Archiv für das Tag 'anonymous'

Jul 11 2012

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Anonymous will Online-Kinderpornografie auslöschen

Einschlägige Portale werden attackiert – Userdaten im Netz einsehbar

Wien (pte016/11.07.2012/11:56) – Anonymous hat mit der Operation PedoChat angekündigt erneut Internetportale, die von Pädophilen genutzt werden, ins Visier zu nehmen, wie zdnet.com berichtet. Rund 100 Webseiten sollen attackiert werden, einige sind bereits nicht mehr zu erreichen. Die User solcher illegalen Angebote werden ebenfalls angegriffen und ihre Identitäten im Netz veröffentlicht. Hunderte Datensätze und E-Mails von Besuchern und Administratoren der Seiten sind bereits im Netz aufgetaucht.

Anonymous hatte schon im Oktober 2011 zum Schlag gegen Kinderpornografie im Netz ausgeholt, diesmal soll die Attacke aber gezielter und länger sein. Am Ende soll die komplette Auslöschung von Foren, die von Pädophilen zum Chatten und Tauschen illegaler Inhalte verwendet werden, stehen, auch wenn allen klar ist, dass dieses Ziel wohl nie erreicht wird. Der Aufruf zur digitalen Selbstjustiz kommt allerdings nicht überall gut an.

Offizielle Maßnahmen

“Die ISPA spricht sich gegen derlei anonyme Einzelaktionen aus. Zur Verfolgung von Kinderpornografie im Internet gibt es ein internationales Netzwerk an gezielt agierenden Initiativen. Diese Initiativen agieren auf rechtsstaatlicher Basis und kooperieren eng mit staatlichen Stellen. In Österreich ist dies die anonyme Meldestelle Stopline. Die Stopline ist auch in das internationale Netzwerk INHOPE.org eingebunden, das weltweit Kinderpornografie im Netz verfolgt”, schreibt ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert.

Auch auf staatlicher Ebene gibt es entsprechende Initiativen: “Dass auch auf politischer Ebene fortlaufend die Bemühungen gegen Kinderpornografie im Netz intensiviert werden, verdeutlicht unter anderem eine Initiative der EU, die gemeinsam mit den USA eine ‘Global Alliance to fight child sexual abuse online’ forcieren”, so Schubert.

Internationale Ziele

Der Aufruf zur Operation PedoChat ist via Pastebin.com in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Gälisch und Griechisch erfolgt. Bisher wurden 85 Domains mit teilweise mehreren Webseiten angegriffen, die Zahl der Ziele steigt aber ständig an. Einige Seiten sind nach wie vor nicht erreichbar, andere haben es bereits geschafft, wieder online zu gehen. Die Webseiten selber sind allerdings gar nicht das Hauptziel von Anonymous. Vor allem die Identitäten der internationalen Hintermänner und Besucher der Portale sollen in Erfahrung gebracht werden.

2011 haben Hacker, die dem Anonymous-Aufruf im Zuge der Operation Darknet gefolgt sind, über 40 einschlägige Internetseiten angegriffen und mehr als 1.500 Nutzer entlarvt. Auch andere Aktionen gegen Padophile hat Anonymous schon unternommen. Die aktuelle Aktion soll weitaus mehr Schaden anrichten. “Zuletzt gab es einen Anstieg von Pädophilen-Chatseiten im Netz. Das ist nicht tolerierbar. Wir, Anonymous, planen diese Plage zu vermindern oder gar ganz auszulöschen, zum Wohle der Menschheit. Wir werden solche Foren systematisch zerstören”, heißt es in der Ankündigung bei Pastebin.

Den Aufruf in Videoform gibt es hier:

http://www.youtube.com/watch?v=UBLmiX7vJT0&feature=player_embedded

Quelle: pressetext.com

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Jan 02 2012

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Nazi-Leaks: Anonymous startet Enthüllungsportal

Liste von angeblichen NPD-Spendern auf Enthüllungsportal veröffentlicht

Hacker aus dem Umfeld der Anonymous-Gruppe haben ein gegen Neonazis gerichtetes Enthüllungsportal gestartet. Auf der Website nazi-leaks.net ist unter anderem eine Liste mit angeblichen NPD-Spendern veröffentlicht worden. Das Portal ist nach Angaben der anonymen Betreiber Teil der „Operation Blitzkrieg“, mit der Anonymous seit mehreren Monaten dazu aufruft, die Web-Auftritte rechter Organisationen anzugreifen. Die Deutsche Presse-Agentur konnte die Echtheit der veröffentlichten Informationen nicht überprüfen, die NPD war am Montag (02.01.2012) zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Daten dürften von einem Hack stammen, der am Rande des 28. Chaos Communication Congress (28C3) in Berlin stattfand. Dabei wurde neben der rechten Szene auch die katholische Kirche (unter anderem kreuz.net) ins Visier genommen.

Umfangreiche Informationen
Bei nazi-leaks.net handelt es sich um ein technisch einfaches Blog, bei dem Nutzer per E-Mail Informationen einreichen können. Auf der Seite standen am Montag unter anderem Listen mit Kunden rechter Versandhäuser, Autoren der Zeitschrift „Junge Freiheit“ sowie interne E-Mails der NPD, aus denen bereits im Februar mehrere deutsche Medien berichtet hatten. Die Domain wurde am 18. Dezember 2011 registriert.

