Archiv für das Tag 'bellut'

Mai 09 2013

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Intendant Bellut: ZDFneo und ZDFinfo sind ein Faktor im Markt

Leipzig, 08.05.2013 – ZDF weist ARD-Vorschläge zur Zukunft der Digitalkanäle beim Medientreffpunkt in Leipzig erneut zurück
(MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN)

Anmoderation:

ZDFinfo, Tagesschau 24, Eins Plus und ZDFkultur – die Digitalkanäle von ARD und ZDF bieten uns zusätzlich zu den Hauptprogrammen eine große Vielfalt an Themen und Informationsmöglichkeiten. Sie dienen außerdem als ideale Plattform zur Erprobung innovativer Formate und als Sprungbrett für junge Moderatoren. Aber trotzdem drängen die Bundesländer auf eine Reform der öffentlich-rechtlichen Spartenprogramme. Wie also sieht die Zukunft der Digitalkanäle von ARD und ZDF aus? Beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig wurden genau diese Fragen heute (08.05.2013) bei einer prominent besetzten Podiumsdiskussion erörtert. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor wiederholte dabei den Vorschlag des “Ersten”, mittelfristig aus den sechs Digitalkanälen von ARD und ZDF drei gemeinsame zu machen – sein Kollege vom “Zweiten”, Intendant Dr. Thomas Bellut, wies diese Pläne erneut zurück. Das ZDF habe seine Bereitschaft zu sparen durch den angebotenen Verzicht auf ZDFkultur bewiesen. Verschmelzungsmodelle werden aus seiner Sicht nicht funktionieren…

O-Ton Dr. Thomas Bellut

Vor dem Hintergrund, dass wir ja in der Tat sparen müssen – Beitragsstabilität -, dass wir Personal abbauen mussten, wird man es mir nicht übel nachsehen können, dass ich dann darauf achte bei allem, was neu kommt, genau zu fragen, unter welchen Bedingungen. Denn der Vorschlag der ARD beinhaltet ja im Grunde, Kanäle zu verschmelzen, die gar nicht zu verschmelzen sind – neo ist in der Plattform ZDF integriert. Das heißt, die, die Show machen im ZDF, bedienen auch neo. Die, die Dokus machen im ZDF, bedienen auch den Infokanal, so dass da ein Fusionsmodell gar keinen Sinn machen würde. Und ich vertraue auch der Medienpolitik, dass sie dann sagt, die sind bereit, sich zurück zu nehmen. Dafür kann man sie dann nicht strafen, dass sie in ihrem Entwicklungspotential, info und neo sind ja unsere Potentiale für die Zukunft, dann reduziert werden. Wir brauchen diese Plattformen. (0:49)

Lutz Marmor zeigte für die Argumente des ZDF-Intendanten zwar Verständnis, plädierte in Leipzig aber dennoch für eine künftige Kooperation der beiden öffentlich-rechtlichen Sender was die Digitalkanäle betrifft. Ein Beispiel dafür könnte, so der ARD-Vorsitzende, ein gemeinsam betriebener neuer Jugendkanal sein:

O-Ton Lutz Marmor

Wir sind mehr denn je verpflichtet zu Gemeinsamkeit. Es war ja auch ein Angebot zur mehr Gemeinsamkeit enthalten. In dem Vorschlag ist auch eine Kann- und Könnte-Formulierung enthalten. Wenn man anschaut, was wir insgesamt anbieten, dann brauchen wir ein anspruchsvolles Angebot für Jüngere. Das ist etwas was fehlt, und wenn wir so viele Kanäle haben, dann war die Idee: lasst uns bestimmte Effekte nehmen, um dieses Angebot zu realisieren. (0:27)

Das ZDF steht dem Thema Jugendkanal zwar offen gegenüber. Der Intendant des “Zweiten” verknüpft damit aber auch ganz bestimmte Bedingungen…

O-Ton Dr. Thomas Bellut

Gegen einen Jugendkanal ist eigentlich gar nichts zu sagen. Es ist eine interessante Herausforderung, nur brauchen wir dafür eine Beauftragung durch die Bundesländer, es muss eine Anhörung stattfinden und das dauert eine gewisse Zeit. Wir brauchen ein richtiges Konzept und das ZDF ist offen für diese Diskussion. Aber eben nicht für den Preis, dass da irgendwelche Scheinfusionen dann für Scheineinsparungen hergezogen werden, sondern dann sollten wir offen mit der ARD und den Bundesländern darüber sprechen. (0:27)

Diskussionsbereitschaft also ja, aber nicht um jeden Preis. Verständlich, immerhin haben sich ZDFneo und ZDFinfo mit 0,9 und 0,6 Prozent mehr Marktanteile als die vergleichbaren Digitalableger der ARD. Die Digitalstrategie des “Zweiten” setze also weiterhin neben dem ZDF-Hauptprogramm auf die Mediathek und die beiden Digitalkanäle neo und info, so Dr. Thomas Bellut.

