstag (24.04.2012) präsentierte der Internetkonzern seinen Datei-Speicherdienst Google Drive – und reihte sich damit ein in ein breites Angebot kostenloser Gigaybyte-Speicher im Web.

Verabschieden Sie sich schon einmal von den Dateien auf ihrer Festplatte. Damit Texte, Kontakte, Musik und Filme überall erreichbar sind, auf verschiedenen Computern, auf Smartphones und Tablets, wandern diese Daten künftig in die Cloud. Das heißt, auf an das Internet angeschlossene Server, die in großen, weltweit verteilten Rechenzentren stehen.

Das ist praktisch, der lästige Umgang mit Dateien, das Synchronisieren, die Backups, das Umkopieren, alles entfällt. Wir Nutzer klicken und stupsen nur noch Inhalte auf Ihren Bildschirmen hin und her. Zum Beispiel E-Books auf dem Kindle: Nach dem Kauf landet die Datei automatisch auf den angeschlossenen Lesegeräten, ohne dass der Nutzer sich um Dateien kümmern müsste. Liest man auf einem der Geräte bis zu einer bestimmten Seite, wissen das auch die anderen Geräte.

Oder Fotos auf dem iPhone: Die werden automatisch in die Apple-Cloud hochgeladen, wenn man das nicht abstellt. Die Musik, die man über Facebook-Apps hören kann, kommt über das Internet gestreamt. Ähnliches gilt für Dokumente, die mit Google Docs bearbeitet werden: Wo genau diese Daten gespeichert sind, wie oft, in welcher Form, ist für den Nutzer intransparent, aber auch irrelevant.

Der Preis dafür ist die Abhängigkeit von den Cloud-Betreibern. Deren Systeme sind im Zweifel zwar denen von Privatanwendern überlegen, wer kann sich schon mehrfach redundante Backups und technisches Personal rund um die Uhr leisten? Dennoch sind auch Cloud-Betreiber nicht vor Pannen gefeit, wie etwa die Blackberry-Nutzer während der Cloud-Katastrophe im Oktober 2010 erfahren mussten. Vor kurzem erst streikten Apples iCloud-Mail-Dienste für viele Nutzer. Doch die Abhängigkeit ist noch größer.

Gefangen in der Google-Cloud

Mit zum Teil kostenlosen Angeboten locken derzeit eine Handvoll Konzerne – Facebook, Google, Apple, Microsoft, Yahoo und Amazon – Privatanwender in ihre Wolke. Und das ist ein Problem, wie der slowenische Philosoph Slavoj Zizek kritisiert. Denn die Cloud-Technik ist verbunden mit einer zunehmenden vertikalen Integration, mahnt der Theoretiker der neuen Linken: Google bietet nicht nur Textverarbeitung und Musikspeicher an, sondern stattet Telefone und Tablets mit Software aus, verkauft obendrein Musik und Videos.

Auch Apple und Amazon bieten, vertikal integriert, nicht nur Hardware und Software, sondern auch noch die Medieninhalte mit an. Alles von einem Anbieter. In Verbindung mit den mehr (Facebook) oder weniger (Apple) erfolgreichen sozialen Netzwerken ergeben sich somit riesige, integrierte Verkaufsplattformen. Das führt dazu, dass wir alle stets an den langen Leinen der Konzerne hängen, wenn wir eines ihrer Geräte benutzen, wie der Harvard-Jurist Jonathan Zittrain warnt. Mehr noch: Den Zugang zu den Kunden, die dazu verleitet werden, möglichst viele ihrer Daten von einem Anbieter verwalten zu lassen, können auch andere Firmen bekommen. Oder Regierungsbehörden.

Turbo-Philosoph Zizek spricht von einer Konzernherrschaft über den Cyberspace. “Zwei oder drei Unternehmen mit einem Quasi-Monopol können nicht nur die Preise festsetzen, sondern auch die Software auswählen, die sie anbieten.” Was in der Wolke schwebt, entscheidet eine Handvoll Firmen, nach “kommerziellen und ideologischen” Interessen. Der Nutzer gibt die Kontrolle ab – Richard Stallman, Aktivist für freie Software, sagt deswegen: “Dieses neue Web ist voller Verlockungen – doch wir müssen ihnen widerstehen.”

