Archiv für die Kategorie 'Politik & Wirtschaft'

Mai 14 2012

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Medientage München: Schlagabtausch zum Urheberrecht zwischen GEMA und Piratenpartei

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“Ein Haus fällt auch nicht 70 Jahre nach dem Tod seines Eigentümers zurück an die Gemeinschaft!” Schlagabtausch auf den Audiovisual Media Days zum Thema Urheberrecht im Web

München, 14.05.2012 – Auf Deutschlands größtem Bewegtbildkongress, den Audiovisual Media Days, trafen am Vormittag des 14. Mai 2012 GEMA-Syndikus Alexander Wolf und Boris Turovskiy von der Piratenpartei zu einem Meinungsaustausch zusammen. Nach dem Urteil des Landgerichts Hamburg, das Google-Tocher YouTube verpflichtete, sieben von der GEMA exemplarisch ausgesuchte Musiktitel von der Plattform zu entfernen, interviewte Dr. Ralf Weisser von McDermott Will & Emery die beiden Kontrahenten Alexander Wolf (GEMA) und Boris Turovskiy (Piratenpartei).

Laut Alexander Wolf geht es der Verwertungsgesellschaft primär um den Dialog, um eine Regelung mit den Anbietern zu finden, nicht um eine Kriminalisierung der Endnutzer. Die Piratenpartei wünscht sich eine Legalisierung von Tauschbörsen, denn “Tauschbörsen werden immer existieren, es ist technisch gar nicht möglich, sie abzuschaffen”, so Turovskiy. Er hob zudem den indirekten Nutzen der Tauschbörsen hervor, indem sie die Bekanntheit von Künstlern förderten. Die GEMA erhofft sich hingegen eine Regelung, bei der die Betreiber von Tauschbörsen und Internetportalen Gebühren an die GEMA abführten, die Anbieter sollten entweder eingebunden oder “freundschaftlich verklagt” werden. Turovskiy stellte sich dagegen auf den Standpunkt, Tauschbörsen seien per se nicht-kommerziell und daher auch nicht in der Pflicht, Anteile abzugeben. Auf das Argument der GEMA, schließlich verdienten durchaus Beteiligte wie Internetservice-Provider oder Telekommunikationsunternehmen an den Portalen, konterte Turovskiy, dass das Internet so viele Branchen verändere, dass die Serviceprovider nicht überall finanzielle Beiträge leisten könnten. Schließlich schaffe das Internet ja auch neue Märkte. Außerdem fordern die Piraten eine Stärkung des Rechts auf Privatkopien, die Verkürzung von Schutzfristen, die Eindämmung der “Abmahnindustrie” und die Stärkung von Urhebern gegenüber den Verwertern.

Dass eine Schutzfrist von 70 Jahren für ein Werk hingegen nicht besonders lange sei, untermauerte Wolf mit dem Hinweis, eine Immobilie falle ja auch nicht 70 Jahre nach dem Tod seines Besitzers an die Allgemeinheit zurück. Allerdings war auch er der Meinung, das Urheberrecht müsse heute stärker den neuen technischen Bedingungen angepasst werden; hier sei auch verstärkt die Politik gefordert. Wolf wollte sich nicht mehr zur Diskussion darüber äußern, welche Künstler nun für und welche gegen die Freigabe ihrer Werke plädierten; die Masse der Urheber habe eine klare Position dagegen. Schließlich könne niemand wollen, dass ihm die Lebensgrundlage entzogen werde. In den USA sei die Entwicklung bereits so weit, dass im CD-Bereich fast nichts mehr verdient werden könne.

Vollständiges Programm und Anmeldung: http://www.audiovisual-media-days.com

News, Videos und Bilder der Veranstaltung gibt es auch unter: facebook.com/audiovisualmediadays oder twitter.com/avmdays Hashtag: #avmd12

Audiovisual Media Days

14. bis 15. Mai 2012 HVB Forum www.hvbforum.de

Über Audiovisual Media Days

Die Audiovisual Media Days sind Deutschlands führende Informations- und Networking-Plattform für Bewegtbild im deutschsprachigen Raum. Schwerpunkte der Konferenz sind Strategien, Konzepte und Technologien für den erfolgreichen Einsatz von Bewegtbild in Medien, Marketing und Corporate Communications. Zum fünften Mal werden 2012 im Münchner HVB FORUM rund 40 hochkarätige Referenten aus Medien-, Marken-, Online- und Werbeindustrie zukunftsweisende Bewegtbildstrategien und Best Practice-Konzeptionen von Social Media bis iPad vorstellen. Die Audiovisual Media Days wurden 2008 initiiert. Seit 2011 ist die Medientage München GmbH der Veranstalter.