Anonymous ist ein lose organisierter Zusammenschluss von Hackern ohne klar umrissene Führung. Die Aktivisten schließen sich zumeist ad hoc zu einzelnen „Operationen“ zusammen.

Quelle: futurezone

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Nov 07 2011

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Mexiko: Von Drogenkartell entführtes Anonymous-Mitglied ist frei

Das Drogenkartell Los Zetas hat nach Hacker-Drohungen einen Gefangenen freigelassen. Allerdings wird mit Morden gedroht, sollten die Hacker Daten veröffentlichen. Anonymous IberoAmerica hat nun die geplanten Angriffe und Veröffentlichungen abgesagt.

Nach Drohungen der Hackergruppe Anonymous hat das berüchtigte mexikanische Drogenkartell Los Zetas laut einem Fernsehbericht ein zuvor entführtes Anonymous-Mitglied freigelassen. Die Hacker hätten eine Frist zur Freilassung des Mexikaners bis zum 5. November gesetzt, andernfalls wollten sie Details über die kriminellen Machenschaften der Drogenbande veröffentlichen, berichtete der mexikanische Sender Televisa am Freitag.

Ein Anonymous-Mitglied verkündete die Freilassung über den Kurznachrichtendienst Twitter. Es gab aber auch eine Drohung des Kartels weiter: Für jeden veröffentlichten Namen werde das Kartel zehn Leute umbringen. Anonymous IberoAmercia hat als Reaktion auf die Freilassung und die damit verbundene Drohung die Operation “OpCartel” abgesagt. Geplant war, Mitglieder des Kartels zu exponieren und ihre Identitäten zu verraten.

Gefährliches Spiel mit brutalem Kartel
Die US-Sicherheitsberatungsfirma Stratfor hatte Anfang Oktober ein Video veröffentlicht, in dem ein maskiertes mutmaßliches Anonymous-Mitglied mit der Veröffentlichung der Machenschaften der Zetas droht, wenn sein Kollege nicht freigelassen werde.
Die Zetas gehören zu den mächtigsten und brutalsten Drogenkartellen in Mexiko. Seit die Regierung den Drogenbanden im Jahr 2006 den Kampf angesagt hatte, kamen im mexikanischen Drogenkrieg schätzungsweise mehr als 45.000 Menschen ums Leben.


Quelle: futurezone.at

via Anonymous legt sich in Mexiko mit Drogenkartell an.

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Okt 30 2011

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Anonymous legt sich in Mexiko mit Drogenkartell an

Anonymous legt sich in Mexiko mit Drogenkartell an

In einem Video fordert Anonymous die Freilassung eines ihrer Mitglieder, das in der mexikanischen Region Veracruz vom Drogenkartell Zetas entführt wurde. Die Drohung, ansonsten Namen zu veröffentlichen, könnte für alle Beteiligten lebensgefährlich sein.

Mit einem neuen YouTube-Video wird das berüchtigte mexikanische Drogenkartell “Zetas” im Namen der Hackertruppe Anonymous angegriffen. Ein Mann hinter der bekannten Guy-Fawkes-Maske fordert mit Computerstimme die Freilassung eines Anonymous-Mitglieds, das entführt worden ist. Das Mitglied hatte laut den Aussagen im Video mit der Operation Paperstorm, bei der öffentliche Plätze mit schriftlichen Botschaften dekoriert werden, zu tun. In teilweise sehr roher Sprache werden Mitglieder der Zetas und ihre Helfer angeprangert, einen Mann in der Region Veracruz entführt zu haben, “der hart arbeiten muss, um seine Familie zu ernähren”.

Veröffentlichung von Namen angedroht
“Wir haben genug von Journalisten und Zeitungen, die das Militär immer mit Scheiße bewerfen”, wird in dem Video weiters gewettert. Auch Taxifahrer und Polizisten, die zu bereitwilligen Dienern der Zetas geworden sind, kommen in die Mangel. Als örtliche Eingrenzung werden die Städte Xalapa, Cordoba, Orizaba und Ciudad Mendoza, allesamt ca. 200 Kilometer östlich von Mexico City, genannt. Wird das Anonymous-Mitglied nicht freigelassen, drohen die Hacker mit der Veröffentlichung von Namen und Adressen, die mit den Zetas zusammenarbeiten. Sollte dem Mann irgendetwas zustoßen, könnten die Verantwortlichen auf den kommenden 5. November gespannt sein.

Der 5. November ist der Tag des Gunpowder Plot, an dem der britische Revolutionär Guy Fawkes im Jahr 1605 König James I. durch die Sprengung der Houses of Parliament umbringen wollte. Der 5. November ist auch der Tag der Abrechnung im Film “V for Vendetta”, von dem Ausschnitte im Anonymous-Video gezeigt werden.

“Mit Sicherheit mehr Tod”
Ob Anonymous mit ihrer Drohung erfolgreich sein werden, ist äußerst fraglich. Die Zetas sind für ihre hemmungslose Gewaltanwendung bekannt. Die Videobotschaft könnte demnach sowohl Anonymous-Mitglieder als auch andere Personen schwer gefährden. In einem Kommentar gegenüber der Webseite chron.com geht Sicherheitsexperte Fred Burton davon aus, dass das Video “mit ziemlicher Sicherheit” zu mehr Morden führen wird. Sollten tatsächlich Namen von Drogenkartell-Angehörigen oder Helfern veröffentlicht werden, stünden die genannten Personen unmittelbar als Zielscheibe für konkurrierende Drogen-Kartelle zur Verfügung. Aus Rache könnten sich die Zetas wiederum an Blogger und bekannte Web-Aktivisten richten.

