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Jun 12 2014

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BLM: Privatsender verlieren an Meinungsmacht

BLM: Privatsender verlieren an Meinungsmacht

München, 12.06.2014

Der Einfluss der großen privaten Fernsehsender auf die Meinungsbildung in Deutschland nimmt ab. In der zweiten Jahreshälfte 2013 erreichten die Medienangebote des RTL-Mutterkonzerns Bertelsmann zusammen nur mehr einen Anteil am Meinungsmarkt von 12,8 Prozent und verloren damit 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie aus dem aktuellen MedienVielfaltsMonitor der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für das zweite Halbjahr 2013 hervorgeht. Zudem fiel der Anteil der ProSiebenSat.1-Gruppe am deutschen Meinungsmarkt um 0,8 auf 7,9 Prozent. Beide Sendergruppen hatten Reichweitenverluste in ihrem Kerngeschäftsbereich, dem Fernsehen, zu beklagen.

Neben den Reichweiten der einzelnen Programme nahm aber vor allem auch die generelle Bedeutung des Mediums Fernsehen für die Meinungsbildung der Deutschen ab. Welche Relevanz die verschiedenen Mediengattungen Fernsehen, Radio, Internet, Tageszeitungen und Zeitschriften für die Meinungsbildung haben, lässt die BLM bislang alle zwei Jahre in einer repräsentativen Studie durch TNS Infratest empirisch ermitteln. Ergab sich dabei 2011 noch ein Meinungsbildungsgewicht der Gattung Fernsehen von 40,3 Prozent, so liegt dieses Gewicht seit 2013 bei nur mehr 36,9 Prozent. Im Gegenzug ist die Bedeutung aller anderen Mediengattungen für die Meinungsbildung gewachsen. Tageszeitungen verfügen demnach über ein Meinungsbildungsgewicht von 22,7 Prozent (+1,1 %), Radio 18,9 Prozent (+1,5 %), Internet 17,9 Prozent (+1,4 %) und Zeitschriften 3,6 Prozent (+0,4 %).

Trotz der Gewichtsverschiebungen bei den privaten TV-Konzernen zeigt sich, dass die fünf größten Mediengruppen weiterhin rund sechzig Prozent der Meinungsmacht in Deutschland auf sich vereinen. Allein die ARD verfügte im zweiten Halbjahr 2013 über einen Anteil am Meinungsmarkt von 22,4 Prozent, es folgten Bertelsmann mit 12,8, Springer mit 9,3 Prozent, ProSiebenSat.1 mit 7,9 sowie das ZDF mit einem Anteil am Meinungsmarkt von 7,3 Prozent.

Der Axel Springer Verlag erhöhte seinen Anteil am Meinungsmarkt um 0,8 Prozent. Allerdings ist dabei noch nicht der Verkauf einiger Zeitungs- und Zeitschriftentitel an die Funke Mediengruppe berücksichtigt, da die kartellrechtliche Genehmigung erst in 2014 erfolgte.

Weitere Informationen zum aktuellen MedienVielfaltsMonitor der BLM finden Sie im Internet unter: www.blm.de

Quelle: Johannes Kors, blm.de

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Okt 26 2012

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Web-TV-Monitor 2012: 1.424 Web-TV-Angebote in Deutschland – mobile Nutzung steigt

Web-TV-Monitor 2012: 1.424 Web-TV-Angebote in Deutschland – Web-TV-Markt gewinnt an Professionalität – mobile Nutzung steigt

München, 25.10.2012 – Laut BLM Web-TV-Monitor 2012 gibt es in Deutschland aktuell 1.424 Web-TV-Angebote, auf denen täglich insgesamt 194 Millionen Videos abgerufen werden. Die Anzahl der Videoabrufe hat damit gegenüber 2011 um rund 17 Prozent zugenommen. Gestiegen ist auch die mobile Nutzung: Jeder fünfte Videoabruf erfolgt heute über mobile Geräte.

Nachdem der Web-TV-Markt in den letzten Jahren vor allem quantitativ gewachsen ist, befindet er sich nun in einer Konsolidierungsphase und gewinnt zunehmend an Professionalität. Die Sender setzen dabei verstärkt auf selbst produzierte Inhalte: 78 Prozent der Videos eines Web-TV-Senders sind heute im Schnitt Eigenproduktionen.