Quelle: Medientage München, Anja Kistler

via Medientage München: Schlagabtausch zum Urheberrecht zwischen GEMA und Piratenpartei.

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Feb 13 2012

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Medienkonzern Bertelsmann will globales Wachstum

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Der neue Bertelsmann-Chef Thomas Rabe setzt zum Generalumbau des größten europäischen Medienkonzerns an. In den kommenden fünf Jahren könnten “statt unserer heute vier Divisionen fünf oder sechs stehen”, sagte Rabe dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”.

Bertelsmann ist Mutterkonzern der RTL Group, des Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr, des weltgrößten Buchverlags Random House und des Dienstleisters Arvato. Der Konzern werde in fünf Jahren “internationaler und in mehr Geschäftsfeldern” aktiv sein, auch um die Abhängigkeit von den Gewinnen der TV-Tochter RTL Group zu reduzieren, die bisher zwei Drittel des Ergebnisses von Bertelsmann liefert, sagte Rabe.

“Wir werden auf jeden Fall wieder breiter”, erklärte Rabe. “Zehn, zwölf solcher Wachstumsplattformen definieren wir zur Zeit.” So will der Konzern etwa in das Bildungsgeschäft nicht bloß in Europa und den USA einsteigen, sondern vor allem in Brasilien, Indien oder China. Bertelsmann suche nach Geschäftsmodellen, die “eine globale Dimension erreichen können und sollen”.

Das geplante Wachstum werde der noch immer hochverschuldete Konzern aber “sicherlich nicht mit neuen Schulden erkaufen”, betonte Rabe. “Bertelsmann stand noch nie für besondere Kapitalstärke, das war immer ein Engpass.” Der Konzern mache aber “aus der Not eine Tugend”: “Ich halte es für zukunftsweisend, neue Geschäfte mit Partnern aufzubauen”, sagte Rabe. Er wolle “ein Klima schaffen, dass die besten Unternehmer im Medienbereich wieder zu uns kommen, um hier ihre Ideen umzusetzen”.

In der Führung des Konzerns rüttelt der neue Chef an der bei Bertelsmann bisher heiligen Dezentralität der Sparten: “Uns stehen im Moment globale Spieler wie Facebook gegenüber, die alles andere als dezentral aufgestellt sind.” Auch für den verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn sei Dezentralität immer an Bedingungen geknüpft gewesen: “Die Ergebnisse mussten stimmen.” Es stelle sich daher die Frage, “ob es in einigen Bereichen nicht besser wäre, stärker zusammenzuarbeiten”.

Quelle: RapidTVNews | 12-02-2012

via Medienkonzern Bertelsmann will globales Wachstum.

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Jan 03 2012

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Nowottny über Wulff: “Das Amt ist zu groß für diesen Mann” / Chance für Erklärung verpasst

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Bonn, 3. Januar 2012 – Für den ehemaligen WDR-Intendanten und Leiter des früheren Hauptstadtbüros der ARD Friedrich Nowottny ist Bundespräsident Christian Wulff dem Amt nicht gewachsen. Im PHOENIX-Interview sagte er: “Die Medien haben die Schwachstellen dieses Bundespräsidenten erkannt. Das Amt ist zu groß für diesen Mann.” Weiterhin sagte Nowottny: “Der gegenwärtige Bundespräsident hat gar nicht begriffen, dass er Bundespräsident ist. Er glaubt immer noch in Hannover zu sitzen und schaltet und waltet, wie der Ministerpräsident von Hannover zu schalten und walten gewohnt ist.”

Ob Wulff jetzt noch ausreichende Erklärungen für seinen umstrittenen Kredit und seinen Umgang mit den Medien liefern könne, bezweifelte Nowottny. “Am 22. hatte er die Chance. Die hat er verpasst.”

Das gesamte Interview:

Quelle: PHOENIX-Kommunikation, Pressestelle

via Nowottny über Wulff: “Das Amt ist zu groß für diesen Mann”.

