Archiv für die Kategorie 'Politik & Wirtschaft'

Jun 16 2014

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WDR streicht 500 Stellen bis 2020

WDR streicht 500 Stellen bis 2020

Köln, 13.06.2014 – Der WDR wird in den kommenden Jahren 500 Planstellen abbauen. Das teilte Intendant Tom Buhrow den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Senders mit.

Von 2016 an fehlen dem WDR durchschnittlich 100 Millionen Euro pro Jahr im Etat. Steigende Ausgaben zum Beispiel durch Tariferhöhungen oder steigende Produktionskosten können durch den Rundfunkbeitrag, der zudem ab 2015 noch sinkt, nicht mehr aufgefangen werden. Ohne die Personalkosten deutlich zu reduzieren, sind die dringend notwendigen Einsparungen nicht zu leisten. Zu dem Ergebnis kommt die Geschäftsleitung des Senders am Ende sorgfältiger Prüfungen. Tom Buhrow: “Der Stellenabbau ist eine schmerzhafte, aber zwingende Entscheidung. Nur so bleiben wir aus eigener Kraft handlungsfähig und können den WDR steuern. Deshalb handeln wir jetzt. Um den Personalabbau zu beschleunigen, haben wir schon mit den Gewerkschaften Modelle für Altersteilzeit und Vorruhestand verabredet.”

Bis 2020 wird der WDR 500 Stellen nicht nachbesetzen, die zum Beispiel durch Verrentungen frei werden. Die meisten baut der WDR in der Verwaltung und in der Produktion ab. Außerdem wird der WDR seine Aufgaben reduzieren, Sachkosten senken und die Effizienz steigern. Buhrow: “Für die Menschen ist unser Programm das Wichtigste. Deshalb streichen wir dort so wenig wie möglich. Aber wir werden nicht mehr alles tun können, was wir heute tun. Ich sehe auch die Chance, dass wir uns neu und zukunftsfähig aufstellen.”

Tom Buhrow informierte auch die Gremien des WDR über den Stellenabbau.

Ruth Hieronymi, Vorsitzende des Rundfunkrats: “Der WDR muss diesen schwierigen Weg gehen, um sich fit für die Zukunft zu machen. Ich unterstütze Tom Buhrow und die gesamte Geschäftsleitung in dieser Sache ausdrücklich.”

Ludwig Jörder, Vorsitzender des Verwaltungsrats: “Wir sehen die Notwendigkeit für Sparmaßnahmen und stehen der Geschäftsleitung mit Rat und Tat zur Seite.”

Quelle: Stefan Wirtz, WDR-Unternehmenssprecher, wdr.de

via WDR streicht 500 Stellen bis 2020.

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Apr 30 2013

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Telekom-Chef weist Kritik an Drosselung zurück

Der Chef der deutschen Telekom, Rene Obermann, nimmt zu der geplanten Abschaffung der Flatrates Stellung. Er verteidigt die Datenbremse und argumentiert, dass Kunden nichts von der neuen Strategie merken werden.

Telekom -Chef Rene Obermann wehrt sich gegen Kritik an der geplanten Daten-Drosselung im Internet. In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verteidigte er die Pläne, berichtet der „Spiegel”. „Begriffe wie Netzneutralität und Sicherstellung von Wettbewerb” würden in der Debatte „dahingehend missbraucht, einen Flatrate-Anspruch auf unbegrenztes Datenvolumen im Internet zu zementieren”, zitiert das Magazin aus Obermanns Brief. Von der vorgesehenen Preisänderung seien nur drei Prozent der Kunden betroffen. „Diese Kunden nutzen in unserem Netz zehn- bis 20-mal größere Datenmengen als ein durchschnittlicher Kunde, der 15 bis 20 Gigabyte pro Monat verbraucht.”

Nur ein geringer Prozentsatz betroffen
Telekom-Marketingchef Michael Hagspihl sprang Obermann im „Focus” bei. „Wenn wir die Volumenbegrenzung einführen, werden die meisten Kunden davon nichts bemerken.” Investitionen in den Breitbandausbau seien wichtiger als immer niedrigere Preise. Obermann erklärte, es stimme nicht, dass die Telekom das eigene Fernsehangebot „Entertain” bevorzuge und Rivalen diskriminiere.

Telekom-eigene Internetdienste wie Videoload oder die Telekom-Cloud würden auf die Datenmenge angerechnet. „Entertain” sei jedoch kein „typischer Internetdienst, sondern eine von den deutschen Landesmedienanstalten durchregulierte separate Fernseh- und Medienplattform, für die unsere Kunden ein entsprechendes Zusatzentgelt bezahlen”, zitiert der „Spiegel” ihn weiter.