Zentralrechner mit herrischem Systemadministrator

So gesehen hat die Cloud – zumindest für Privatanwender – mehr etwas von einem Vergnügungspark mit Aufsicht oder einem Zentralrechner mit herrischem Systemadministrator. Wer sich nicht an die Hausordnung hält, dem wird die Zuckerwatte weggenommen und die Rechenzeit gekürzt. Die kostenlosen Dienste verdienen außerdem daran, dass sie ihre Nutzer möglichst umfassend ausforschen, um gezielte Werbung verkaufen zu können.

Die Cloud wird zum goldenen Käfig – und es schuld daran sind nicht allein die Hausregeln. Denn worüber die Betreiber von Cloud-Infrastruktur mit 99,9999-prozentiger Ausfallsicherheit und zig Millionen zufriedener Kunden ungern reden: Ihre Datenspeicher stehen bei Strafverfolgern und Sicherheitsbehörden hoch im Kurs. Auf ihnen liegen private Nachrichten, Abbilder von Beziehungsnetzwerken, Fotos und Dokumente, die einen intimen Blick ins Privatleben einer Person zulassen.

Google listet zwar auf, wie viele Regierungsanfragen der Konzern bekommt – in den USA wie in anderen Ländern existieren jedoch Gesetze, die es den Firmen sogar verbieten, die Betroffenen auch nur über einen Antrag auf Datenherausgabe zu informieren. Gegen solche Maulkörbe können Firmen im Interesse ihrer Nutzer zwar juristisch vorgehen – sie müssen den finanziellen und zeitlichen Aufwand aber nicht auf sich nehmen.

Ohne zusätzliche Vorkehrungen wie eine End-to-End-Verschlüsselung geben Nutzer ihre Daten bei vielen kostenlosen Angeboten den Unternehmen und womöglich sogar Behörden oder Hackern ungeschützt preis.

Wie Sie Ihre Daten in der Wolke sichern können, lesen Sie hier: Sicheres Cloud-Computing (2) – Verschlüsselte Cloud: So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke

Quelle: Ole Reißmann, spon

via Sicheres Cloud-Computing (1) – Datenberge bei Google und Co.: Gefangen in der Wolke.

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Apr 25 2012

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Sicheres Cloud-Computing (2) – Verschlüsselte Cloud: So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke

Einem Web-Dienstleister sensible Daten anvertrauen? Briefe, Mails, Fotos? Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Dateien vor dem Upload in die Cloud verschlüsseln. Wir zeigen Ihnen, wie einfach das mit einer kostenlosen Software funktioniert.

Viele Anbieter von Cloud-Speicherdiensten können auf die Daten ihrer Nutzer zugreifen, gerade bei kostenlosen Angeboten. Selbst wenn die Unternehmen mit einer Verschlüsselung der Dateien werben, findet diese zum Beispiel bei Dropbox erst auf dem Server selbst statt. Den Schlüssel hat das Unternehmen.

Um Dateien wirklich sicher in der Cloud zu lagern, müssen die Daten schon auf dem eigenen Rechner verschlüsselt werden, und der Schlüssel darf dem Anbieter nicht bekannt sein. Ein Unternehmen, das mit einer solchen Speicherlösung wirbt, ist zum Beispiel die Firma Lacie mit ihrem Angebot Wuala. Die zugehörige Software für Windows, Mac, Android und iOS-Geräte schickt nur fertig verschlüsselte Dateien in die Cloud. Fünf Gigabyte sind kostenlos, mehr Speicherplatz kostet Geld.

