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Jul 12 2013

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Sonys 4K-Fernseher Bravia X9 im Test

Sonys neue High-End-Fernseher sollen die 4K-Auflösung an ein breiteres Zielpublikum bringen. Die futurezone konnte das 65-Zoll-Gerät der Bravia-Serie bereits testen.

4K ebnet sich immer mehr den Weg in unsere Wohnzimmer. Während Fernseher mit der vierfachen FullHD-Auflösung bis vor einem Jahr fast ausschließlich mit Displaydiagonalen ab 80 Zoll erhältlich waren und jenseits der 10.000 Euro kosteten, kommen nun immer mehr Modelle auf den Markt, die kleiner und deutlich leistbarer sind. Einer davon ist Sonys neues Bravia-Flaggschiff, X9, das in zwei Versionen erscheint. Einerseits wird eine Variante mit 65 Zoll (165 Zentimeter) Bildschirmdiagonale und andererseits eine Version mit 55 Zoll (140 Zentimeter) angeboten. Für den futurezone-Test stand das größere der beiden Geräte zur Verfügung, das sich abgesehen von der Bildschirmdiagonale nicht von der kleineren Version unterscheidet, Funktionen und technische Daten sind ident.

Design und Sound
In Sachen Design geht Sony bei seiner neuen Serie neue Wege, was dazu führt, dass man die Fernseher bereits auf den ersten Blick von anderen Modellen unterscheidet. Grund sind die prominent platzierten Lautsprecher, links und rechts vom Display mit einer Gesamtleistung von 65 Watt. Jene verfügen über Sonys Magnetic-Fluid-Technologie, die bereits bei einigen Audio-Produkten des Konzerns zum Einsatz gekommen ist. Dabei sorgen Flüssigmembranen im Inneren für klarere Mitten und Höhen, trotz der sehr kompakten Bauweise.

Im Test ist der Sound des Fernsehers tatsächlich wesentlich satter und kraftvoller, als man es von anderen Flatscreens kennt, gerade bei Musik ist der Unterschied sofort hörbar. Wahre Cineasten dürften aber trotz der neuen Lautsprecher-Technologie wohl kaum auf ein richtiges Heimkinosystem verzichten.

Mit einer Dicke von zehn Zentimetern zählt das Gerät zwar nicht zu den dünnsten seiner Art, was im Alltagsbetrieb allerdings nicht wirklich auffällt. Die 65-Zoll-Variante misst insgesamt 143 x 75 Zentimeter und wiegt mit Standfuß gut 46 Kilogramm. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, Sony hat seiner Flaggschiff-Serie ein durchwegs stabiles Gehäuse samt verlässlichen Standfuß spendiert. Während die Rückseite in gewöhnlichem Kunststoff gehalten ist, ist der Rahmen an der Vorderseite mit Klavierlack überzogen. Als kleines Extra hat Sony an der Vorderseite außerdem eine LED integriert, die je nach TV-Modus die Farbe wechselt.

Sony legt seiner X9-Serie gleich zwei Fernbedienungen bei. Eine bietet dabei ein konventionelles Layout mit allen gewohnten Funktionen, die zweite Fernbedienung ist ein wenig kleiner und mit einem NFC-Chip ausgestattet. Das ermöglicht die Funktion One-touch Mirroring, also Spiegeln einer Smartphone-Anzeige durch simple Berührung mit der Fernbedienung. Voraussetzung ist ein entsprechendes Sony-Xperia-Smartphone oder Tablet. Im Test mit dem aktuellen Xperia-Z-Tablet ließ sich die Funktion ohne Probleme nutzen. Die Anzeige auf dem TV-Gerät war zwar zwar leicht verzögert, wirklich störend fiel das allerdings nicht auf.

Anschlüsse
Bei seinen Anschlüssen bietet die X9-Serie Gewohntes. So ist neben den vier HDMI-Ports (Version 1.4, alle unterstützen ARC und MHL) der typische Scart-Eingang vorhanden sowie ein Komponenten-Eingang. Dazu gibt es gleich drei USB-2.0-Ports, um etwa Videos und Fotos direkt über das TV-Gerät abzuspielen.

Dass Sony gezwungenermaßen noch auf HDMI in der Version 1.4 setzt, könnte in der Zukunft noch bedeutsam sein, da bislang immer noch ungeklärt ist, wie native 4K-Videos in die Wohnzimmer der Konsumeten gelierfert werden sollen.

Entscheiden sich die Hersteller bei kommender 4K-Hardware etwa auf den (noch nicht abgesegneten) HDMI-2.0-Standard zu setzen, können Kompatibilitätsprobleme auftreten. Da Sony jedoch auch selbst an der Entwicklung des HDMI-Standards beteiligt ist, kann man davon ausgehen, dass auch hier eine entsprechende Lösung gefunden werden kann.

Um das TV-Gerät auch in das eigene Heimnetzwerk zu integrieren gibt es LAN sowie WLAN. Zweiteres bereitete im Test keinerlei Probleme, die Verbindung mit dem Router war in wenigen Sekunden hergestellt.

Technische Daten
Die X9-Serie verfügt über eine maximale 4K-Auflösung von 3840 x 2160 Pixel, die Bildwiederholrate beträgt 800 Hz. Für die richtigen Farben sorgt Sonys hauseigene Triluminos -Technologie, die einen erweiterten Farbraum bietet. Technischer Hintergrund ist, dass anstatt weiße LEDs blaue Exemplare verwendet und mit speziellen Quantenpunkten kombiniert werden. Dadurch soll die Farbwiedergabe stark verbessert werden und eine deutlich klarere Anzeige liefern. Auch der Blaustich eines konventionellen LED-LCDs soll dadurch ausgeglichen werden.