O-Ton Dr. Thomas Bellut

Wenn die digitalen Angebote, die wir behalten wollen, mittlerweile ein Prozent bei den jüngeren erreicht haben – nach relativ kurzer Zeit – und sich sehr abgrenzen von anderen Angeboten, werden sie doch verstehen, dass ich die gerne weiterhaben möchte und zwar im Sinne des Programms. Was sie uns vorwerfen können: Wir reden die ganze Zeit über Budgets und anderes. Es geht ja letztendlich auch darum, Kreativität zu ermöglichen, damit Programme besser werden. Und das ZDF-Programm wird besser – durch diese beiden Angebote. Es wird besser und ich werde dafür kämpfen, dass das dabei bleibt. Wir sind bereit zu sparen. Wir haben einen Kanal angeboten. Über Neues reden wir in Ruhe, nach dem nötigen Verfahren, aber “neo” und “info” mit einem Prozent bei den unter Fünfzig-jährigen ist ein Faktor im Markt und darauf bin ich sehr stolz und das würde ich gerne weitermachen. (0:45)

Abmoderation:

Aus sechs mach drei? Das ZDF hält die aktuellen Vorschlägen der ARD die sechs Digitalkanäle der beiden Sender auf drei gemeinsame Programme zu fusionieren nicht für zukunftweisend.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung.

Quelle: ZDF-Pressestelle

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Mrz 08 2013

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ZDF baut Transparenz im Onlineangebot aus / Mehr Offenheit und Informationen über das ZDF

Mainz, 08.03.2013 – Im Onlineangebot des ZDF finden Interessierte unter www.unternehmen.zdf.de von heute an deutlich mehr Informationen über den Sender, seine Organisation, Finanzen und vieles mehr. Das ZDF gibt in dem erweiterten Informationsangebot nicht nur Einblick in die staatsvertraglichen Grundlagen und Satzungen des Senders. Auch über Compliance-Regeln, Gehälter der Geschäftsleitung, Finanzpläne und Leitlinien der Programmarbeit können sich die Beitragszahler schnell informieren.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: “Wir stellen uns dem Wunsch nach mehr Offenheit und Informationen über das ZDF. Deshalb weiten wir das Informationsangebot im Netz deutlich aus. Wer sich für das ZDF, seine Finanzierung, rechtliche Rahmenbedingungen oder die Arbeit der Gremien interessiert, findet dort ein breites Angebot, das in den kommenden Monaten weiter ausgebaut wird.” Bellut ergänzte, dass die Transparenz allerdings dort an Grenzen stoße, wo datenschutzrechtliche, persönlichkeitsrechtliche oder aus anderen Gründen vertrauliche Aspekte berührt würden. Bellut: “Wir kommunizieren dort nicht, was ein bestimmter Moderator oder eine Moderatorin verdient. Darüber wachen aber stellvertretend für die Beitragszahler die Aufsichtsgremien des ZDF.”

Die Struktur und Arbeit der Aufsichtsgremien kann leicht nachvollzogen werden. Unter www.fernsehrat.zdf.de sind künftig Sitzungstermine samt Tagesordnungen, Beschwerdeberichte, Beschlüsse sowie Selbstverpflichtungserklärungen und Bilanzen einsehbar. Künftig werden auch alle Informationen aus dem ZDF-Jahrbuch online angeboten. Das Periodikum erscheint in diesem Jahr zum letzten Mal in gedruckter Form.

Quelle: ZDF-Pressestelle

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Mrz 08 2013

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Perspektive der ZDF-Programmfamilie / Intendant Bellut: Jugendkanal nur bei klaren Rahmenbedingungen

Mainz, 08.03.2013 – “Für den nachhaltigen Erfolg der ZDF-Programmfamilie sind neben dem Hauptprogramm die Mediathek sowie die Digitalkanäle ZDFneo und ZDFinfo unabdingbar”, sagte Intendant Dr. Thomas Bellut vor dem ZDF-Fernsehrat in Mainz. Bellut: “Die Zeiten der programmlichen Expansion sind aber vorbei. Nach dem Verzicht auf eine Beitragserhöhung und den erheblichen Einsparauflagen der KEF habe ich dem Fernsehrat und den Bundesländern vorgeschlagen, den Digitalkanal ZDFkultur einzustellen.” Aufgrund der angespannten Finanzlage müsse innerhalb der Programmfamilie stärker priorisiert und die Effektivität gesteigert werden, nur so könne genügend Spielraum für notwendige Weiterentwicklungen geschaffen werden, damit das ZDF in der digitalen Welt zukunftsfähig bleibe.