 

via Anonymous legt sich in Mexiko mit Drogenkartell an.

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Okt 14 2011

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Domscheit-Berg: “WikiLeaks hat nichts verändert”

Abgelegt unter Allgemein

Interview: „WikiLeaks hat nichts verändert“

Daniel Domscheit-Berg, der ehemalige Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, spricht im futurezone-Interview über sein neues Projekt OpenLeaks, den Hype um Julian Assange und die Hacker von AnonAustria.


Ex-WikiLeaks-Aktivist und Sprecher: Daniel Domscheit-Berg alias “Daniel Schmitt”

Mitten im Trubel rund um WikiLeaks, zwischen der Veröffentlichung des Irak-Videos im April und dem Leak von 250.000 US-Depeschen im November 2010, hat der Deutsche Daniel Domscheit-Berg die Enthüllungs-Plattform verlassen – im Streit. Er und WikiLeaks-Gründer Julian Assange (derzeit im Hausarrest in England) waren sich über Mittel und Ziele von WikiLeaks nicht mehr eins.
Mit seinem neuen Projekt Openleaks.org will es Domscheit-Berg besser machen. Im Rahmen des Weltkongress der Zeitungen, der derzeit in Wien stattfindet, will er Online-Medien davon überzeugen, digitale Postfächer in ihre Webseiten zu integrieren. Über diese sollen Informanten geschützt und anonym brisantes Material an Zeitungen, Organisationen und Initiativen einreichen werden können.

Auf der World Newspaper Week versuchen Sie zu erörtern, welche Lehren Zeitungen aus WikiLeaks ziehen können. Welche sind das?
Ich glaube, dass WikiLeaks in der Zeitungswelt einen neuen Maßstab gesetzt hat. Es gibt jetzt eine technische Möglichkeit, mit der Quellen anonym Informationen an Journalisten weitergeben können. Das erweitert das Spektrum der Kanäle, über die Informationen an Journalisten gelangen können, und im digitalen Zeitalter ist es logisch, dass man diesen Kanal aufdreht. Bei OpenLeaks bekommen wir viele Anfragen, und ich glaube, dass jedes Medium, das investigativ arbeitet, sich so aufstellen wird.

Der KURIER hat etwa AustroLeaks ins Leben gerufen.
Ja, aber wenn man sich die Webseiten von Zeitungen ansieht, sind dort viele andere Dienste wie Google Analytics, Werbe-Systeme, Twitter oder Facebook integriert. Das hat natürlich Implikationen auf Menschen, die über die selbe Webseite anonym Daten einreichen wollen. Das kommt sich in die Quere, weil man als Leser einer Online-Zeitung im Gegensatz zur gedruckten Ausgabe heute überhaupt keine Privatsphäre mehr hat. Im Web weiß nicht nur die Zeitung, welche Artikel ich lese, sondern auch Facebook, Twitter oder Google. Wenn es um Anonymität für Menschen geht, die mit der Zeitung interagieren wollen, ist das natürlich ein Problem.

Was kann OpenLeaks zum Schutz der Privatsphäre der Leser und Quellen beitragen?
Es gibt etwa Sandboxing-Lösungen, mit denen verschiedene ausgeführte Javascripts auf einer Webseite separiert werden können, außerdem gibt es verschiedene andere Workarounds. Da ist aber noch viel Forschung und Detailarbeit notwendig, weil das Technologie ist, die gerade erst entsteht.

Für Online-Zeitungen ist der Like-Button aber sehr verlockend. Laut Facebook-Managern lassen sich damit die Zugriffe von Facebook-Nutzern im Schnitt um 300 Prozent steigern.
Ich würde nicht sagen, dass man alles rausschmeißen muss, aber man sollte sich grundsätzliche Gedanken machen, ob man das alles wirklich braucht und welche Auswirkungen diese Plugins auf die privaten Informationen der Leser haben. Diese Auseinandersetzung findet aber nicht statt, höchsten in den technischen Abteilungen gibt es ein Problembewusstsein. Man muss sich fragen, ob es das dem eigenen Geschäftsmodell entspricht oder dem von Facebook.

Zurück zu OpenLeaks: Wer steckt dahinter?
Wir sind derzeit sechs Leute, die selbst das Projekt finanzieren, und wir werden in Deutschland vorraussichtlich eine gemeinnützige GmbH gründen. Dass nur ich und zwei andere Mitarbeiter, Jan Michael Ihl und Herbert Snorasson aus Island, in der Öffentlichkeit stehen, hat mit dem ganzen Medien-Chaos rund um WikiLeaks zu tun. Die anderen wollen nicht ständig von Medien wegen Interviews belästigt werden.

