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Feb 26 2013

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Tele Columbus setzt Wachstumskurs als eigenständiger Anbieter fort – Gewinn um 10 % gesteigert

Abgelegt unter TV (nur Kabel)

Berlin, 22.02.2013 – Das Bundeskartellamt hat den beabsichtigten Zusammenschluss von Kabel Deutschland und Tele Columbus untersagt und den Übernahmeplänen von Kabel Deutschland eine Absage erteilt. Ursache für die Ablehnung sind befürchtete negative Auswirkungen auf den Gestattungswettbewerb: Für die Versorgung von Wohnungsunternehmen mit dem TV-Signal über das Breitband-Kabelnetz spielt Tele Columbus als Marktteilnehmer nach den Feststellungen der Kartellbehörde eine wichtige Rolle. Auch für den Einspeisemarkt, also die Verbreitung von TV-Programmangeboten im Kabelnetz, wurden negative Folgen erwartet. Tele Columbus setzt nun seinen Wachstumskurs als integrierter Anbieter von Fernsehen, Internet und Telefonie eigenständig fort.

“Wir bedauern die Entscheidung des Bundeskartellamts, weil ein Zusammenschluss unserer beiden Unternehmen den raschen weiteren Ausbau von Kabelangeboten als leistungs¬stärkster Multimedia-Plattform im deutschen Markt auch im Interesse der Kunden erleichtert hätte”, hatte Ronny Verhelst, Chief Executive Officer (CEO) der Tele Columbus Gruppe bereits vor der erwarteten Entscheidung erklärt. “Tele Columbus ist aber ebenso gut für die eigenständige Fortführung seiner sehr erfolgreichen Unternehmensaktivitäten eingerichtet.”

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte Tele Columbus nach dem vorläufigen Jahresabschluss das stärkste Wachstum der jüngeren Unternehmensgeschichte: Während der Gesamtumsatz auf 237 Millionen Euro stieg, konnte das operative Geschäftsergebnis (EBITDA) um knapp 10 Prozent auf 94,2 Millionen Euro gesteigert werden. Dabei wurden rund 62 Millionen Euro in den Ausbau der Multimedianetze und die Aufrüstung der Infrastruktur mit dem modernsten Internet-Standard EuroDOCSIS 3.0 investiert. Auch bei der Vermarktung der neuen Multimediadienste legte Tele Columbus kräftig zu: Zwischen Januar und Dezember 2012 stieg die Zahl der Digital-TV Kunden um 42 %, die Zahl der betriebenen Internetanschlüsse um 39 % und die Zahl der Telefonkunden um 42 %. In den von Tele Columbus versorgten Wohnungsbeständen surft somit bereits jeder fünfte Haushalt mit Hochgeschwindigkeit über einen Breitbandanschluss des Kabelnetzbetreibers.

Der aktuelle Beschluss des Bundeskartellamts unterstreicht die große Bedeutung von Tele Columbus für die Wohnungswirtschaft insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern: In vielen Regionen ist der Berliner Anbieter nach Einschätzung des Bundeskartellamts der einzig verbliebene größere Wettbewerber zum Großunternehmen Kabel Deutschland. Dabei ist Tele Columbus in vielen Leistungsbereichen der Multimediaversorgung führend: Als einziger großer Kabelnetzbetreiber bietet Tele Columbus in seinen integrierten Glasfaser-Koax-Netzen alle 14 öffentlich-rechtlichen HDTV-Programme. Und mit Internet-Geschwindigkeiten bis zu 128 Megabit pro Sekunde liegt das Unternehmen auch bei den Internetprodukten an der Spitze des Marktes.

“Wir bedauern die Entscheidung des Bundeskartellamts, aber es ist gut, dass nach einem langen Verfahren nun Klarheit geschaffen wurde und wir unsere gewohnt enge Partnerschaft mit der Wohnungswirtschaft weiter vertiefen können”, erklärt Dietmar Schickel, Geschäftsführer und Chief Operating Officer (COO) der Tele Columbus Gruppe. “Diese Klarheit ist auch für unsere wohnungswirtschaftlichen Partner wichtig, die mit uns langfristige Versorgungsvereinbarungen auf Basis der modernsten Übertragungstechnologien schließen und so die Entwicklung und Aufrüstung der Netzinfrastruktur für die Zukunft gemeinsam mit Tele Columbus vorantreiben.”

“Unsere Aufgabe ist es nun, den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Nachdem einige bewegte Phasen in der Vergangenheit erfolgreich bewältigt wurden, ist Tele Columbus heute ein Telekommunikationsunternehmen mit einer soliden wirtschaftlichen Situation”, ergänzt Ronny Verhelst, Chief Executive Officer (CEO) der Tele Columbus Gruppe. “Neben dem Ausbau des operativen Geschäfts insbesondere durch die Vermarktung von Zusatzdiensten bleibt es künftig auch weiterhin unser Ziel, mögliche zusätzliche Potenziale auf Gesellschaftsebene auszuschöpfen, um die strategischen Chancen unseres Marktes noch besser wahrnehmen zu können.”