Aber auch bei anderen Anbietern lässt sich mit Hilfe eines kostenlosen Programms eine sichere Verschlüsselung nachrüsten – zum Beispiel mit Truecrypt. Mit diesem Programm lassen sich ganze Festplatten verschlüsseln, oder aber sogenannte Datei-Container anlegen. Diese lassen sich wie ein ganz normales Laufwerk in das System einbinden.

Lagert man einen solchen Datei-Container bei einem Cloud-Service wie Dropbox, sind die Daten sicher. Dafür lassen sich zusätzliche Dropbox-Funktionen wie der Zugriff auf mehrere Versionen einer Datei oder über Apps nicht nutzen. Für reine Backup-Lösungen bietet sich die Verschlüsselung hingegen an.

Quelle: spon

Siehe auch: Sicheres Cloud-Computing (1) – Datenberge bei Google und Co.: Gefangen in der Wolke

via Sicheres Cloud-Computing (2) – Verschlüsselte Cloud: So lagern Sie Dateien sicher in der Wolke.

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Jan 12 2012

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Hollywood-Studios: Film-Wolke nimmt Fahrt auf

Amazon will Streaming-Dienst für Ultraviolet anbieten

Las Vegas (pte010/12.01.2012/11:48) – Ultraviolet ist ein Cloud-Dienst für hochauflösende Filme, der von einem Konsortium aus 70 Unternehmen gegründet wurde. Alle großen Hollywood-Studios, mit Ausnahme von Disney, sind Mitglieder im Digital Entertainment Content Ecosystem. Das liegt vor allem am integrierten Kopierschutz. “Ultraviolet soll auch helfen, Verluste aus anderen Geschäftsfeldern, wie dem DVD-Verkauf, abzufangen”, sagt Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche http://dach-contentprotection.org.

Händler zieht mit

Amazon hat einen Vertrag mit Warner Bros geschlossen. Der Online-Händler will ein Streaming-Angebot auf Ultraviolet-Basis konzipieren. Wie das Produkt ganau aussehen wird, ist noch unklar. Die Unterstützung durch Amazon ist für Ultraviolet enorm wertvoll, da der Online-Händler genügend Marktmacht hat, um neue Plattformen zu etablieren. Durch die Zusammenarbeit mit Amazon wird Ultraviolet vielleicht auch kundenfreundlicher. Bisher kann im Netz nur auf solche Filme zugegriffen werden, die vorher in Form einer Blu-ray erworben worden sind.

“Es handelt sich um ein Modell, das sich von anderen Videoservices unterscheidet. Ultraviolet ermöglicht die Erstellung einer legalen Digitalkopie”, erklärt Göschl. In Deutschland ist Ultraviolet derzeit noch nicht verfügbar. In den USA gibt es das System schon drei Monate lang. Laut Angaben des Gründer-Konsortiums konnten bislang 750.000 Haushalte zur Nutzung bewegt werden. Weiteren Rückenwind bekommt Ultraviolet durch die Ankündigung, dass neue Samsung-Blu-ray-Player kompatibel sein werden.

Besser spät als nie

Die großen Studios hoffen mit Ultraviolet einen Nerv zu treffen. “Die Industrie kommt den Konsumenten entgegen. Es gibt große Nachfrage nach legalen Online-Angeboten”, so Göschl. Die Konkurrenz ist mittlerweile allerdings sehr groß. Es gibt haufenweise legale Film-Angebote im Internet. “Solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht gepasst haben, war es riskant für die Industrie einen eigenen Vorstoß zu wagen. Zu spät ist es nie”, verteidigt Göschl die langsame Reaktion der Studios.

Quelle: pressetext.com

via Hollywood-Studios: Film-Wolke nimmt Fahrt auf.

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Okt 25 2011

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Sicherheitslücke in Amazons Cloud entdeckt

Wissenschafter an der Ruhr-Universität Bochum haben schwere Sicherheitslücken in den Cloud-Angeboten von Amazon entdeckt. Mit verschiedenen Methoden seien Forscher in das System eingedrungen und hätten Daten manipulieren können, berichtete Jörg Schwenk vom Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit.