Ich frage deshalb, weil Sie mir in einem Interview vor mehr als einem Jahr Wikileaks als Bürger-Dienst beschrieben haben, für den 1000 Personen, darunter Anwälte, Menschenrechtler, Journalisten, Techniker und Experten für Handschriften, aber auch „Menschen, die einfach gerne unangenehme Fragen stellen“ aktiv sind und Daten prüfen. Nach der Lektüre Ihres Buches “Inside WikiLeaks” musste ich zum dem Schluss kommen, dass nur fünf Personen tatsächlich mit der Prüfung der Daten betraut waren. Haben Sie da nicht ein Vertrauensproblem?
Ja, natürlich. So ist das, wenn man einmal entscheidet, ehrlich zu sein, und das versuchen wir mit dem OpenLeaks-Projekt. Ich bereue sehr, dass ich für WikiLeaks die Wahrheit gebogen haben. Ich habe damals gesagt, dass wir auf ein Netzwerk von 1000 Personen zurückgreifen können, nur haben wir das nie getan. Das haben wir nie dazu gesagt. Wenn die Welt ein Vertrauensproblem mit mir hat, muss ich daran arbeiten, dass wieder abzuschaffen.

Was macht OpenLeaks anders als WikiLeaks?
Wir stellen nur die technische Infrastruktur bereit, die es einer Quelle erlaubt, anonym Material einreichen zu können. Alles, was die inhaltliche Arbeit, die Auswertung, die Verifizierung und die Veröffentlichung betrifft, überlassen wir unseren Medienpartnern und greifen so auf deren jahrzehntelange Expertise zurück, was das Publizieren betrifft.

Das Besondere an Wikileaks war aber, dass die Daten nicht nur entgegen genommen, sondern auch gesäubert, verifiziert, aufbereitet und publiziert wurden. Das geht bei OpenLeaks verloren.

Das Verarbeiten der Informationen ist ein ungeheurer Aufwand, allein, was fremdsprachiges Material angeht. Oft kommen Daten aus Organisationen, Regierungen, die man gar nicht kennt, die man selbst nicht beurteilen kann. Wenn man die Kontrolle über den ganzen Prozess hat, hat man extrem viel Macht. Das ist bei WikiLeaks negativ aufgefallen, weil niemand diese Macht kontrollieren konnte. Aus meiner Sicht ist es verantwortungsvoller, diese Macht auf viele Schultern zu verteilen, sich Experten ins Boot holt, und so sicherzustellen, das nichts schief gehen kann.

Punkto Experten: Investigative Hightech-Journalisten sind eher die Ausnahme. Wie geben Sie ihr Fachwissen, etwa was die Säuberung von Dokumenten angeht, an Medienpartner weiter?

Unser Projekt ist keine Dienstleistung, von der am Ende alle abhängig sind, sondern so gedacht, dass alle Beteiligten etwas lernen, etwa in Schulungen oder einer offenen Wissens-Datenbank, die wir gerade aufbauen. Jede Zeitung sollte einmal so etwas haben und selbstständig betreiben können.

Stellt OpenLeaks auch Software bereit?
Wir haben einen Mechanismus eingebaut, der alle eingereichten Dokumente von den Metadaten befreit. Wenn Sie heute eine Word-Dtatei erstellen, wird der Urheber, der Zeitpunkt und auch der Ort mitgespeichert. Bei Fotos werden in den EXIF-Dateien Zeit, Typ der Kamera und oft GPS-Koordinaten eingeschrieben. Die Medienpartner bekommen von uns ein standardisiertes, gesäubertes Dokument. Außerdem gibt es Tools für Partner, mit denen etwa Schwärzungen richtig gemacht werden können. Bei WikiLeaks haben wir oft Dokumente bekommen, bei denen falsch gemachte Schwärzungen auf digitalen Dokumenten sehr leicht wieder rückgängig gemacht werden konnten. Da können viele Fehler passieren, wenn man nicht weiß, wie man es macht.

WikiLeaks hatte auch den Vorteil, dass keine staatliche Instanz die Veröffentlichungen verhindern konnte, während Gesetzgeber etwa in Großbritannien über “super injunctions” genau das tun.

Das ist uns natürlich bewusst. Es gibt zum Beispiel auch das Problem, dass dem Chefredakteur ein Thema nicht opportun ist, also Zensur innerhalb eines Mediums. Deswegen ist es bei OpenLeaks so, dass die Quelle bestimmen darf, wie lange ein Medium einen Leak exklusiv hat – etwa vier Wochen. Wenn die Information bis dahin nicht veröffentlicht wurde, bekommt es der nächste unserer Medienpartner. Damit stellen wir das Interesse der Quelle, dass die Informationen ans Licht kommen und nicht gedeckelt werden, sicher.

Es kann also kein Kampf verschiedener Medien entstehen, wer die Story bekommt?
Nein, die Quelle entscheidet, wer es bekommt, nicht Openleaks. Das geschützte Postfach ist ja nicht auf unserer Webseite, sondern in der Webseiten unserer Partner eingebaut. Das heißt, dass der Leaker bewusst zu einem Medium geht. Er kann natürlich auch sagen, dass die Dokumente gar nicht an andere Medien weitergegeben werden. OpenLeaks will gar nicht entscheiden, wer den Leak bekommt, weil es dann wieder politisch wird. Die Quelle weiß ja, dass ein Umweltthema gut bei Greenpeace aufgehoben.