Politik übt weiterhin Kritik
Rösler hatte die Telekom wegen ihrer Pläne kritisiert. Das Vorhaben könnte die Gleichbehandlung von Anbietern im Internet gefährden. Ihre Position als Großaktionär der Telekom will die Regierung nach seinen Worten allerdings nicht offensiv nutzen, um auf Änderungen hinzuwirken. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) schloss sich der Kritik Röslers an und forderte im „Focus”: „Das Prinzip Netzneutralität darf nicht in Frage gestellt werden. Es darf keine Datenpakete erster und zweiter Klasse geben.” SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gesteht der Telekom in dem Magazin zwar „Pioniergewinne” für den Netzausbau zu, nicht akzeptabel seien aber „Zugangsbeschränkungen nur für die Wettbewerber der Telekom”.

Konkurrenz plant nichts Vergleichbares
Die Konkurrenz grenzt sich von der Telekom ab und will ihr Modell großteils nicht übernehmen. Der in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia plant nach Aussagen einer Sprecherin keine Begrenzung der Internet-Nutzung. Ebenso hält es Vodafone. Ein Sprecher von O2 hatte gesagt, der Schritt der Telekom sei aus Branchensicht angesichts der rapide steigenden Datenmengen nachvollziehbar. „Sollten wir so etwas einführen, würden wir das rechtzeitig ankündigen.” Der DSL-Anbieter bremse seine Kunden derzeit aber nicht aus.

Quelle: futurezone

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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Apr 29 2013

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MoMa-Hit “Hätte, hätte, Fahrradkette” hat mittlerweile 350.000 Klicks auf Youtube

Köln, 29.04.2013 – Knapp 350.000 Internet-Nutzer haben den Satire-Song über Peer Steinbrücks Äußerung im ARD-Morgenmagazin auf Youtube bereits angeklickt. Das Musikvideo lief am 26. April im MoMa und entwickelte sich zum Hit im Netz. Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier treten als Boygroup auf, begleitet von den Backgroundsängerinnen Andrea Nahles, Manuela Schwesig und Hannelore Kraft.

Hintergrund des Songs ist ein Interview von MoMa-Moderator Sven Lorig mit Peer Steinbrück am 12. April 2013. Lorig fragte den SPD-Kanzlerkandidaten, wie es zu dem umstrittenen Wahlkampfslogan “Das WIR entscheidet” kam. Auf die Frage, warum dem SPD-Wahlkampfteam nicht aufgefallen sei, dass eine süddeutsche Leiharbeitsfirma diesen Slogan verwendet, antwortete Steinbrück: “Hätte, hätte, Fahrradkette”.

Der Spruch animierte den MoMa-Chefsatiriker Udo Eling dazu, gemeinsam mit Kollegen ein Lied zu dichten. Darin auch ein Rap der Kanzlerin Angela Merkel: “Logisch, klar, der Steinbrück wär – Immer noch mein Lieblingspeer – Wir wär’n heut noch wie Geschwister – Ich und mein Finanzminister! – Doch er hängt ja, das ist dumm, – immer mit den Sozen rum! – Peerchen, Peerchen, nimm doch hin, – du wirst niemals Kanzlerin!”

Unterstützt wurde Ehling von Grafikdesigner Klaus Wolf, Philine Eling und WDR-Kameramann Reneé Begas. Die Musik haben Till Kersting, Ralph Möske und Lars von Sebo komponiert.

Im Netz ist das Video zurzeit unter anderem auf der MoMa-Homepage, auf tagesschau.de, wdr.de, einslive.de und auf dem ARD-Youtube-Channel zu sehen. Am 26. April 2013 brachten die Tagesthemen im Ersten das launige MoMa-Video zum Ausklang in der Sendung.

Quelle: Westdeutscher Rundfunk Köln, Annette Metzinger, wdr.de

via MoMa-Hit “Hätte, hätte, Fahrradkette” hat mittlerweile 350.000 Klicks auf Youtube.

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Apr 29 2013

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REWE Group weist Anschuldigungen von ZDF-Magazin “Frontal 21″ zurück

Abgelegt unter Politik & Wirtschaft

Köln, 29.04.2013 – Die REWE Group weist die heute (29.04.2013) vom ZDF-Magazin Frontal21 in Form einer Pressemitteilung zur Ankündigung der morgigen Sendung vorgebrachten Anschuldigungen zurück.

Konzernsprecher Martin Brüning erklärt dazu:

“Bei der REWE Group wurden und werden keine flächendeckenden und unbegründeten Videoüberwachungen von Mitarbeitern veranlasst oder geduldet. Ebenso werden auch keine Observationen von Mitarbeitern und Dienstleistern in deren privaten Umfeld veranlasst oder geduldet. Jeder Einsatz der verdeckten Videoüberwachung ist gesetzeskonform, dient immer und ausschließlich der Aufklärung von Straftaten, ist nur bei einem konkretem Verdacht zeitlich befristet zulässig und bedarf der Zustimmung des Betriebsrats. Sollten Verstöße einzelner Mitarbeiter oder externer, mit Überprüfungen beauftragter Unternehmen, wie Detekteien, gegen diese gesetzlichen und unternehmensinternen Vorschriften bekannt werden, werden diese Maßnahmen unverzüglich beendet. Zugleich werden unverzüglich die notwendigen Konsequenzen gezogen.