Mit dem BLM Web-TV-Monitor 2012 liegt zum dritten Mal eine detaillierte Marktübersicht zu Angeboten, Verbreitung und Nutzung, Werbeformen, Reichweiten und Leistungswerten von Web-TV in Deutschland vor. Die Studie wurde im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien – BLM (www.blm.de) von der Strategieberatung Goldmedia (www.Goldmedia.com) erarbeitet. Die Analyse basiert auf einer Primärdatenerhebung mittels Befragung aller deutschen Web-TV-Anbieter. Zentrale Ergebnisse wurden im Rahmen der Medientage München am 25. Oktober 2012 vorgestellt.

Web-TV-Angebote: Anteil von Corporate TV und Submarken klassischer TV-Medien gestiegen

Die Anzahl der Web-TV-Anbieter hat sich gegenüber 2011 (n=1.418) praktisch nicht verändert (+0,4 Prozent). Video- und Onlineportale der klassischen Medien bilden mit 46 Prozent weiterhin die stärkste Gruppe. Rund ein Drittel aller Angebote (31 Prozent) sind ausschließlich für das Internet produziert – sogenannte Online Only Channels. Zum Web-TV-Markt gehören ferner Corporate-TV- und Videoshopping-Portale (11 Prozent), nichtkommerzielle Web-TV-Sender (5 Prozent), Mediatheken und Video-Center (zusammen 4 Prozent) sowie Video-Sharing-Plattformen (2 Prozent).

Während zwischen 2010 bis 2012 die Anzahl der Online Only-Sender und die Onlineangebote der Printmedien abgenommen haben, sind die Anbieterzahlen im Bereich Unternehmensfernsehen (Corporate TV) und der Submarken klassischer TV-Marken gewachsen.

Web-TV-Nutzung: Zuschauer-Rekorde bei Live Events im Sport

Deutlich erhöht hat sich die Zahl der Video-Abrufe. Die von Goldmedia im Web-TV-Monitor 2012 erfassten Angebote erzielen insgesamt rund 194 Millionen Abrufe täglich, das sind knapp sechs Milliarden Abrufe pro Monat. Bei Live Events im Sport wie bspw. die Olympischen Spiele oder die Fußball EM 2012 konnten mit Livestreaming und Catch-Up TV neue Zuschauer-Rekorde im Web verzeichnet werden.

Nach Einschätzungen der im Web-TV-Monitor befragten Anbieter wird es 2016 schon 451 Millionen tägliche Abrufe geben. Der Nutzungsanstieg erfolgt dabei plattformübergreifend, im Bereich Video on Demand (VoD) sehen die Experten ein stärkeres Wachs¬tum als im linearen Web-TV.

Auch die durchschnittliche Sehdauer ist gestiegen. Bei VoD hat sie von 9 Minuten (2011) auf aktuell 11 Minuten zugelegt, beim Livestreaming von 25 Minuten auf 28 Minuten. Gründe dafür sind immer häufiger angebotene lange Video-Inhalte und die höhere technische Stabilität und somit weniger Abbrüche bei der Übertragung.

Web-TV-Verbreitung: Mobiler Zugang wächst stark, über Smart-TV noch langsam

Jeder zweite Web-TV-Anbieter hat mittlerweile eine mobile App bzw. eine für mobile Endgeräte optimierte Website. Zwei Drittel der für den Web-TV-Monitor 2012 befragten Anbieter meint, dass Web-TV künftig vor allem mobil abgerufen wird. Aktuell werden nach Anbieterangaben bereits 18 Prozent der Videoabrufe über Tablets und Smartphones erzielt, 2011 waren es erst 11 Prozent. Bis 2016 erwarten die Anbieter eine deutliche Steigerung und einen Abrufanteil von rund 38 Prozent.