Wie werden die Quellen technisch geschützt?
Technisch betrachtet gibt es niemals 100 Prozent Sicherheit – weder beim Online-Banking noch bei einer Plattform wie OpenLeaks. Wenn man Dokumente hat, an denen Geheimdienste großes Interesse haben, dann sollte man sich überlegen, eine alternative Route zu wählen – außer man ist ein sehr versierter IT-ler. Man darf die Menschen nicht alleine in dem Glauben lassen, dass es da einen super sicheren Mechanisums gibt, bei dem überhaupt nichts schiefgehen kann. Wenn es auf der anderen Seite nicht um geheimdienstlich relevantes Material geht, kann man die Sicherheitslatte sehr hoch legen. Man kann per SSL verschlüsseln, Leaker können den Anonymisierungs-Dienst Tor verwenden, und OpenLeaks kann noch eine zusätzliche Verschlüsselungsebene oben drauf legen. Das ist viel sicherer, als wenn sich jede Zeitung selbst ihr digitales Postfach baut.

Wo landen die eingereichten Daten – auf den Servern von OpenLeaks?
Wir betreiben ein dezentrales Server-Netzwerk und haben im Vergleich zu Wikileaks einen sehr hohen Standard. In den Rechenzentren, in denen wir aktiv sind, sind die Server mit Kameras überwacht. Außerdem halten wir alle unsere Partner dazu an, uns mit Infrastruktur zu untersützen, immerhin sich wir eine Non-Profit-Organisation. Im Idealfall stellt jeder Partner vier Server bereit, die in ihren eigenen Rechenzentren stehen.

Per Gerichtsbeschluss hätte die Exekutive dann aber sowohl auf die Server der Medienpartner als auch die Server der OpenLeaks GmbH in Deutschland Zugriff.
Ja, aber das Netzwerk ist so komplex aufgebaut, dass auf den Servern der Partner selbst keine Daten liegen, sondern diese nur den Durchgangsverkehr abhandeln. Wirklich gespeichert werden die Daten in unserem Backend, und die Daten sind doppelt verschlüsselt.

Wie geht es mit WikiLeaks weiter. Kommen noch größere Leaks?

Ich glaube nicht, dass sich so große Leaks wie bei den US-Depeschen und den Afghanstan- und Irak-Dokumenten wiederholen, das war eine ziemlich einmalige Sache.

Mit welchen Enthüllungen rechnen sie bei OpenLeaks?

Ich hoffe, dass man wegkommt von dem Spektakulären und sich Dingen annimmt, die nicht so groß, aber genauso wichtig sind. Dort, wo Korruption im Kleinen passiert, dort, wo Umweltschweinereien passieren. Dadurch, dass bei OpenLeaks die Quelle sehr genau steuern kann, wer die Informationen bekommt und so näher an Organisationen kommt, die etwas damit anfangen können. Es ist ein Problem, dass die ganze Welt schreit, wie krass und groß das ist, aber den Informationen selbst hat sich ja kaum einer angenommen. Alles geht in diesem Hype unter, und diesen Hype müssen wir loswerden, damit wir uns auf die Fakten konzentrieren können.

Hat WikiLeaks überhaupt etwas bewegt?
Es gab immer viele Schlagzeilen über den Umstand, dass es einen Leak gab, aber kaum jemand hat berichtet, was da drinnen stand. WikiLeaks hat keine reale Konsequenz, hat nichts verändert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Erfolgshistorie mit konkreten Punkten, die verändert wurden. Das Wichtigste, was WikiLeaks geschafft hat, ist, dass Menschen wie mein 87-jähriger Opa, die nichts mit dem Internet zu tun haben, das Wort “Whistleblower” gehört haben. jetzt haben viele gehört, dass es eine Chance gibt, die Gesellschaft besser zu informieren und dass es außerhalb des Denunziantentums etwas gibt, wo der Verrat eines Geheimnisses eine positive Konnotation hat. Ich glaube, dass da gerade ein Wandel stattfindet, und das ist der größte Verdienst von WikiLeaks.

Hat WikiLeaks das Hacker-Kollektiv Anonymous inspiriert?
Ich hatte das erste Mal mit Anonymous 2008 Kontakt, als Anonymous vor allem gegen Scientology gekämpft hat. Das war aus meiner Sicht eine ehrenwerte Sache und ganz wichtig, aber wie das halt so ist mit einem Mob im Internet. Es ist eine undefinierte Gruppe von wahrscheinlich vielen jungen Leuten, und es ist unwahrscheinlich, dass die immer genau das machen, mit dem jeder übereinstimmt. Aber es ist auch ein Ausdruck des Zeitgeistes. Anonymous ist so etwas wie der anonyme Wutbürger im Internet.

Warum ist Anonymous so aktiv in Österreich?
Drei Punkte: Jeder Druck erzeugt Gegendruck, und je stärker der autoritäre Druck in einem Land ist, desto stärker ist der antiautoritäre Druck dagegen. Außerdem ist es ein Zeichen dafür, dass es in Österreich einige technisch sehr fähige Leute gibt, die kreativ und intelligent Dinge mit dem Internet und Technologie machen können. Und drittens ist es ein Zeichen für Zivilcourage, weil es Leute gibt, die bereit sind, für ihre Überzeugung einzustehen, die nicht nur reden, sondern etwas machen – auch wenn es an der Grenze der Legalität stattfindet. Das ist eigentlich etwas, worauf man stolz sein könnte als Österreicher. Es gibt in vielen anderen Ländern viele Leute, die sauer auf die Regierung, auf Ministerien sind, aber die meisten sind zu faul, etwas dagegen zu tun. Denen reicht es, sich zu beschweren.