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Dez 19 2011

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“Facebook hat Zeitpunkt für Börsengang verpasst”

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Die Kursentwicklung jener Tech-Firmen, die 2011 an die Börse gingen, ist miserabel und nimmt im Branchen-Vergleich den letzten Platz ein. Aufgrund dieser Entwicklungen glauben Experten, dass Facebook den optimalen Zeitpunkt für den Börsestart bereits verpasst hat.

Mehr als 40 Firmen aus dem Tech-Sektor sind heuer an die Börse gegangen. Damit sind Tech-Firmen führend unter den Debütanten, kaum eine andere Branche konnte so viele „IPOs“ verzeichnen. Die Erstürmung des Aktienmarkts hatte für den Großteil der Unternehmen jedoch negative Folgen. Die Aktien der Debütanten stiegen am Ausgabetag zwar oft um die Hälfte und machten Gründer und Banken reich, seitdem ist der Kurs der meisten Titel aber im Fallen. Die Performance ist dabei nicht auf den gebeutelten Aktienmarkt zurückzuführen. Laut Analysten von Renaissance Capital schneiden neue Tech-Aktien im Vergleich zu anderen Branchen generell schlechter ab.

Die großen Verlierer

Den miserabelsten Börsengang 2011 hat FriendFinder.com verzeichnet. Seit dem Januar-Start hat die Aktie 93 Prozent verloren. Auch das chinesische Online-Netzwerk RenRen verzeichnet ein fettes Minus von 81 Prozent. Weitere Negativbeispiele: Die Suchmaschine Yandex (minus 53 Prozent), das Web-Radio Pandora (minus 40) und der YouTube Klon TuDou (minus 30).

Viel zu hohe Bewertungen
„Die Aktien kamen teilweise zu sehr hohen Bewertungsmultiplikatoren an die Börse, die extreme Wachstumsannahmen beinhalteten“, sagt Leopold Salcher, Analyst bei Raiffeisen Capital, im Gespräch mit der futurezone. Laut Salcher sind einige Firmen zum Zeitpunkt des Börsenganges auch noch nicht profitabel gewesen. Im Markt überwiege die Unsicherheit, ob die Geschäftsmodelle funktionieren und die Firmen profitabel werden können. Mit dem Börsegang geht die Pflicht einher, Geschäftsberichte zu legen und Bilanzen zu veröffentlichen – und diese sind meist schlechter als erwartet. „Geblieben ist die Enttäuschung der Investoren nach teilweise sehr hohen Kursverlusten und die Einsicht, dass die Bewertungen wohl nicht immer gerechtfertigt waren“, so der Börsenexperte.

Facebook ist zu spät
Ob die durchwachsene Performance der Tech-Firmen Auswirkungen auf den Börsegang von Facebook hat, lässt sich laut Salcher aktuell zwar schwer prognostizieren. „Meiner Meinung nach haben sie den Zeitpunkt des IPOs aber angesichts sinkender Aktivitätsniveaus vieler User, speziell in Nordamerika, und zunehmendem datenschutzrechtlichen Gegenwindes schon verpasst“, sagt der Analyst.

Software-Produkte als Retter
Die schlechte Entwicklung der Börsenneulinge steht jedoch nicht für die gesamte IT-Branche. „Der Tech-Sektor hat sich sehr solide entwickelt. Die Unternehmen haben nach der Krise 2008 ihre Geschäftsmodelle angepasst und optimiert. IT-Ausgaben sind heutzutage in vielen Sektoren nicht mehr so einfach zu kürzen, da sie immer stärker die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigen bzw. auch gefährden können“, sagt Salcher. Im Vergleich zu anderen Branchen wie Versorger oder Industrie habe die IT-Branche nur moderate 4,7 Prozent verloren.

„Auffallend gut entwickelte sich insbesondere der Softwaresektor“, so Salcher. Die Analysen beziehen sich dabei auf IT-Software, die vor allem im Geschäftssektor eingesetzt werden. Sie hat um 3,2 Prozent zulegt, während Halbleiter (minus 9,3) und Hardware (minus 11,1) jeweils stark verloren haben.

Etablierte Firmen unbeeindruckt
Vor allem tablierte Firmen konnten ihren Wert halten oder leicht steigern. Google hält aktuell bei plus 4,5 Prozent, Apple bei plus 17,9 und IBM bei plus 28 Prozent. „Große Technologieunternehmen durchschiffen Turbulenzen angesichts solider Bilanzen mit beträchtlichen Cashbeständen in der Regel, ohne größeren Schaden zu nehmen“, sagt Salcher.