Tatsache ist, dass es im Zeitraum 2009/2010 Einzelfälle gegeben hat, in denen eine einzelne Mitarbeiterin der Revision bei PENNY Süd eigenmächtig und ohne Anweisung von Vorgesetzten sowie ohne die erforderliche Zustimmung des Betriebsrates eine verdeckte Überwachung von PENNY-Mitarbeitern veranlasst hat. Diese Vergehen wurden von der Konzernrevision Ende des Jahres 2010 aufgedeckt. Von der für diese Vergehen verantwortlichen Mitarbeiterin hat sich PENNY sofort nach der Aufdeckung der Vergehen getrennt.

Alle Geschäftbeziehungen zu der Detektei, die von der für die in Rede stehenden Vergehen verantwortlichen Mitarbeiterin eigenmächtig beauftragt wurde, sind unverzüglich beendet worden.

Die Behauptung, dass solche Maßnahmen wie im Jahr 2009/2010 in Einzelfällen geschehen, seitdem bis heute flächendeckend praktiziert würden, entbehrt daher jeder Grundlage.”

Quelle: REWE GROUP, Unternehmenskommunikation, rewe-group.com

 

Guckst du:

ZDF-Magazin “Frontal 21″: Rewe-Gruppe bespitzelt seit Jahren Mitarbeiter

 

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Apr 29 2013

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ZDF-Magazin “Frontal 21″: Rewe-Gruppe bespitzelt seit Jahren Mitarbeiter

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Rewe-Gruppe bespitzelt seit Jahren Mitarbeiter / ZDF-Magazin “Frontal 21″: Kameraanlagen über Wochen in Filialen installiert

Mainz, 29.04.2013 – Der Rewe-Konzern und seine Discount-Kette Penny bespitzeln seit 2009 heimlich Mitarbeiter. Darüber berichtet das ZDF-Magazin “Frontal 21″ am Dienstag, 30. April 2013, 21.00 Uhr. Überwacht werden die Mitarbeiter nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im Privatleben. Das belegen unter anderem Filmaufnahmen, die “Frontal 21″ vorliegen.

Nach Recherchen des Magazins werden seit Jahren in zahlreichen Rewe- und Penny-Filialen über Wochen Kameraanlagen installiert, von denen die Mitarbeiter nichts wissen. Darüber hinaus observierten Detektive Mitarbeiter zu Hause, durchsuchten sogar deren Hauskeller. Die Penny-Revision verlangte, eine Kamera auf den Spind einer Mitarbeiterin zu richten. Selbst der Angestellte eines Dienstleisters wurde tagelang verfolgt und mit seiner Familie beim Einkaufen gefilmt.

“Die flächendeckende massive Überwachung der eigenen Mitarbeiter ist moralisch und rechtlich skandalös, weil hier zutiefst in die Privatsphäre der Leute eingegriffen wird und elementare Rechtsvorschriften mit Füßen getreten werden”, urteilt Professor Stefan Sell, Experte für Arbeitsmarktfragen der Fachhochschule Koblenz. Auch Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, rügt die Überwachungspraxis der Rewe-Gruppe: “Wenn sich ein Unternehmen fortgesetzt nicht an Recht und Gesetz hält und die Mitarbeiter hintergeht oder hinterrücks heimlich überwacht und das nicht nur in einem gerechtfertigten Extremfall, ist das eine nicht hinnehmbare Praxis, die durch eine Aufsichtsbehörde geahndet oder vor Gericht geklärt werden muss.”

Die Rewe-Gruppe räumt die Überwachung der Mitarbeiter für 2009/2010 ein. Anlass sei ein Anfangsverdacht gegen einzelne oder mehrere Mitarbeiter gewesen. Diese Maßnahmen seien mit Wissen des Betriebsrates und im Rahmen gesetzlicher Vorschriften ergriffen worden. Flächendeckende und unbegründete Videoüberwachungen habe es nicht gegeben. Nur in Einzelfällen habe eine Mitarbeiterin der Revision eigenmächtig eine Überwachung veranlasst. Nach einer betriebsinternen Prüfung habe sich die Rewe-Gruppe von dieser Mitarbeiterin getrennt.

Nach Recherchen von “Frontal 21″ überwacht der Konzern bis heute seine Mitarbeiter. Dies belegen aktuelle Aufnahmen von einer Rewe-Filiale. Zu diesem Vorwurf steht eine Stellungnahme des Unternehmens noch aus.