Über die Tele Columbus Gruppe:

Die Tele Columbus Gruppe zählt zu den größten Kabelnetzbetreibern in Deutschland und ist seit 1985 als Multimedia- und Telekommunikationsanbieter erfolgreich. Rund 2 Millionen angeschlossene Haushalte werden von Tele Columbus mit dem TV-Signal und immer mehr Kunden mit digitalen Programmpaketen, Internet-Zugang und Telefonanschluss über das leistungsstarke Breitbandkabel versorgt. Als nationaler Anbieter mit regionalem Fokus und als Partner der Wohnungswirtschaft ist die Gruppe im gesamten Kerngebiet Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie auch in zahlreichen westdeutschen Schwerpunktregionen präsent.

Quelle: Tele Columbus Gruppe, Hannes Lindhuber

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Aug 15 2012

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Gemeinsames Videoportal von RTL und ProSiebenSat.1 vor dem Aus

Das Bemühen der Mediengruppen RTL und ProSiebenSat.1 um eine gemeinsam betriebene Online-Videoplattform ist nun auch vor Gericht gescheitert. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat das zuvor vom Bundeskartellamt verhängte Verbot bestätigt.

Geplant hatten die beiden Unternehmen ein TV-Portal namens ‘Amazonas’, das in Ansätzen an das US-Erfolgsmodell ‘Hulu’ erinnert. Die Zielsetzung war es, den Usern eine zentrale Anlaufstelle anzubieten, um TV-Inhalte zeitversetzt im Netz aufrufen zu können. Dazu sollte allen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern ein individueller Angebotsbereich zur Verfügung gestellt werden.

Bereits im März 2011 hatte das Bundeskartellamt das Vorhaben aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken untersagt. Die Entscheidung bezeichneten daraufhin beide Sendergruppen als nicht nachvollziehbar. “Die Behörde verhindert damit einen insbesondere aus Nutzersicht neuen praktischen Service zum kostenlosen zeitversetzten Abruf von TV-Inhalten auf einer zentralen Plattform”, hieß es unter anderem in einer RTL-Stellungnahme. Zudem werde die Position der deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb geschwächt.

In seinem Urteil folgte das Oberlandesgericht (OLG) allerdings den Bedenken der Behörde, die mit der Gründung der gemeinsamen Plattform eine Verstärkung des marktbeherrschenden Duopols der beiden Sendergruppen im Bereich der Fernsehwerbung einhergehen sehen. Die Möglichkeit einer Rechtsbeschwerde hat das OLG nicht zugelassen.

Noch nicht vom Bundeskartellamt geprüft wurde unterdessen das Video-on-Demand-Angebot ‘Germany’s Gold’, das ARD und ZDF gemeinsam mit einigen Produktionsfirmen anschieben. Frühestens Ende des Jahres soll die Plattform starten, vorbehaltlich der endgültigen Prüfung und Freigabe durch die Behörde.

Quelle: Michael Brandes/wunschliste

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Jun 20 2012

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Video-Plattform Amazonas: RTL und ProSiebenSat.1 müssen auf OLG-Urteil warten

Abgelegt unter Allgemein

OLG verschiebt Verkündung

München, 19.06.2012 – Die Zukunft der Video-Plattform Amazonas bleibt weiter unklar. Eigentlich wollte das Oberlandesgericht Düsseldorf am Mittwoch (20. Juni) sein Urteil über das gemeinsame Projekt von RTL und ProSiebenSat.1 verkünden. Kurzfristig wurde die Urteilsverkündung nun aber auf den 8. August verschoben. Dies bestätigte das OLG gegenüber W&V. Gründe wurden nicht genannt, dem Vernehmen nach erfolgt die Verschiebung allerdings aufgrund der anstehenden Urlaubszeit und der hohen Arbeitsbelastung des Senats.

Unter dem Arbeitstitel Amazonas hatten die Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 geplant, gemeinsam ein Video-on-Demand-Portal aufzubauen. Auf dieser technischen Plattform wollten die Sender ihre Serien, Shows und anderen Formate verbreiten und vermarkten. Jeder Sender sollte dabei für seinen eigenen Bereich verantwortlich sein. Das Bundeskartellamt hatte das Vorhaben trotzdem untersagt, weil – so die Argumentation – die Plattform die marktbeherrschende Stellung der beiden Sendergruppen verstärken würde. RTL und ProSiebenSat.1 hatten dagegen geklagt, erst vor dem Düsseldorfer Landgericht, dann vor dem OLG. Das Oberlandesgericht hatte allerdings am 18. April in einer mündlichen Verhandlung darauf hingewiesen, dass es der Argumentation des Bundeskartellamtes im Prinzip folgt. Das endgültige Urteil steht aber noch aus. Es wird nun erst im August verkündet.


Quelle: Helmut van Rinsum, W&V

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