Die Schwachstellen seien aber inzwischen behoben. „Anhand unserer Forschungsergebnisse bestätigte Amazon die Sicherheitslücke und schloss sie umgehend“, sagte Schwenk. Das Unternehmen war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Sogenannte Cloud-Dienste wie die Amazon Web Services (AWS) bieten Speicherplatz, Rechenleistung oder auch Software übers Netz an, so dass Firmen die Kapazitäten nicht mehr auf eigenen Rechnern vorhalten müssen. Amazon gehört unter den Anbietern zu den Pionieren. Zu den Kunden des weltgrößten Online-Einzelhändlers zählen unter anderem Dienste wie Twitter, Second Life und Foursquare.

Admin-Zugriff
Den Forschern an der Ruhr-Universität war es gelungen, die Behandlung von Signaturen in der Programmiersprache XML so zu manipulieren, dass sie sich administrativen Zugriff auf die Daten eines beliebigen Kunden verschaffen konnten. „Somit konnten wir etwa in der Cloud des Opfers neue Instanzen anlegen, Images erstellen oder auch löschen.“

Die Forscher vermuten, dass viele Cloud-Angebote anfällig gegen Signature Wrapping-Attacken sind, da die entsprechenden Webservice-Standards Performanz und Sicherheit unvereinbar machen.

Gefahr durch gemeinsames Login
Sicherheitslücken fanden die Forscher auch in Amazons Online-Shop sowie in privaten Cloud-Diensten, die Firmen oft für den internen Datenverkehr nutzen. Diese Lücken waren “bestens geeignet” um ausführbaren Skriptcode einzuschleusen, die so genannten Cross Site Scripting-Angriffe. Mit bedenklichen Folgen: „Wir hatten ungehinderten Zugang zu allen Daten des Kunden, darunter Authentifizierungsdaten, Tokens und selbst Passwörter im Klartext“, berichtet Mario Heiderich.

Im gemeinsamen Login sieht der Forscher ein komplexes Gefahrenpotential: „Es ist eine Kettenreaktion: Denn eine Sicherheitslücke im komplexen Amazon Shop verursacht immer direkt auch eine Lücke in der Amazon Cloud.“

Private Cloud-Angebote nicht sicherer
Auch die Meinung, dass private Cloud-Angebote sicherer seien, konnte von den RUB-Forschern widerlegt werden: In der weit verbreiteten Software-Lösung Eucalyptus, die von vielen Firmen zum Aufbau interner Cloud-Angebote genutzt wird, fanden sie ähnlich gravierende Schwachstellen. „Eine oberflächliche Klassifikation von Cloud-Lösungen kann eine eingehende Sicherheitsanalyse nicht ersetzen“, so Schwenk.

„Kritische Services und Infrastrukturen greifen immer häufiger auf Cloud Computing zurück“, sagte Juraj Somorovsky aus dem Forschungsteam der Ruhr-Universität. „Deswegen ist es dringend notwendig, die Sicherheitslücken (…) zu erkennen und dauerhaft zu vermeiden.“

Quelle: futurezone.at

via Sicherheitslücke in Amazons Cloud entdeckt.

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Okt 03 2011

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Workshop: BlackBerry Smartphones per Cloud-Dienst verwalten

Abgelegt unter Handy-Ecke

BlackBerry Management Center

Mit dem BlackBerry Management Center steht erstmals ein Angebot von RIM bereit, das die Endgeräte ohne lokale Softwareinstallation verwaltet. Bislang musste man für die Verwaltung von BlackBerry-Smartphones auf die Server-Angebote von RIM zurückgreifen. Der folgende Workshop führt durch die Konfiguration.

BlackBerrys sind in Firmen vor allem beliebt, weil sie sich zentral verwalten und sichern lassen. Bislang musste man dazu allerdings den BlackBerry Enterprise Server oder die kostenlose Variante BlackBerry Enterprise Server Express verwenden.