Ergänzt wird das Triluminos-Display durch Sonys X-Reality-Pro-Bildprozessor. Weil das Ursprungssignal bis auf einige Ausnahmen nicht auf den erweiterten Farbraum ausgelegt ist, müssen die zusätzlichen Farben schlicht errechnet werden, wo eben der Prozessor zum Einsatz kommt.

Software-Funktionen
Das Menü der kompletten neuen Bravia-Serie wurde von Sony überarbeitet und erinnert nun ein wenig an das PlayStation-Layout. Neben dem gewohnten Menü zur Wahl der Bildsignalquelle können Fotos auch direkt von einem USB-Stick wiedergegeben werden. Im Test mit knapp fünf MB großen Dateien brauchte das TV-Gerät drei bis fünf Sekunden, um die Fotos zu öffnen. Die Wartezeit sorgt beim Durchschauen der Fotos zwar für etwas Frust, die 4K-Anzeige entschädigt einen danach zumindest ein wenig.

Das Bild
Im Test wurde das Bild ohne Kalibrierung in den Standardeinstellungen ausprobiert. Besonders die Schwarzwerte können überzeugen, auch die Farben strahlen sehr stark. Neben einem manuellen Bildmodus bieten die Einstellungen des TV-Geräts lediglich die Bildmodi „Standard“ und „Intensiv“, wobei zweiteres im Alltagsbetrieb wohl kaum zum Einsatz kommen wird, da es die Farben meist übersättigt darstellt. Auch bei den Bewegungsabläufen macht der Sony-Ferseher eine äußerst gute Figur, Unschärfen sind dabei mit freiem Auge kaum festzustellen.

4K bei Videos
Einen 4K-Fernseher zu testen ist derzeit noch etwas enttäuschend, da kaum Filmmaterial in der hohen Auflösung existiert. Für den Test wurde von Sony darum ein Media-Player zur Verfügung gestellt, der einige native 4K-Videos enthielt. Außerdem wurde der Fernseher mit BluRays „Mastered in 4K“ getestet, die zwar auch nur FullHD-Auflösung, dafür aber ein erweitertes Farbspektrum enthalten.

Die nativen 4K-Videos schaffen es zu beeindrucken, selbst in unmittelbarer Nähe zum großen TV-Bild lassen sich etwa bei einem Fußballspiel Details erkennen. Noch besser macht sich die Auflösung bei Fotos. Schärfe und Detailgrad in Verbindung mit der großen Bildschirmdiagonale schaffen es, dass man die eigenen Fotos auf eine völlig neue Art und Weise kennenlernen kann.

Mastered in 4K
Abgesehen von Demo-Videos und Fotos gibt es noch keine Möglichkeit, 4K-Videos auf dem X9 anzusehen. Um diesen Umstand auszugleichen, bringt Sony eine Reihe von BluRays mit dem Zusatz „Mastered in 4K“ auf den Markt. Das erweiterte Farbspektrum soll für ein deutlich besseres Bild sorgen, als man es von gewöhnlichen 1080p-Fernsehern kennt. In der Praxis macht das „unechte“ 4K einen zwiespältigen Eindruck. Zwar funktioniert das künstliche Hochrechnen des TV-Geräts spürbar eine Spur besser, als bei gewöhnlichen BluRays, der Detailgrad eines nativen 4K-Videos kann aber natürlich nicht erreicht werden.

Die Farbdarstellung der Mastered-In-4K-Discs auf dem Sony-TV wirkt zwar strahlend, in gewissen Situationen aber fast übertrieben. Mit Standardeinstellungen passt diese Darstellung zwar zu SciFi-Filmen wie etwa Total Recall (2012) oder Spider-Man (2002), bei den Anfangsszenen von „The Karate Kid“ (2010) wirken die satten Farben allerdings wieder etwas unangebracht.

4K beim Gaming
Im Rahmen des Tests wurden auf dem Fernseher PlayStation-3-Spiele wie Gran Turismo, The Last of Us und Madden 13 gespielt. Für den 4K-Fernseher ist die PlayStation 3 jedoch noch deutlich unterdimensioniert. Zwar funktioniert das Upscaling bei Schrift und in den Menüs ganz gut, bei den Texturen und 3D-Modellen älterer Spiele stößt das System allerdings relativ schnell an seine Grenzen und man bekommt ein Bild, wie man es von sehr guten 1080-Fernsehern kennt.

Entfernung ist das Entscheidende

Wirklich auftrumpfen kann der 4K-Fernseher natürlich nur dann, wenn man sich nah genug davor aufhält, um die feinen Details der hohen Auflösung überhaupt zu erkennen. Sitzt man zwischen drei und vier Meter vom 65-Zöller entfernt, nimmt man die 4K-Videos kaum anders als qualitativ sehr hochwertige FullHD-Videos wahr.

Fazit
Sonys 4K-Fernsher bietet technisch so ziemlich alles, was man sich derzeit von einem TV-Gerät erwarten kann. Die Bildqualität ist top, Anschlüsse und Funktionen überzeugen und sogar der, bei flachen Fernsehern immer so stiefmütterlich behandelte, Sound macht einen durchwegs positiven Eindruck. Wer ganz vorne bei der 4K-Technik dabei sein will und auch bereits ist, entsprechend Geld dafür auszugeben, kann bei der X9-Serie nur wenig falsch machen.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 7.000 Euro bei einer Diagonale von 65 Zoll (165 Zentimeter) ist das getestete Modell zwar immer noch kein Schnäppchen, dafür bekommt man allerdings den letzten Stand der Fernsehtechnik, bei dem sich Sony auch keine Schwächen geleistet hat. Mit 5.500 Euro (UVP) ist das modell mit 55 Zoll (140 Zentimter) deutlich günstiger, um wirklich die Vorteile von 4K auszunutzen, muss man hier aber natürlich noch eine Spur näher herangehen.