Quelle: ZDF-Pressestelle, frontal21.zdf.de

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Apr 26 2013

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Patente: Motorola bekommt nur Cent-Beträge

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Im Patentkrieg der IT-Industrie hat ein US-Gericht Milliarden-Forderungen von Motorola und Google einen Dämpfer verpasst. Ein Richter sprach Motorola nur wenige Cent statt geforderter Dollar-Beträge als angemessene Lizenzgebühren zu. Der Windows-Konzern Microsoft, der die fraglichen Patenten in seinen Geräte und Software verwendet, feierte die Entscheidung als Erfolg.

Motorola hatte 2,25 Prozent vom Preis eines Geräts für die Verwendung von Patenten für bestimmte Video-Software und WLAN-Technologien gefordert. Da die Patente zum Grundstock von Standards gehören, müssen sie von Motorola zur „fairen” Konditionen zugänglich gemacht werden.Die beiden Unternehmen streiten sich aber über den angemessenen Preis.

Millionen statt Milliarden
Richter James Robart ging nun den ungewöhnlichen Schritt, konkrete Beträge für die Lizenzen festzulegen. So urteilte er, dass Microsoft für die Nutzung der Motorola-Patente für die oft verwendete Video-Technologie H.264 jeweils 0,555 US-Cent pro Xbox-Konsole oder Kopie des Betriebssystems Windows zahlen müsse. Bei den WLAN-Patenten legte der Richter den Preis auf 3,471 US-Cent fest. Bei Motorolas 2,25-Prozent-Forderung hätten die Lizenzgebühren jeweils mehrere Dollar betragen und hätten sich auf einige Milliarden summieren können.

Der Richter argumentierte, dass die Motorola-Patente nur einen geringen Teil der gesamten besonders wichtigen Standard-Schutzrechte ausmachten. Microsoft-Manager David Howard sprach von einem Erfolg für die Verbraucher, weil Technologien damit erschwinglich blieben.

Quelle: futurezone

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Apr 26 2013

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Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom

Die Deutsche Telekom hat mit ihrem Plänen für Daten-Obergrenzen auch im Festnetz nicht nur einfache Internet-Nutzer aufgebracht. Auch die deutsche Bundesregierung warnt vor dem geplanten Modell. Die Deutsche Telekom hingegen verteidigt ihre Pläne weiterhin.

Die Pläne der Deutschen Telekom, Obergrenzen für das Datenvolumen im Festnetz einzuführen, treffen nach Kritik von Kunden und Netzpolitikern jetzt auch auf Gegenwind der Bundesregierung. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zeigte sich in einem Brief an Telekom-Chef René Obermann besorgt. Der Minister warnte vor möglichen Einschränkungen für Flatrate-Kunden, wie „Spiegel Online” unter Berufung auf das Schreiben berichtete. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Äußerungen. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sieht Nachteile für Kunden.

“Nicht verbraucherfreundlich”
Aigner sagte, in den neuen Tarifen sei kein Fortschritt für die Kunden zu erkennen. „Die Telekom muss aufpassen, dass sie nicht übers Ziel hinausschießt. Flatrates derart zu begrenzen, ist sicher nicht verbraucherfreundlich”, kritisierte sie.

Bundesregierung und Wettbewerbsbehörden würden „die weitere Entwicklung in Bezug auf eine eventuell unterschiedliche Behandlung eigener und fremder Dienste unter dem Aspekt der Netzneutralität sehr sorgfältig verfolgen”, zitierte „Spiegel Online” Rösler am Mittwoch.

Bundesnetzagentur prüft
Die Bundesnetzagentur prüfe das geplante Modell bereits mit Blick auf die Netzneutralität, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Als Netzneutralität wird der Zugang zu Netzressourcen ohne Diskriminierung bezeichnet. Rösler setzt sich für die Förderung von Internet-Diensten in Deutschland ein.

Die Deutsche Telekom plant, dass ihr eigener Videodienst Entertain nicht beim Verbrauch des Daten-Kontingents berücksichtigt wird. Bei Konkurrenten wie Apple oder Amazon wäre das nach aktuellem Stand anders. Die Deutsche Telekom sprach dabei von einer „fairen Lösung”.

Verwechslung mit “Gratis-Internetkultur”
Die Deutsche Telekom betonte, sie teile die Ziele der Bundesregierung zur Netzneutralität. „Die Telekom steht für das freie und offene Internet: Netzneutralität wird in der Debatte teilweise mit einer Gratis-Internetkultur verwechselt”, sagte ein Sprecher. Er verteidigte ausdrücklich die Pläne angesichts anstehender Milliarden-Investitionen in die Netz-Infrastruktur.

„Die Alternative wäre gewesen, die Preise pauschal für alle Kunden zu erhöhen.” Nach Vorstellung der Deutschen Telekom sollten stattdessen nur Kunden, die überdurchschnittlich viel Hochgeschwindigkeits-Internet nutzen, zur Kasse geben werden. „Eine faire Lösung, finden wir.”