Diese sind zwar mächtig, erfordern aber eine lokale Installation für die Installation der Verwaltungssoftware. Für kleine und mittlere Unternehmen bietet RIM seit kurzem aber eine weitere kostenlose Alternative, das BlackBerry Management Center. Der Vorteil: Der Dienst ist Cloud-basiert, eine lokale Installation ist nicht notwendig.

Die Lösung richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Kunden, die keinen eigenen BlackBerry Enterprise Server betreiben, sondern E-Mails, Kontakte und Kalender per BlackBerry Internet Service bei ihrem Mobilfunkanbieter abgleichen.

BlackBerry Management Center einrichten

Die Setup-Prozedur für das BlackBerry Management Center ist einfach: Zunächst muss man einen Administrator-Account einrichten, der alle Geräte verwalten kann. Dies geschieht über die Homepage der Web-Anwendung. Sowohl das Konto für den Administrator wie auch alle Nutzerkonten werden mit einer BlackBerry-ID gekoppelt. Diese ID dürften die meisten Nutzer bereits besitzen, sie wird beispielsweise auch in der BlackBerry AppWorld beim Herunterladen von Apps verwendet.

Der Registrierungsprozess selbst besteht in der Annahme mehrere Lizenzvereinbarungen und den Eingaben der Daten der eigenen Firma. Das System frägt außerdem den verwendeten E-Mail-Typ ab. Hier sind verschiedene Anbieter wie Yahoo, Googlemail oder Windows Live vordefiniert. Zusätzlich werden auch Outlook Web Access sowie POP/IMAP unterstützt. Ist die Einrichtung erfolgreich abgeschlossen, erhält man eine E-Mail samt Link, der das Konto des Hauptadministrator aktiviert.

Neue Nutzer anlegen und Berechtigungen definieren

Um einen neuen Nutzer im BlackBerry Management Center anzulegen, meldet man sich zunächst als Administrator an und wählt anschließend die entsprechende Schaltfläche. Als Admin trägt man lediglich Name, Position im Unternehmen und die E-Mail-Adresse des entsprechenden Nutzers ein. Dieser erhält kurz darauf eine Nachricht mit einem Link, über den er die Anmeldung abschließen kann.

Die Anmeldung erfolgt für Nutzer in drei Schritten: Zunächst müssen sie sich über eine eigene BlackBerry ID identifizieren. Diese kann identisch mit der des Administrators sein, aus Sicherheitsgründen sollten Admins aber eine separate ID anlegen. Ist der Nutzer angemeldet, wird im nächsten Schritt der jeweils zu verwaltende BlackBerry definiert. Dies geschieht mit Hilfe der IMEI- und PIN-Nummer. Diese Daten lassen sich unter Einstellungen – Status im Smartphone abrufen und sind weltweit einzigartig.

Ist diese Anmeldung erfolgreich, erhält der Nutzer eine PIN-Nachricht auf sein Gerät, die ihm einen Verifizierungs-Code nennt, der für das weitere Vorgehen wichtig ist. Dieser Code ist eine Sicherheitsfunktion, die verhindern soll, dass man wahllos beliebige BlackBerry Smartphones zum eigenen System hinzufügt, ohne dass der eigentliche Besitzer etwas davon weiß. Außerdem liefert die Nachricht den Link zur App BlackBerry Protect. Diese ist für die Verwaltung des Gerätes wichtig und liefert verschiedene Optionen, die wir im nächsten Kapitel genauer erklären.

Im letzten Schritt legt der Nutzer fest, wem das Gerät gehört und welche Berechtigungen der Administrator erhalten soll. Dieser Schritt ist für die Verwaltung enorm wichtig. Der Nutzer kann selbst entscheiden, ob der Admin etwa E-Mail-Einstellungen anpassen und ändern darf. Außerdem legt er fest, welche zusätzlichen Verwaltungsaktionen auf dem Gerät möglich sind.

Smartphones verwalten

Ist die Einrichtung und die Installation der BlackBerry Protect App auf dem Smartphone abgeschlossen, kann der Administrator über das BlackBerry Management Center auf die verknüpften Smartphones zugreifen.