Auswahl an Tech-Aktien, seit Jahresbeginn:

Google: +4,5%
Amazon: +0,5%
IBM: +28%
Apple: +18%
eBay: +6%
Intel: +11%
Dell: +11%
Electronic Arts: +28%
RackSpace: +38,2%

ActivisionBlizzard: -5%
Microsoft: -8%
HP: -37%
Akamai: -42%
Cisco: -11%
Nvidia: -12%
Netflix: -60%
TI: -12,6%

Quelle: futurezone

via Facebook plant Börsengang für April 2012.

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Dez 05 2011

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China verbietet TV-Sendern Werbung

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Neue Regelung soll “kulturell ansprechende Volkserziehung” bringen

Peking (pte002/03.12.2011/06:05) – Die Regierung Chinas lässt weiterhin nichts unversucht, um die Medien- und Meinungsfreiheit der eigenen Bevölkerung in kontrollierten Schranken zu halten. Nach der offenkundigen Zensur und Blockade regierungskritischer Angebote im Internet hat die kommunistische Führung in Peking sich nun offenbar auf den TV-Sektor eingeschossen. Dieser soll im Sinne einer “kulturell ansprechenden Volkserziehung” schon ab dem 1. Januar 2012 zu einem generellen Werbeverbot während der Ausstrahlung von Spielfilmen und längeren TV-Serien – vor allem im Bereich Reality-TV – verpflichtet werden. Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, dem droht der Entzug der Sendelizenz.

“Ich halte es nicht für richtig, wenn eine Diktatur glaubt, das eigene Volk per Werbeverbot von oben nach unten erziehen zu können”, meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). In Deutschland würde zwar auch seit geraumer Zeit darüber diskutiert, die Webung in öffentlich-rechtlichen TV-Sendern einzuschränken. “Die Situation ist hierzulande aber eine völlig andere. Das, was China hier vorhat, ist mit nichts zu vergleichen, was bei uns passiert. Werbung ist ein Teil des alltäglichen Lebens der Menschen und kann nicht einfach weggekürzt werden”, so Nickel.

Propaganda statt Reality-TV

“Die Regierung möchte in erster Linie sicherstellen, dass sie das Fernsehen zur besten Sendezeit als Propagandawerkzeug einsetzen kann, um Patriotismus und die positiven Werte der eigenen Partei zu bewerben und die schöne Seite des Sozialismus aufzuzeigen”, wird Willy Wo-Lap Lam, Professor für Chinesische Geschichte an der Chinese University in Hong Kong http://www.cuhk.edu.hk , von einer US-Nachrichtenagentur zitiert. Das Werbeverbot, das ab Anfang 2012 gelten soll, sei dabei nur ein Schritt im Rahmen einer breiter angelegten Strategie, den Druck bzw. die Kontrolle über die TV-Landschaft zu verstärken.

“Mit dieser Maßnahme wird die wirtschaftliche Karte ausgespielt”, erklärt Lam. Denn durch das Wegfallen der Werbeeinnahmen würden die TV-Sender praktisch dazu gezwungen, weniger der beliebten Reality-TV-Serien zu produzieren. Diese würden ganz einfach nicht in das Bild der chinesischen Volkserziehung passen, betont der Geschichtsprofessor: “Nach Auffassung der Regierung sind diese Sendungen zu vulgär und in manchen Fällen sogar anti-sozialistisch.”

Qualitätsstandards und “kulturelle Rechte”

“Fernsehstationen müssen damit rechnen, einen Verweis zu erhalten oder ihre kommerziellen Übertragungsrechte zu verlieren, wenn sie weiterhin Werbeeinschaltungen während der 45-minütigen Episoden schalten”, heißt es auf der offiziellen Webseite der chinesischen Medienaufsichtsbehörde State Administration of Radio, Film and Television. Ziel der neuen Regelung sei es, “die Qualitätsstandards der öffentlich-kulturellen Dienste zu erhöhen” und “die grundlegenden kulturellen Rechte der Bevölkerung zu schützen”, so der weitere Wortlaut der Stellungnahme.

Quelle: pressetext.com

via China verbietet TV-Sendern Werbung.