Kritik auch von Videodienst-Betreibern
Am Mittwoch meldete sich der Videodienst Watchever als erster Telekom-Wettbewerber kritisch zu Wort. „Die Entwicklung des Internet ging immer von langsam zu schnell und von der Beschränkung hin zur kundenfreundlichen Flatrate. Komplizierte Volumentarife mit zahlreichen Einschränkungen im Kleingedruckten haben in der Vergangenheit nicht funktioniert”, sagte Geschäftsführerin Sabine Anger der dpa.

Watchever lasse dem Kunden freie Wahl und stelle das Angebot ohne jede Einschränkung bereit – „das ist der Weg für erfolgreiche Geschäftsmodelle im Internet”. Bei der im Januar gestarteten Tochter des französischen Vivendi-Konzerns gibt es für 8,99 Euro im Monat eine Streaming-Flatrate für Filme und Serien.

“Managed Services” als Ausnahme
Die Deutsche Telekom sieht das hauseigene Angebot Entertain als Ausnahme, weil es ein „Managed Service” sei, bei dem der Konzern die Qualität garantiere. Auch andere Videodienste könnten gegen extra Bezahlung von der Deutschen Telekom einen „Managed Service” bekommen und dann würden auch ihre Daten nicht mitgerechnet.

„Entertain ist ein unterschiedlicher Datenstrom auf der gleichen Leitung und deshalb ein Managed Service und kein regulärer Internetverkehr”, ergänzte der Telekom-Sprecher. Reguläre Internetdienste würden diskriminierungsfrei behandelt.

Die Deutsche Telekom hatte am Montag (22.04.2013) angekündigt, dass für Neukunden vom 2. Mai an Obergrenzen für den monatlichen Datenverkehr bei Festnetz-Flatrates gelten werden. So kann die Telekom bei Leitungen mit einer Geschwindigkeit bis 16 Megabit pro Sekunde die Geschwindigkeit drosseln, wenn das Datenvolumen 75 Gigabyte überschreitet. Die Tempo-Bremse solle nach derzeitigen Planungen aber erst 2016 greifen.

EU will Telekom-Datenbremse nicht prüfen

Die von der Deutschen Telekom geplante Beschränkung bei Internet-Flatrates ist nach den Worten von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes kein Fall für die Europäische Kommission. Vielmehr sollten nun die Kunden „mit den Füßen abstimmen”, sagte Kroes der „Bild”-Zeitung.

Sie reagierte damit auf die jüngste Ankündigung der Deutschen Telekom, die Geschwindigkeit von Internetpauschaltarifen zu drosseln, wenn eine bestimmte Datenmenge verbraucht wurde. Dies könnte etwa Kunden betreffen, die sich im Netz viele Filme herunterladen. Wer mehr Daten übertragen will als in seinem Tarif vorgesehen, soll sich Zusatzpakete kaufen können.

„Wenn ein Unternehmen höhere Preise für höhere Datenmengen durchsetzen will, ist das normal”, sagte Kroes. „Die EU wird deswegen nicht eingreifen – aber die Kunden können es tun!”

Die Pläne des Bonner Konzerns stoßen auf Kritik in der deutschen Bundesregierung. „Anscheinend steht die Telekom auf der Leitung – sonst würde sie erkennen, dass ihr neues Geschäftsmodell ein klassischer Rohrkrepierer zu werden droht”, sagte Verbraucherministerin Ilse Aigner dem Blatt.

„Sollte sich herausstellen, dass die Telekom ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzt, muss das Kartellamt einschreiten. Falls die neuen Tarife eine Gefahr für die Netzneutralität darstellen, muss die Bundesnetzagentur tätig werden”, forderte die CSU-Politikerin.

Netzneutralitäts-Debatte im Gang
Unterdessen geht die Debatte über Netzneutralität in Deutschland weiter. Während die Deutsche Telekom von einer “fairen Lösung” sprechen, kritisieren Internet-Aktivisten die Datenbremse weiterhin massiv. Alexander Lehmann hat einen Film auf YouTube gestellt, der die Problematik rund um einen Verlust der Netzneutralität erklärt.

Quelle: futurezone

via Bundesregierung warnt vor Datenbremse bei Dt. Telekom.

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Apr 26 2013

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ZDF-Chefredakteur Peter Frey kritisiert Stefan Raabs Teilnahme am “Kanzlerduell”

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“Keine Showbühne für Mätzchen von Moderatoren”

Heidelberg, 25.04.2013 – Im Exklusiv-Interview mit dem Mediendienst kress kritisiert ZDF-Chefredakteur Peter Frey den ProSieben-Moderator Stefan Raab scharf. In dem Gespräch, das im gedruckten kressreport 9/13 (EVT: 3. Mai) erscheint, stellt Frey die “politische Kompetenz” des TV-Unterhalters in Frage. Auslöser für die Breitseite aus der Chefetage des Mainzer Senders ist die Tatsache, dass Stefan Raab nun zur Riege der Moderatoren zählt, die ARD, ZDF, RTL und die ProSiebenSat.1-Gruppe in das geplante “Kanzlerduell” zwischen Angela Merkel und Herausforderer Peer Steinbrück entsenden.