Auch Hybrid TV, also die Nutzung per Internet am heimischen Fernsehgerät, gewinnt für Web-TV an Bedeutung. Während 2011 die Anzahl der Gesamtabrufe aller Web-TV-Angebote über Smart bzw. Hybrid TV lediglich 2 Prozent ausmachten, lag der Anteil 2012 bei 5 Prozent. Die Anbieter selbst prognostizieren bis 2016 einen Anstieg auf 16 Prozent, was vor allem auf die zunehmende Geräteverbreitung zurückzuführen ist.

Im Zuge der wachsenden Verbreitung von internetfähigen TV-Geräten drängen immer mehr Web-TV-Anbieter mit einer eigenen Smart TV-App auf den Markt. Laut Web-TV-Monitor 2012 stellen bereits 23 Prozent der Anbieter eine Smart TV-App zur Verfügung.

Social TV: Drei von vier Web-TV-Anbietern haben eine Facebook-Seite

Noch stellt die jeweilige Sender-Website den wichtigsten Anlaufpunkt für die Video-Nutzer dar. Wurden 2011 durchschnittlich rund drei Viertel (72 Prozent) aller Videos eines Web-TV-Senders über diesen Weg angesehen, sind es 2012 nur noch 67 Prozent. Bis 2016 erwarten die Web-TV-Anbieter einen weiteren Rückgang auf 61 Prozent. Die sinkende Bedeutung der Sender-Websites geht einher mit der zu¬neh-menden Signifikanz sozialer Netzwerke, insbesondere YouTube und Facebook. Diese generierten 2012 zusammen rund 25 Prozent der Gesamtabrufe (Stand Anfang Oktober 2012). Bis 2016 erwarten die Anbieter einen Anstieg der Abrufe über soziale Netzwerke auf 29 Prozent.

Für die Web-TV-Anbieter selbst ist es daher wichtig, auf allen Plattformen präsent zu sein. Lediglich 15 Prozent sind bislang auf keinem der sozialen Netzwerke vertreten.

Wirtschaftliche Lage: Web-TV-Sender sehen höhere Vermarktungschancen

Der Kostendeckungsgrad der deutschen Web-TV-Sender liegt aktuell bei 71 Prozent (Angaben für 2011). Damit ist das Verhältnis von Gesamtumsatz und Gesamtkosten insgesamt noch deutlich negativ.

95 Prozent aller erfassten Web-TV-Angebote sind kostenlos nutzbar. Dabei finanzieren sich nur 61 Prozent der Web-TV-Angebote durch Werbung, 34 Prozent werden daher aus alternativen Quellen, zum Teil aus Marketingbudgets, finanziert. Im Schnitt tragen Video-Ads rund 37 Prozent des gesamten Werbeumsatzes bei.

Die Vermarktungschancen von Web-TV werden sich durch die zunehmende Professionalisierung der Inhalte weiter erhöhen. Das größte Wachstumspotenzial sehen die Anbieter jedoch bei den Erlösen über kostenpflichtige Dienste. Diese sollen bis 2016 jährlich um 66 Prozent steigen, die Werbeerlöse der Web-TV-Sender dagegen nur um 52 Prozent pro Jahr.

Untersuchungsmethodik Web-TV-Monitor 2012

Für die Erfassung von Web-TV-Angeboten im BLM Web-TV-Monitor 2012 hat Goldmedia einheitliche Kriterien definiert: Bei den Angeboten handelt es sich um jene Video-Dienste, die regelmäßig aktualisiert werden, über einen herkömmlichen Web-Browser abrufbar sind, sich an ein deutsches Zielpublikum wenden und ihre Inhalte überwiegend selbst produzieren oder lizenzieren. In einer Primärerhebung von Ende August bis Mitte Oktober 2012 wurden alle Web-TV-Anbieter in Deutschland per Fragebogen von Goldmedia kontaktiert.

Die Studie BLM Web-TV-Monitor 2012 hat Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) zum dritten Mal erarbeitet. Der Web-TV-Monitor 2012 ist eine umfassende Markt-studie zum deutschen Web-TV-Markt mit Informationen zu Verbreitung und Nutzung, Werbeformen und Werbeumsätzen, zu Reichweiten und Leistungswerten. Die Studie basiert auf einer umfangreichen Primärdatenerhebung mittels Befragung per Fragebogen aller Web-TV-Anbieter (n=1.424) von Ende August bis Mitte Oktober 2012. Die Studie enthält zudem eine Markt- und Potenzialanalyse sowie eine Kategorisierung der Web-TV-Sender nach Angebotsformen.