Inhalte
Das einzige, was dem vollkommenen 4K-Genuss fehlt, sind immer noch die Inhalte. Zwar ist das Betrachten von Fotos, die in 4K-Auflösung massenhaft vorhanden sind, auf dem Fernseher auch ganz nett, irgendwann will man als Kunde aber doch auch bewegte Bilder sehen. Die „Mastered in 4K“-Blurays sind ein Versuch, der Content-Knappheit entgegenzutreten, sind aber bei weitem keine Ideallösung und vermögen es in der Praxis weit nicht, den Wow-Effekt auszulösen, den die Betrachter bei nativen 4K-Videos erleben.

Zumindest für US-Kunden hat Sony zwar schon eine Lösung bereit, die jedoch kostspielig ist. So wurde erst am vergangen Dienstag ein 4K-MediaPlayer vorgestellt, auf dem sich standardmäßig zehn richtige 4K-Filme befinden. Der Preis des Geräts liegt bei 700 Dollar, wann und ob das Gerät in Europa beziehungsweise D-A-CH erhältlich sein wird, ist derzeit noch unklar. Abgesehen von dem Player startet Sony im Herbst außerdem (vorerst auch nur in den USA) einen On-Demand-Dienst, bei dem 4K-Videos gemietet und gekauft werden können. Laut ersten Informationen soll der Preis für deinen Film bei 30 Dollar liegen, will man ihn sich lediglich für 24 Stunden ausborgen soll es acht Dollar kosten. Auch hier ist noch unklar, wann der Dienst in Europa starten soll.

Alternativen
Wer nicht sofort in die 4K-Welt umsteigen will, wird in Zukunft noch viele neue Alternativen finden. Samsung plant etwa demnächst neue Geräte mit 55- und 65-Zoll vorzustellen, LG nennt Ende August als Termin für neue Geräte. Im August sollen außerdem auch neue Modelle von Toshiba kommen, der Einstiegspreis dürfte auch hier bei etwa 5.000 Euro liegen.

Quelle: futurezone

via Sonys 4K-Fernseher Bravia X9 im Test.

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Jul 12 2013

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Probleme bei Smart TV und 4k-tv: “Wollen nicht das gleiche Desaster wie mit 3D”

Smart TV und Ultra High Definition sollen im September zwei große Themen bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) werden. Beide Technologien kämpfen aber noch mit Problemen. Das erfuhr die futurezone auf der GFU Insights & Trends in Berlin.

Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU), ein Zusammenschluss namhafter Hersteller und von Beginn an Veranstalter der IFA, hat eine Studie mit 8.000 Teilnehmern aus neun europäischen Ländern durchgeführt, die zum Ergebnis kommt, dass nur 60 Prozent der smarten TV-Geräte tatsächlich mit dem Internet verbunden sind.

Neue Geräte werden wegen ihrer Größe gekauft, vernetzte Geräte stehen auf der Liste der Konsumentenwünsche nicht weit oben. Die Möglichkeit zur Einbindung in ein Heimnetzwerk und der Internetanschluss werden vor allem in Deutschland oft nur deshalb gekauft, weil es kaum mehr Geräte ohne gibt.

“Deutsche Konsumenten haben jede technologische Weiterentwicklung mit Käufen unterstützt – Farbfernsehen, 16:9, HD. Das gilt auch für Smart TV. Die Geräte werden aber oft nicht angeschlossen. Hier gibt es Nachholbedarf”, sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der GFU.

Smart-Kampagne
Um die Zahl der vernetzten TV-Geräte zu erhöhen, starten die Hersteller in Deutschland zusammen mit dem Handel rechtzeitig zur IFA eine gemeinsame Kampagne unter dem Titel “smarter fernsehen”. Vor allem durch Beratung und Anschlussservice der Händler soll 2013 zum Jahr der Smart TVs werden. Zudem steht die gesamte IFA heuer unter dem Motto “Smart in die Zukunft”.

Das soll nicht nur für Fernseher, sondern auch für andere Elektronik- und Haushaltsgeräte gelten. “Die Technik ist mittlerweile vorhanden und bezahlbar. Probleme gibt es noch bei den gemeinsamen Standards für die verwendeten Netzwerke, den fehlenden Komfort für Nutzer und der teilweise mangelnden Zuverlässigkeit und Stabilität der Geräte. Der Weg zur smarten Welt wird lang sein”, so Rüdiger Kays von der TU Dortmund.

Vernetzter Haushalt
Die Zahl der vernetzten Geräte bei den Herstellern steigt jedenfalls schon. “Waschmaschinen, die mit Stromanbietern kommunizieren, um billig zu waschen und Kühlschränke, die verbrauchte Produkte automatisch im Internet nachbestellen, sind in Sichtweite. Konnektivität ist ein Paradigmenwechsel für Haushaltsgeräte”, erklärt Volker Klodwig, Geschäftsführer von Bosch Hausgeräte.

Mehr Auflösung, mehr Probleme
Ein weiteres großes Thema bei der diesjährigen IFA wird Ultra High Definition (UHD), der nächste Sprung in der Auflösung von TV-Geräten. Erste erschwingliche Geräte sind bereits im Handel und auf der IFA stellen praktisch alle Hersteller neue Modelle vor. Allerdings ist UHD von Massentauglichkeit noch ein Stück entfernt. Einerseits gibt es derzeit kaum Inhalte, andrerseits fehlen noch wichtige gemeinsame Standards.