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Nov 29 2011

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Facebook plant Börsengang für April 2012

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Das Online-Netzwerk erwarte eine Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar. Durch den Weg an die Börse strebe das Unternehmen Einnahmen von rund zehn Milliarden Dollar an, so ein Bericht im “Wall Street Journal”.

Facebook erwägt laut einem Zeitungsbericht einen Börsengang ab April 2012 mit einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar. Das weltgrößte Online-Netzwerk strebe dabei Einnahmen von zehn Milliarden Dollar an, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Der Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC könne noch dieses Jahr gestellt werden, Gründer Mark Zuckerberg habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Doppelt so viel wert wie HP

100 Milliarden Dollar ist die Marke, über die schon seit einigen Monaten spekuliert wird. Facebook wäre damit zum Beispiel doppelt so viel wert wie aktuell der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard. Mit dem Volumen von zehn Milliarden Dollar wäre es der mit Abstand größte Börsengang eines IT-Unternehmens. Google hatte seinerzeit im August 2004 rund 1,9 Milliarden Dollar eingenommen.

Geschäftszahlen
Facebook dürfte nach US-Vorschriften ab April 2012 seine Geschäftszahlen offenlegen müssen, da das Unternehmen in diesem Jahr mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 500 Anteilseignern überschritten haben wird. Deshalb wurde ein Börsengang in dieser Zeit schon lange erwartet. Jetzt hieß es, der wahrscheinliche Zeitrahmen sei zwischen April und Juni.

Mit inzwischen rund 800 Millionen Nutzern ist Facebook die unangefochtene Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Trotz Kritik von Datenschützern und Politikern am Umgang mit Nutzerinformationen wuchs das Netzwerk immer schneller. Der Umsatz dürfte zum Börsengang die Marke von vier Milliarden Dollar im Jahr erreichen, schrieb das „Wall Street Journal“.

Quelle: futurezone

via Facebook plant Börsengang für April 2012.

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Nov 28 2011

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Wikileaks kündigt neue Verschlüsselung an

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Informanten sollen durch neues Sicherheitssystem besser geschützt werden.

Die Enthüllungs-Plattform Wikileaks will ihre Informanten mit einem neuen Verschlüsselungsverfahren künftig besser schützen. Auf einer Pressekonferenz am 1. Dezember 2011 solle die Online-Sicherheit von Informanten im Zentrum stehen und ein neues Sicherheitssystem vorgestellt werden, hieß es in einer neuen Mitteilung. Der Betrieb der Plattform war im vergangenen Oktober gestoppt worden, unter anderem, um die Sicherheit der Informanten nicht zu gefährden. Allerdings hatten schon zuvor die Ermittlungen gegen Gründer Julian Assange und Streitereien in der Wikileaks-Spitze die Arbeit weitgehend lahmlegt.

Statt der SSL-Verschlüsselung habe man ein neues, komplexes System für die Dokumenten-Einreichung entwickelt, erklärten die Wikileaks-Aktivisten jetzt. Die Sicherheit von SSL-Zertifikaten sei seit mehr als einem Jahr durch Banden der organisierten Kriminalität und Geheimdienste durchlöchert worden und nicht mehr reparabel, heißt es in der Mitteilung. Die Möglichkeit der sicheren Kommunikation von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten über das Internet sei erheblich eingeschränkt gewesen. Die neue elektronische “Drop Box” solle substanziell besser sein als ihr Vorgänger.

Im Grunde hatte Wikileaks bereits für Montag, den 28. November 2011, einen Relaunch seines Einsendungs-Systems angekündigt, welches sich nun bereits über einem Jahr im Offline-Zustand befindet. In letzter Minute wurde die Präsentation um einige Tage verschoben. Wikileaks berief sich gegenüber Financial Times auf die Komplexität eines Neuaufbaus. Julian Assange, das Aushängeschild des Whistleblower-Portals, bekämpft unterdessen in Großbritannien ein Gerichtsurteil, das zu seiner Auslieferung an Schweden führen soll, wo er wegen sexueller Belästigung angeklagt wird.

Quelle: futurezone

via Wikileaks kündigt neue Verschlüsselung an.