“Wir brauchen fürs Duell keinen Unterhaltungsmoderator, um junges Publikum zu erreichen”, sagt Frey und verweist auf die TV-Quoten des zurückliegenden “Kanzlerduells”. “ARD und ZDF hatten 2009 bei den unter 50-Jährigen einen Marktanteil von 23,7 Prozent, Sat. 1 hatte 3,4 Prozent. Das wird nicht anders werden, wenn jetzt ProSieben überträgt”, so der ZDF-Chefredakteur. “Im Duell, das die herausragende Informationssendung des Wahljahres ist, müssen die Kandidaten und nicht die Moderatoren im Vordergrund stehen. Als Werbeplattform für einen Nischensender eignet sich dieses Ereignis nicht.”

Anders als mit dem einstigen Sat.1-Vertreter Peter Limbourg, der die Sendergruppe verlassen hat und nun Deutsche Welle-Intendant ist, erwartet sich Frey vom “Absolute Mehrheit”-Polittalker Raab keinen echten Gewinn fürs “Kanzlerduell”. “Es muss eine solide, seriöse und von politischer Kompetenz geprägte Gesprächsführung herauskommen”, sagt Peter Frey im Gespräch mit kress. “Das Duell ist keine Showbühne für die Mätzchen von Moderatoren. Nach der Sendung soll Deutschland nicht darüber diskutieren, ob Raab auch Politik kann, sondern wer die oder der bessere im Kanzleramt ist.”

Auszüge aus dem Interview mit Peter Frey, das in der Langfassung auch die Kollegen von der ARD hart angeht, sind ab sofort unter www.kress.de zu lesen.

Quelle: Birte Bühnen, Mitglied der Chefredaktion, kress.de

 

ZDF-Chefredakteur Peter Frey kritisiert Stefan Raabs Teilnahme am “Kanzlerduell”.

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Aug 30 2012

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Wirbel um Halbnackt-Darstellung Michelle Obamas

Kritiker werfen spanischer Zeitschrift Verharmlosung der Sklaverei vor

Madrid/Wien (pte013/29.08.2012/10:30) – Die künstlerische Abbildung einer halbnackten Michelle Obama bringt einer spanischen Zeitschrift derzeit Rassismus-Vorwürfe. Das “Magazine de Fuera de Serie”, eine Beilage der Tageszeitung “El Mundo”, setzte für sein Titelbild den Kopf der First Lady der USA per Photoshop auf ein Gemälde aus dem Jahr 1800, das eine schwarze Frau mit offenen Brüsten darstellt. Eine Welle der Empörung schwappte durch zahlreiche Internet-Foren, wobei viele Kritiker Bezüge zur Sklaverei und deren Verharmlosung herstellen.

Weiße Vormachtstellung

“Journalisten und Grafiker haben das Gefühl, mit Menschen schwarzer Hautfarbe nach Belieben verfahren zu können. Wie seriös und kompetent diese auch auftreten mögen, es ist ihnen egal. Der aktuelle Fall zeigt ungeheure Respektlosigkeit, weiße Vormachtstellung und Rassismus”, urteilt Simon Inou, Journalist und Leiter des Vereins zur Förderung interkultureller Medienarbeit M-Media.or.at.

Das Titelbild stellt eine sitzende Michelle Obama dar, mit bloßer Brust und umgeben von einer US-Flagge. “Keine Zeitschrift würde es wagen, mit einer halbnackten Laura Bush, Hilary Clinton oder Barbara Bush zu titeln. Die erste schwarze First Lady der USA wurde jedoch mittels Photoshop wieder zur Sklavin gemacht, unterwürfig und machtlos. Das war kein Missgeschick, sondern Kalkül”, so der Wiener Medienexperte.

Konträre Botschaft

Zurück geht das Bild auf das Louvre-Gemälde “Portrait d’une négresse”, das ursprünglich die Freiheit der schwarzen Bevölkerung und die Rechte der Frau zum Ausdruck bringen sollte – es entstand sechs Jahre nach Abschaffung der Sklaverei in Frankreich. Fraglich ist, ob die nun abgebildete Michelle-Obama-Version von Marie-Guillemine Benoist darauf Bezug nehmen wollte: Auch andere berühmte Nacktbilder hat die Künstlerin zur Portraitierung von Prominenten – darunter Schwarze wie Weiße – verwendet.