Die Studie kann kostenlos bezogen werden über:
http://www.webtvmonitor.de
http://www.blm.de
http://www.goldmedia.com

Diese Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.blm.de und www.webtvmonitor.de

Quelle: Dr. Wolfgang Flieger, blm.de

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Jul 10 2012

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Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2012: Reichweiten-Zuwächse für Lokalradio und Lokalfernsehen

ANTENNE BAYERN baut Spitzenposition aus

München, 10.07.2012 – Die bayerischen Lokalradio- und Lokal TV-Programme haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Reichweite gewonnen. Allein das lokale Fernsehen erreicht nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2012 an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) 858.000 Zuschauer ab 14 Jahren und damit 45.000 mehr als noch vor einem Jahr. Dies entspricht einer Tagesreichweite von 8,1 Prozent in allen bayerischen Haushalten und 14,6 Prozent in Kabelhaushalten.

Die bayerischen Lokalradios erreichen an einem durchschnittlichen Werktag 3,27 Millionen Personen ab 10 Jahren, was einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 153.000 Hörern und einer Tagesreichweite von 29,3 Prozent entspricht. Der bisherige Höchstwert von 2004, als täglich 3,3 Mio. Personen im Freistaat Lokalradio einschalteten, wurde somit nur denkbar knapp verfehlt. Die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radiostationen konnte erneut das landesweite Programm von ANTENNE BAYERN erzielen. 35,1 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag das Programm von ANTENNE BAYERN. Das sind knapp 4 Mio. Hörer pro Tag, über eine halbe Mio. mehr als noch vor einem Jahr.

Insgesamt hören 89,3 Prozent der Bevölkerung in Bayern ab 10 Jahren täglich Radio. Die durchschnittliche tägliche Hördauer beträgt 254 Minuten. Davon entfällt mit 46,3 Prozent der größte Anteil auf die Gesamtheit der privaten Hörfunkprogramme in Bayern, 45,3 Prozent auf die Programme des Bayerischen Rundfunks, die restlichen 8 Prozent auf außerbayerische Programme.

Für die Funkanalyse Bayern 2012 wurden im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen privaten Anbieter von TNS Infratest Media-Research insgesamt fast 37.000 Personen befragt.

Digitalisierung nimmt weiter zu – Digitalradio erreicht 7,7 Prozent der Bevölkerung

75,2 Prozent der Bevölkerung Bayerns verfügt inzwischen über mindestens eine digitale Empfangsmöglichkeit im Bereich des Fernsehens.

Differenziert nach dem Verbreitungsweg, empfangen 42,4 Prozent der Bevölkerung in Fernsehaushalten in Bayern ihr Fernsehprogramm über Breitbandkabel, 52,4 Prozent über Satellit, 3,3 Prozent ausschließlich über DVB-T und 2,0 Prozent über DSL. Von der Bevölkerung in Kabelhaushalten empfangen rund 46,2 Prozent ihre TV-Programme digital, bei den Satellitenhaushalten waren es zum Zeitpunkt der Befragung bereits 88,2 Prozent. Infolge der Einstellung der analogen Satellitenverbreitung Ende April 2012 ist der Satellitenempfang inzwischen ebenso wie der terrestrische zu 100 Prozent digital.

73,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gegenüber 70,7 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 92,2 Prozent (Vorjahr 90 Prozent).

35,5 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren haben zudem schon einmal Radio über das Internet gehört; 12,0 Prozent tun dies mindestens einmal die Woche. 7,7 Prozent der bayerischen Bevölkerung (817.000 Personen ab 10 Jahren) verfügt inzwischen über mindestens ein DAB-Empfangsgerät.