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Nov 24 2011

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Groupon-Aktie im Sturzflug

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Groupon-Aktie im Sturzflug

Das anfängliche Hoch hielt nur kurz an

Der Höhenflug der Schnäppchen-Website Groupon an der Börse währte nur kurz: Mit einem rasanten Kurssturz fiel die Aktie am Mittwoch unter den Ausgabepreis von 20 Dollar. Im frühen New Yorker Handel war das Papier nach einem Minus von rund neun Prozent nur noch 18,20 Dollar wert.

Die Kursverluste hatten am Montag eingesetzt, als die Haltefrist für frühe Anteilseigner und Mitarbeiter auslief und sie ihre Aktien auf den Markt werfen konnten. Dass der Kurs dann deutlich nachgibt, ist bei Börsengängen nicht ungewöhnlich. Im Fall von Groupon setzte jedoch ein regelrechter Erdrutsch ein. Zum Handelsstart am Montag kostete die Aktie noch mehr als 26 Dollar. Am Dienstag schloss sie bereits nur noch hauchdünn über dem Ausgabepreis – in zwei Tagen verpuffte mehr als ein Viertel des Unternehmenswerts.

Bei Groupon können Unternehmen Rabatt-Coupons für ihr Geschäft anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Groupon behält eine Kommission, typischerweise rund die Hälfte des Gutschein-Werts. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Zweifel am Geschäftsmodell, weil die Firma auch bei schnell steigenden Umsätzen immer wieder hohe Verluste einfuhr.

Anfänglicher Triumph
Der Groupon-Börsengang am 4. November war noch als Triumph gefeiert worden. Trotz der anhaltenden Zweifel und einiger Pannen auf dem Weg aufs Parkett ging der Kurs zeitweise sogar um 50 Prozent auf 30 Dollar hoch. Gründer und frühe Investoren wurden dadurch – zumindest auf Papier – zu Milliardären. Groupon erlöste mit dem Börsengang rund 700 Millionen Dollar. Der Börsenwert lag schon mit dem Ausgabepreis bei rund 12,6 Milliarden Dollar.

Quelle: futurezone

via Katerstimmung bei Schnäppchen-Seiten hält an.

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Nov 21 2011

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Financial Times trickst Apple aus

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Anwendung verbucht ohne App-Store über eine Mio. Kunden

London (pte018/21.11.2011/13:31) – Die Financial Times (FT) hat bekanntgegeben, dass die Web-App des Unternehmens seit Juni von mehr als einer Mio. Usern verwendet worden ist. Die britische Wirtschaftszeitung war eines der ersten Printmedien, das sich gegen Apples restriktive Richtlinien erhoben und den mobilen Markt auf eigene Faust erschlossen hat. Der Erfolg könnte Apple unter Druck setzen, seine Konditionen anzupassen. “Etwaige Konsequenzen bleiben abzuwarten. Medieninhalte machen nur einen kleinen Teil des App-Geschäftsmodells aus. Wie gut Apples Bedingungen sind, hängt von der Fähigkeit der Verlage ab, gemeinsam aufzutreten um zu verhandeln”, sagt Medienberaterin Katja Riefler von risolutions.de.

Mobil-Boom

Als Apple das iPad präsentiert hat, wurde die Firma vielerorts zum Retter der Printmedien stilisiert. Die Euphorie fand ein jähes Ende, als Apple seine Bedingungen für den Zugang zum App-Store präsentierte. Verlage müssen 70 Prozent des Umsatzes und die Hoheit über die Abonnementendaten abgeben, wenn sie im Apfelladen vertreten sein wollen. Die FT wollte das nicht akzeptieren und beschloss, ihr eigenes Glück zu schmieden. Die Web-App des Unternehmens bietet ähnliche Funktionalität wie eine native Applikation, kann aber ganz normal über jeden Browser abgerufen werden. “Noch haben Web-Apps einige Defizite. HTML5 ist aber dabei, die Lücke zu schließen”, erklärt Riefler.

Mittlerweile kommen 20 Prozent der Zugriffe auf das Web-Angebot der FT über die App zustande. “Der mobile Markt ist mittlerweile enorm wichtig für Medienunternehmen. Smartphones sind inzwischen weit verbreitet und die Zahl der Tablets steigt schnell”, sagt Riefler. Das erfolgreiche Modell der FT lässt sich allerdings nicht ohne weiteres kopieren. “Die FT ist eine starke Marke, deren Online-Angebot schon lange vor der App kostenpflichtig war. Das sind spezielle Voraussetzungen. Die Verlage müssen verschiedene Modelle ausprobieren und wahrscheinlich mehrere Einnahmequellen schaffen, um im Internet zu florieren”, erklärt Riefler.