Lokale App: BlackBerry Protect ist das auf dem Smartphone installierte Gegenstück zum Management Center.

Sobald man sich anmeldet, sieht man ein Bild des jeweiligen Smartphones, grundlegende Informationen sowie den aktuellen Status. Um über das Web auf den BlackBerry zugreifen zu können, muss diese natürlich mit dem Internet verbunden sein.

Im Grunde stehen dem Admin zwei verschiedene Bereiche zur Verfügung. Er kann die E-Mail-Einstellungen ändern und neue Konten hinzufügen. Der zweite Bereich ist die Verwaltung des eigentlichen Gerätes, was die auf dem Smartphone installierte Anwendung BlackBerry Protect möglich macht. Die App ermöglicht insgesamt fünf verschiedene Remote-Zugriffe auf den BlackBerry:

*
Gerät sichern: Dieser Punkt stößt ein Backup aller Daten auf dem Handy an. Mit Ausnahme von Apps, E-Mails und Fotos werden alle Einstellungen gesichert. Gespeichert werden die Daten nicht auf dem Gerät, sondern auf der Webseite von BlackBerry Protect unter der BlackBerry ID des jeweiligen Nutzers. User können einzelne Sicherungen über die App oder die BlackBerry Protect Webseite wieder einspielen.
*
Gerät sperren: Geht ein BlackBerry verloren, kann man ihn über diese Option mit einem Passwort versehen. Erst wenn dieses eingegeben wird, hat man wieder Zugriff auf das Smartphone
*
Nachricht anzeigen: Ist das Smartphone gesperrt, kann man über diese Option eine 120-Zeichen-lange Nachricht auf dem Display des BlackBerrys anzeigen lassen, so dass mögliche Finder den Besitzer kontaktieren können.
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Lauter Klingelton: Diese Option ändert das eingestellte Profil im Smartphone auf “Draußen” und spielt eine Minute lang einen lauten Klingelton ab.
*
Gerät löschen: Diese Option löscht alle Informationen, die auf Smartphone und Medienkarte abgespeichert sind. Zuvor wird noch eine Sicherung angestoßen, welche die Einstellungen des Nutzers im Portal von BlackBerry Protect abspeichert.

Die Nutzer können selbst über das BlackBerry Management Center übrigens keine Verwaltungs-Aktionen ausführen. Ihnen steht dafür die BlackBerry Protect Webseite zur Verfügung, die nahezu alle Funktionen des Management Centers bietet. Langfristig wäre es sinnvoll, wenn RIM die beiden Dienste unter einer Oberfläche zusammenfasst.

Fazit und Einschränkungen

Das BlackBerry Management Center liefert vor allem für kleinere Unternehmen ohne eigene BlackBerry-Enterprise-Server-Installation grundlegende Verwaltungsfunktionen für Firmen-Smartphones. Positiv fällt dabei auf, dass RIM sowohl die erste Anmeldung wie auch das Hinzufügen von Geräten angenehm einfach gestaltet hat. Die Koppelung an die BlackBerry ID macht dabei durchaus Sinn, nahezu jeder Nutzer eines BlackBerry sollte über ein entsprechendes Konto verfügen.

Allerdings muss auch klar sein, dass das BlackBerry Management Center einen ausgewachsenen BlackBerry Enterprise Server oder BlackBerry Enterprise Server Express nicht ersetzen kann. Dazu fehlen einfach viele Funktionen, etwa wenn es um das Erstellen und durchsetzen von Richtlinien geht oder um die Remote-Installation von Anwendungen. Wer allerdings sowieso nur einen BIS-Dienst verwendet, der findet im BlackBerry Management Center eine praktische und noch dazu kostenlose Erweiterung, die sich durchaus mit anderen Anbietern messen kann. (mje)

Quelle: tecchannel

via Workshop: BlackBerry Smartphones per Cloud-Dienst verwalten.

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