“Wir müssen einiges beachten, wenn wir nicht das selbe Desaster wie mit 3D erleben wollen. Wir müssen Content produzieren, gemeinsame Standards etablieren und die Kunden über die Vorteile aufklären”, sagt Marcel Gonska von der WLC GmbH. Vor allem bei HDMI-Schnittstellen, Farbraum, hardwareseitiger Dekodierung und Sampling-Rate gibt es derzeit keine einheitlichen Normen unter den Herstellern. “TV-Hersteller müssen auch mit den Broadcastern enger zusammenarbeiten. Dort dauert die Umstellung der Produktion auf den neuen Standard vermutlich länger als im Online-Bereich. Aber schließlich hat auch HD über 25 Jahre auf den Durchbruch gewartet. So etwas dauert seine Zeit”, so Gonska.

Quelle: futurezone

via Probleme bei Smart TV und 4k-tv: “Wollen nicht das gleiche Desaster wie mit 3D”.

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Mrz 14 2013

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Sky Deutschland: 4K-TV (Ultra HD) in Vorbereitung

Abgelegt unter Sky Deutschland (Pay-TV)

Sky Deutschland spricht auf einem Kongress über Planungen für ein Programm in Ultra-HD-Auflösung. Auf einen Zeitpunkt will der Pay-TV-Sender sich aber noch nicht festlegen.

Oliver Lewis, Vice President Strategy bei Sky Deutschland, erwartet, dass Ultra-HD-Auflösung künftig Teil des Programmes des Pay-TV-Senders sein wird. Das sagte Lewis laut einem Bericht des Magazins Gamestar auf dem Fachkongress DVB World 2013.

Geräte oder ein Programm werden mit “4K” oder Ultra HD bezeichnet, wenn die horizontale Auflösung rund 4.000 Pixel beträgt. Die 4K-Arbeitsgruppe der Consumer Electronics Association empfahl im Oktober 2012, den Begriff “Ultra HD” statt 4K zu verwenden. Um die Anforderungen für die Kategorie Ultra HD zu erfüllen, müssen Displays und Projektoren mindestens 8 Millionen aktive Pixel zeigen. Zudem müssen sie in der Horizontalen mindestens 3.840 Pixel und in der Vertikalen mindestens 2.160 Pixel darstellen. Dabei haben die Displays ein Seitenverhältnis von 16:9 aufzuweisen und mindestens über einen digitalen Eingang zu verfügen, der das 4K-Videoformat bei voller Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln unterstützt.

Sky-Deutschland-Sprecher Stefan Bortenschlager sagte Golem.de: “Sky Deutschland hat im Dezember erstmals ein Live-Fußballspiel in Form des Gipfeltreffens zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund in Ultra HD aufgezeichnet. Ultra HD befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, aber die Entwicklung schreitet rasch voran und wird damit auch mehr und mehr Konsumenten locken. Diejenigen, die bereits in den Genuss von Ultra-HD-Bildern gekommen sind, sind davon begeistert. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, ab wann Sky Deutschland Ultra HD ausstrahlen wird.”

Die japanische Regierung beginnt früher als geplant mit 4K-Fernsehen, berichtete die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun am 27. Januar 2013. Das Programm werde zuerst über Satellit und später terrestrisch ausgestrahlt. Das japanische Kommunikationsministerium wolle so die Nachfrage für 4K-Fernseher von Sony, Panasonic und Sharp im Land stimulieren.

Ursprünglich sei das 4K-Programm für 2016 geplant worden, nun werde der Termin auf Juli 2014 vorgezogen, um das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien in Ultra HD übertragen zu können.

Quelle: Golem

via Sky: “4K wird Teil des Angebots werden”.

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Mrz 14 2013

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Japan startet 4K-TV (Ultra-HD) bereits im Juli 2014

Japan startet 4K-TV (Ultra-HD) bereits im Juli 2014

 

Japans Regierung will laut der Zeitung Asahi Shimbun den Verkauf von 4K-Geräten von Sony, Panasonic und Sharp fördern. Daher beginnt sie schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014, ein Fernsehsignal in Ultra-HD-Auflösung auszustrahlen.

Die japanische Regierung beginnt früher als geplant mit 4K-Fernsehen. Das berichtet die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun am 27. Januar 2013, ohne Quellen zu nennen. Geräte werden mit “4K” oder Ultra HD bezeichnet, wenn die horizontale Auflösung rund 4.000 Pixel beträgt.

Das Programm werde zuerst über Satellit und später terrestrisch ausgestrahlt. Das japanische Kommunikationsministerium wolle so die Nachfrage für 4K-Fernseher von Sony, Panasonic und Sharp im Land stimulieren.

Ursprünglich sei das 4K-Programm für 2016 geplant worden, nun werde der Termin auf Juli 2014 vorgezogen, um das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien in Ultra-HD übertragen zu können.

Zudem würden in Japan derzeit 8K-Fernseher entwickelt, ein Testsignal in dieser Auflösung solle 2016 ausgestrahlt werden.

Die 4K-Arbeitsgruppe der Consumer Electronics Association empfahl im Oktober 2012, den Begriff “Ultra HD” statt 4K zu verwenden. Um die Anforderungen für die Kategorie Ultra-HD zu erfüllen, müssen Displays und Projektoren mindestens 8 Millionen aktive Pixel zeigen. Zudem müssen sie in der Horizontalen mindestens 3.840 Pixel und in der Vertikalen mindestens 2.160 Pixel darstellen. Dabei haben die Displays ein Seitenverhältnis von 16:9 aufzuweisen und mindestens über einen digitalen Eingang zu verfügen, der das 4K-Videoformat bei voller Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln unterstützt.

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas wurden zahlreiche Ultra-HD-Geräte gezeigt, darunter solche von Sharp, Panasonic und Sony.