Quelle: futurezone.at

Siehe auch:
Wikileaks-Sprecher: “Mir bleibt nur der Rückzug”

via Domscheit-Berg: “WikiLeaks hat nichts verändert”.

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Okt 11 2011

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Hacker stellen Sun-E-Mails sicher

Daten liegen auf Server in China

London (pte016/11.10.2011/11:49) – Das mittlerweile aufgelöste Hacker-Kollektiv LulzSec ist im Besitz einer größeren Menge von E-Mails, die es aus dem System der britischen Boulevard-Zeitung The Sun entwendet hat, wie der Guardian berichtet. Um die sensiblen Daten zu schützen, hat LulzSec sie auf einem Server in China deponiert. “E-Mail ist, wenn nicht verschlüsselt, ein offenes Medium, ähnlich wie eine Postkarte. Für Sicherheit müsste auch jeder einzelne Mitarbeiter geschult werden”, sagt Alexander Tsolkas von Tsolkas Executive Consulting http://www.tsolkas.com.

Viele Opfer

Die E-Mails der Sun sollen derweil noch nicht veröffentlicht werden, wie ein ehemaliges hochrangiges Mitglied von LulzSec in einem Twitter-Eintrag schreibt. Insgesamt soll es sich um etwa vier Gigabyte an elektronischer Post der Sun handeln. Das britische Kleinformat war schon früher Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Gruppierung Anonymous, deren Abkömmling LulzSec war, hatte die Homepage der Zeitung manipuliert und zu einem falschen Artikel über den angeblichen Tod von Rupert Murdoch umgeleitet. Ob die E-Mails bei diesem Angriff erbeutet wurden, ist unklar.

“Der Schaden durch die Veröffentlichung von E-Mails betrifft nicht nur das Image. Für Unternehmen können auch strafrechtliche Konsequenzen entstehen”, so Tsolkas.
Der Datendiebstahl wurde von der Sun bisher nicht bestätigt. Dass der Fernzugriff auf die firmeneigenen Server kompromittiert worden ist, ist aber gesichert.

In einem Interview mit Reddit hat einer der ehemaligen Rädelsführer von LulzSec, “Sabu”, bekannt gegeben, dass das Kollektiv auch noch andere unveröffentlichte Informationen zur Seite geschafft hat. Diverse Banken, unter anderen HSBC, sollen um Daten erleichtert worden sein. In den Bank-Dateien hat LulzSec bisher aber angeblich noch keine besorgniserregenden Informationen gefunden.

Letzte Worte

Dass sich ein ehemaliges Mitglied von LulzSec öffentlich äußert, ist ungewöhnlich. Die Hacker lehnen Interviews strikt ab. Als Grund für den Gang in die Medien gibt Sabu an, dass es dem Ende zugeht. Er glaubt, dass es für ihn keine Möglichkeit mehr gibt, einer Verhaftung zu entgehen. Die Auflösung von LulzSec bedauert er nicht.

Die Organisation hat seiner Meinung nach alles erreicht, was sie erreichen wollte, nämlich die Aufdeckung der desaströsen Sicherheitsverhältnisse vieler staatlicher und wirtschaftlicher Organisationen. “Bei Hackergruppen gibt es große Unterschiede. Manche liefern durchaus wertvolle Informationen, mittlerweile gibt es aber auch viele, die sich wichtig machen wollen”, sagt Tsolkas.

Quelle: pressetext.com

Mehr zum Thema:
LulzSec wünscht “bon voyage” und löst sich auf
Hacker: FBI verhaftet LulzSec-Mitglied “recursion”

 

via Hacker stellen Sun-E-Mails sicher.

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Sep 26 2011

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Österreich: Erste Spur im Anonymous-Polizeidatenklau

Österreich: Erste Spur im Anonymous-Polizeidatenklau

 

In der Nacht auf Montag (26.09.2011) veröffentlichte Anonymous Austria Daten von 25.000 österreichischen Polizisten. Die Daten, die Namen, Geburtsdaten und Adressen von Mitarbeitern der Exekutive enthalten, wurden den Netzaktivisten nach eigenen Angaben zugespielt. Die Quelle der Daten dürfte bei einem der Polizei nahestehendem Verein zu suchen sein, heißt es aus dem Innenministerium.

“Ob die Polizei weiß, von wem diese Daten sind?”, fragten um 2.00 Uhr morgens die Netzaktivisten von Anonymous Austria in ihrem Twitter-Account. Davor und danach veröffentlichte das Kollektiv Datensätze, die Namen, Geburtsdatum und private Adressen von rund 25.000 österreichischen Polizisten enthalten. Laut einer mit der Situation vertrauten Person aus dem Ministerium handelt es sich bei den Daten jedoch nicht um Datensätze einer offiziellen Stelle des Bundesministeriums für Inneres (BMI). Es gebe zwar „laufend Attacken“ auf die BMI-IT, allerdings könne man ausschließen, dass das System des Innenministeriums gehackt worden sei, hieß es gegenüber der futurezone: “Die Daten dürften von einem Verein im Umfeld der Polizei stammen.”

Verein verdächtigt
Derzeit werden sämtliche Vereine, die mit der Polizei in Verbindung stehen, gescannt – vom Zivilschutzverband über den Integrationsfond bis zu den dutzenden Sektionen des Polizeisportvereins. „Wir sind überzeugt, dass die Daten aus einem polizeilichen Socialising-Verein stammen, diese können durchaus im Besitz solcher Daten sein.“ Ein Verein wird von den Ermittlern genauer unter die Lupe genommen: Die International Police Association (IPA). Die Österreichische IPA Sektion mit Sitz am Schottenring 6 in Wien verfügt über jene Informationen, die Anonymous veröffentlicht hat.

