Apr 29 2013

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tagesschau.de setzt auf stärkere Präsenz von Videos und Audios

Abgelegt 15:37 unter Internet / Netzwelt / iNet-Recht

Hamburg, 29.04.2013 – Die Website tagesschau.de ist seit Wochenbeginn gründlich überarbeitet. “Ziel der Umgestaltung war es, die audiovisuellen Inhalte zu stärken und die multimediale Qualität des Angebots in den Vordergrund zu stellen”, so Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR Intendant, in Hamburg. “Damit hat tagesschau.de einen Schritt nachvollzogen, den die Tagesschau-App schon zum Jahresbeginn gemacht hat.” Marmor wies auf den gewachsenen Anteil von Videos und Audios bei tagesschau.de hin. Sie würden zudem prominenter platziert und mit Hilfe von Icons deutlicher präsentiert als bislang.

Marmor betonte, dass der Relaunch mit Bordmitteln durch die Online-Gemeinschaftseinrichtungen der ARD entwickelt worden ist. Der Einsatz von Finanzmitteln und Personal für tagesschau.de einschließlich der Tagesschau-App bleibe begrenzt. Auch inhaltlich sei keine Ausweitung geplant: “Die ARD wird tagesschau.de nicht zu einer Dachmarke für Politik, Börse, Sport und Vermischtes weiterentwickeln. tagesschau.de tritt auch nicht in Konkurrenz zu thematischen Vollangeboten aus Verlagen, sondern bleibt bei der klaren Ausrichtung auf Nachrichten zu relevanten, vor allem politischen Themen.”

Eine besondere Stärke von tagesschau.de bilden weiterhin die online verfügbaren Berichte der Fernseh- und Hörfunk-Korrespondenten und der Studios im In- und Ausland. Dr. Kai Gniffke, Erster Chefredakteur ARD-aktuell: “Diese Stärke stellen wir besser heraus als bisher. Die Abschriften der Berichte werden besser mit den Videos und Audios verknüpft als bislang. Kamera- oder Lautsprecher-Symbole führen mit einem Klick zu audiovisuellen Inhalten, die damit für die Nutzer viel augenfälliger und leichter zugänglich geworden sind.”

Die Seitenstruktur wird vereinfacht: Die Navigation, die bislang in eine horizontale und eine vertikale Struktur aufgeteilt war, ist nun ausschließlich horizontal angelegt. Dadurch gibt es mehr Platz beispielsweise für größere Fotos und die Verlinkung von audiovisuellen Inhalten.

Zugleich hat sich die Lesbarkeit auf den verschiedenen Endgerätetypen verbessert. “Immer mehr Menschen nutzen tagesschau.de auf ihren Handys und Tablets, also auf Geräten mit eher kleinen Displays”, so Gniffke. “Bei PCs und internetfähigen Fernsehgeräten ist die Bildschirmgröße dagegen gewachsen.” Weil Online-Angebote überall gleich gut navigierbar sein sollen, setzt tagesschau.de für seine Seiten auf das so genannte “Responsive Design”, auch “Liquid Design” genannt. Es ermöglicht eine variable Seitendarstellung, die sich automatisch an die jeweilige Bildschirmgröße anpasst.

Erneut gibt es Verbesserungen bei der Barrierefreiheit: Sie wird mit dem Relaunch weiter ausgebaut. Alle Module sowie die Navigation wurden mit Blick auf die Anforderungen der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) optimiert. Die Seiten können von allen gängigen Screenreadern gelesen werden. Außerdem legt das neue Design wesentlich mehr Wert auf den Kontrast von Farbverläufen.

NDR Intendant Marmor bekräftigte das Angebot der ARD an die Verlage, tagesschau.de in Kooperationen einzubringen. Möglich seien u. a. die unentgeltliche Nutzung der “Tagesschau in 100 Sekunden” für Digitalangebote der Verlage oder die Bereitstellung von einzelnen Videos für deren Websites. “Vorstellbar ist auch die gemeinsame Arbeit an Apps, etwa zu bestimmten Großereignissen wie z. B. Bundestags- und Landtagswahlen oder Kirchentagen. Dabei könnte die ARD im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Bewegtbilder beisteuern”, so Marmor.

tagesschau.de ist das reichweitenstärkste Telemedienangebot der ARD. 2012 zählte die Seite durchschnittlich 32,3 Millionen Abrufe pro Monat und 95,3 Millionen Pageimpressions pro Monat. Nach dem Start im Jahr 1996 wurde das äußere Erscheinungsbild der Seite zwar laufend weiterentwickelt; einen grundlegenden Relaunch gab es bislang jedoch nur einmal, im Jahr 2001.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk, Presse und Information, ndr.de

via tagesschau.de setzt auf stärkere Präsenz von Videos und Audios.

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