Damit die europäische Wirtschaft Erfahrung mit der höheren Auflösung und ihren technischen Herausforderungen sammeln kann, bietet Eutelsat Communications seit Anfang Januar 2013 einen ersten 4K-Demo-Kanal an. Der neue Kanal arbeitet mit einer Bildfrequenz von 50 Vollbildern in der Sekunde. Die MPEG4-komprimierten Signale werden mit 40 MBit/s in vier Quad-HD-Strömen übertragen. Dabei kooperiert Eutelsat mit Ateme, einem Anbieter von Videokompressionslösungen für die TV-Industrie.

Quelle: Golem

Japan startet 4K-TV (Ultra-HD) bereits im Juli 2014.

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Okt 02 2012

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Heimkino/Home Entertainment: Marantz zeigt neue AV-Vorstufe AV7701

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Osnabrück, 13. September 2012 – Marantz, einer der weltweit führenden Hersteller modernster Home Entertainment-Lösungen, verkündet hiermit stolz das Debüt seines neuen 7.2-Kanal AV7701 Vorverstärkers. Die AV-Vorstufe bildet die Grundlage für ein ultimatives Heimkinosystem der nächsten Generation, das unvergleichliche Musikalität und fortschrittlichste Netzwerkfähigkeiten bietet.

Der AV7701 unterstützt Apple AirPlay, welches dem iTunes-Nutzer ermöglicht, Musik sowohl von PC oder Mac als auch direkt vom iPhone, iPad oder iPod touch zu streamen. Wie alle Marantz Premium-Komponenten verfügt auch der AV7701 über das charakteristische Marantz Design mit seiner eleganten Aluminiumfront, dem traditionellen Marantz Stern und dem illuminierten Marantz Bullaugendisplay.

Der AV7701 ist eine Investition in die Zukunft. Dies garantiert unter anderem das Video-Processing – es unterstützt die neueste Video-Verarbeitungstechnik und beinhaltet die Fähigkeit, Standard-Videomaterial und HD-Inhalte auf 4K hochzuskalieren, um Kompatibilität mit modernsten Vorführgeräten zu gewähren. Aber der AV7701 beschränkt sich nicht nur auf das Hochskalieren auf 4K, sondern er ist auch dazu in der Lage, echte 4K-Inhalte zu transportieren und das Bildschirmmenü über das Bild zu legen. Zusätzlich zu diesem Spitzenpaket kann der Nutzer die neu designte Marantz Remote App zur Steuerung seines AV7701 auch von Android-Systemen nutzen, was ein neues Niveau an Freiheit und Flexibilität bedeutet.

Ein breites Spektrum von Netzwerk- und Streamingfunktionen erlaubt dem Nutzer von tragbaren Geräten, Musik via AirPlay für iOS-Geräte oder via Bluetooth zu genießen (RX101 Bluetooth-Modul als Zubehör erhältlich). Wenn der AV7701 in einem Heimnetzwerk angeschlossen ist, kann der Benutzer zwischen tausenden Internet-Radiostationen wählen oder beliebte Musikdienste wie Spotify oder last.fm nutzen. Der AV7701 ist ebenfalls DLNA 1.5 zertifiziert, um Kompatibilität mit Multimedia-PCs und anderen Geräten zu gewährleisten. Ein USB-Anschluss an der Front erlaubt direkten Zugang zu tragbaren Geräten. Eine Vielzahl von Audioausgängen, inklusive 7.2 Kanal RCA-Buchsen sowie hochwertigen 7.2 Kanal XLR-Ausgängen, stehen dem Heimkino-Anhänger hier zur Verfügung.

Der AV7701 ist das perfekte Abbild der für Marantz bekannten Ingenieurskunst. Die Marke erfüllt seit vielen Jahrzehnten die Anforderungen der kritischsten Heimkino-Enthusiasten, indem sie klassische Funktionen und markantes Design mit innovativen Technologien vereint. Verbindungsmöglichkeiten sind beim AV7701 ebenfalls reichlich vorhanden, z.B. 7 HDMI-Eingänge und 3 HDMI-Ausgänge, alle kompatibel mit 3D- und 4K-Inhalten. Zwei der HDMI-Ausgänge offerieren dem Nutzer, sein Filmmaterial auf zwei separaten HD-Fernsehern zu schauen oder aber per Tastendruck auf eine Leinwand zu projizieren, während der dritte HDMI-Ausgang dem Anwender anbietet, eine unabhängige Quelle in einem anderen Raum zu sehen, egal welches Programm im Hauptraum abgefragt wird.

Die beiden HDMI-Ausgänge für die Haupt-Zone unterstützen die Audio Return Channel Funktion (ARC). Weiterhin sind verschiedene analoge Videoeingänge vorhanden, inklusive Component und Composite Video sowohl für herkömmliche Videoquellen (SD) als auch für High Definition (HD) Material. Außerdem verfügt das First Class-Produkt über einen 7.1 Kanal Audio-Eingang.

Für absolute Klangtreue unterstützt der AV7701 die neusten digitalen Audio-Dekoder, darunter Dolby TrueHD und Dolby Pro Logic IIx sowie DTS-HD Master Audio. Zudem bietet er die Option, seine Vorstufenausgänge so zu konfigurieren, dass er zusätzliche Front Height- oder alternativ Front Width-Kanäle mit Signalen versorgt, um eine noch breitere Bühnenabbildung zu erhalten oder um z.B. dramatische Flugszenen darzustellen (Audyssey DSX Processing). Ebenso kann der AV7701 im Bi-Amping-Modus für die Haupt-Front-Lautsprecher (L/R) benutzt werden: Das ermöglicht eine noch höhere Leistungsversorgung. Der AV7701 verfügt ebenfalls über Marantz HDAM-Module – diskrete Vorverstärkermodule, die mit Stromgegenkopplung ausgerüstet sind, was gemeinsam für eine fantastische Tonqualität sorgt.