Der zugehörige Artikel in der Zeitschrift handelt von der Popularität Michelle Obamas und ihrer Schlüsselrolle für die mögliche Wiederwahl ihres Gatten bei der US-Präsidentenwahl im November. “Der Journalist Pablo Scarpellini lüftet Geheimnisse der Frau, die nicht nur das Herz Barack Obamas gewonnen hat”, lautet die Ankündigung auf der Homepage des Magazins, wobei auf das Sprichwort “Hinter jedem großen Mann steht eine große Frau” Bezug genommen wird.

Vorbildwirkung ignoriert

Dem Magazine de Fuera de Serie muss klar gewesen sein, dass ein flüchtiges Betrachten des Bildes völlig andere Assoziationen als der Text hervorruft, so Inou. Das Ergebnis sei für Schwarze eine Katastrophe. “Nachdem Michelle Obama früher eine exzellente Anwältin war und sich auch jetzt als First Lady nie etwas zuschulden kommen ließ, gilt sie als ‘Role Model’ schlechthin. Wer das bewusst missachtet, verletzt viele Menschen – auf sehr ähnliche Weise wie kürzlich die Urinfleck-Darstellung von Papst Benedikt XVI.”

Quelle: pressetext.com / Bild: Magazine de Fuera de Serie

via Wirbel um Halbnackt-Darstellung Michelle Obamas.

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Jul 06 2012

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Gericht untersagt Verbreitung der Zeitschrift “Computerbild” in aktueller Version

Abgelegt unter Politik & Wirtschaft

Autor habe gelogen

Hamburg (pts007/06.07.2012/11:45) – Die aktuelle “Computerbild” darf ab sofort in der bisherigen Version nicht mehr unverändert verbreitet werden, also weder an Abonnenten oder andere Empfänger verschickt, übergeben oder zugestellt werden. Das hat am Donnerstag, dem 5. Juli 2012, das Landgericht Leipzig in seinem Beschluss (Aktenzeichen: 08 0 2057/12) verfügt.

In dem Beschluss heißt es: Den Antragsgegnern wird es bei Meidung eines vom Gericht für jeden Einzelfall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000 Eur und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Falle der Wiederholung bis zu 2 Jahren, untersagt, in Bezug auf die Staatsanwaltschaft Leipzig wegen vermeintlicher illegaler Service-Gebühren auf fluege.de gegen den Antragssteller eingestelltes strafrechtliches Ermittlungsverfahren zu behaupten und/oder behaupten zu lassen: “Mittlerweile geht das Treiben auch der Oberstaatsanwaltschaft Dresden zu weit – sie hat die Leipziger Beamten jetzt aufgefordert, den Fall noch einmal aufzurollen.” Weiter schrieb das Gericht, die Antragsgegner – also “Computerbild” sowie der Autor Hans von der Burchard – trügen “die Kosten des Verfahrens”. Den Streitwert legte das Gericht auf 7.000 Euro fest.

Auf gut Deutsch: “Computerbild”- und welt.de-Autor Hans von der Burchard haben nun gerichtlich bestätigt glatt gelogen, um seine Unister-Geschichte noch dramatischer aufzuplustern und dem jungen Unternehmen Unister den maximalen Rufschaden zuzufügen.

Schon im Vorfeld der Urteilsverkündung hatte die Staatsanwaltschaft Dresden über “Computerbilds” neue investigative Redaktion gegenüber Unister geschrieben: “Unabhängig von der tendenziösen Formulierung des Artikels ist die Aussage der Computerbild, dass die ‘Oberstaatsanwaltschaft Dresden’ (gemeint ist wohl die Generalstaatsanwaltschaft Dresden) bereits die Staatsanwaltschaft Leipzig angewiesen hätte, den Fall wieder aufzunehmen, eindeutig falsch.”

Die nun vom Gericht untersagte Behauptung der “investigativen Redaktion” der “Computerbild” unter Leitung von Alexander Krug sowie seinem Autor Hans von der Burchard war in dem reißerischen Artikel mit der Überschrift “Unister: Deutschlands größtes Abzockimperium” getätigt worden. So richtig verständlich wird die vom Gericht nun verbotene Aussage jedoch nur, wenn man auch den Kontext betrachtet. So hatte “Computerbild” ungewöhnlich großspurig geschrieben:

“‘Und was Fluege.de macht, verstößt ohne Zweifel gegen die EU-Verordnung.’ Auf Anfrage der Computerbild rechtfertigt sich die Staatsanwaltschaft recht kurios, es sei ‘fernliegend’, dass sich jeder Kunde durch die (fluege.de) Service-Pauschale betrogen fühle. Ein Millionen-Gewinn durch rechtswidriges Verhalten – kein Grund für Ermittlungen, weil nicht jeder Betroffene gleich Betrug schreit? Mittlerweile geht das Treiben auch der Oberstaatsanwaltschaft Dresden zu weit – sie hat die Leipziger Beamten jetzt aufgefordert, den Fall noch einmal neu aufzurollen.”