Konkurrenz für Apple

Apple war der Vorreiter was mobile Endgeräte betrifft. Mittlerweile hat die Konkurrenz aber aufgeholt. “Eine Premiummarke kann den Markt nicht alleine beherrschen”, so Riefler. Die wachsende Zahl der Mitbewerber schwächt Apples Position als Medienanbieter ebenso wie Firmen, die auf eine Präsenz im App-Store verzichten. Für die User steht laut Riefler hauptsächlich der bequeme Zugang zu Medien im Mittelpunkt. Mit Web-Apps lässt sich das relativ einfach realisieren. Für starke Marken, aber auch Nischenprodukte, kann sich ein Alleingang durchaus lohnen und zur lukrativen Einnahmequelle werden.

Quelle: pressetext.com

 

siehe dazu auch den Artikel Apple-Boykott: Financial Times umgeht iTunes.

 

 

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Okt 11 2011

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US-Regierung überwacht WikiLeaks-Volontär

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Geheimer Gerichtsbeschluss zwingt Anbieter zur Herausgabe von Daten

Washington (pte020/10.10.2011/13:59) – Die E-Mail-Daten von Jacob Appelbaum interessieren US-Behörden. Mit einer gerichtlichen Anordnung haben sie Google und den Provider Sonic.net http://www.sonic.net gezwungen, Informationen über Appelbaum herauszugeben, wie das Wall Street Journal berichtet. Die Daten wurden unter Geheimhaltung beantragt, obwohl dem ehemaligen WikiLeaks-Volontär momentan nichts vorgeworfen wird. “In Deutschland ist ein solcher Eingriff normalerweise nicht möglich. Die Behörden können sich nur bei begründetem Verdacht im Zuge eines Verfahrens über Brief- und Fernmeldegeheimnis hinwegsetzen”, sagt Strafrechtsanwalt Bernhard Schroer http://www.rechtsanwalt-schroer.de.

Altes Gesetz

Die Behörden haben bei Google und Sonic.net unter anderem Daten über die E-Mail-Korrespondenz und die IP-Adressen der elektronischen Geräte von Appelbaum beantragt. Die gerichtliche Anordnung zur Herausgabe der Daten bezieht sich dabei auf ein Gesetz zur Überwachung privater elektronischer Kommunikation aus dem Jahr 1986. Verschiedene Gruppierungen haben schon öfters versucht, sich für eine Reform des Gesetzes stark zu machen. Jetzt erhält die Debatte neuen Aufwind. Einige Experten sind der Ansicht, dass die Befugnisse, die dieses Gesetz den Behörden einräumt, gegen den in der Verfassung verankerten Schutz vor ungerechtfertigten Durchsuchungen verstößt.

Momentan brauchen die Behörden keinen gerichtlichen Beschluss, um Daten anzufordern. Das Gesetz ist älter als das Internet selbst. Paradoxerweise können US- Behörden den E-Mail-Verkehr weitaus einfacher überwachen als analoge Postsendungen. Wenn der elektronische Briefverkehr einer Person überwacht wird, muss der Betroffene nicht informiert werden. “Wenn im Zuge eines Verfahrens E-Mails überwascht werden, muss der Betroffene nicht informiert werden, da das die Ermittlungen behindern würde”, so Schroer. Google hat bekanntgegeben, dass die Firma im vergangenen Jahr 4.601 Anfragen auf Herausgabe von Daten von der US-Regierung erhalten hat.

Neuer Widerstand

Seit letztem Jahr laufen in den USA Ermittlungen gegen WikiLeaks. Im Zuge der Untersuchung haben die Behörden versucht, Informationen über einige Twitter-Accounts zu erhalten. Auch das Profil von Appelbaum wollten die Ertmittler einsehen. Twitter hat bisher noch keine Informationen preisgegeben. Das Verfahren läuft allerdings noch. Auch Sonic.net hat versucht, die Daten von Appelbaum zu schützen. Die Firma hat zumindest erreicht, dass die Behörden den 28-Jährigen informiert haben.

Quelle: pressetext.com

 

via US-Regierung überwacht WikiLeaks-Volontär.

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