Audyssey’s MultEQ XT (Pro), das automatische Raumakustik-Korrekturprogramm, analysiert die Soundausgabe eines jeden Lautsprechers im Raum und erstellt digitale Filter, sodass eine optimale Klangqualität mit praktisch jeder Lautsprecher-Art und -größe in noch so komplizierten Räumlichkeiten erzeugt wird. Audyssey Dynamic Volume liefert auch eine naturgetreue Hörerfahrung auf einem reduzierten Lautstärkepegel, was das Musikhören bei Nacht ermöglicht, ohne Familienmitglieder oder Nachbarn zu stören. Audyssey Dynamic EQ biete volle Soundqualität ohne Rücksicht auf die Lautstärkeeinstellung. Das Marantz M-DAX Audio Processing ist ebenfalls enthalten, welches komprimierte Audioquellen wie MP3 neu bearbeitet, um die volle Bandbreite der Original-Musik zu liefern.

All diese außergewöhnlichen Merkmale und die markante Marantz Ästhetik lassen den AV7701 zu einer einzigartigen Lösung für alle Heimkino- und Musikenthusiasten werden. Die perfekten Gegenstücke für diesen unglaublichen Vorverstärker sind die 5-Kanal-Enstufe MM7055 und der 2-Kanal Endverstärker MM7025, welche bereits erhältlich sind. Da Marantz traditionell an der Spitze der Unternehmen steht, die unnötigen Energieverbrauch vermeiden, hat das neue Produkt einen sehr geringen Stand-by-Stromverbrauch und darüber hinaus eine Abschaltautomatik, die das Gerät nach 30 Minuten ohne Signal in den Stand-by versetzt.

Der AV7701 von Marantz wird ab Ende Oktober 2012 in der Farbe Schwarz im deutschsprachigen Raum erhältlich sein und zu einem unverbindlichen Preis von 1.999,- Euro angeboten.

Quelle: Marantz

via Heimkino/Home Entertainment: Marantz zeigt neue AV-Vorstufe AV7701.

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Aug 22 2012

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4K-TV: LG startet Ultra-HD-Fernseher

3D-Gerät jetzt in Südkorea verfügbar – Auf der IFA zu sehen

Seoul (pte015/22.08.2012/12:45) – LG hat heute, Mittwoch 22.08.2012, in Südkorea den weltweit ersten 3D-fähigen 84-Zoll-Fernseher mit Ultra High Definition (UHD) – 3.840 mal 2.160 Pixel, kurz auch “4K” genannt – auf den Markt gebracht. Das Modell verspricht ein besonders intensives Heimkino-Erlebnis und setzt dazu unter anderem auf persönliches 3D-Feintuning. Gamern stellt der Konzern ein völlig neues Spielerlebnis im direkten Duell in Aussicht. Bereits ab September soll das Gerät internationale Märkte erobern. Das heimische Publikum bekommt auf der IFA Berlin http://ifa-berlin.de die Gelegenheit, sich ein Bild vom UHD-Gerät zu machen.

Ob es schon jetzt einen großen Sturm geben wird, ist fraglich. “UHD ist derzeit ganz klar in einem Early-Adopter-Stadium”, erklärt Daniel Simmons, Senior Analyst bei IHS ScreenDigest.com. “Langfristig hat UHD das Potenzial zum Massenmarkt-Feature und könnte zur Standardauflösung für TV werden”, betont er. “Doch das wird dauern, denn UHD wird wohl nicht vom Übergang zu Flachbildschirmen profitieren, der den HD-Übergang angetrieben hat.”

3D-Stärke und mehr

Mit seiner 4k-Auflösung bietet LGs UHD-Fernseher viermal so viele Pixel wie ein herkömmlicher 1080p-HD-Fernseher. Damit ist das Gerät gerade für 3D-Fans interessant. Denn obwohl die von LG genutzte 3D-Darstellung mit Polarisationstechnologie eine reduzierte effektive Auflösung bedeutet, ist somit doch eine Wiedergabe in 1080p möglich. Zudem verspricht LG mittels “3D Depth Control” die Möglichkeit, das Abstandsempfinden bei 3D-Content persönlich anzupassen. Ein “3D Sound Zooming” genanntes Feature wiederum soll Geräusche exakt passend zu Position und Bewegung von Objekten wiedergeben. Außerdem ist der Fernseher mit einem 2D-zu-3D-Konverter ausgestattet.

Gamer lockt der Fernseher indes mit einer “Dual Play” genannten Funktion. Damit sehen zwei Spieler gleichzeitig verschiedene Bilder auf der kompletten Fläche des Displays – damit sollen Splitscreen-Duelle der Vergangenheit angehören. Die sogenannte “Magic Remote” verspricht eine intuitive Navigation auf dem Home Dashboard, über das der Fernseher Zugriff auf LGs Smart-TV-Ökosystem mit rund 1.400 Apps bietet. Eine Technologie namens “Resolution Upscaler Plus” soll dafür sorgen, dass Bilder von externen Quellen wie Netzwerk-Speichergeräten besonders detailreich dargestellt werden.

UHD-Content-Mangel

Trotz aller Features gibt sich LG zum Launch des UHD-TV-Geräts doch etwas vorsichtig. “Der 4K-Display-Markt steckt noch in den Kinderschuhen, aber es war LG wichtig, sich hier einen Anteil zu sichern”, so Havis Kwon, Präsident und CEO der LG Electronics Home Entertainment Company. Das ist verständlich, denn tatsächlicher UHD-TV-Content bleibt bislang bis auf wenige Experimente – beispielsweise bei den Olympischen Spielen in London – Mangelware.