Besonders diese Passage stieß bei Unister auf erhebliche Kritik. So sagte Dr. Konstantin Korosides, Leiter Unternehmenskommunikation und Studien, er könne nicht erkennen, was an einer üblichen Reisebüro-Servicepauschale Betrug sein solle und damit rechtswidrig sei. Damit folgte er der Einschätzung der Staatsanwaltschaft.

Noch einen Tag vor dem Leipziger Gerichts-Beschluss hatte die “Computerbild” in einer großen Pressemittelung mitgeteilt, sie rücke keinen Zentimeter von ihren bisherigen Behauptungen im Artikel zu Unister ab. Der “Computerbild”-Artikel hatte sich aber nicht nur mit einer angeblich illegalen Servicegebühr beschäftigt, sondern auch mit Rabatten auf Unisters Reiseseiten, die es angeblich gar nicht gäbe, über angeblich mangelnde Endpreisdarstellungen oder angebliche Verstöße gegen “geltendes EU-Recht”. In der Kritik stand auch der angeblich nicht zufriedenstellende Service am Kunden bei Unister.

Zwar widerspricht die Unister GmbH vehement der Behauptung, man werbe mit Rabatten, die man nicht einhalte, auch verstoße man mit der Endpreisdarstellung keinesfalls gegen EU-Recht. Dennoch räumte das ehemalige Leipziger Studenten-Start-Up, was mittlerweile 1.650 Mitarbeiter beschäftigt, ein, man habe besonders den Service nicht entsprechend des schnellen Unternehmens-Wachstums nachziehen können. Dafür entschuldige man sich bei Verbrauchern, die man verärgert habe. Derzeit sei man dabei, den Service auch durch Personalaufstockung deutlich zu verbessern. Noch liege man jedoch leider zehn Prozent unter dem wünschenswerten Serviceziel.

Unister verbessert Nutzerfreundlichkeit
So sagte Unister, man arbeite derzeit noch intensiver daran den Service deutlich verbraucherfreundlicher zu gestallten. Auch die von “Computerbild” teils kritisierte mangelnde Nutzerfreundlichkeit einiger Webseiten, wie ab-in-den-urlaub.de oder fluege.de, überprüfe man derzeit mit Hochtouren und habe auch schon einige verbraucherfreundliche Funktionen online genommen. Damit möchte Unister dem Vorwurf von “Computerbild” entgegentreten, man würde in den Buchungsstrecken vorsätzlich “Buchungsfallen” einbauen.

So teilt Unister-Sprecher Dr. Konstantin Korosides mit: “Derzeit führt Unister eine Vielzahl an Split-Tests im Hintergrund auf seinen Webseiten durch, um mit einer verbesserten Seitenführung einigen genannten Kritikpunkten entgegenzuwirken. Grundsätzlich ist aber die überwiegende Vielzahl unserer Nutzer und Kunden hochzufrieden mit den durch Unister-Reiseseiten zur Verfügung gestellten Dienstleistungen.” Außerdem ergänzte Dr. Korosides: “Wir wären nicht Marktführer, wenn jeder Kunde auf seltsamen Wegen geholt werden würde und unzufrieden wäre. Dies zu gauben, wäre doch sehr naiv. Im Gegenteil: Unser Geschäftsführer Thomas Wagner hat das Thema Customer-Relations-Management, also CRM, zum absoluten Prio-1,0-Thema erklärt. Er ist der Meinung, dass sich hier in den nächsten Jahren die Spreu vom Weizen bei den Online Anbietern trennt.” Unister lege zudem großen Wert darauf, aus Kunden Stammkunden zu machen. Nur wem das gelinge, könne dauerhaft am Reisemarkt überlebensfähig sein.

Dennoch kritisiert Unister den gesamten “Computerbild”-Artikel, der in Teilen nun vom Leipziger Landgericht untersagt wurde, da er “vor Fehlern, Verleumdungen und übler Nachrede” wimmele. Zudem agiere er auch im “journalistischen Graubereich”, so Dr. Konstantin Korosides, Leiter Unternehmenskommunikation der Unister Holding. Deshalb sehe man sich leider gezwungen, in der näheren Zukunft mindestens 20 weitere abgemahnte Punkte mittels gerichtlicher Unterlassungsanträge geltend zu machen.

Unister wurde im Jahr 2002 von dem damaligen BWL-Studenten Thomas Wagner, heute 34, als Garagen-Start-Up in einem Studentenwohnheim gegründet worden. Heute sind Portale wie ab-in-den-urlaub.de oder fluege.de vom Online-Reisevertrieb nicht mehr wegzudenken.

Quelle: pressetext.com

via Gericht untersagt Verbreitung der Zeitschrift “Computerbild” in aktueller Version.

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