Sky pumpt Murdoch wieder an

Frisches Geld für neue Fantasie

Hauptaktionär Rupert Murdoch muss das vierte Mal seit seinem Einstieg 2008 frisches Geld in Sky Deutschland schießen. Es werde gebraucht, um die “positive Geschäftsentwicklung zu unterstützen”, heißt es. Erfreulich: Der chronisch defizitäre Bezahlsender verzeichnet steigende Abonnentenzahlen.

Der chronisch defizitäre Bezahlsender Sky Deutschland braucht von seinem Großaktionär Rupert Murdoch noch mehr Geld. Die im Sommer vereinbarte 340 Mio. Euro schwere Geldspritze von Murdochs Medienkonzern News Corporation werde auf 400 Mio. Euro aufgestockt, teilte Sky mit.

Das Geld werde gebraucht, um die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale zu unterstützen. Murdoch musste seit seinem Einstieg 2008 bereits vier Mal frisches Geld in das MDax-Unternehmen pumpen.

Im vierten Quartal 2010 – dem üblicherweise stärksten – gewann Sky 131.000 neue Abonnenten – deutlich mehr als die 39.000 des Vorjahreszeitraums. Insgesamt zählte das ehemals als Premiere bekannte Unternehmen damit Ende des Jahres 2,653 Millionen zahlende Kunden.

Trendwende?

Um in die schwarzen Zahlen zu kommen, braucht Sky Deutschland eigenen Angaben zufolge um die drei Millionen Kunden. “Nach der guten Entwicklung im dritten Quartal haben wir uns in allen wesentlichen Kennzahlen im vierten Quartal weiter deutlich verbessert”, sagte Sullivan. Besonders erfreulich aus Sicht des Konzerns ist der kräftige Zuwachs bei den HD-Kunden, die sinkende Kündigungsrate und der deutlich wachsende Umsatz pro Kunde, der im vierten Quartal 2010 auf etwa 30 Euro gestiegen sein soll.

“Auch wenn wir noch einen langen Weg vor uns haben, sehen wir uns durch die Entwicklung der Kennzahlen und Kundenzufriedenheit bestätigt”, sagte Sullivan.

Quelle: n.tv 12.01.2011