Doch existiert auch ein klarer Silberstreif am UHD-Horizont. “Es gibt sehr wenig native TV-Inhalte in UHD, aber digitales Kino nutzt bereits eine höhere Auflösung als HD”, erläutert Simmons. “UHD wird eine Bildqualität wie im digitalen Kino im Wohnzimmer ermöglichen.” Zudem sei es relativ einfach, HD-Inhalte oder gar Content mit normaler Auflösung in UHD umzuwandeln, so der Analyst. “Es wird nicht die gleiche Content Gap wie bei 3D geben, wo Inhalte eigentlich nativ in 3D gefilmt werden müssen, um ein wirklich befriedigendes Erlebnis zu bieten.”

Quelle: pressetext.com

via 4K-TV: LG startet Ultra-HD-Fernseher.

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Jan 12 2012

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Mit OLED und UltraHD gegen die Flat-TV-Krise

Die Verkäufe stagnieren, der Markt ist gesättigt: Hersteller von Flat-TVs flüchten sich in neue Technik, um TV-Verkäufe anzukurbeln. Als aussichtsreiche Lösung zeichnet sich UltraHD beziehungswiese 4K sowie OLED ab. Beides ist bis dato jedoch noch nicht ausgereift.

Sportgroßereignisse waren immer schon ein willkommener Anlass, um Konsumenten neue Fernsehgeräte schmackhaft zu machen, um die Bilderpracht in bestmöglicher Qualität zu genießen. Gerade 2012 wird sich dies wieder bewahrheiten, denn mit der Fußball-EM und den Olympischen Spielen stehen gleich zwei Spektakel der Sonderklasse auf dem Programm. Die Industrie hat diese Events auch bitter nötig, denn der TV-Markt ist gesättigt. “Die Boomphase der 2000-Jahre ist vorbei. Seit 2010 stagniert der Markt weltweit. In Europa ist jeder versorgt, nur die Schwellenländer sorgen für Nachfrage”, so Steve Bambridge vom Marktforscher GfK.

OLED als Hoffnungsträger
Neuen Schwung soll in den kommenden Jahren eine neue Bildschirmtechnik bringen, die bisheriges in Sachen Bildqualität übertrumpft: OLED. Dass Bildschirme auf Basis dieser Technik die aktuelle Generation an LCD/LED-Geräten ablösen wird, war nur eine Frage der Zeit. Bereits seit über acht Jahren werden Displays mit Organischen Licht Emittierenden Dioden auf Messen gezeigt. Doch bislang konnten Besucher die extrem dünnen, besonders farbprächtigen Geräte nur in kleinen Größen bewundern. Modelle über 22 Zoll waren zu teuer oder technisch nicht machbar.

Auf der diesjährigen CES zeichnet sich nun ein Durchbruch ab. LG zeigt ein OLED-Gerät mit 55 Zoll, Samsung präsentiert ebenfalls eines mit 55 Zoll – und nennt es “Super OLED”. Sony wiederum zeigt seine Eigenentwicklung Crystal LED (CLED), die die gleichen Vorzüge bei anderer Konstruktionsweise und Technik bieten soll.

Dünn, scharf, kraftvoll
Alle Geräte sind nur wenige Millimeter dünn, möglich wird dies aufgrund der OLEDs. Werden bei aktuellen LCD-Fernsehern die Pixel mit Licht Emittierenden Dioden (LEDs) zum Leuchten gebraucht, erledigt dies bei den OLEDs eine hauchdünne Schicht organischen Materials. Wird diese unter Strom gesetzt, beginnt sie zu leuchten. Neben der Platzersparnis bringt die neue Technik weitere Vorteile: Sie kann Licht bedeutend schneller ein- und ausschalten. Dies resultiert in einem TV-Bild ohne Verwischer oder Ruckler. Die Darstellung wirkt insgesamt brillanter und schärfer.

Verwirrung bei der Umsetzung
Die Technik hat jedoch auch Nachteile: Bei Bilddarstellung mit kräftigen, hellen Farben kommt es mitunter zu mehr Stromverbrauch als bei LCDs. Des Weiteren altern die verschiedenfärbigen OLEDs (verbaut sind Rot, Grün, Blau) unterschiedlich schnell, was zu Farbenstichen führt. LG löst dies mit vier weißen OLEDs, wovon drei mit Farbfiltern arbeiten (RGB) und das vierte den Lichtausstoß verstärkt. Sony wiederum verbaut sechs Millionen Nano-LEDs bei CLED und bringt die Pixel so zum Strahlen. Hinter jedem einzelnen Pixel sitzen LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau. Marktführer Samsung, der als einziger auf klassisches OLED setzt, glaubt hingegen, das Problem des Farbstichs im Griff zu haben.

UltraHD-Geräte ohne UltraHD-Inhalte
Da bei der Herstellung der OLED-TVs erfolgreich neuen Techniken angewandt werden konnten, sind die ersten großen Modelle überraschend günstig. Samsung etwa peilt 5000 Euro für sein Modell an und will in der zweiten Jahreshälfte starten. Bedeutend teuer ist hingegen eine andere Entwicklung, die sich auf der CES abzeichnet. LG (84 Zoll), Toshiba (55 Zoll), Sony und Sharp zeigen Geräte, die Inhalte mit einer noch höheren Bildqualität darstellen. Der Startpreis liegt bei 10.000 Euro. Der Nachfolge-Standard von FullHD (1920×1080) heißt UltraHD (in der Filmindustrie auch 4K genannt) und bietet viermal so viele Pixel (3840×2160). Besonders Sony setzt auf den neuen Standard, da der Konzern mit dem eigenen Filmstudio direkten Zugriff auf passende Inhalte hat. An denen mangelt es nämlich deutlich.