Erfolgreiche Lokalfunkprogramme

Die erfolgreichsten lokalen Radioprogramme in Bayern sind hitradio.rt1 in Augsburg mit 29,5 Prozent Tagesreichweite, Radio Plassenburg in Kulmbach mit 26,0 Prozent und Radio Gong Würzburg mit 25,2 Prozent. – Die am meisten gehörten Lokalprogramme in den beiden bayerischen Ballungsräumen, wo die Konkurrenz deutlich größer ist, sind ENERGY München mit einer Tagesreichweite von 14,3 Prozent und in Nürnberg Hit-Radio N1 mit einer Reichweite von 14,1 Prozent auf der Gesamtfrequenz. – Von den insgesamt 12 bayerischen Jugendradio-Stationen Radio Galaxy kommt das Galaxy-Programm in Hof mit einer Tagesreichweite von 17,5 Prozent auf den höchsten Wert. Im Durchschnitt erreichen alle Galaxy-Stationen an Werktagen in ihren Sendegebieten und ihrer Kernzielgruppe der 14- bis 29-Jährigen eine Reichweite von 32,4 Prozent.

Erfolgreiche lokale Fernsehangebote

Bezogen auf die Tagesreichweite ist Donau TV aus Deggendorf mit einer werktäglichen Reichweite von 28,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in seinem Verbreitungsgebiet der erfolgreichste lokale Fernsehsender in Bayern. Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen, die Montag bis Freitag zwischen 18:00 und 18:30 Uhr ausgestrahlt werden, ist Oberpfalz TV (Amberg/Weiden) mit einem Marktanteil von 35,7 Prozent. Im bayernweiten Durchschnitt liegt der Marktanteil der lokalen Fernsehprogramme zwischen 18:00 und 18:30 Uhr bei 17,2 Prozent und damit vor allen anderen Fernsehprogrammen.

Die höchsten Zuschauerzahlen aller lokalen TV-Programme erreichen münchen.tv/RTL München Live mit 203.000 Zuschauern täglich von Montag bis Freitag und Franken Fernsehen/RTL Franken Live TV aus Nürnberg mit 122.000 Zuschauern. – Das landesweite Fernsehprogramm “Sat.1 17.30 Live für Bayern”, das Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr im Programm von Sat.1 ausgestrahlt wird, kommt auf einen Marktanteil von 17,2 Prozent und ist damit in seiner Sendezeit ebenfalls das meistgesehene Fernsehprogramm in Bayern.

BLM-Präsident Schneider: Stärkung der Wettbewerbsposition des Privatfunks

Aus Sicht des Präsidenten der BLM, Siegfried Schneider, ist es erfreulich, dass die lokalen Hörfunk- und Fernsehangebote in Bayern ebenso wie Antenne Bayern deutliche Reichweitengewinne erzielen konnten. Besondere Bedeutung komme der Tatsache zu, dass sich die Privatradios gemessen an der Hördauer wieder vor den Hörfunkangeboten des BR positionieren konnten: Sie erreichten zusammengenommen einen Marktanteil von 46,3 Prozent (Vorjahr 41,7 Prozent), während der BR 4,6 Marktanteilspunkte abgeben musste und nunmehr auf 45,3 Prozent Marktanteil kommt. Im Wettbewerb mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk komme es insbesondere für die lokalen Radioanbieter auch in Zukunft darauf an, die von den Hörern wahrgenommene und honorierte Kompetenz der Lokalstationen in der lokalen und regionalen Berichterstattung sowie die zunehmende Zufriedenheit der Hörer mit dem Musikangebot zu erhalten und auszubauen.

Für das Lokalfernsehen zeige das Ergebnis der Reichweitenerhebung, dass dem Ausbau des technischen Empfangspotenzials auf allen Empfangsebenen weiterhin eine zentrale Bedeutung zukomme. Die Tatsache, dass der aus DVB-S-Verbreitung resultierende Anteil an der Tagesreichweite des lokalen Fernsehens seit 2011 bei rund 22 Prozent stagniert, belege die Notwendigkeit, diesen Distributionsweg auszubauen, um in den lokalen Verbreitungsgebieten eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit tagesaktuellen Fernsehnachrichten und Informationen aus dem jeweiligen Nahbereich sicherzustellen.

Diese Informationen, die ausführlichen Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2012 und die Funkplanungsdaten der einzelnen Sender finden Sie auch im Internet unter: www.blm.de

Quelle: Johannes Kors, blm.de

via Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2012: Reichweiten-Zuwächse für Lokalradio und Lokalfernsehen.

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