Einem möglichen gemeinsamen Jugendkanal mit der ARD stehe er grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber, betonte Bellut. Das ZDF könne sich jedoch nur dann an einem solchen Projekt beteiligen, wenn folgende Rahmenbedingungen durch den Rundfunkgesetzgeber geschaffen oder fest zugesagt seien: eine klare Beauftragung durch die Bundesländer, eine ausreichende Finanzausstattung, zusätzliches Personal und eine Öffnung des Telemedienangebots unter anderem mit dem Wegfall der 7-Tage-Regelung und der Möglichkeit, auch Kaufserien und Spielfilme in der Mediathek zeigen zu können.

Bellut machte deutlich, dass ein Jugendkanal nach Ansicht des ZDF dazu beitragen könnte, die Lücke zwischen KiKA und ZDFneo zu schließen. Allerdings sei es notwendig, die Chancen und Risiken von vornherein klar zu benennen. Gerade die angestrebte Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen sehe grundsätzlich eher wenig fern und sei zudem sehr inhomogen und fragmentiert. Man bewege sich deshalb zwangsläufig in einer Qualitätsnische mit einem eher überschaubaren quantitativen Erfolg. Der ZDF-Intendant geht davon aus, dass mindestens 50 bis 60 Millionen Euro zur Finanzierung notwendig seien. “Will man mit dem Angebot einen messbaren und nachhaltigen Erfolg erreichen, werden nach unseren Schätzungen noch deutlich mehr Mittel erforderlich”, sagte der Intendant.

Von grundlegender Bedeutung sei auch der Zeitplan für das Vorhaben. Für das Projekt müsse die Zustimmung der Gremien eingeholt werden, eine Beauftragung der Länder vorliegen sowie die Personal- und Finanzausstattung von der KEF genehmigt werden, erklärte Bellut. Sinnvoll und realistisch sei vor diesem Hintergrund ein Start des Programms nicht vor Jahresbeginn 2017.

Zum Stand und zur Zukunft der Digitalkanäle sagte der Intendant, es sei mit ihrer Hilfe gelungen, junge Menschen auf das ZDF aufmerksam zu machen und zurückzuholen. “Die Digitalkanäle haben deutlich zur Verjüngung der Marke ZDF beigetragen”, sagte Bellut. 2012 schalteten pro Tag durchschnittlich 3,8 Millionen Zuschauer die Digitalkanäle ein, im aufgelaufenen Jahr sind es bereits 5,0 Millionen.

Quelle: ZDF-Pressestelle

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Mrz 08 2013

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ZDF verschärft Regeln für Gewinnspiele / Intendant Bellut: Es geht um größtmögliche Klarheit

Mainz, 08.03.2013 – Das ZDF verschärft seine Regeln für Gewinnspiele. So wird die Vermarktung eines Sendetitels durch einen Moderator künftig ausgeschlossen. Es geht um größtmögliche Klarheit, erklärte Intendant Dr. Thomas Bellut am Freitag (08.03.2013) vor dem ZDF-Fernsehrat in Mainz.

Zu dem Maßnahmenkatalog zählt auch, dass das ZDF bei der Akquise von Gewinnspielen keine Beauftragten mehr einschalten wird. Dadurch ist eine durchgängige Kontrolle durch das ZDF gewährleistet. Die Möglichkeit, ein Gewinnspiel durch die Bereitstellung eines Preises zu unterstützen, wird nicht gemeinsam mit Sponsoring oder Werbung angeboten, damit der Anschein ausgeräumt wird, es könne sich dabei um ein verdecktes Entgelt handeln. Insgesamt soll die werbliche Wirkung einer Preispräsentation weiter reduziert werden. Vom Sommer 2013 an werden bei “Wetten, dass..?” keine Kraftfahrzeuge als Preise mehr ausgelobt.

“Das ZDF wird von programmprägenden Moderatoren außerdem jährlich eine Erklärung über die Einhaltung der Regelungen zu Werbung, Sponsoring, Gewinnspielen und Produktionshilfen einholen”, erklärte Bellut weiter. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” zu Jahresbeginn betonte der Intendant, dass bei der Prüfung der Vorwürfe keine Verstöße gegen für das ZDF geltende Rechtsvorschriften festgestellt wurden.

Quelle: ZDF Pressestelle

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