Extrem hohe Datenraten
Dies ist auch die Hauptkritik an diesem Format, weshalb es in den nächsten fünf Jahren sicher nicht massenmarkt-tauglich wird. TV-Stationen haben erst kürzlich auf HD umgestellt, ein nochmals Aufrüsten ist aus Budgetgründen auszuschließen. Auch Blu-rays in diesem Format gelten als unwahrscheinlich, brauchte eine Minute 4K-Film rund ein Gigabyte. Bislang ist es nur bei YouTube erlaubt, Filme mit dieser Auflösung hochzuladen. Was noch hinzukommt: Die hohe Auflösung macht erst in TVs mit über 50 Zoll einen Sinn, was den Großteil der Wohnzimmer ausschließt.

4K für brillenloses 3D
Geht es nach den Herstellern, wird die höhere Pixelzahl vor allem für brillenloses 3D eingesetzt. Mit diesen Geräten ist es nämlich möglich, die nötigen Perspektiven parallel und ohne großen Qualitätsverlust anzuzeigen. Toshibas (mit Facetracking via Kamera) und Sonys Modelle beherrschen dies bereits. Auf der CES konnte deren Autostereoskopie ausprobiert werden – und hinterließ einen überraschend positiven Eindruck.

Quelle: futurezone

via Mit OLED und UltraHD gegen die Flat-TV-Krise.

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Jan 10 2012

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Sony zeigt 4K-TV und neuartige LED-Technik


Links das Crystal Display, rechts ein Sony LCD

Der Unterhaltungskonzern zeigt auf der CES, wie auch die Konkurrenz, einen TV mit 4K-Auflösung, der Ende des Jahres in den Handel kommen soll. Zudem wurde der Grund für den Ausstieg aus dem OLED-Sektor bekannt: Sony arbeitet an einer eigenen Technologie.

Nicht UltraHD oder QuadHD, einfach 4K. Nach Sharp, Toshiba und LG zeigt nun auch Sony einen Flat-TV mit doppelter HD-Auflösung. Dass sich es dabei nicht nur um ein Panel mit mehr Pixel handelt, sondern eine Strategie dahinter steckt, machte CEO Howard Stringer klar. Als Medienkonzern habe man nicht nur Video- und Filmkameras, sondern auch Projektoren und Inhalte, die mit dieser Auflösung arbeiten. Der FlatTV, der Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, ist da nur ein weiterer Teil der Kette. Um das Problem der mangelnden Inhalte vorerst zu beheben, wies Stringer darauf hin, dass die aktuelle Blu-ray-Player-Generation bereits auf 4K hoch skalieren kann.

4K als Werkzeug für brillenloses 3D
Zudem muss 4K-Monitor nicht 4K-Wiedergabe bedeuten. Wie bereits bei anderen Herstellern auch, nützt Sony das Mehr an Pixel um brillenloses 3D zu realisieren. Auf der Messe gibt es mehrere Prototypen verschiedener Zollgrößen, die so arbeiten. Bei einem ersten futurezone-Augenschein funktionierte dies überraschend gut. Das Konzept ist weiterhin weit von der Marktreife entfernt, für einen Prototypen war der Effekt jedoch deutlich sichtbar. Sony wird diese Richtung mit Sicherheit weiterverfolgen, da 3D für den Konzern wichtig ist. Im Zuge seiner Ansprache betonte Stringer wiederholt, wie engagiert man als Hersteller aber auch Filmstudio sei, 3D-Inhalte zu schaffen.

Kristall mit Streifen
Displays mit höherer Auflösung und Autostereoskopie sind aber nur zwei Bausteine in Sonys TV-Zukunft. Auf der Messe wurde eine neue Art von Display enthüllt, die eine Alternative zu OLED darstellen soll. Der Konzern nennt es “Crystal LED Display”. Laut Stringer kommen sechs Millionen winziger LEDs zum Einsatz, die die Pixel ersetzen. Es soll LCD und Plasma übertrumpfen und brillantere Farben und besseren Kontrast bieten. Was sich dahinter genau verbirgt, verschweigt Sony bislang.

Der auf der Messe ausgestellte Prototyp machte auf den ersten Blick zwar einen guten Eindruck, bahnbrechende Vorteile konnte man jedoch nicht erkennen. Was außerdem stutzig machte: Beim Fotografieren des Geräts waren immer Streifen vom (langsamen) Bildaufbau zu sehen. Dies erinnerte an alte Röhrenfernseher.

Neues für GoogleTV
Schließlich ist auch bei Sony Vernetzung ein großes Thema. Mit PlayStation, FlatTVs, Handys, Film- und Musikstudios ist man prädestiniert für eine Strategie der Konvergenz. Nun soll dies in die Tat umgesetzt werden. Mit Cloud-Services, Apps und reibungsloser Drahtlos-Kommunikation soll das Sony-Universum zusammenrücken.

Parallel zur eigenen Vernetzungsvision hat man sich einen wichtigen Partner an Bord geholt. Sony bringt ab Sommer neue Hardware (Blur-ray-Player und Streaming-Box) für GoogleTV. Laut Stringer sollen in den nächsten drei Jahren 300 Millionen netzwerkfähige Geräte verkauft werden. Die negativen Aspekte, wie der Hacker-Datenskandal vor einem Jahr wurde vom CEO nicht angesprochen.

Quelle: futurezone / Foto: Benjamin Sterbenz

via Sony zeigt 4K-TV und neuartige LED-Technik.

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