Die IPA ist die größte Exekutivvereinigung Österreichs und ein unabhängiger Zusammenschluss von Polizei, Gendarmerie, Zollwache, Justizwache, Polizeiverwaltung. Der Webauftritt scheint auf den ersten Blick IT-sicherheitstechnisch nicht auf dem Letztstand zu sein.

“Polizeinaher Verein”
Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte gegenüber der futurezone, dass ein polizeinaher Verein als Quelle der Daten vermutet werde. Nähere Angaben wollte sie nicht machen: “Die Ermittlungen laufen.” Die Netzaktivisten von Anonymous schrieben in einem Tweet, die Daten seien ihnen “zugänglich gemacht” worden: “Wir haben übrigens nie von einem Hack gesprochen.”

24.938 Datensätze
Insgesamt veröffentlichten die Aktivisten in der Nacht auf Montag in vier Tranchen 24.938 Datensätze mit Informationen zu österreichischen Polizisten. Betitelt waren die auf Pastebin freigegebenen Daten mit “Best Friends”. Auch in den Hashtags wurde auf die Exekutive angespielt. Einer lautete etwa #HeisseSpur, ein anderer #Pwnyzei. “Ob unsere Vorratsdaten auch so sicher aufbewahrt werden?”, hieß es in einem anderen Tweet, dessen Hashtags #VDS und #Vorratsdaten lauteten und der auf die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung anspielt, die ab 1. April nächsten Jahres in Österreich in Kraft tritt.

Operation “AntiSec”

Das Anonymous-Kollektiv hatte in den vergangenen Monaten die Websites österreichischer Parteien und des Gebühren Info Service (GIS) gehackt und Daten veröffentlicht. Die Angriffe fanden im Rahmen der Operation “AntiSec” statt, die sich nach Anonymous-Angaben gegen „Regierungen, Banken und andere korrupte Institutionen“ richtet. Die Ermittlungen der Behörden blieben bislang erfolglos. Zuletzt hieß es, die Behörden würden einer “heißen Spur” nachgehen. Bei der österreichischen Splittergruppe des Anonymous-Kollektivs rief dies jedoch nur Häme hervor. „Sollen wir jetzt Angst haben, oder was?”, twitterten die Aktivisten.

Quelle: futurezone

 

via Österreich: Erste Spur im Anonymous-Polizeidatenklau.

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Sep 23 2011

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Hacker: FBI verhaftet LulzSec-Mitglied “recursion”

 

Die US-amerikanische bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde hat bekannt gegeben, dass ein mutmaßliches Mitglied der LulzSec-Hackergruppe verhaftet wurde. Dem 23-Jährigen wird vorgeworfen, bei einem der Sony-Hacks mitgewirkt zu haben.

Cody Kretsinger aus Phoenix, Arizona soll mittels SQL Injection vertrauliche Informationen aus dem Computersystem von Sony Pictures Entertainment gestohlen haben, das berichtet das FBI. Die Daten sollen anschließend über die LulzSec-Webseite und über den Twitter-Account verbreitet worden sein. Darunter fanden sich etwa Gutschein-Codes, E-Mail-Adressen und Passwörter der Nutzer. Laut dem FBI habe Kretsinger kurz vor der Verhaftung noch seine Festplatten formatiert, um Beweise zu vernichten. Kretsinger drohen nun bis zu 15 Jahre Haft, sollten sich die Vorwürfe als wahr herausstellen.

Den Behörden zufolge hat der Hacker den VPN-Dienst HideMyAss.com genutzt, um seine Identität zu verbergen. Trotzdem konnten die Ermittler die IP-Adresse bis zu seinem Heim in Arizona zurückverfolgen.

Gleichzeitig berichtet Fox News, dass in San Francisco ein zweiter Mann verhaftet wurde, der als Teil der Anonymous-Bewegung fremde Webseiten attackiert haben soll. Außerdem wurden laut Fox weitere Hausdurchsuchungen in New Jersey, Minnesota und Montana durchgeführt.

Lulzsec-Mitglied Sabu hat die Verhaftung in der Zwischenzeit via Twitter bestätigt und festgehalten, dass nun nur noch zwei restliche LulzSec-Mitglieder übrig sind.

Quelle: futurezone

 

via Hacker: FBI verhaftet LulzSec-Mitglied “recursion”.

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Sep 22 2011

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Cyber-Angriffe – Anonymous: 24. September 2011 ist der Tag der Rache

Cyber-Angriffe
Anonymous: 24. September 2011 ist der Tag der Rache

In einer Presseaussendung hat Anonymous für Samstag eine Reihe von Cyber-Attacken in den USA angekündigt. Die im ganzen Land geplanten Proteste würden friedlich, aber wirkungsvoll über die Bühne gehen. Neben der Wall Street sind Banken und öffentliche Stellen wie das Polizeihauptquartier in New York im Visier der Cyberaktivisten.

