Jun 25 2012

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“Blaubeerblau” gewinnt den Publikumspreis beim 8. Festival des deutschen Films

Abgelegt 14:14 unter TV Film-News

München, 25.06.2012 – Gestern wurden beim 8. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mehrere ARD-Produktionen mit Preisen bedacht. “Blaubeerblau” (BR/MDR/ARD Degeto) von Rainer Kaufmann und “Schuld sind immer die Anderen” (SWR/Arte) von Lars-Gunnar Lotz teilen sich den Publikumspreis, sie erhielten gleich viele Stimmen. Der Filmkunstpreis des Festivals ging an “Für Elise” (SWR/Arte/MDR).

“Blaubeerblau” wird im Rahmen der diesjährigen ARD-Themenwoche “Leben mit dem Tod”, die vom 18. bis 23. November 2012 stattfindet, im Ersten ausgestrahlt.

Der Film mit Devid Striesow, Stipe Erceg, Nina Kunzendorf und Dagmar Manzel nimmt sich auf feinsinnige und humorvolle Weise nicht nur des Themas Tod und Sterben an, sondern erzählt gleichzeitig eine Geschichte über das Leben. Regie führte Rainer Kaufmann nach einem Drehbuch von Beate Langmaack. Redaktion hatten Dr. Stephanie Heckner (BR/federführend), Jana Brandt (MDR), Jörn Klamroth (ARD Degeto).

Dr. Stephanie Heckner, Leitung Reihen und Mehrteiler im BR: “Das Wort Bestimmtheit besteht im Japanischen aus zwei Zeichen: wütend sein und Sehnsucht. Wut ist eine nach außen gerichtete Energie, Sehnsucht, der Wunsch nach Verbindung, Bestimmtheit also – eine Energie, die nach Bindung sucht. Der Pfleger von Hannes im Hospiz sagt in ‘Blaubeerblau’ zu Fridjof: ‘Hannes hat keine Zeit mehr, sich undeutlich auszudrücken. Wenn er will, dass du gehst, dann sagt er, dass er will, dass du gehst’. Deutlichsein. Bestimmtheit. Eine Energie, die nach Bindung sucht. Dass darin das Glück des Lebens liegen kann, versteht Fridjof in der Begegnung mit dem Tod. Bei allen Vorführungen von ‘Blaubeerblau’ hatte ich den Eindruck, dass ein bisschen was von diesem Gefühl für das Glück des Lebens aufs Publikum übergeht. Dass der Film jetzt den Publikumspreis dafür bekommt, ist für uns alle, die daran beteiligt waren, ein großes Glück und die schönste aller möglichen Auszeichnungen, weil sie direkt vom Publikum kommt.”

Quelle: Presse und Information Das Erste, Silvia Maric

via 8. Festival des deutschen Films 2012.

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