Die Hacker-Aktivisten haben den kommenden Samstag zum „Tag der Rache“ ausgerufen. Auf Plakaten, auf denen unter anderem die brennende USA-Flagge zu sehen ist, kündigt Anonymous an, dass die Proteste im ganzen Land stattfinden werden: „In jeder Stadt – überall – wir vergessen nicht“. Alles soll friedlich ablaufen, aber für viel Aufmerksamkeit sorgen.

Zorn gegen Banken Regierung und Polizei
Wie aus der Meldung hervorgeht, sollen verschiedenste Ziele wie die Wall Street oder korrupte Bankinstitute und das Polizeihauptquartier von New York Ziel von Cyber-Attacken werden. Die Wall Street könnte deshalb zum Ziel auserkoren worden sein, weil seit letztem Wochenende bis zu 5000 Demonstranten unter dem Motto „Occupy Wall Street“ in der wichtigsten Finanzmeile der Welt besetzen.

Sie protestieren gegen die von den Banken verursachte Finanzkrise und die Tatsache, dass die Regierung den Banken mehr helfen würde als Notleidenden. Dieser Bewegung hat sich auch Anonymous angeschlossen. Hinzu kommt die Wut darüber, dass selbst im Zuge dieser unübersehbaren Proteste den Motiven der Demonstranten keinerlei Beachtung seitens der Medien geschenkt wurde. Weil es außerdem mehrere Festnahmen gegeben hat, über die ausführlich medial berichtet wurde, wurde anscheinend auch das New York Police Department zum Ziel von Cyber-Attacken auserkoren.

Auf Twitter sollen regelmäßig Updates zu den Protesten und Angriffen gepostet werden, unter anderem über den Account http://twitter.com/#!/PLF2012 .

Quelle: futurezone

 

via Cyber-Angriffe – Anonymous: 24. September 2011 ist der Tag der Rache.

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Aug 05 2011

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Anonymous: Ohrfeige für Trittbrettfahrer

Anonymous: Ohrfeige für Trittbrettfahrer

 

AnonAustria geht gegen Mitläufer vor und hat am Freitag einen 15-jährigen Wiener “enttarnt”, der offenbar im Namen der Bewegung eine Facebook-Seite eröffnet und eine Webadresse registriert hat. Dass der Teenager essenziell mit der Gruppe “die Anderen” in Zusammenhang steht, die in den vergangenen Tagen die Website der Grünen hackte, schließt ein Sicherheitsexperte aus.

“die anderen ergeben generell keinen sinn. aber wir haben ja gerade gezeigt, wie wir mit solchen wannabes umgehen ;) ”, war am Freitagvormittag auf dem Twitter-Account von AnonAustria zu lesen. Zuvor hatten die Netzaktivisten ein Link zu einer Website veröffentlicht auf der unter dem Titel “Hacker-Chef von Anonymous enttarnt!” ein Foto eines 15-jährigen Wieners mit Anonymous-typischer Guy-Fawkes-Maske zu sehen ist. Darunter sind Name, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie diverse Nutzerkennungen und Online-Profile des Teenagers angegeben, der offenbar auf Facebook eine Seite für Anonymous Austria eingerichtet hatte und über einen deutschen Provider auch die Webadresse du-bist-anonymous registriert hatte.

“Anonymous ist nichts für gelangweilte 15-jährige!” ist dort weiters zu lesen: “Nur weil du zusammen mit deinen Freunden eine Maske aufsetzt bist du noch lange nicht anonym”. Und: “Wenn du Domains mit Bezug zu Anonymous betreibst, solltest du sie nicht auf deinen Realnamen registrieren! Anonymous benutzt KEIN Facebook, Google+ oder ähnlichen Quatsch!”

“Präzedenzfall”
Der qualifzierte Kern von Anonymous Austria gehe so gegen Trittbrettfahrer vor, sagt der Wiener Sicherheitsexperte Joe Pichlmayr zur futurezone: “Die wollen Spinner weghaben, weil sie ihrer eigenen Bewegung schaden.”

Das Bloßstellen des 15-jährigen sei auch als Präzedenzfall zu sehen, meint Pichlmayr: “Eine schallende Ohrfeige für Wannabes, die unter dem Deckmantel von Anonymous Dinge tun, die andere nicht goutieren.” Offenbar gehe qualifizierteren Leuten von Anonymous “das Geimpfte auf, wenn sie sehen, welche Vollidioten in dem Namen agieren”, so Pichlmayer: Wenn man seine Aktionen auf eine breite Basis stelle, bringe das eben auch Trittbrettfahrer mit sich.

Dass der 15-jährige Wiener essenziell mit der Gruppe “die Anderen” zu tun hat, die in den vergangenen Tagen die Website der Grünen hackte, schließt Pichlmayr aus. Vergleicht man das Bekennerschreiben der Gruppe mit Postings des 15-jährigen im Netz, erscheint dies auch äußerst unwahrscheinlich. AnonAustria hatte sich von dem Hack der Grünen-Website distanziert. “Es liegt in der Natur des Anonymous-Kollektivs, dass sich jede Person zu jeder Zeit als `Anonymous` bezeichnen und unter diesem Namen agieren kann, was jedoch nicht bedeutet, dass diese einzelne Person auch im Sinne des Kollektivs handelt”, hieß es in einem Dementi.


Quelle: futurezone

Siehe auch:
AnonAustria knackt Website der österreichischen Rundfunkgebührenzentrale

 

via Anonymous: Ohrfeige für Trittbrettfahrer.

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